Kundenrezensionen
Ryria
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
Nach einer falschen Anschuldigung landet Hoftänzerin Vasalie für Jahre im Kerker, bis sich ihr die Chance auf Freiheit bietet. Der Deal: Sie infiltriert als Tänzerin/Spionin die Versammlung der Könige und führt dort geheime Aufträge aus.
Zunächst muss ich hier wirklich die Gestaltung des Buches hervorheben, diese passt thematisch gut zum Inhalt und ist rundherum sehr edel und wunderschön.
Auch eine Weltkarte zu Beginn hilft dabei, sich die verschiedenen Königreiche und ihre Beziehungen besser vorzustellen.
Dies ist auch eine der Stärken der Geschichte, die Welt wird schön ausgebaut, man lernt verschiedene Königreiche und ihre Akteure kennen und verfolgt die politischen Verstrickungen und Machtspiele. Viele Details zwischendurch hauchen der Welt auch noch mehr Leben ein, jedoch hätte ich mir hier vielleicht doch noch mehr gewünscht.
Dafür wurde hingegen das Leben am Königshof eindrucksvoll geschildert. Die Beschreibungen der Schlösser, Feste und Auftritte war aus meiner Sicht gut gelungen, ich konnte komplett in die Szenen eintauchen und die Atmosphäre spüren.
Vasalie erholt sich nicht sofort von ihrer Gefangenschaft, was besonders zu Beginn auch toll dargestellt wurde. Stattdessen entwickelt sie kreative Lösungen und beißt sich durch, ist aber auch nicht die typische Heldin, sondern hat so einige Fehler, die sie wiederum menschlicher erscheinen lassen.
Die Kombination aus Tanz und Spionage war eine coole Mischung, allerdings ist der Romance-Aspekt vielleicht ein bisschen zu kurz gekommen insgesamt. Überwiegend war die Geschichte spannend, zwischendurch hat sich manches jedoch auch mal ein wenig gezogen.
Lisoka
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
"A Dance of Lies" konnte mich richtig fesseln! Denn es erwartet einen eine Handlung voller Spannung und Intrigen, die sehr abwechslungsreich ist! Der Autorin Brittney Arena ist ein toller Debütroman gelungen. Sie schreibt sehr bildgewaltig, sodass sie mich direkt in ihren Bann gezogen hat.
An manch einer Stelle habe ich mit Vasalie mitgelitten, an anderer Stelle die Hände über den Kopf geschlagen wegen manch einer ihrer Entscheidungen. Insgesamt ist sie ein sehr sympathischer Charakter voller Tiefgang, der es im Leben nicht leicht hatte. Ebenso gefällt mir, dass man einen guten Einblick in die Nebencharaktere erhalten hat, was das Buch gleich noch einmal interessanter werden lassen hat. Darüber hinaus gibt es so manch eine überraschende Wendung, die für Spannung sorgt.
Mich hat allerdings gestört, dass vorher nicht ersichtlich war, dass es kein Einzelband ist. Es folgt definitiv ein weiterer Teil, denn die Handlung ist nicht abgeschlossen. Jetzt heißt es leider Warten, aber dennoch freue ich mich sehr auf den zweiten Band. Darum sollte es nicht verwunderlich sein, dass ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehle!
PS: Das Hardcover besitzt ein integriertes Lesebändchen, was mich sehr gefreut hat!
Lealein1906
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
Ich muss zugeben, dass es mir am Ende doch nicht so einfach war, dieses Buch zu bewerten, wie ich am Anfang gedacht habe. Denn am Anfang bin ich fest davon ausgegangen, dass das ein Fünf-Sterne-Buch wird. Dem war am Ende leider nicht so, ich habe zwischen drei und vier Sternen geschwankt, am Ende gibt das Setting und die Aufmachung des Buches den Ausschlag für die höhere Sternezahl.
Die Aufmachung ist wirklich wunderbar, das Buch mit Farbschnitt, dem tollen Cover, selbst ohne Umschlaghülle ist es noch wunderschön. Im Inneren geht es weiter mit einem tollen Einband und einer Karte.
