Kundenrezensionen von Dorsay





Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
von Stefan Ahnhem
Ein plötzlicher Stromausfall an der Küste Schwedens hüllt alles in undurchdringbare Dunkelheit. Fabian Risk ist zu diesem Zeitpunkt mit seiner Tochter Matilda auf seinem Segelboot. Mysteriöse Fälle reihen sich ineinander, die möglicherweise mit dem Stromausfall zusammenhängen. Kinder werden entführt und ein Mantel des Schweigens schwebt über allem. Fabian Risk und seine Kollegen stehen vor ihrem kompliziertesten Fall.
Ein kompakter, vielschichtiger Krimi, voller Wendungen, packend bis zum Schluss. Gewalttätige, grausame Protagonisten, die einem das Fürchten lehren. Brutalität, der einem den Atem nimmt. Über 600 Seiten starkes Spannungserlebnis, das zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen lässt, lange Lesenächte inbegriffen. Klarer packender Schreibstil fesselt ungemein und man kann kaum mit dem Lesen aufhören.





Das Zauberwort heißt Nein!
von Rebecca Mir; Ruth Rahlff
Kater Fiete möchte unbedingt zur Katzengang dazugehören, deshalb begibt er sich immer wieder in gefährliche Situationen. Er meistert so manche brenzlige Situation, wenn auch mit ungutem Gefühl. Bis Rosi, die kleine selbstbewusst Maus, ihm beibringt, dass man auch ab und zu Nein sagen kann. Fiete lernt auf sein Gefühl zu hören. Außerdem findet er heraus, wer wirklich sein Freund ist, denn Freunde nehmen aufeinander Rücksicht und verlangen keine gefährlichen Dinge von einem.
Ein bunt bebildertes Kinderbuch mit entzückenden Illustrationen. Die Botschaft, dass man auf sein Bauchgefühl hören soll, ist optimal in einer bezaubernden Geschichte verpackt, die fesselt und so manche offenen Fragen werden noch während des Vorlesens besprochen. Ein wichtiger Beitrag, damit das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt wird.





Schattenmädchen
von Frida Skybäck
Die Studentin Isabelle Karlsson besuchte eine Party eines sehr erfolgreichen Technologieunternehmens, das von zwei ehemaligen Studenten der Universität Lund gegründet wurde, und verschwand für immer. Ihre Mutter verständigt daraufhin die Polizei und meldete sie als vermisst. Das Ermittlerduo Fredrika Storm und Henry Calment ermitteln mit ihrem Team und sie stoßen bald auf einen Geheimbund der Universität Lund, in der sexualisierte Gewalt und Erniedrigung gegenüber Studentinnen an der Tagesordnung stand. Des Weiteren weist ein Mord der sieben Jahr zuvor an der Studentin Petra Olsson verübt wurde gewisse Parallelen mit dem neuen Fall auf. Der Mörder wurde zwar gefasst und verurteilt, aber war dies ein Fehlurteil? Ein weitverzweigter Fall, der für die Ermittler äußerst fordernd ist.
Die Autorin Frida Skybäck erzählt von fürchterlichen Machenschaften an jungen Studentinnen. Ein ausgesprochen belastender Stoff, zumal so manche Ereignisse sich am wirklichen Leben orientieren. Besonders gut beschrieben sind auch die privaten Probleme der Ermittler, da fiebert man mit und hofft, dass sich alles im Guten auflöst. Unsäglich spannend und ein außergewöhnliches Ende.





