Kundenrezensionen von @beautybooks (Instagram)





Verlorene Schäfchen
von Madeline Cash
Die Familie Flynn besteht aus drei Töchtern, Mutter und Vater. Sonntags wird in die Kirche gegangen - eigentlich. Eine Familie, die es nicht so einfach hat. Mutter Catherine ist mitten in einer Sinnkrise und hat die Ehe mit ihrem Mann Bud geöffnet. Bud lebt vorübergehend in seinem Auto in der Garage und findet in einer Selbsthilfegruppe Zuflucht: bei den verlorenen Schäfchen. Die jüngste Tochter Harper ist einer großen Verschwörung auf der Spur - glaubt sie zumindest. Lousie hat voll zu tun mit ihrem Online-Lover und Abigail datet den Kriegsverbrecher Wes. Und all diese Fäden laufen bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.
.
Meine persönliche Meinung:
Beim Lesen des Klappentextes merkt man sofort, dass es sich hier um eine überaus chaotische Familiengeschichte handelt. Das Buch beginnt auch ab der ersten Seite an richtig amüsant und ich musste desöfteren schmunzeln. Leider wurde der Roman allerdings sehr schnell richtig schräg, manche Szenen empfand ich sprachlich sehr vulgär und haben so gar nicht in die Geschichte gepasst, für mich zumindest. All die Charaktere, die wir in diesem Buch kennenlernen, geraten nach und nach aus unterschiedlichen Gründen an den Rand der Gesellschaft. Im Verlauf der Handlung entfernen sich die Jugendlichen immer weiter von stabilen Lebensstrukturen. Einige von ihnen geraten in Konflikt mit Autoritäten, brechen Regeln oder treffen impulsive Entscheidungen, die ihre Situation verschärfen. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie stark ihr Verhalten von inneren Unsicherheiten, verletzten Gefühlen und dem Wunsch nach Anerkennung geprägt ist. Die Wege der Figuren kreuzen sich mehrfach: Freundschaften entstehen, zerbrechen wieder oder werden auf die Probe gestellt. Besonders prägend sind Situationen, in denen die Jugendlichen mit den Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert werden – etwa durch Streit mit der Familie, schulische Probleme oder persönliche Krisen. Diese Wendepunkte zwingen sie dazu, über ihr Leben nachzudenken. Der Schluss des Romans bleibt teilweise offen, zeigt aber eine vorsichtige Entwicklung: Einige der Jugendlichen finden neue Orientierung und versuchen, ihr Leben neu zu ordnen, während andere noch auf der Suche sind. Ich hätte mir nur gewünscht, dass dieser Humor, der sich anfangs so schön durchgezogen hat, bestehen bleibt und wie ich bereits erwähnt habe, haben manche Szenen so gar nicht in die Geschichte gepasst und hätte man somit getrost weg lassen können. Ein Roman, den man lesen kann, aber nicht muss - sozusagen ein nettes Buch für zwischendurch.
.
Vielen Dank an vorablesen.de, dass ich das Buch bereits lesen durfte!





Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
von Alexandra Flint
Lelibeth Lacroix lebt und arbeitet im familiengeführten Luxushotel „Mont Lacroix“ in den Alpen. Das Hotel ist seit Generationen in Familienbesitz, doch wirtschaftlich steht es unter Druck. Lelibeth fühlt sich verantwortlich, das Erbe zu bewahren, und steckt all ihre Energie in neue Ideen – unter anderem plant sie eine exklusive Hochzeit, die dem Hotel neuen Glanz und dringend benötigte Aufmerksamkeit verschaffen soll.
Für die Umsetzung braucht sie ausgerechnet die Hilfe von Noah, einem Floristen, der wenig begeistert von ihren ambitionierten Plänen ist. Zwischen ihnen knistert es schnell – allerdings steht ihre aufkeimende Nähe unter keinem guten Stern. Noah ist eng mit einem konkurrierenden Betrieb verbunden, der Lelibeths Familie seit Jahren zusetzt. Was zunächst wie ein rein beruflicher Konflikt wirkt, entwickelt sich zu einem emotionalen Zwiespalt: Loyalität zur Familie oder Vertrauen in die eigenen Gefühle?
