Kundenrezensionen
_ich.lese_
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
Eine Kindheit in den Neunzigern. Fernab von Handy, Internet und Social Media. Es liefen Samstag abends noch Unterhaltungsshows für die ganze Familie, man blieb draußen bis die Laternen anfingen, die Eltern wusste nicht jede Minute wo man war. Zumindest am Anfang des Jahrzehnts, dann änderte sich alles.
Ich bin ein Kind der späten Neunzigern, als ich geboren wurde war alles schon anders..Daher war ich sehr neugierig wie es wohl war, in den Neunzigern noch ein Kind gewesen zu sein, ob es wirklich so anders, so befreiend war.
Der Schreibstil des Autors ist locker, es ist einfach zu lesen und irgendwie auch ganz amüsant, aber die große Neuheit war es nicht. Er erzählt halt Anekdoten aus seiner Kindheit. Mir scheint es die große Abrechnung mir dem Leben, das ihm völlig ungerecht erscheint.
Mein Fazit dazu, kann man lesen, muss man aber nicht.
tenorschramme
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
Das Thema des Buchs ist einzigartig und auch ein wenig Besonders. Es beschreibt die " Geile Zeit" unsere Zeit, die Zeit der 90er. Wir sogenannten Millennials, (aufgewachsen in den späten 80ern und 90er Jahren), haben das Analoge leben Kennengelernt und dazu mit der aufkeimenden Digitalisierung noch eien neue Perspektive geschenkt bekommen.Wir sind damit das Bindeglied zwischen Anlog und Digital.
Dieses Buch war wie ein flashback durch meine Jugend und das Erwachsenwerden.Alles wovon der Autor erzählt hallt in einem nach und bringt vergangene Erinnerungen zurück.
Erinnerungen im Guten wie im Schlechte. Denn nach der Euphorie Welle der "guten alten Zeit" lässt der Autor vor allem in der zweiten hälfte auch die negtiven Seiten unseres erwachsenwerdens nicht aus.
Versagensängste,Jobnot und am Ende bis hin zur Pandemie.
Wir hatten in einer Arbeitsmarktsituation zu kämpfen die sich doch deutlich von den Generationen vor und nach uns unterscheidet.
Alles in allem Eine tolle Möglichkeit mit diesem Buch nochmal die eigene Vergangenheit Aufzuarbeiten. Die Euphorie, die Zweifel - Einfach die Einzigartihkeiten einer Ganzen Generation.
kuhasi
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
S.. Drugs and Rock’n’rolls das wären normalerweise die 80er. Hier geht es in den ersten Kapiteln viel um Ersteres, aber aus Sicht eines männlichen Teenagers. Tut mir leid, da kann ich mich nicht rein versetzen.
Hätte mir vom Buch mehr Witz erwartet. Ja, der Schmäh ist schon da, wird aber übertrumpft von politischen Ideologien und Jugendsünden, und da kann ich einfach nicht mithalten. Ich war auch mal „geil“ ja, aber anders. Bin aber auch nicht die Generation Y, abgekürzt Gen Y, kein Millannial.
Diese Generation wird in dem Buch ja schon als ziemlich arm hingestellt, alle anderen hatten es besser. Vielleicht sehe ich es so, weil ich nicht zu dieser Zeit aufgewachsen bin, aber ich denke es gibt Schlimmeres als unbezahlte Ferial Jobs oder ähnliches.
Das Corona Kapitel habe ich nur überflogen, da mir Ausdrücke wie „Arschlochkinder“ etc. einfach nicht zusagen….
Alles in allem hat mich das Buch nicht „erreicht“ und die Lego Episoden oder andere Dinge die man aus der Kindheit kennt wurden nur ganz kurz am Rand erwähnt. Für mich hat der nette Grundton gefehlt und die raue Sprache war mir einfach zu viel des Guten.
R.H.
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
Für Leute der Generation Boomer, wie ich bin, ist dieses Buch sehr augenöffnend. Es ist einem vielleicht gar nicht so bewusst, wie es der Jugend der 90er und 00er Jahre damals gegangen ist und auch heute noch geht. Während wir in Pension gehen, müssen sich diese jungen Menschen erst noch in der Berufswelt einfinden, und der Autor Niclas Seydack weiß dies sehr gut in dem Buch zu beschreiben.
