Kundenrezensionen von Bekenner





Lunabel - Das Lesemonster und Nia: Als der Himmel einen Stern erhielt
von Sabrina Vandijck
Es gibt Bücher, die begleiten uns über das Lesen hinaus. Sie öffnen Türen zu Gesprächen, die wir sonst vielleicht nie geführt hätten.
„Das Lesemonster und Nia“ ist für mich genau so ein Buch. Ich habe die Geschichte mit meinen Enkelinnen gelesen und ich war beeindruckt, wie still es plötzlich wurde. Ihre Augen hingen an jedem Satz, und ich spürte, dass sie nicht nur zuhörten, sondern fühlten. „Opa, das Lesemonster, die Lunabel, ist ja gar nicht böse. Es ist traurig“, sagte eines der Kinder am leise. In diesem Moment wusste ich, dass dieses Buch etwas ganz Besonderes ist. Sabrina Vandijck gelingt es, über Verlust, Angst und Neubeginn so zu schreiben, dass Kinder sich verstanden fühlen und Erwachsene innehalten. Ihre Worte sind sanft, ehrlich und voller Mitgefühl. Sie schafft einen Raum, in dem man über das sprechen kann, was oft unausgesprochen bleibt. Sie spricht über Trauer, Hoffnung und die Kraft, weiterzugehen. Man spürt, dass die Autorin selbst durch tiefe Täler gegangen ist. Der Verlust ihrer Eltern, der Wiederaufbau nach der Flut, ihr Weg als Friseurmeisterin, Ausbilderin und angehende Sozialarbeiterin, all das fließt spürbar in ihre Sprache ein. Doch anstatt in der Dunkelheit zu verweilen, zeigt sie den Weg zum Licht. „Das Lesemonster und Nia“ ist nicht einfach ein Kinderbuch. Es ist eine Einladung, gemeinsam zu fühlen, zu fragen und zu wachsen. Es erinnert uns daran, dass Mut manchmal leise ist und dass jedes Kind das Recht hat, seine eigenen Fragen zu stellen. Ein Buch, das nicht nur Kinderherzen berührt, sondern ganze Familien zusammenbringt.





Starfish
von Lisa Fipps
Was für ein Buch. Es ist nicht laut, nicht reißerisch, sondern ehrlich. Ellie erzählt nicht nur von Bodyshaming und Mobbing, sondern davon, wie es sich anfühlt, sich selbst ständig klein zu machen, nur um zu passen . Besonders bedrückend, aber leider realistisch, ist der Teil, der nicht von Mitschüler:innen ausgeht, sondern aus der eigenen Familie. Diäten, Regeln, Kommentare usw. alles mit dem Anstrich von gut gemeint und doch so verletzend. Gleichzeitig ist Starfish ein Buch über Entwicklung. Über Selbstakzeptanz, Selbstachtung und darüber, wie wichtig Menschen sind, die nicht an einem herumschnitzen wollen, sondern mit einem wachsen. Die Psychologin und die beste Freundin geben Ellie Halt und das Wasser gibt ihr Freiheit. Ihre Freiheit ist schwebend wie ein Seestern, unbeschwert, ohne Bewertung. Was besonders beeindruckt, ist die Perspektive. Ellie ist jung, aber ihre Gedanken sind präzise, reflektiert und poetisch. Das macht das Buch auch für Erwachsene absolut relevant.





Deinen Selbstwert bestimmst nur du
von Yoon Hong Gyun
Deinen Selbstwert bestimmst nur du. Logisch oder? Nicht ganz, wenigstens bei vielen von uns. Dieses Buch ist ein sehr klar geschriebenes und erstaunlich wohltuendes Buch über etwas, woran viele von uns leise leiden, den eigenen Wert ständig von äußeren Rückmeldungen abhängig zu machen. Dr. Yoon Hong Gyun erklärt verständlich, woher dieses Muster kommt, wie es sich im Alltag zeigt und vor allem wie man wieder zu einem Selbstwert zurückfindet, der von innen getragen ist. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch weder belehrend noch esoterisch wirkt. Die Ansätze sind psychologisch fundiert, aber alltagsnah genug, um sie tatsächlich anwenden zu können. Es beginnt beim Hinterfragen automatischer Glaubenssätze bis hin zu Entscheidungsstrategien, die aus Stärke statt aus Mangel getroffen werden. Man fühlt sich beim Lesen nicht kritisiert, sondern begleitet.
Meiner Meinung nach, ist es ein ruhiger, kluger und hilfreicher Wegweiser für alle, die ihren Selbstwert nicht länger von äußeren Erwartungen oder Anerkennung abhängig machen möchten.