Der Anfang des Buchs war auch sehr fesselnd. Man taucht sofort in die Welt vom Kronenbund ein und Vasalies Schicksal, die aus dem Gefängnis entlassen wird, um eine tanzende Spionin zu werden, an einem Ort voller Intrigen und falschem Spiel, aber auch Liebe und Freundschaft.
Der Schreibstil hat mir wunderbar gefallen, gerade im ersten Abschnitt versteht es die Autorin wunderbar, die Szenerie darzustellen, die wunderbaren Orte, die mit wunderschönen Details beschrieben werden. Und dann die Beschreibung der Tänze, die man dann auch direkt vor dem inneren Auge sieht.
Leider konnte mich die Geschichte im Fortlauf nicht ganz überzeugen, sie wird am Ende doch etwas verworren, man weiß nicht, wo alles hinführen soll, bis die Seiten immer weniger werden und das Buch leider nicht abschließend beendet wird. Trotzdem würde ich die Fortsetzung noch lesen, weil einem die Personen schon auch ans Herz wachsen.
Zusammenfassend: ein toller Fantasyroman mit tollem Setting und einer guten Story, die vielleicht am Ende ein bisschen besser auserzählt hätte werden können.
Camilla
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
Buch mit ganz guten Ideen. Die Umsetzung ist sehr gut gelungen, es ist viel hin und her und auf und ab. Aber immer nachvollziehbar und realistische Handlungen der Personen. Es hat mich nur nicht so echt begeistert. Die Idee ist jetzt kein "wow! Das hab ich noch nie Gelesen und wie krass ausgefuchst ist das denn?!" Sondern eher stimmig ohne großartige unerwartete Wendungen.
xxx
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen – ich war direkt drin und konnte Vasalies Schicksal gut nachempfinden. Besonders ihre Vergangenheit und das gebrochene Tänzerinnendasein haben mich berührt. Der erste Tanz mit Copelan war emotional so intensiv beschrieben, dass ich ihn regelrecht vor Augen hatte – ein echtes Highlight!
Im Mittelteil nimmt die Handlung deutlich Fahrt auf: Intrigen, überraschende Wendungen und teils bizarre Szenen (Tiger, Lappen-Diener – was war da los?) sorgen für viel Spannung, aber auch für ein leichtes Gefühl der Überforderung. Vasalies Beziehungen, vor allem zu Copelan und Anton, bleiben zwiegespalten – wo der eine für Herzklopfen sorgt, überzeugt der andere mit seiner Ehrlichkeit. Besonders Anton hat sich für mich im Laufe der Geschichte positiv entwickelt.
Gegen Ende überschlägt sich alles: Plötzlich gibt es Magie, Seelenteile und eine Hochzeit voller Drama. Der Fantasyanteil kam dabei recht spät und fühlte sich etwas „aus dem Hut gezaubert“ an – nicht schlecht, aber auch nicht ganz rund integriert. Copelan wurde für mich zunehmend überflüssig, während andere Figuren deutlich interessanter blieben.
Insgesamt ein Buch mit vielen starken Momenten, aber auch mit kleinen Längen und einem etwas unausgewogenen Erzähltempo. Wer auf politische Intrigen, intensive Emotionen und überraschende Twists steht, wird hier sicher auf seine Kosten kommen – ich persönlich hätte mir etwas mehr Fokus und Tiefe gewünscht.
Jule
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
A Dance of Lies – Die Spionin von Brittney Arena ist ein Buch, das uns in eine andere Welt entführt. Eine Welt, in der Könige an der Macht und Lügen sowie Intrigen an der Tagesordnung stehen. Ein ständiger Wettstreit um die Macht. Angst um das Leben und Gefühle kommen auch nicht zu kurz.
Doch mal angefangen bei den Protagonisten: Mit Vasalie finden wir die Hauptprotagonistin vor. Ihre Vergangenheit hat so einige Narben hinterlassen und diese Vergangenheit lernt man im Laufe der Zeit zur genüge kennen. Die Dinge, die sie durchmachen musste, haben sie zu der starken Frau gemacht, die sie ist. Dennoch scheinen auch immer wieder ihre verletzlichen Seiten durch. Aber genau das ist es, was sie nahbar macht. Ihr moralischer Zwiespalt in den sie kommt. Die Gefühle und Emotionen die sie zeigt – besonders Anton, Illian und den Nebenprotagonisten wie Gustav und Marian gegenüber.