Obwohl das Cover eine unterhaltsame Lektüre verspricht war es eher schmerzhaft zu lesen, was für einen Einfluss verschiedenste Ereignisse auf diese Generation hatten. Trotzdem schafft es der Autor, immer wieder heitere Momente in der sonst doch eher bedrückenden Lektüre einzubauen.
Ich würde das Buch auf trotzdem auf jeden Fall weiterempfehlen, für ältere Leser in meiner Generation sowie auch für jüngere Leser, die sich bestimmt sehr gut mit dem Autor identifizieren können.
sho
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
Das Cover und der Titel haben mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Ich muss sagen, dass ich mir dadurch auch eine lustigere Lektüre erwartet habe.
Trotzdem wurde ich nicht enttäuscht. Ich bin nur wenige Jahre älter als der Autor und konnte mich während des Lesens trotzdem komplett mit dem Geschriebenen identifizieren. Und das, obwohl der Autor aus Deutschland stammt und ich in Österreich aufgewachsen bin.
Oft habe ich mich gefragt, ob Niclas Seydack schon während der 90er und 00er Jahre Tagebuch geschrieben hat, da er diese Zeit wirklich so detailliert beschrieben hat.
Es ist auch interessant, dass er die Verbindung zur heutigen Zeit geschafft hat und zeigt, wie sich Jugendlichen von damals heute in die Gesellschaft einordnen und wie sie die Pandemie beeinflusst hat, da sie sich noch nicht im Geschäftsleben etablieren konnten.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich mir zwar eine heitere Lektüre erwartet habe, doch die teilweise brutale Ehrlichkeit des Autors hat mich auf jeden Fall trotzdem überzeugt.
CanYouSeeMe
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
"Geile Zeit" von Niclas Seydack betitelt sich selbst als "Autobiografie einer Generation", nämlich die der Millenials. Als Millenial war ich natürlich stark daran interessiert, konnte mir so recht aber auch nicht vorstellen, was mich nun genau in diesem Buch erwarten würde - auch der Klappentext bleibt eher vage. Das Buch beginnt mit einem Interview, in dem der Autor seine Motivation dieses Buch zu schreiben darlegt. Als Einstieg fand ich dies gut gelungen, da es auch etwas klarer gemacht hat, was in diesem Buch zu erwarten sein wird.
Schreibstil und Sprache des Autors sind kurzweilig, so dass ich die Inhalte sehr flüssig und zügig lesen konnte. Und tatsächlich: die von Seydack skizzierten Erlebnisse, die prägenden Momente "unserer" Generation - ich konnte sie alle nachvollziehen. Auch wenn ich in einem anderen Setting aufgewachsen bin als der Autor, konnte ich mich in beinahe allem wiederfinden, konnte zustimmen, erinnern und in Nostalgie schwelgen. Die guten, wie die schlechten Dinge.
Seydack wird in seinem Buch sehr politisch, arbeitet mögliche Gründe dafür heraus, warum die Generation der Millenials möglicherweise eine gewisse Abgestumpftheit besitzt. Dabei wird der Ton immer düsterer und scheinbar hoffnungsloser - was nicht verallgemeindernd auf eine gesamte Generation übertragen werden kann, aber zumindest in bestimmten Kreisen genau den Ton trifft. Seydack versucht Erklärungsansätze zu finden, Lösungen aufzuzeigen, was ihm teilweise gelingt, andererseits vermutlich in transgenerationalem Unverständnis münden wird, dabei sollte dieses Buch auch anderen Generationen helfen Millenials besser zu verstehen. Eine ausführliche und verallgemeinerbare Aushandlung habe ich mir ob der Kürze des Buches jedoch auch nicht erwartet und bin daher fein mit der vorhandenen, sicher ausbaubaren Tiefe der Analyse.