Half His Age
von Jennette McCurdy
Es ist ein Roman, der sich nicht in einfache Kategorien pressen lässt. Waldo ist keine typische Coming-of-Age-Protagonistin. Sie ist widersprüchlich, roh, verletzlich und gleichzeitig wahnsinnig scharf beobachtend. Das macht sie schwer auszuhalten und schwer nicht zu mögen. Die Obsession mit ihrem Lehrer Mr. Korgy ist weniger eine klassische Schwärmerei als eine Suche nach Gesehenwerden und Bedeutung. Jennette McCurdy erzählt das so ehrlich, ungeschönt und manchmal brutal komisch, dass man sich beim Lesen immer wieder ertappt fühlt. Der Roman weiß, wie Begehren funktioniert, oft schmutzig, oft fehlgeleitet, oft einsam. Besonders mochte ich, wie unpeinlich und klug das Buch über Machtverhältnisse, Klassenunterschiede und Intimität spricht, ohne belehrend zu werden. Es trifft dabei Themen, die viele nur schamhaft denken, aber kaum jemand ausspricht. Und ja, manchmal tut es weh, manchmal ist es absurd, manchmal sehr echt. Ja, es ist ein mutiges, witziges und gleichzeitig trauriges Buch über Sehnsucht, Selbstwert und die verzweifelten Wege, auf denen wir versuchen, wahrgenommen zu werden.





Heartbreak Hotel
von Micol Arianna Beltramini
Heartbreak Hotel ist eine Graphic Novel, die leise beginnt und dann mitten ins Herz trifft. Vier Jugendliche, vier unterschiedliche Verletzungen und ein Ort, an dem sie nichts verstecken können. Besonders stark fand ich, wie respektvoll das Buch mit Schmerz umgeht. Es wurde ohne Kitsch, ohne schnelle Lösungen, ohne „Jetzt musst du wieder funktionieren“-Botschaften geschrieben. Die Illustrationen von Agnese Innocente tragen enorm zur Wirkung bei. Sie geben dem Unsagbaren Raum – Trauer, Schuld, Wut, Sehnsucht – und schaffen trotzdem Momente von Wärme und Humor. Die Figuren sind verletzlich, aber nicht schwach. Und gerade das macht die Geschichte so wohltuend: Heilung entsteht langsam, durch Zuhören und durch das Gefühl, nicht allein zu sein. Es ist eine berührende, poetische Graphic Novel über Herzschmerz und zweite Chancen. Für Jugendliche, aber ganz ehrlich, auch Erwachsene werden sich darin wiederfinden.





Mandalu, was sagst denn du?
von Birgit Fuchs
Dieses Buch ist eines dieser Kinderbücher, die man aufschlägt und sofort spürt, dass hier mit Liebe, Herz und pädagogischem Gespür gearbeitet wurde. Als jemand, der selbst täglich mit Kindern arbeitet, sehe ich sofort, wie wertvoll dieses Buch im Unterricht und auch zu Hause eingesetzt werden kann. Die Reime sind eingängig, fast kleine Ohrwürmer, die Kinder sofort mitsprechen wollen. Die Illustrationen sind warm, freundlich und voller kleiner Details, die neugierig machen. Genau so entsteht dieses besondere „Wimmelgefühl“, bei dem Kinder immer wieder Neues entdecken. Besonders gefällt mir, dass das Buch nicht nur unterhält, sondern ganz nebenbei Kompetenzen fördert. Sprachgefühl, Rhythmus, Naturwissen und Beobachtungsgabe. Ich liebe den Ansatz, dass Mandalu die Kinder durch den Wald führt. Das macht Lust auf echte Naturerlebnisse. Und die Idee, aus dem Buch ein kleines Theaterstück machen zu können, finde ich großartig. Für Kitas und Grundschulen ein echter Schatz!