Die Nebenprotagonisten haben mir besonders gefallen, weil sie am menschlichsten rübergekommen sind und jeder für sich stehen konnte, auch wenn sie irgendwie miteinander verbunden waren.
Auch ihre Geschichte und ihre Gefühle kamen durch den Schreibstil gut hervor. Trotzdem bin ich über so manche Formulierungen gestolpert oder andere Sachen, die irgendwie nicht ganz gepasst haben. Das war aber nur vereinzelt der Fall, denn ansonsten fliegt man nur so durch die Geschichte. Besonders Freude hatte ich immer an den Dialogen, die mal mit Humor gespickt waren und den ein oder anderen Schlagabtausch bereithielten. Nur leider waren diese Szenen oft schnell vorbei, sowie weitere Punkte in der Handlung, die mir zu abrupt beendet wurden. Bei denen ich mir gewünscht habe, sie wären ausführlicher gewesen. So passiert zwar viel, aber irgendwie wäre es schöner gewesen, wenn der Fokus eher auf einzelnen Handlungssträngen gelegen hätte, anstatt möglichst viele in die Geschichte zu bringen.
Nichtsdestotrotz konnte mich besonders das Ende des mittleren Teils und die letzten hundert Seiten überzeugen. Doch auch das Setting und die Protagonisten haben dafür gesorgt, dass eine gewisse Grundspannung immer zu finden war.
So gibt es zwar einzelne Dinge, die nicht perfekt waren, aber das Gesamtbild bleibt ein positives. Deshalb ist dieses Buch eine Empfehlung für alle, die vor Intrigen, Lügen, Macht und der Liebe nicht zurückschrecken und über den ein oder anderen Schwäche hinwegsehen können.
April1985
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
Wenn ‚A Dance of Lies‘ eines ist, dann detailreich. Brittney Arenas Schreibstil ist sehr ausschweifend. Die Autorin verliert sich in ihren Ausführungen über die Tänze und Darbietungen, die Kostüme und Dekorationen. Diese Detailverliebtheit muss man einfach mögen, um den Reiheauftakt in vollen Zügen genießen zu können. Ich persönlich fand, dass die eigentlich sehr spannende Handlung dadurch ausgebremst wurde.
Es geht um Vasalie, einst angesehene Tänzerin am Hof von König Illian. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Frau. Des Mordes bezichtigt und in Ungnade gefallen, fristet Vasalie ein Leben in Ketten im königlichen Kerker, nichts ahnend, dass Illian noch nicht mit seiner ehemaligen Lieblingstänzerin fertig ist. Nach zwei Jahren im Kerker bietet der Illian Vasalie einen Deal an. Vasalie soll als Tänzerin bei der Versammlung der sieben Königreiche anheuern und Informationen für Illian einholen. Erledigt sie die Aufgabe zu Illians Bedingungen, wird ihr im Gegenzug Freiheit gewährt.
Wir lernen Vasalie als gebrochenen Charakter kennen. Einst die beste Tänzerin an Illians Hof, ist ihr Körper geschunden und nach der Einkerkerung nachhaltig beeinträchtigt. Und auch ihre Seele gebrochen. Diese Aspekte ziehen sich quer durch die Geschichte. Doch genau diese Punkte haben es auch so unverständlich für mich gemacht, warum Vasalie Illian nach wie vor so hörig ist. Denn dieser verlangt im Laufe der Handlung immer grausamere, brutalere Dinge von Vasalie. Ich konnte viele ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehen. Vorallem nicht, warum sie sich nienanden anvertraut. Dabei wird ihr mit ihrem Tanzpartner Copelan, aber auch mit Anton, dem König des Ostens, jemand an die Seite gestellt, dem sie sich anvertrauen könnte. Doch Vasalie, naiv wie sie ist, trifft weiter eine falsche Entscheidung nach der anderen. Viel zu spät werden ihr die Augen geöffnet.