Während die Hochzeitsvorbereitungen immer mehr Druck erzeugen, muss Lelibeth lernen, nicht nur um das Hotel zu kämpfen, sondern auch für sich selbst einzustehen. Der Roman verbindet eine romantische Liebesgeschichte mit Themen wie Verantwortung, familiären Erwartungen und der Frage, ob man seinen eigenen Weg gehen darf, selbst wenn er alte Grenzen überschreitet.
.
Meine persönliche Meinung:
Meiner Meinung nach ist Longing for Lelibeth eine gefühlvolle New-Adult-Geschichte, die besonders durch ihr atmosphärisches Setting überzeugt. Das Luxushotel in den Alpen bietet eine schöne, fast filmreife Kulisse, die der Liebesgeschichte viel Stimmung verleiht. Man spürt den Druck, unter dem Lelibeth steht, und ihre innere Zerrissenheit zwischen Verantwortung und eigenen Wünschen wirkt nachvollziehbar.
Die Dynamik zwischen Lelibeth und Noah lebt stark vom „Gegensätze ziehen sich an“-Prinzip sowie vom Konkurrenz-Konflikt, was für emotionale Spannung sorgt. Wer dramatische Liebesgeschichten mit familiären Verwicklungen mag, kommt hier auf seine Kosten.
Insgesamt kein radikal neues Konzept im Romance-Genre, aber solide erzählt, mit viel Gefühl und einem Setting, das im Gedächtnis bleibt.





Pure Grace Academy (Band 1) - The Final Bow
von Jennifer Bright
Aurélie kehrt nach einiger Zeit an die angesehene Pure Grace Academy in Paris zurück, eine Schule, die ganz dem Ballett gewidmet ist. Der Anlass für ihre Rückkehr ist tragisch: Ihre Mutter, eine berühmte Tänzerin und wichtige Figur der Akademie, ist unter ungeklärten Umständen gestorben. Obwohl offiziell von einem Selbstmord ausgegangen wird, zweifelt Aurélie daran und möchte die Wahrheit herausfinden.
Wieder an der Academy angekommen, wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Besonders die Begegnung mit Lucian, zu dem sie früher eine enge Verbindung hatte, sorgt für Spannungen. Während Aurélie beginnt, Fragen zu stellen und Nachforschungen anzustellen, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten. Hinter der eleganten und perfekten Fassade der Academy verbergen sich Geheimnisse, Machtspiele und ein enormer Leistungsdruck. Schritt für Schritt erkennt sie, dass der Tod ihrer Mutter möglicherweise mit diesen dunklen Strukturen zusammenhängt.
.
Meine persönliche Meinung:
Ich durfte das Buch in einer gemeinsamen Leserunde auf @lovelybooks.de lesen. Der Klappentext hat mich sofort überzeugt und als ich die ersten Seiten zu lesen begonnen habe, habe ich schon gemerkt, dass das richtig gut werden kann. Und was soll ich sagen? Mich hat dieses Buch unglaublich überrascht. Ich habe es geliebt und verschlungen! Eine Story, mit tollen Wendungen und noch dazu so spannend vom Anfang bis zum Ende. Wer hier von einer seichten Geschichte spricht, liegt definitiv falsch. Charaktere, die ich sehr gerne mochte und jeder war auf seine Art und Weise so besonders. Die Auflösung, was es mit dem Tod von Aurelie's Mama auf sich hat, weiß man tatsächlich bis zum Schluss nicht. Die Autorin führt ihre Leser so richtig an der Nase herum, das natürlich auch für das Buch spricht. Eine Geschichte, in der so einiges nicht von Anfang an vorhersehbar ist und genau deswegen hat es mich so sehr überrascht. Ich freue mich riesig auf den 2. Band, der im September 2026 erscheinen wird.





