Kundenrezensionen von Immenhof





The Secret Identity of a Broken Girl
von Teodora Thoma
„The Secret Identity of a Broken Girl“ überzeugt mit einem spannenden Konzept rund um die beiden Identitäten der Protagonistin. Zusätzlich tragen die Ereignisse aus der Vergangenheit dazu bei, dass die Geschichte durchgehend interessant bleibt. Hier hätte ich mir sogar noch etwas mehr Rückblicke gewünscht, da diese Passagen besonders spannend waren und zum besseren Verständnis der Figur beitragen.
Der Titel passt sehr gut zur Hauptfigur. Die Protagonistin ist alles andere als perfekt und bringt einige Verletzungen aus ihrer Vergangenheit mit sich. Dadurch wirkt sie authentisch und nachvollziehbar. Generell gefällt mir, dass die meisten Charaktere sowohl Stärken als auch Schwächen haben und dadurch glaubwürdig wirken.
Die Superheldenthematik zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt immer wieder für amüsante Momente. Wer selbst ein Fan von Superheldengeschichten ist, wird vermutlich noch mehr Anspielungen und Details entdecken als ich. Obwohl die Handlung im Herbst spielt, handelt es sich nicht um ein klassisches Cozy-Herbstbuch.
Etwas störend fand ich die Verwendung von Anglizismen wie „Soccer“ statt Fussball. Das wirkte auf mich stellenweise etwas künstlich. Insgesamt hat mir das Buch jedoch gut gefallen und vor allem durch seine Figuren und die spannende Hintergrundgeschichte überzeugt.
Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung für die Redaktion, falls diese Rezension gelesen wird: Auf Seite 248 fehlt in der obersten Zeile das Subjekt „ich“ im Satz.





National Geographic Kids - Lexikon der Meere
von Christina Wilsdon
Wie die anderen Bücher von National Geographic Kids überzeugt auch das „Lexikon der Meere“ durch beeindruckende Bilder und eine ansprechende Gestaltung. Die Fotografien machen das Buch zu einem echten Hingucker und laden dazu ein, immer wieder darin zu blättern und Neues zu entdecken.
Besonders gelungen finde ich den Aufbau. Das Buch vermittelt nicht nur Wissen über Tiere, sondern greift auch viele geografische und naturwissenschaftliche Themen auf. So wird beispielsweise erklärt, wie Wellen entstehen oder welche Besonderheiten verschiedene Meeresräume auszeichnen. Dadurch erhält man einen umfassenden Einblick in die Welt der Ozeane.
Neben bekannten Meerestieren finden sich auch viele spannende Zusatzinformationen. Interessant fand ich beispielsweise die Hinweise zur Giftigkeit von Würfelquallen und weitere Fakten, die über die reine Tierbeschreibung hinausgehen. Dadurch wirkt das Buch abwechslungsreich und bietet immer wieder neue Entdeckungen.
Insgesamt handelt es sich um ein sehr umfassendes Lexikon, das viel Sachwissen vermittelt, ohne trocken zu wirken. Die Mischung aus eindrücklichen Bildern, gut verständlichen Erklärungen und spannenden Fakten macht das Buch zu einer gelungenen Wissensquelle für Kinder und Erwachsene. Ein Buch, das zum Schmökern einlädt und bei dem man immer wieder etwas Neues lernt.





Sterne finden ganz einfach
von Klaus M. Schittenhelm
Astronomie hat mich schon immer fasziniert. Bereits in der Schule gehörten astronomische Themen zu meinen Lieblingsinhalten. Trotzdem tue ich mich im Alltag oft schwer, mehr als den Orion oder den Grossen Wagen am Nachthimmel zu erkennen. Genau deshalb hat mich „Sterne finden ganz einfach“ sofort angesprochen.
Besonders gelungen finde ich die praktische Herangehensweise. Die Sternbilder sind übersichtlich nach Jahreszeiten geordnet, sodass man schnell die passenden Seiten für die aktuelle Beobachtung findet. Sehr hilfreich sind auch die Darstellungen, die mit Handabständen arbeiten und so eine einfache Orientierung am Himmel ermöglichen. Dadurch fällt es deutlich leichter, Sternbilder selbst zu finden und ein Gefühl für Entfernungen und Grössenverhältnisse zu entwickeln.
Das Buch richtet sich klar an Einsteigerinnen und Einsteiger und vermittelt die Inhalte verständlich und nachvollziehbar. Gerade für Familien bietet es viele Anregungen, gemeinsam den Nachthimmel zu entdecken. Ich freue mich jedenfalls darauf, mit meiner Familie auf die Suche nach Sternbildern zu gehen und das Gelernte direkt auszuprobieren.
Praktisch finde ich zudem die aufgeführten Sternwarten. Positiv ist dabei, dass nicht nur Orte in der Schweiz, sondern auch Sternwarten in Deutschland und Österreich berücksichtigt werden. Insgesamt ein sehr zugängliches Buch, das Lust macht, den Blick öfter in den Nachthimmel zu richten und die Welt der Sterne besser kennenzulernen.