Insgesamt hat mir dieses Buch gut gefallen. Ich hatte nicht den Anspruch eine Generation vollumfänglich wissenschaftlich korrekt erklärt zu bekommen - ich habe mich in diesem Buch aber gesehen gefühlt, war bei vielem Seydacks, bei wenigem anderer Meinung. Nichtsdestotrotz wird es mir vermutlich nicht all zu lang nachhhängen.
chabli
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
Geile Zeit ist eine Biografie von Niclas Seydack aus dem Jahr 2024 und soll das Aufwachsen der Millennials in den 90ern und frühen 20ern widerspiegeln. Soll. Die Realität sah leider anders aus. Zwar wird im ersten Drittel des Buches darauf eingegangen und man bekommt Retrovibes mit Geile Zeit von Juli oder Poklemon auf RTL2 und anderen Kindheitserinnerungen.
Leider schweift der Plot im weiteren Verlauf immer mehr ab. Es wird zunehmend politisch und einseitig. Natürlich ist die Politik ein wichtiger Punkt und vermutlich kann sich jeder an den 11. September erinnern und was er zu dem Zeitpunkt getan hat. Jedoch wird es immer einseitiger und es kommt das Gefühl auf, dass der Autor einem mit Macht seine Meinung aufdrücken will. Auch seine Erfahrungen in der Verlags- und Journalismusbranche sind sehr interessant, aber ich hätte mir eher ein Buch gewünscht, in dem mehr die Erinnerungen und Erfahrungen des "normalen" Kindes angesprochen werden und man sich zurückversetzt fühlt. Oder hat der Großteil der Millennials bereits mit seinem Chef gekokst? Ich kann das jedenfalls nicht von mir behaupten. Außerdem fand ich es unheimlich anstrengend, mir das ständige Gejammer des Autors anzuhören. Corona, Faschismus, Politik allgemein, Verdienste usw.
Die Zeit der Covid-Pandemie nimmt einen sehr großen Teil des ziemlich dünnen Buches ein. Ich bin gerade einmal zwei Jahre älter als der Autor und kann sagen, dass mein Leben aus viel mehr als dieser Zeit besteht. Wenn er 1991 geboren ist, gibt es doch fast 30 Jahre davor, die man thematisieren könnte. Man hat das Gefühl, die Retro-Inhalte sind nur ein Aufhänger, um sich richtig über das politische Geschehen auslassen zu können
Wenn man hier ein Buch erwartet, um in Kindheitserinnerungen zu schwelgen, hat man leider die falsche Wahl getroffen. Für jeden politisch interessierten Erwachsenen kann es jedoch interessant sein.
Sheilo
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
Zunächst war ich skeptisch, was ich von diesem Buch erwarten soll, aber es hat mich vollends überzeugt. Niclas Seydack ist 1990 geboren und nimmt uns mit durch seine in Leben. Da ich selbst 1992 geboren bin, ist es, als würde ich meine eigene Geschichte aus männlicher Sicht in diesem Buch wiederfinden.
Na wer erinnert sich noch an "Slide a Lama", welches uns so manche Zeit beim chatten versüßt hat? Was haben wir gemacht, als die Flugzeuge ins World Trade Center flogen? Warum wurde das Lied von Juli "Die perfekte Welle" nicht mehr im Radio gespielt? Alles Erinnerungen, die meine Generation nie vergessen wird und die wir unseren Kindern wohl nie so vermitteln können, wie wir sie erlebt haben.
Auch geht der Autor auf die Probleme ein, die viele Menschen meines Alters noch heute besitzen. Welches Glück es war, den ersten unbefristeten Vertrag in den Händen zu halten oder zu erkennen, was unsere Ziele im Leben sind und nicht die der Generation über uns.
Niclas Seydack schafft es, mich mit seinem amüsanten Schreibstil in den Erinnerungen schwelgen zu lassen und mir mein Leben noch einmal vor Augen zu führen. Was würde ich heute anders machen? Worauf bin ich stolz?
Insgesamt bin ich wirklich positiv überrascht von diesem Roman und ich denke, dass es eine tolle Geschenkidee für meine Freunde ist, die sich ebenfalls in diesem Buch wiederfinden werden. Außerdem ist es sicherlich eine Möglichkeit für Jüngere, die Gedanken meiner Altersklasse besser verstehen zu können. Ich kann "Geile Zeit" daher sehr empfehlen.