EDEN - Wenn das Sterben beginnt
von Marc Elsberg
Ein Riesenkalmar attackiert in der Karibik vor den Augen vieler Touristen einen Walhai. Im Amazonas verdorrt der Boden. In der Bucht von Triest treiben Schwärme toter Fische. Weltweit beginnt die Natur zu kippen. Der IT-Experte Piero Manzano hat ein neues KI-Programm entwickelt, jenes sofort Alarm schlägt und die Prognose ist eindeutig: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Gemeinsam mit dem Influencer Linus Strand und der Meeresbiologin Sarah Keller macht Piero die Warnung öffentlich. Mächtige Gegenspieler tun ab sofort alles, um sie zum Schweigen zu bringen, während schon die nächste Naturkatastrophe auf sie zukommt. Nach und nach werden Geheimnisse über die Hintergründe des Projekts aufgedeckt. Es zeigt sich, dass neben wissenschaftlichen Zielen auch Macht und wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen. Dadurch entsteht ein Konflikt zwischen dem Wunsch nach einer besseren Welt und der Gefahr, Menschen gezielt zu manipulieren.
.
Meine persönliche Meinung:
"Eden" ist ein ganz schöner Wälzer mit fast 800 Seiten, wie wir es von Marc Elsberg gewohnt sind. Gott sei dank sind seine Bücher immer so spannend, dass man im nu all diese Seiten durchgelesen hat. Bei diesem Buch hat mich sofort das Thema interessiert. Hier handelt es sich um eine etwas anspruchsvolleren Thriller, mit viele Daten und Fakten, die man sich alle überhaupt nicht merken kann. Da müsste man das Buch glaube ich nochmal lesen. Daten und Fakten, die gar nicht so uninteressant sind, mir aber manchmal ein wenig zu viel waren. Die Kapitel mit dem Influencer Linus und der Meeresbiologin Sarah haben mir am allerbesten gefallen. Mit den Kapitel, in denen die ganzen Minister aus den verschiedenen Ländern ihre Krisensitzungen abgehalten haben, habe ich mir eher schwer getan. Die konnten mich irgendwie nicht so richtig packen, obwohl diese natürlich wichtig für die Story waren. Den Schreibstil empfand ich als flüssig und richtig toll zum lesen. Die Spannung wird vom Anfang bis zum Ende des Buches durchgezogen. Ein realistisches Ende und wie wir wissen, stecken hinter Marc Elsbergs Geschichten immer ganz viel Wahrheit und Realität, die uns schon ganz bald selbst einholen könnten. Ich bewundere den Autor für seine Bücher, denn da steckt auf jeden Fall immer jede Menge Recherche dahinter. Für dieses Buch gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir!





Sie wollen uns erzählen
von Birnbacher Birgit
Der Roman erzählt die Geschichte von Oz, einem Jungen, der mit ADHS lebt und sich im schulischen Alltag schwer zurechtfindet. Als ihm ein Fehler passiert, für den er seiner Mutter einen unangenehmen Brief der Lehrerin übergeben muss, wünscht er sich verzweifelt, dass etwas anderes geschieht, um davon abzulenken.
Doch zu Hause erwartet ihn tatsächlich eine unerwartete Situation: Seine Mutter Ann, die selbst mit innerer Unruhe und Überforderung kämpft, ist nicht in Feierlaune – stattdessen ist die Großmutter Zilly plötzlich verschwunden. Dieses Ereignis bringt die ohnehin fragile Familie zusätzlich aus dem Gleichgewicht.
.