Der Wind kennt meinen Namen
von Isabel Allende
Isabel Allende ist eine begnadete Schriftstellerin, welche ich seit langem lese und schätze. Umso mehr freute ich mich auf dieses Buch. Es ist etwas was mich selber bewegt und beschäftigt. Fliehen müssen, alles an Sicherheiten aufgeben und sogar die sicherste Sicherheit die eigenen Eltern, das Elternhaus, das Nest was Geborgenheit vermittelt wie nichts sonst. Mir schnürt allein der Gedanke die Kehle zu. Und doch soll und gibt es ja meistens Hoffnung. Ich war also gespannt auf das Buch und meine Erwartungen waren dementsprechend hoch. Drei Schicksale sind es die miteinander verknüpft sind. Da ist zum einen Samuel, Sohn jüdischer Eltern, der mit einem Kindertransport von Österreich nach England verschickt wurde, somit den den Nazis entkam. Seine Familie mütterlicherseits hatte dieses Glück nicht. Leticia flieht 1982 mit ihrem Vater in die USA. Auch sie haben beide als einzige überlebt, das Massaker in El Mozoto. Anita die letzte im Bunde flieht 2019 zusammen mit ihrer Mutter vor Gewalt aus El Salvador in die USA. Sie wird an der Grenze von ihrer Mutter getrennt. Im Roman finden diese Schicksale zusammen, denn sie gehören irgendwie zusammen. Diese Kunst beherrscht nur Isabel Allende. Super gefühlvoll und zeitlos.





Lily und der Herzenszauber
von Lucy Fleming
Denn wenn du ganz genau hinschaust siehst du mit etwas Glück ein Teichnixe. Lilly ist so eine Teichnixe und sie hat einen super wichtigen Auftrag. Den wichtigsten Auftrag überhaupt. Sie sorgt im Teich für Ordnung. Alles lastet auf ihren Schultern. Dann zieht ein Sturm auf. Einer den man so noch nicht hier am und im Teich gesehen hat. Er bringt alles durcheinander und Lilly an ihre Grenzen. Dieses Chaos, wie soll Tilly das allein schaffen? Allein kann sie es wahrscheinlich wirklich nicht, aber mit Freunden. Klasse Buch um Freundschaft und Werte.





Emblem Island - Der Fluch der Nachthexe
von Alex Aster
Jeder hat seine Bestimmung. Da gibt es große Unterschiede. Tor hat eigentlich Glück. Er ist zum Anführer geboren. 12 Jahre lang trägt er auch auf seinem Arm das Emblem „Anführer“. Bis zu dem entscheidenden Tag als er sich eine andere Bestimmung wünscht. Eine andere aber nicht dieser, welche auf seinem Arm erschien und seine neue Bestimmung anzeigte. Das „düstere Auge“ erschien und es zeigte allen auf, der Träger ist dem Tode geweiht. Nur die berüchtigte Hexe kann den Fluch verändern. Zusammen mit Freunden macht Tor sich auf den Weg. Klasse Story, wo Freundschaft eine entscheidende Rolle spielt.





Grimmwald 2 - Lasst die Felle fliegen!
von Nadia Shireen
Baumboinken ist das Lieblingsspiel, der Lieblingssport der Einwohner von Grimmwald. Und sie betreiben diesen mit einer Leidenschaft. Gebe es nicht noch diesen Nachbarort Funkelforst und vor allen seinen Bürgermeister. Er will alles abholten und einen Freizeitpark draus machen. Keine Bäume? Kein Baumboinken. Hier hört der Spaß auf. Hörte sich nach einem richtig tollen Buch an. Und das war es auch. Super empfehlenswert.