Lügennebel
von Viveca Sten
Im Skiparadies Åre machen 6 Studenten aus Uppsala Skiurlaub. Ihr Freund William Löwengren, dessen Eltern ein Luxusferiendomizil in dem Bergen besitzen, hat sie dazu eingeladen. Die jungen Leute feiern eine wilde, ausgelassene Party bis tief in die Nacht hinein, in der Alkohol und Drogen nicht zu knapp im Spiel sind. Am nächsten Morgen wird die 19-jährige Studentin Fanny nur spärlich bekleidet und barfuß, nur ein paar Meter von dem Luxusanwesen entfernt, erfroren aufgefunden. Wurde sie ermordet? Eindeutig ein brisanter Fall für die beiden sympathischen Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog.
Die Autorin Viveca Sten fasziniert immer wieder mit ihrem klaren Schreibstil, den präzisen ausgearbeiteten Charakteren, wirklichkeitsnahen Schilderungen und kurzen Kapiteln. In diesem Krimi ist alles vereint, knisternde Spannung, ein bisschen Liebe, etwas Eifersucht, zwischenmenschliche Beziehungen und Abgründe, hier kommt es schon mal vor, dass man nicht mehr zum Lesen aufhören kann. Achtung Suchtgefahr!





Himmelerdenblau
von Romy Hausmann
Nunmehr ist der vierte Thriller von Romy Hausmann, Himmelerdenblau, erschienen, damit ist ihr wieder ein fesselndes Werk gelungen, das möglicherweise so wie einer ihrer Vorgängerromane Liebes Kind verfilmt wird.
Seit zwanzig Jahren gibt es kein Lebenszeichen von Julie. Was ist damals mit ihr passiert? Diese Ungewissheit lässt Julies Familie verzweifeln. Die True Crime Podcasterin Liv rollt den Fall erneut auf und Theo, der Vater von Julie, der an rasant fortschreitender Demenz leidet will Klarheit und beginnt mit Hilfe der Podcasterin zu recherchieren. Ein vielschichtiger, aufregender Thriller von Romy Hausmann, der im Mittelteil etwas langatmig wirkt und ein paar Schwächen aufweist. Dafür überschlagen sich im letzten Teil die Ereignisse und alle Verdachtsmomente gegen mögliche Täter lösen sich in nichts auf. Spannungsgeladener Countdown mit überraschendem Ende.





No Way Home
von Boyle T.C.; Gunsteren Dirk van
Der angehende Arzt Terry geht ganz in seinem Beruf auf, er bereitet sich auf die Abschlussprüfung vor, da ereilt ihm die Botschaft, dass seine Mutter verstorben ist. Sie hat ihm in Nevada ihr Haus hinterlassen. Er nimmt ein paar Tage Urlaub, um das Begräbnis und seine Erbschaftsangelegenheit zu ordnen. In einer Bar lernt er zufällig Bethany kennen. Bethany hat ihre Beziehung zu ihrem Lebensgefährten Jesse beendet. Da sie eine neue Unterkunft braucht zieht sie praktisch ungefragt in Terrys Haus ein, während er in Los Angeles wieder seiner Arbeit im Krankenhaus nachgeht.
Es entwickelt sich eine außergewöhnliche sehr spannende Dreiecksgeschichte mit überraschendem, abruptem Ende.
Der Autor T.C.Boyle hat wieder einmal einen großartigen Roman in seinem unverwechselbarem Schreibstil verfasst. Die glaubwürdigen, außergewöhnlichen Charaktere der handelnden Personen, die Hinterlistigkeit und die Abgründe, die in jedem von uns schlummern, werden präzise herausgearbeitet, Ein absolut gelungener, spannender Gesellschaftsroman.





Gerächt sein sollst du
von Kaisu Tuokko
Ake ist begeisterter Segler, ab und zu begleitet ihn seine Frau Ylva. Sie genießen den schönen Tag auf dem Meer, bis plötzlich einige Möwen auftauchen und aufgeregt kreischen, da entdecken die beiden die Leiche des siebzehnjährigen Jonas. Ein Fall für Matts Bergholm, der zufällig in seiner Heimatstadt weilt. Er trifft auf seine Jugendliebe, die Journalistin Eevi Manner. Beide sind erschüttert, dass ausgerechnet in ihrem beschaulichen Küstenort Kristinestad ein so abscheuliches Verbrechen passiert ist und beginnen zu recherchieren.
Von Anfang bis zum Schluss hat dieser Krimi eine Ausdrucksstarke Sogkraft. Die spannende, bildhafte Beschreibung mit allen menschlichen Problemen lassen keine Langeweile aufkommen und man kann das Buch kaum zur Seite legen. Erschütternd wie grausam so manche jugendliche sein können. Ein komplexer moderner Fall der aufzeigt, was mit Social Media alles angerichtet werden kann.