Sturmland
von Miriam Georg
„Sturmland“ ist der erste Band eines Zweiteilers und hat mich als Leserin historischer Romane schnell überzeugt. Besonders gelungen finde ich, wie anschaulich die Vergangenheit dargestellt wird. Die Herausforderungen der damaligen Zeit werden realistisch geschildert, sodass man sich gut in die Lebenswelt der Figuren hineinversetzen kann.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht zweier Personen erzählt. Dadurch erhält man unterschiedliche Perspektiven auf die Ereignisse und kann die Entwicklungen gut nachvollziehen. Gleichzeitig bleibt die Handlung spannend, da immer wieder auf Geschehnisse aus der Vergangenheit hingewiesen wird. Diese werden nach und nach aufgelöst, sodass man als Leserin ständig neue Puzzleteile erhält und unbedingt weiterlesen möchte.
Besonders interessant fand ich die medizinischen Schilderungen. Sie wirken authentisch recherchiert und fügen sich stimmig in die Handlung ein. Gerade diese Details tragen dazu bei, dass die dargestellte Zeit lebendig wird und die Geschichte an Glaubwürdigkeit gewinnt.
Insgesamt ist „Sturmland“ ein spannender historischer Roman mit authentischen Figuren, einer atmosphärischen Darstellung der Vergangenheit und einer Handlung, die viele Fragen aufwirft und erst nach und nach ihre Geheimnisse preisgibt. Der erste Band macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung.





Cozy Coloring - Love Yourself
von
„Cozy Coloring: Love Yourself“ enthält über 30 Ausmalmotive sowie eine zusätzliche Startseite, auf der Farben getestet und kombiniert werden können.
Positiv aufgefallen ist mir das stabile Softcover, das angenehm in der Hand liegt und sich gut zum Ausmalen eignet. Besonders charakteristisch sind die Illustrationen. Statt vieler Ecken und Kanten dominieren weiche Rundungen und sanfte Linien. Der Begriff „Kawaii“ beschreibt den Stil daher sehr treffend. Die Motive wirken freundlich und verspielt und unterscheiden sich dadurch von vielen anderen Malbüchern.
Angenehm finde ich außerdem die eher großzügigen Flächen. Wer keine sehr kleinen Details ausmalen möchte, wird hier viele Motive finden, die ohne allzu präzises Arbeiten gestaltet werden können. Dadurch eignet sich das Buch auch für Menschen, die beim Ausmalen einen eher unkomplizierten Stil bevorzugen.
Wichtig zu wissen ist, dass die Einführungsseite mit den Farbvorschlägen auf Englisch gehalten ist. Das stellt zwar kaum eine Hürde dar, sollte vor dem Kauf aber bekannt sein.
Insgesamt ein solides Malbuch mit einem klar erkennbaren, niedlichen Zeichenstil. Wer Kawaii-Illustrationen und größere Ausmalflächen bevorzugt, dürfte hier die passenden Motive finden.





Die Waldponys (Band 1) - Tilda im Ponyglück
von Annette Moser
Schon das schöne Cover macht neugierig auf die Geschichte. Dazu kommen angenehm kurze Kapitel, die sich gut zum Vorlesen oder Selberlesen eignen und dafür sorgen, dass die Handlung stets in Bewegung bleibt.
Besonders gefallen haben mir die vielen alltagsnahen Situationen. So schmuggeln die jüngeren Kinder beispielsweise heimlich ihre Glace mit ins Auto, die dort natürlich schmilzt. Solche kleinen Szenen wirken authentisch und dürften vielen Familien bekannt vorkommen.
Daneben enthält die Geschichte aber auch einige eher unrealistische Elemente. Dass ein Lord ein ganzes Schloss nur unter der Bedingung überlassen möchte, dass sich jemand um seine Wildpferde kümmert, erscheint wenig glaubwürdig. Für ein Kinderbuch hat mich das jedoch nicht weiter gestört, da die Handlung insgesamt stimmig bleibt und der Fantasie genügend Raum gegeben wird.
Gut gefallen hat mir außerdem der Spannungsaufbau. Immer wieder gibt es kleinere Rätsel oder aufregende Situationen, deren Auflösung nicht lange auf sich warten lässt. Dadurch bleibt die Geschichte auch für jüngere Kinder gut nachvollziehbar.
Besonders positiv fand ich den Umgang mit den Pferden. Die Tiere werden artgerecht gehalten und es wird mehrfach betont, dass sie nicht zum Reiten da sind. Das sorgt für eine interessante Perspektive, die Kinder zum Nachdenken anregen kann und sich angenehm von vielen anderen Pferdebüchern unterscheidet.
Etwas schade fand ich allerdings, dass die Protagonistin dennoch immer wieder vom Reiten träumt und diesen Wunsch in den Mittelpunkt stellt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Idee eines respektvollen Umgangs mit den Wildpferden noch konsequenter verfolgt wird.
Insgesamt ein unterhaltsamer erster Band mit sympathischen Figuren, spannenden Momenten und einer erfrischend anderen Sicht auf das Thema Pferde.





