Kundenrezensionen
Gebhard Stuefer aus der Athesia-Filiale in Bozen
empfiehlt:
In Zeiten des Todes
von Luca D'Andrea
In Bozen wird eine Prostituierte brutal ermordet. Der neue Kommissar Luther Krupp übernimmt die Ermittlungen und taucht tief ein in die Drogen- und Rotlichtszene der Stadt. Nach weiteren Morden ist klar, dass er es mit einem Serienmörder zu tun hat. Krupp ist gefordert, denn auch im Kommissariat beginnen die Dinge aus dem Ruder zu laufen und er muss Führungsstärke beweisen. Außerdem interessiert sich ein Journalist mehr als ihm lieb für den Fall.
Kein Wohlfühlkrimi gespickt mit den typischen Südtirol-Klischees, sondern ein fesselnder Thriller nach einer wahren Begebenheit.
Lesebegeisterte
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In Zeiten des Todes
von Luca D'Andrea
Es wird die Leiche einer Prostituierten gefunden. Commissario Luther Krupp ist noch nicht lange Teil des Ermittlerteams. Zusammen mit seiner Kollegin Arianne Lici versuchen sie, den Mörder zu schnappen. Bald stellt sich aber heraus, dass sie es mit einem Serienkiller zu tun haben. Zeitgleich recherchiert auch ein Reporter in diesem Fall und stößt auf weitere ungelöste Mordfälle. Gibt es einen Zusammenhang?
Ich muss sagen, ich habe etwas gebraucht, um in die Story eintauchen zu können. Anfangs fand ich diesen Krimi etwas schleppend, dies änderte sich aber. Also Durchhalten lohnt sich auf alle Fälle. Der Krimi ist düster und sehr atmosphärisch. Meinen Geschmack hat es leider nicht ganz getroffen, aber gut, dass Geschmäcker ja verschieden sind! Darum machen Sie sich selbst ein Bild von diesem Krimi!
froschman
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In Zeiten des Todes
von Luca D'Andrea
Der neue Commissario Luther Krupp übernimmt gemeinsam mit der Streifenpolizistin Arianna Lici die Ermittlungen an dem Mord einer jungen drogensüchtigen Prostituierten, die in einer kalten Winternacht auf einem Parkplatz am Stadtrand von Bozen gefunden wurde. Sie wurde mit zahlreichen Messerstichen und einem Halsschnitt regelrecht hingerichtet. Krupp ist noch relativ neu und will sich nicht an die Gepflogenheiten seiner Chefs und Kollegen halten, die den Fall gleich zu den Akten legen wollte, da die Tote sowieso nur Müll sei.
Bald wird Krupp und Lici jedoch klar, dass sie einem Serienmörder auf der Spur sein könnten, es gibt nämlich ähnliche Fälle, die ebenfalls abgelegt wurden und eine weitere Tote Prostituierte. Sie sind allerdings nicht allein, denn ein engagierter junger Reporter einer Stadtzeitung hat die gleichen Überlegungen angestellt. Da sie bei ihren Recherchen auf große Ungereimtheiten innerhalb der ermittelnden Behörden stoßen, begeben sie sich selbst auch in Gefahr.
Luca D’Andrea hat mit diesem nach einem wahren Kriminalfall geschriebenen Thriller sehr deutlich gemacht, was passieren kann, wenn ganze Einheiten der Exekutive an einem Strang ziehen, um die eigenen Interessen bzw. Verfehlungen zu schützen. Störend waren die vielen Wiederholungen, die zum Teil mantramäßig, teilweise sogar absatzweise, niedergeschrieben wurden. Die Gegend um Bozen herum wurde detailliert beschrieben, man bekommt Lust auf einen Besuch. Die kurzen Kapitel erweisen sich leserfreundlich, das Gewicht des Buches mit seinen 724 Seiten ist jedoch schwerwiegend.
kabo16
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In Zeiten des Todes
von Luca D'Andrea
Bei dem Cover und der LP habe ich gedacht: WOW, das liest sich gut. Noch dazu eine wahre Geschichte über ermordete Prostituierte, Mafia, Drogen, gewaltätige Freier, Aids und einen Serienkiller. Die Angst geht im Milieu in Bozen um.