Meine persönliche Meinung:
Wir begleiten in diesem Roman Mutter und Sohn, die beide auf ihre eigene Weise mit einer Welt ringen, die wenig Verständnis für ihre Andersartigkeit zeigt. Während Ann versucht, ihr Kind vor äußeren Zuschreibungen und Vorurteilen zu schützen, wird deutlich, wie schwierig es ist, den Erwartungen der Gesellschaft gerecht zu werden. Wer schon einmal ein Buch von Birgit Birnbacher gelesen hat, kennt ihren Erzähl- und Schreibstil und wird auch mit diesem Buch wieder eine große Freude haben. Für mich hat es sich wie nach Hause kommen angefühlt, da ich bisher alle Bücher der Autorin gelesen habe. Sie verzichtet auf direkte Reden und erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Ann und Oz. Einfühlend und berührend lässt sie uns daran teilhaben und zeigt uns, welche Herausforderungen ADHS für den Familienalltag und Beziehungen mit sich bringt. Großartige Charaktere, die ich so gerne begleitet habe. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und die uns zeigen soll, dass man im Leben stets tolerant, besser zuhören und manchmal genauer hinsehen sollte.





Das schönste aller Leben
von Betty Boras
Das Buch „Das schönste aller Leben“ von Betty Boras erzählt die bewegende Geschichte eines jungen Mädchens, das in einer schwierigen und von gesellschaftlichen Zwängen geprägten Zeit aufwächst.
Im Mittelpunkt steht die Ich-Erzählerin, die von ihrer Kindheit und Jugend berichtet. Sie wächst in einfachen Verhältnissen auf, erlebt Armut, familiäre Spannungen und die strengen moralischen Vorstellungen ihrer Umgebung. Schon früh muss sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und mit Enttäuschungen umzugehen. Trotz vieler Hindernisse bewahrt sie sich jedoch ihre Sehnsucht nach einem besseren, selbstbestimmten Leben.
Ein wichtiger Bestandteil der Handlung ist ihre erste große Liebe, die ihr Hoffnung gibt, aber auch mit Schmerz und Verlust verbunden ist. Diese Erfahrungen lassen sie innerlich reifen. Schritt für Schritt beginnt sie, sich von Erwartungen anderer zu lösen und ihren eigenen Weg zu suchen. Dabei spielen Themen wie Selbstfindung, Durchhaltevermögen und der Wunsch nach Freiheit eine zentrale Rolle.
Der Titel „Das schönste aller Leben“ wirkt zunächst fast widersprüchlich, da die Hauptfigur viele schwierige Situationen durchstehen muss. Doch im Verlauf der Geschichte wird deutlich, dass gerade die Mischung aus Leid, Hoffnung, Liebe und persönlichem Wachstum das Leben wertvoll und „schön“ macht.
.
Meine persönliche Meinung:
Ich hatte große Erwartungen an das Buch, da man bereits Wochen vor Erscheinen auf Instagram ja regelrecht bombardiert worden ist, mit Werbung von diesem Debütroman. Vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen, denn ganz so packen konnte mich das Buch leider nicht. Anfangs brauchte ich so meine Zeit, um richtig rein- bzw. anzukommen in der Geschichte. Stellenweise fand ich die Story richtig gut und dann zog sich für mich auch alles wieder ein bisschen in die Länge. Erzählart und Schreibstil fand ich allerdings richtig schön. Problematisch fand ich zum Teil die Perspektive der Erwachsenen Vio, die ihre Tochter nicht mehr als ihre Tochter ansehen kann, seitdem sie wegen eines Unfalls Narben im Gesicht trägt. Da habe ich doch ein wenig geschluckt. Andere Themen, die in diesem Roman eine große Rolle spielen, wurden wiederum sehr flach gehalten und da hätte ich mir von Anfang an ein wenig mehr Tiefe erhofft. Ich fand das Buch nicht schlecht und habe es dennoch sehr interessant gefunden, aber ganz so gecatcht hat es mich eben nicht. Das Buch und ich haben einfach nicht so gut zueinander gepasst aber wie man sieht, konnte es bereits sehr viele von euch so richtig begeistern und das freut mich!





