Kundenrezensionen von Andrea Logar





Trophäe
von Gaea Schoeters
Gaea Schoeters Schreibstil ist faszinierend! Sie nimmt einen mit allen Sinnen mit und lässt Menschen, Landschaft, Gerüche und Geräusche intensiv wahrnehmen. Die lange Auseinandersetzung mit der Psychodynamik Hunters, einem aus einer Überlegenheitshaltung heraus handelnden wohlhabenden weißen Mann, der selbst beim Töten noch die Unterwerfung im Blick seiner „Beute“ sehen will, lässt mich verstört zurück. Ein Buch mit viel Diskussionsstoff!





Packerl
von Anna Neata
Anna Neata gelingt mit ihrem Debütroman ein eindrucksvoller und berührender Einblick in drei Frauengenerationen mit historisch-gesellschaftlichem Bezug: Tochter, Mutter und Großmutter werden mit ihren Lebensgeschichten, Geheimnissen und Verstrickungen gekonnt und mit einzigartigem Schreibstil dargestellt. Das Namensregister war für mich hilfreich, um die Orientierung zu behalten. Leseempfehlung!





Die Formel der Hoffnung
von Lynn Cullen
Lynn Cullen hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite in die Welt von Dr. D. M. Horstmann hineinzuziehen. Sie schildert den Weg einer großartigen Medizinerin und Forscherin, die den Kampf gegen das Poliovirus aufnimmt und sich nicht stoppen lässt von gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, Sozialisation, Erwartungen und Zuschreibungen. Absolute Leseempfehlung!





Mit dem Schnee kommt der Tod
von Nicola Upson
Leider habe ich den Krimi im Sommer gelesen, was definitiv die falsche Jahreszeit gewesen ist.
Der Auftritt von Marlene Dietrich gibt der Handlung etwas Glamour. Einzelne Entwicklungen sind für mich nicht immer schlüssig gewesen.
Fazit: ein Buch für kalte Wintertage!





Schönwald
von Philipp Oehmke
Normalerweise lege ich ein Buch weg, wenn mir die ersten 40 bis 60 Seiten nicht gefallen, doch diesmal habe ich es zum Glück nicht getan! Die Familiengeschichte der Schönwalds entwickelt sich zu einer rasanten und spannenden Erzählung über die individuellen Lebensentwürfe ihrer Mitglieder, die sich - eingebettet in gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen und getragen von Konfliktvermeidungsverhalten - kontinuierlich und nachvollziehbar in den vorgezeichneten Spuren der Familienstrukturen entwickeln. Absolute Leseempfehlung!





Marschlande
von Jarka Kubsova
Jarka Kubsova gibt mit der Verknüpfung zweier Frauenleben, die Jahrhunderte auseinanderliegen, tiefe Einblicke in die Funktion und die Wirkung dominanter Verhaltensweisen, die um jeden Preis erhalten und erweitert werden wollen. Von der ersten bis zur letzten Seite ein äußerst fesselnder und packender Roman. Absolute Leseempfehlung!





Going Zero
von McCarten Anthony
Der Silicon-Valley-Milliardär Cy Baxtor will mit seinem Social-Media-Unternehmen Fusion die CIA mit dem gemeinsamen Projekt „Going Zero“ für eine langfristige Zusammenarbeit gewinnen. Baxtor ist überzeugt, mittels moderner Technologie innerhalb von 30 Tagen jeden x-beliebigen Menschen aufspüren zu können. Der Ausgang des Betatests von Going Zero entscheidet über das Zustandekommen eines 10-Jahres-Vertrages und über zusätzliche finanzielle Mittel.
Dem Betatest stellen sich zehn Versuchspersonen, die 30 Tage lang versuchen sollen, unauffindbar zu bleiben. Kaitlyn Day, Mitte dreißig und Bibliothekarin, ist eine von diesen zehn Personen, die sich als eine überraschend herausfordernde Gegenspielerin für Baxtor erweist. Die Jagd beginnt.
Hat eine einzelne Person überhaupt eine Chance, dem ausgeklügelten Überwachungssystem zu entkommen? Es ist ein fesselnder Thriller, bei dem man sich unweigerlich wichtigen Fragestellungen unserer Zeit stellt, wie beispielsweise dem Recht auf Privatsphäre einerseits und totaler Überwachung gepaart mit Machtmissbrauch andererseits.
Anthony McCarten ist mit Going Zero ein fulminanter Thriller gelungen, der gut und leicht lesbar geschrieben ist, ohne an Tiefe und Humor einzubüßen. Die Geschichte ist mit überraschenden Wendungen versehen. Klare Leseempfehlung!





Männer sterben bei uns nicht
von Annika Reich
Annika Reich hat mich mit ihrem Buch auf die Reise einer Frau durch ihre Familiengeschichte mitgenommen und bewegt. Sprachlich ausdrucksstark wechselt die Handlung zwischen gegenwärtigen Erlebnissen und vergangenen Kindheitserinnerungen. Einfühlsam und authentisch beschreibt sie Erziehung und Sozialisation unter dem Einfluss einer Patriarchin, die ihre Enkelin zur Alleinerbin stilisiert und die Leben der anderen Frauen nachhaltig beeinflusst. In einer Atmosphäre aus Macht und Ohnmacht, Aufbegehren und Unterdrückung setzt sich das Credo der Großmutter durch: der Schein muss gewahrt werden!





Wovon wir leben
von Birgit Birnbacher
Wovon wir leben erzählt die Geschichte von Julia, die in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um sich von Jobverlust und Krankheit zu erholen und einen Neuanfang zu wagen. In der dörflichen Enge, in der sich seit ihrem Weggehen nichts geändert hat, trifft sie auf Oskar, einem Städter, der nach einem Herzinfarkt ebenfalls nach einem Neubeginn sucht.
Tiefgründig und sensibel geschrieben führt das Buch durch überraschende Wendungen und lässt mich dennoch ambivalent zurück.





Jahre mit Martha
von Kordic Martin
"Jahre mit Martha" ist ein großartig und tiefgründig geschriebener Roman, der die ungewöhnliche Liebesbeziehung zwischen einem jungen Mann und einer älteren Frau beschreibt. Der Autor führt durch die Identitätssuche von Zeljko, der sich zwischen den Kulturen und den Geschlechtern bewegt und seinen Weg sucht.
Klare Leseempfehlung!