Positiv muss ich hervorheben, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck meines Erachtens keines war. Ich hab’s zumindest nicht gespürt. Es gibt Ansätze einer ‚Forbidden Love‘-Romance. Allerdings ist die Liebesgeschichte nicht im Fokus und fügt sich gut ein.
Das Buch punktet definitiv auch mit höfischen Intrigen, politischen Machtspielchen, Lügen und Verrat. Ein König ist gefühlt grausamer als der andere. Vasalie wird mitten in diese Schlangengrube geworfen und zur Schachfigur gemacht.
Das Buch hält auch einige Plottwists und Enthüllungen bereit, die neugierig auf die Fortsetzung machen. Zumal man das Ende so sicher nicht stehen lassen kann.
Fazit
Wer höfische Intrigen und politische Machtspielchen mag, wird hier definitiv fündig. Ich habe allerdings wenig Entwicklung bei der Protagonistin gesehen und viele Szenen waren einfach zu ausschweifend geschrieben. Auf die Fortsetzung bin ich nach den ganzen Enthüllungen dennoch gespannt.
April1985
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
Wenn ‚A Dance of Lies‘ eines ist, dann detailreich. Brittney Arenas Schreibstil ist sehr ausschweifend. Die Autorin verliert sich in ihren Ausführungen über die Tänze und Darbietungen, die Kostüme und Dekorationen. Diese Detailverliebtheit muss man einfach mögen, um den Reiheauftakt in vollen Zügen genießen zu können. Ich persönlich fand, dass die eigentlich sehr spannende Handlung dadurch ausgebremst wurde.
Es geht um Vasalie, einst angesehene Tänzerin am Hof von König Illian. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Frau. Des Mordes bezichtigt und in Ungnade gefallen, fristet Vasalie ein Leben in Ketten im königlichen Kerker, nichts ahnend, dass Illian noch nicht mit seiner ehemaligen Lieblingstänzerin fertig ist. Nach zwei Jahren im Kerker bietet der Illian Vasalie einen Deal an. Vasalie soll als Tänzerin bei der Versammlung der sieben Königreiche anheuern und Informationen für Illian einholen. Erledigt sie die Aufgabe zu Illians Bedingungen, wird ihr im Gegenzug Freiheit gewährt.
Wir lernen Vasalie als gebrochenen Charakter kennen. Einst die beste Tänzerin an Illians Hof, ist ihr Körper geschunden und nach der Einkerkerung nachhaltig beeinträchtigt. Und auch ihre Seele gebrochen. Diese Aspekte ziehen sich quer durch die Geschichte. Doch genau diese Punkte haben es auch so unverständlich für mich gemacht, warum Vasalie Illian nach wie vor so hörig ist. Denn dieser verlangt im Laufe der Handlung immer grausamere, brutalere Dinge von Vasalie. Ich konnte viele ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehen. Vorallem nicht, warum sie sich nienanden anvertraut. Dabei wird ihr mit ihrem Tanzpartner Copelan, aber auch mit Anton, dem König des Ostens, jemand an die Seite gestellt, dem sie sich anvertrauen könnte. Doch Vasalie, naiv wie sie ist, trifft weiter eine falsche Entscheidung nach der anderen. Viel zu spät werden ihr die Augen geöffnet.
Positiv muss ich hervorheben, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck meines Erachtens keines war. Ich hab’s zumindest nicht gespürt. Es gibt Ansätze einer ‚Forbidden Love‘-Romance. Allerdings ist die Liebesgeschichte nicht im Fokus und fügt sich gut ein.
Das Buch punktet definitiv auch mit höfischen Intrigen, politischen Machtspielchen, Lügen und Verrat. Ein König ist gefühlt grausamer als der andere. Vasalie wird mitten in diese Schlangengrube geworfen und zur Schachfigur gemacht.
Das Buch hält auch einige Plottwists und Enthüllungen bereit, die neugierig auf die Fortsetzung machen. Zumal man das Ende so sicher nicht stehen lassen kann.