Willkommen. Ein Buch über Freundschaft
von Scheffler Axel; Green Alison; Scheffler Adélie; Scheffler Axel
Der Beginn des Buches ist außergewöhnlich, man wird gefragt, ob man eintreten möchte. Das Eichhörnchen öffnet die Tür und man ist mittendrin in der bunten Welt der Tiere. Wieder bezaubernd gezeichnet von Axel Scheffler. So manche seiner Tierzeichnungen kennt man aus anderen Bilderbüchern und man ist mit den Figuren sofort vertraut. Die kurzen kindergerechten Texte von Alison Green weisen spielerisch darauf hin, wie wichtig Hilfsbereitschaft, Zuhören, Zusammenhalt, gegenseitige Freundschaft und ein friedliches Miteinander ist. Ein großartiges Bilderbuch, in dem es viel zu entdecken gibt und das Verständnis füreinander fördert.





Eisenblume
von Frida Skybäck
In diesem Roman geht es um ein brisantes Thema, und zwar über die Methoden, die früher zu Versuchszwecken in der Psychiatrie angewandt wurden. Es fehlte grundlegendes Wissen, wie man mit psychisch kranken Menschen umgehen sollte. Sie wurden als lebende Versuchsmodelle missbraucht. Vielfach wurden die Patienten gequält oder ruhiggestellt, somit waren sie den behandelten Ärzten hilflos ausgeliefert. Schauplatz dieses Krimis ist ein längst aufgelassenes psychiatrisches Krankenhaus, in dem Jugendliche eine Leiche finden. In den 80iger Jahren sind zwei Patienten aus dem Krankenhaus verschwunden. Alte Wunden werden aufgerissen und die Familien der verschwundenen Personen drängen endlich auf Aufklärung. Der alte Fall wird wieder aufgerollt. Sehr spannend aufbereitet, jedoch mit ein paar Längen. Sympathisch die ermittelnden Kommissare Frederika Storm und Henry Calment mit ihren Ecken und Kanten und privaten Problemen.





Ja, nein, vielleicht
von Knecht Doris
Die Protagonistin in diesen Roman erzählt von ihrem Leben. Mit fünfzig plus, schon lange geschieden, die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus, hat sie sich ihr Leben gut eingerichtet. Sie hat eine kleine Wohnung in Wien, ein Häuschen mit Garten im Waldviertel und einen Hund. Sie pendelt zwischen Wien und dem Häuschen im Waldviertel, trifft sich mit Freunden und schreibt an einem Buch. Alles scheint perfekt. Bis sich eines Tages die Ereignisse überschlagen. Ein Zahn droht auszufallen, ihre Schwester Paula braucht eine Auszeit und will sich für einige Tage in ihrer Wiener Wohnung einnisten, im Supermarkt trifft sie einen früheren Liebhaber, der sich im Nachbardorf niedergelassen hat und dort den Weinbaubetrieb seines Vaters übernommen hat. Sofort taucht nun die Frage auf, soll ich nochmal einen Mann in mein gut eingerichtetes Leben lassen?
Ein kluger Roman, der den Nerv der Zeit trifft. Eine Erzählung, die Frauenleben gut beschreibt und durchaus auch autobiografische Züge der Autorin Doris Knecht beinhalten könnte. Wirklichkeitsnah beschriebene Szenen, die so manche Parallelen zum echten Leben vermitteln. Ein klare Leseempfehlung.