National Geographic Kids - Abenteuer einer Wildtierärztin
von Gabby Wild
National Geographic Kids steht wie gewohnt für beeindruckende Fotografien, und auch dieses Buch macht hier keine Ausnahme. Die zahlreichen Bilder laden zum Staunen und Träumen ein und zeigen Tiere aus aller Welt in eindrucksvollen Aufnahmen.
Vor dem Lesen hatte ich eine etwas andere Erwartung. Aufgrund des Titels dachte ich, dass Erkrankungen von Wildtieren und deren Behandlung im Mittelpunkt stehen würden. Tatsächlich geht das Buch jedoch einen anderen Weg, und das hat mir letztlich sogar besser gefallen. Die Tiere werden nach Kontinenten vorgestellt und dabei durch persönliche Erlebnisse von Dr. Gabby Wild ergänzt. Besonders spannend fand ich ihre Berichte über die Arbeit mit einem geretteten Elefantenbaby und andere Begegnungen während ihrer Tätigkeit als Wildtierärztin.
Neben bekannten Tieren werden auch zahlreiche weniger bekannte Arten vorgestellt. Dadurch bietet das Buch eine gelungene Mischung aus persönlichen Geschichten, spannenden Fakten und Einblicken in die Arbeit einer Wildtierärztin. Selbst als Erwachsener habe ich noch einiges Neues gelernt. Besonders überrascht hat mich die Information, dass Vogelspinnen deutlich weniger giftig sind, als viele Menschen annehmen. Ich war jahrelang vom Gegenteil überzeugt.
Sehr positiv hervorzuheben ist außerdem, dass auch kritische Themen nicht ausgeklammert werden. So wird beispielsweise auf problematische Formen des Elefantentourismus in Thailand eingegangen. Dieser reflektierte Umgang mit dem Thema hat mir sehr gut gefallen und wirkt deutlich differenzierter als in vielen anderen Büchern, in denen solche Angebote oft unkritisch dargestellt oder gar nicht erst hinterfragt werden.
Insgesamt ist ein abwechslungsreiches Sachbuch entstanden, das faszinierende Tierfakten, persönliche Erlebnisse und beeindruckende Fotografien gelungen miteinander verbindet. Nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene können hier noch Neues entdecken.





Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 36 - Sehen, riechen, hören
von Constanza Droop
„Wieso? Weshalb? Warum? junior: Sehen, riechen, hören“ widmet sich einem spannenden Alltagsthema, das Kinder ständig begleitet. Nach einer Einstiegsseite zu den fünf Sinnen folgen Doppelseiten zu Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Während Fühlen, Riechen und Schmecken jeweils auf einer Doppelseite behandelt werden, erhalten Sehen und Hören etwas mehr Raum.
Wie gewohnt überzeugt die Ausstattung. Die stabilen, dicken Seiten, die Spiralbindung und die zahlreichen Klappen laden zum selbstständigen Entdecken ein. Positiv fällt auch die vielfältige Darstellung der Gesellschaft auf, die bei den neueren Bänden der Reihe erfreulicherweise selbstverständlich geworden ist. Schade finde ich allerdings, dass asiatisch aussehende Personen, wie so oft in Kinderbüchern, nur sehr selten vertreten sind.
Besonders gelungen sind die modernen Illustrationen. Die Toniebox sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert im Kinderalltag. Auch die Seite zum Ertasten von Formen hat mir gut gefallen und lädt zum Mitmachen ein.
Inhaltlich bleibt das Buch für meinen Geschmack jedoch recht oberflächlich. Zwar werden auch Behinderungen und altersbedingte Veränderungen der Sinne angesprochen, allerdings hätte ich mir hier etwas mehr Differenzierung gewünscht. Interessant wäre beispielsweise gewesen zu erwähnen, dass viele ältere Menschen hohe Töne schlechter hören können. Auch ein Hinweis darauf, dass laute Musik das Gehör dauerhaft schädigen kann, hätte gut zum Thema gepasst, insbesondere weil ein Kind gezeigt wird, das gerne laut Musik hört.
Insgesamt ein solider Band zu einem spannenden Thema. Im Vergleich zu vielen anderen Juniorbüchern wird jedoch eher wenig Wissen vermittelt. Deshalb sehe ich das Buch eher bei jüngeren Kindern ab zwei Jahren als bei Vierjährigen.