Anno
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
Dieses Buch hat nur begrenzt mit von der Zeit schön gezeichneter Nostalgie zu tun. Vielmehr zeigt es das an offiziellen Begebenheiten angelehnte Aufwachsen des Autors und wirkt mehr autobiografisch als allgemeingültig und negativer als ich es erwartet hatte.
Der Titel „Geile Zeit“ soll ironisch aufgefasst werden und steht für eine sich ändernde Welt ins Negative und ein Schwinden der damaligen Sicherheit und Geborgenheit. Als Wendepunkt des zuvor sorglosen Lebens wurde 9/11 gesetzt und ist gleichzeitig Beginn der im Buch thematisierten Abwärtsspirale. Dem möchte ich auch gar nicht widersprechen, doch war mir die Betrachtung dieser Zeit dann doch etwas zu einseitig. Wo sind die kleinen Erinnerungen, die schönen und wertvollen, die uns unsere Kindheit trotz alledem genießen ließen? War unsere Kindheit denn wirklich so trist?
Gelesen habe ich dieses Buch dennoch recht gern. Die Sichtweise des Autors war interessant und viele, der im Buch beschriebenen Vorkommnisse auch mir noch deutlich in Erinnerung. Eine persönlich Erkenntnis konnte ich für mich daraus jedoch nicht ziehen.
La Calavera Catrina
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Geile Zeit
von Niclas Seydack
Die Autobiographie «Geile Zeit» von Niclas Seydack ist für Millennials eine Zeitreise voller Nostalgie. Aber auch die Gen Z wird sich, vor allem in der zweiten Hälfte des Buches, wiederfinden. Niclas Seydack erzählt von seiner Kindheit in den Neunzigern, mit Schnürren vom Dorfbäcker, Pokémon, Ronald McDonald und Pisspottschnitt; von seiner Jugend mit dem verhassten Teuro, zwei Ikonen der Nullerjahre und LAN-Partys, bis in die Gegenwart. Dabei geht es nicht nur um seine persönlichen Erinnerungsmomente, sondern überwiegend um gesellschaftliche Ereignissen in Kultur, Politik und Weltgeschichte, die eine ganze Generation (einschlägig) geprägt haben.
Niclas Seydack fasst das deprimierte Lebensgefühl der Millennials humorvoll zusammen und spricht für eine ganze Generation, der die Leichtigkeit abhandengekommen ist: „Eigentlich müsste es uns viel wütender machen…“ Denn es „gärte und brodelte und schimmelte. In Deutschland. Auf der ganzen Welt.“ Sehr schön fand ich die Kapitelüberschriften denkwürdiger Sprüche ihrer Zeit, die wir alle kennen. Ich habe einige Textstelle markiert, aber mein Lieblingssatz ist folgender: „Meine Altersvorsorge bestand in der Hoffnung, dass eines Tages die aktive Sterbehilfe legalisiert werden würde.“ Ich habe geschmunzelt, sogar gelacht, fühlte mich verstanden und manchmal war mir zum Heulen zumute. Ja, es kann überfordert, denn „während die Millennials erwachsen werden, ist die Welt mehrmals eine andere geworden.“ Wenn ich auch nicht alles so unterschrieben würde, gibt es viele Überschneidungen und Momente der Wiedererkennung. Für mich ist es eine wichtige Autobiographie, die eine Stellt-euch-nicht-so-an-Genration ins Licht rückt, die bittersüß geschrieben ist und wehmütig macht. Es ist aber vor allem eine subjektive Bestandsaufnahme ohne Perspektiven, die von geilen Zeiten, Krisen, Weltschmerz und Depression erzählt, wobei immer wieder die Gefühlslage des Autors durchschimmert und zunehmend eine bedrückende Stimmung entsteht. Insgesamt eine unterhaltsame Zusammenfassung der letzten drei Jahrzehnte; schöner Art und harter Realität, die auch viel über die Gegenwart und Generationsunterschiede verrät.
