Kundenrezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer





Guten Morgen, schönes Wetter heute
von Tanja Kokoska
Lektüre für unbeschwerte, laue Sommerabende an denen man lesen möchte, dass das Gute im Menschen siegt. Die Geschichte ist nicht ganz klischeefrei, aber definitiv frei von Kitsch. Die Charaktere der Figuren sind greifbar und authentisch. Leicht lesbar, ist es eine kurzweilige Lektüre mit ernstem Hintergrund.





Restsommer
von Kea von Garnier
Sehr plastisch, sehr sensibel und absolut glaubhaft wird hier von der Selbstfindung Dominiks erzählt. Das Leben ist mit 16 kein Honiglecken. Wie kann man sich gegen die Erwartungen der Familie wehren? Einerseits spiegelt das Buch die Leichtigkeit des Sommers eines 16jährigen wider, andererseits zeigt es, dass dieses 'unbeschwerte' Leben in diesem Alter doch nicht so einfach ist, wie wir meinen.
Empfehlung!





Heim holen
von Katherina Braschel
Ich habe mir ein Buch über das Leben der Donauschwaben erwartet. Wie haben sie gelebt, wie/warum sind sie vertrieben worden, mit welchen Problemen hatten sie in Österreich zu kämpfen. Tatsächlich wird hier berichtet, wie/was recherchiert wurde und wie/warum die Autorin damit klarkam. Ich hatte definitiv andere Erwartungen an dieses Buch.





Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt
von Dschabbarowa Jegana; Rajer Maria
Erschütternd und tragisch. Das sind die Worte, die mir zu diesem Buch einfallen.
ABER: eigentlich möchte ich sowas nicht lesen. Möchte nicht genau beschrieben bekommen mit welchem Leiden die Protagonistin tagtäglich kämpfen muss.
Dass die Frau in patriarchalen Gesellschaftsstrukturen keinen großen Stellenwert innehat, hat mir auch keine neuen Erkenntnisse gebracht.
Fazit: ein Buch das man lesen kann, aber nicht muss.





Martha und die Ihren
von Lukas Hartmann
Nüchtern und emotionslos wird das entbehrungsreiche Leben von Martha, ihren Kindern und ihren Enkelkindern erzählt. Vielleicht wirkt es deswegen so eindringlich nach. Mich hat diese Geschichte von Beginn an in ihren Bann gezogen. Habe dieses Mädchen - diese Frau - die egal was das Schicksal ihr in den Weg stellt - niemals daran denkt, aufzugeben.
Große Empfehlung!





Im Tal
von Tommie Goerz
Was für ein Buch! Auf 237 Seiten wird das Leben von Toni aufgerollt.
Was für ein Leben! Eine Kindheit ohne Mutter. Dem gewalttätigen Vater kann er nur durch Flucht in den Krieg entkommen.
Die große Liebe - vorhanden, aber schwierig.
Ein dichtes, inhaltsschweres Buch. Lässt mich sprachlos zurück.
Absolute Leseempfehlung!





Tanzen im Kopf
von Zdenka Becker
Mara, 66, slowakische 24-Stunden-Pflegerin wechselt sich im 14tägigen Rhythmus mit ihrer Kollegin bei der Pflege von Elvira ab. Die Pension in der Slowakei ist ihr einerseits zu wenig, andererseits ist sie froh, ihrem alkoholkranken Mann entfliehen zu können.
Die Geschichte beschreibt sowohl das Leben in Österreich, als auch die Zeit zuhause in der Slowakei.
Ein großartiges Buch das mich sehr berührt hat.
Große Empfehlung!





Ilaria
von Zalapì Gabriella; Steinitz Claudia
Die Geschichte wird aus Sicht der 8jährigen Ilaria erzählt. Das Mädchen fährt mit ihrem Vater zwei Jahre lang durch Italien. Rastlos von einem Ort zum nächsten, damit sie von der Mutter des Kindes nicht gefunden werden können.
Was heißt es, niemals lange am selben Ort zu bleiben, nicht zur Schule zu gehen, keine Freundinnen zu haben?
Spannende, traurige Geschichte, die mir zu episodenhaft und zu wenig ausführlich erzählt wurde. Für mich nicht eindringlich genug erzählt konnte mich diese Geschichte nicht wirklich berühren.





Der Fährmann
von Regina Denk
Atmosphärisch dicht führt uns dieses Buch in eine Zeit, die eigentlich noch nicht soo weit entfernt ist. Hat sich in den letzten 100 Jahren wirklich so viel verändert? Die Grundthemen, die unseren Alltag bestimmen, sind dieselben geblieben. Nämlich die Verpflichtungen anderen gegenüber, die Arbeit, die Brüchigkeit von Freundschaften und natürlich die Liebe.
Was auf den ersten Blick wie ein Heimatroman erscheint, entpuppt sich als vielschichtige Tragödie. Erzählt in einer eigenen, besonderen Sprache.
Das Buch ist wie ein Sog der einen mitreißt und nicht eher loslässt, als man an der letzten Seite angelangt ist.
Große Empfehlung!





Die Namen
von Florence Knapp
Was als tolles Gedankenspiel begann flacht ab der Mitte merklich ab und endet in ... naja.
Die Story: eine schwache Frau, 2 Kinder die sich raushalten und eine Umwelt die es nicht interessiert, was in dieser Familie passiert.
Die Autorin entwickelt drei unterschiedliche Lebensszenarien. Sie erzählt die Geschichte in 7jährigen Zeitabständen, was mir definitiv nicht gefallen hat. Kaum hatte ich mich auf einen Charakter eingelesen, war das Kapitel zu Ende und ich wurde aus dem Lesefluss gerissen, da es mit einem anderen Namen und somit einem anderen Lebensweg weiterging.
Sprachlich ok, aber weder besonders noch herausragend. Kein Buch das mich besonders beeindruckt hat bzw. mir lange im Gedächtnis bleiben wird.
Aber Vorsicht! Dies ist keinesfalls eine beschauliche Abendlektüre. Thema der Geschichte ist - abseits der verschiedenen Lebensentwürfe - häusliche Gewalt.