Fazit
Wer höfische Intrigen und politische Machtspielchen mag, wird hier definitiv fündig. Ich habe allerdings wenig Entwicklung bei der Protagonistin gesehen und viele Szenen waren einfach zu ausschweifend geschrieben. Auf die Fortsetzung bin ich nach den ganzen Enthüllungen dennoch gespannt.
mrsbaby2
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
Das Buchcover von A Dance of Lies hat mir persönlich sehr gut gefallen. Es war realtiv farbenfroh, aber dennoch mystisch und hat so eine dunkle Aura ausgestrahlt. Die Geschichte an sich, grob zusammengefasst, handelt um Vasalie, eine ehemalige Tänzerin, die dann im Laufe ihres Lebens zu einer Spionin wird. Sie ist eine Heldin, die mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat und einen inneren sowie äußeren Konflikt mit sich trägt. Diese Idee einer Spionin ist vielleicht nicht ganz neu, aber dennoch finde ich es in dieser Geschichte sehr innovativ umgesetzt und sehr intensiv. Denn der Roman verbindet einige Genre bzw. einige Elemente, sei es Fantasy und Spionage, aber auch mit einer fast schon düsteren Romantik. Also es ist kein Wohlfühl-Roman, sondern er geht schon in die Tiefe. Der Schreibstil ist relativ klar, wirkt sehr strukturiert, hat sogar an manchen Stellen einen lyrischen Unterton. Und was ich besonders hervorheben möchte, sind die Momente der inneren Monologe, der Hauptfigur, in denen man besonders diese Konflikte wiedergespiegelt sieht und man in die Person hinein sehen kann, was dann auch die Figur sehr vielschichtig und sehr tiefgründig macht, was sehr wichtig ist in dem Buch. Denn wie schon vorhin erwähnt, ist sie keine klassische Heldin, sie hat viele Probleme und eine Last, die sie mit sich trägt. Sie ist verletzlich, sie ist nicht unsterblich und teilweise auch misstrauisch. Sie glaubt nicht gleich alles, was man ihr sagt. Und genau das macht dieses Buch auch so spannend und nachvollziehbar. Eine weitere wichtige Figur, die ich hervorheben möchte, ist Anton. Das ist der Bruder des Königs und er hat mir besonders gut gefallen, denn er entwickelt sich im Verlauf der Geschichte stark. Und er ist sehr greifbar und realistisch geschrieben. Als Fazit mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist kein typischer Fantasy-Roman, kein typischer Liebesroman. Wir haben hier Themen aufgehandelt, die schwierig sind und dennoch wurden sie sehr gut und verdaubar integriert. Wir haben hier Themen wie Verrat, Freiheit, Angst und auch die emotionalen Belastungen werden hier gut wiedergespiegelt. Die Liebesgeschichte ist nicht zu groß dargestellt, aber kommt auch nicht zu klein. Sie gibt dem Ganzen einen guten, abgerundeten Geschmack. Mir hat das Buch gut gefallen. Ich würde ihm jedoch nur vier Punkte geben, weil es doch an manchen Stellen ein bisschen langatmig war. Aber wenn man diese Passagen überstanden hat, dann geht die Spannung wieder Vollgas weiter.
C. P.
empfiehlt:





A Dance of Lies
von Brittney Arena
Nach zwei Jahren im Kerker ist die einstmalige Tänzerin Vasalie ein körperliches Wrack. Nun schlägt ihr König Illian, für den sie damals alles getan hätte, einen Deal vor: entweder arbeitet sie beim nächsten Treffen der Königreiche als tanzende Spionin für ihn, oder der Kerker ist weiterhin für sie gebucht. Vasalie geht auf die Erpressung ein und trainiert trotz ihrer Schmerzen hart, um als Künstlerin bei dem Event zugelassen zu werden.
Tanzende Spionin und königliche Intrigen, das klang für mich vielversprechend und zunächst ist es auch ganz spannend mitzuverfolgen, wie Vasalie mit ihren körperlichen Einschränkungen zu kämpfen hat und diese trickreich zu kaschieren versucht. Auch waren ihre Tanzaufführungen zunächst eine willkommene Abwechslung, allerdings wünschte ich mir schon bald, die Autorin hätte mit dem Rest des Romans ebenso überzeugen können.