00-Laschet
von David Safier
Nachdem mir bereits einige andere Bücher des Autors wie „Mieses Karma“, „Mieses Karma 2“ und „Muh!“ gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf „00 Laschet“. Der gewohnt lockere Schreibstil mit den kurzen Kapiteln sorgt dafür, dass sich das Buch angenehm und schnell lesen lässt.
Besonders der Einstieg hat mir sehr gut gefallen. Die Idee, dass sich tief unter Schloss Bellevue die Zentrale eines geheimen Geheimdienstes befindet und der Bundespräsident dabei eine ganz andere Rolle spielt als allgemein angenommen, fand ich originell und amüsant. Gerade die Verbindung von Politik und Agentenparodie hat bei mir zunächst viele Schmunzler ausgelöst.
Im weiteren Verlauf wurde die Handlung für meinen Geschmack jedoch zunehmend abgedrehter. Die Geschichte entfernte sich immer weiter von jeder realistischen Grundlage und setzte immer stärker auf spektakuläre Einfälle, geheime Technologien und Wunderwaffen. Hier war für mich irgendwann der Punkt erreicht, an dem des Guten etwas zu viel war.
Dennoch gibt es einige gelungene Elemente. Die tierliebenden Protagonisten waren sympathisch, die Szenen mit Maus und Hasen sorgten immer wieder für unterhaltsame Momente und auch die politischen Anspielungen haben mir gut gefallen. Insgesamt konnte mich der Humor aber nicht durchgehend tragen, da die Handlung für meinen Geschmack zu stark auf immer größere und außergewöhnlichere Bedrohungen ausgerichtet war.
So bleibt für mich ein kurzweiliger, stellenweise sehr lustiger Roman mit einer starken Ausgangsidee, der mich in der zweiten Hälfte jedoch nicht mehr ganz so überzeugen konnte wie andere Bücher des Autors.





Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter
von Andrea Erne
Mit „Wieso? Weshalb? Warum? junior: Tiere im Winter“ ist Ravensburger wieder ein gelungenes Sachbilderbuch für die jüngsten Entdecker gelungen. Die Reihe überzeugt auch hier mit ihren gewohnt stabilen, dicken Seiten, den zahlreichen Klappen zum Entdecken und der praktischen Spiralbindung. Dadurch macht das Buch nicht nur beim ersten Anschauen Spaß, sondern hält auch häufigem Vorlesen und eigenständigem Erkunden problemlos stand.
Besonders gelungen finde ich die Themenauswahl. Kindgerecht und anschaulich wird erklärt, wie sich Tiere auf den Winter vorbereiten, warum Zugvögel in wärmere Regionen fliegen, weshalb manche Tiere ein Winterfell bekommen und wie die Futtersuche in der kalten Jahreszeit aussieht. Auch die Unterschiede zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre werden verständlich vermittelt. Ein Tierspurenrätsel am Ende rundet das Buch ab und lädt dazu ein, das Gelernte spielerisch anzuwenden.
Erfreulich ist zudem, wie viele Informationen in dem Buch stecken. Obwohl es sich offiziell an Kinder von zwei bis vier Jahren richtet, sind die Inhalte auch für ältere Kinder noch interessant. Einige der behandelten Themen begegnen Kindern später sogar im Sachunterricht der dritten oder vierten Klasse wieder. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass viele kleine Details aufgegriffen werden, etwa dass Tiere im Winter möglichst wenig Energie verbrauchen und sich deshalb nur wenig bewegen. Eine etwas ausführlichere Erklärung dazu hätte ich zwar spannend gefunden, für die eigentliche Zielgruppe ist die Darstellung aber völlig ausreichend.
Ein informatives, liebevoll gestaltetes Klappenbuch, das Wissen altersgerecht vermittelt und gleichzeitig zum Entdecken und Mitmachen einlädt. Sehr empfehlenswert für kleine Tierfreunde und neugierige Kinder.