Vasalie hält sich für eine starke Frau, und zunächst wirkt sie tatsächlich auch so, wenn man bedenkt, wie sie anfangs zu kämpfen hat. Leider entpuppt sie sich jedoch als eine Frau, die das macht, was ein Mann ihr sagt. Spionin? Von wegen, eine Marionette ist sie, die brav die Aufgaben ausführt, welche der König ihr zukommen lässt. Skrupel redet sie sich zwar ein, Widerstand konnte ich keinen erkennen. Ebensowenig kommt nicht einmal die Idee bei ihr, zu fliehen oder sich Verbündete zu suchen. Sie glaubt weiterhin an die leeren Versprecher, pardon, Versprechungen ihres Königs. Dem Mann, durch dessen Lügen sie überhaupt erst im Kerker landete! Jeder Mensch würde doch daraufhin dessen anderen Äusserungen ebenfalls mal infrage stellen. Vasalie nicht. Zu König Illian kann ich übrigens sagen, als Antagonist war er angenehm perfide, seine Pläne gut durchdacht.
Auch in anderen Punkten hakte für mich die Story schnell. Allem voran diese wochenlange Veranstaltung, bei der sich die Herrschenden der Nachbarländer samt Hofstaat und Soldaten an einem Ort versammeln, ihr Land führungslos zurücklassen. Und wofür? Für Dauervergnügungen? Gerade wenn ein Land sich steter Bedrohung durch Nachbarländer ausgesetzt sieht, wie es bei einem teilnehmenden Land der Fall ist, sehe ich ein derartiges Vorgehen als höchst fahrlässig. Stattdessen wirkt das Spektakel wie eine entspannte Sommerfrische, auf der König Illian seine intriganten Pläne verfolgen kann.
Am meisten ging mir recht schnell Vasalie selbst auf den Keks, sie ist naiv wie ein Teenager, lässt sich von Männern herumschubsen, verwechselt Aufmerksamkeit mit Liebe und wirft sich dem erstbesten an den Hals, unnötige Eifersuchtsgedanken inklusive. Wobei der Typ ihr mit seiner besitzergreifenden Eifersucht in nichts nachsteht. Als sie mit einem weiteren der drei Königsbrüder anbandelt, drei Narzissten mit unterschiedlich hohem Gewaltpotential übrigens, wirft sie ihm wie eine Schallplatte mit Sprung vor, er hätte sich einen Pseudoharem zusammengeraubt, weil dessen Bruder Illian das so behauptet. Was wieder der Punkt wäre, dass sie nichts hinterfragt. Auch gewisse Erinnerungen an ihre Stiefmutter werden bis zum Erbrechen wiedergekaut.
Mit der Zeit funktioniert die geplante Handlung hauptsächlich, weil gewisse Leute sich selten dämlich verhalten. Und am Schluss wird man, nach einer fantasyfreien Story, mit einem Fantasypart überfallen, der stilistisch nicht so recht zum Rest passt.
Wobei zum Thema Stil anzumerken ist, dass mir so manche Ausdrücke zu modern sind im Roman. Getoppt hat das die wiederholte Aussage, sie würden Champagner trinken. Ich bezweifle doch sehr, dass es in dieser Welt eine namensgebende, französische Champagne gibt.
Leider konnte sich Vasalie mit dieser Erzählung nicht vollständig in mein Herz tanzen, dazu war sie mir zu naiv und zu sehr Marionette. Ebenso weist der Roman hier und da einige Längen auf, wenn der Fokus sich detailreich auf Tänze und Kostüme verschiebt. Die Darstellung ihrer körperlichen Probleme war hingegen sehr gut dargestellt. Romantik oder das versprochene Liebesdreieck konnten mich überhaupt nicht abholen, dafür war sie zu sehr Mäuschen, dass sich von Kerlen dirgieren lässt. Die Gestaltung des Buch ist übrigens wunderschön passend an die Glaskunst angelegt, welche im Roman eine gewisse Rolle spielt.