Leider war dies nur der Anfang.
Über 700 Seiten erfuhr der geduldige Leser sehr viel darüber wie die Polizei ihr Katz- und Mausspiel innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs führt. Hinzu kommt noch die journalistische Arbeit. Von Dienstag, 07. Januar 1992 bis Freitag, 24. November 1995, werden die Tage durchleuchtet, manchmal hat man Glück und es steht nur geschrieben, dass in diesem Monat oder Tag, nichts passiert ist.
Nach ca. 500 gelesenen Seiten wollte ich wirklich aufgeben, dann kam eine kurze Wendung und es ging wie bisher zäh weiter.
Begriffe wie "Die Hand Gottes oder Kieselsteine" wurden immer wiederholt. Noch mehr genervt haben mich, die Wiederkehr von Sätzen und Wörtern, immer drei mal hintereinander. So kann man die Seiten auch füllen.
Also wirklich alles, aber kein Thriller.
Mein Fazit, da ich wirklich bis zur letzten Seite durchgehalten habe, sehr viel verschenkte Lesezeit.
Natalie
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In Zeiten des Todes
von Luca D'Andrea
Der neue Thriller von Luca D‘Andrea liefert True Crime aus den 1990er Jahren Italiens. In Bozen wird an einem Winterabend die Leiche einer jungen Prostituierten gefunden. Commissario Krupp übernimmt den Fall, wobei er nicht nur mit den Ermittlungen zu kämpfen hat, sondern auch mit der verbreitenden Korruption in den eigenen Reihen. Aber nicht nur der Commissario beschäftigt sich mit dem Serienmörder, auch der junge Journalist Milla beginnt zu den Hintergründen des Falls zu recherchieren.
Ein sehr vielschichtiger und komplexer Thriller, was sich nicht nur mit über 700 Seiten in der Dicke des Buches zeigt. Da man als Leser weiß, dass es an einen wahren Kriminalfall angelehnt ist, sind die beschriebenen Szenen umso erschreckender. Dabei spreche ich nicht nur von den Morden an sich, sondern auch die Vorgehensweise der „Bulldoggen“ und die Entmenschlichung, die oftmals damit einhergeht. Auch die innere Zerrissenheit von Krupp wird authentisch dargestellt. Mit Milla gibt es außerdem einen weiteren Hauptcharakter, welcher sich von einem sensationsgeilen Journalisten zu einem Menschen entwickelt, dem es um die Wahrheit und nicht die Auflagenzahlen geht. Dadurch, dass alles sehr detailliert beschrieben wird, gibt es ein paar Längen in der Erzählung, über die man sich retten muss. Der Thriller ist nicht temporeich oder Action-geladen, sondern nimmt sich die Zeit, um sich zu entwickeln. True Crime, die einen nicht kalt lässt. 3,75* von mir.
bine525
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In Zeiten des Todes
von Luca D'Andrea
Das Buch ist das erste das ich von diesem Autor gelesen habe. Obwohl die Grundstory von Serienmorden an Prostituierten schon zig mal geschrieben wurde, ist diese hier erneut fesselnd. Einerseits liegt das an der genialen Schreibweise, andererseits auch an der Vorgehensweise mit Höllengraben und Höllenkreisen bei der Ermittlung. Allerdings hat das Buch auch seine gewisse Längen in denen ich mich schon fast zum Weiterlesen zwingen musste, besonders gegen Ende des Buches. Denn für die grosse Seitenanzahl des dicken Schmökers ist einfach zu viel für den Inhalt. Arbeitskollegen die für Korruption anfällig sind und journalistisches Gewissen, wieweit man eine Geschichte "ausschlachten" kann ist so wie das Handlungszeitalter der 80er/90er Jahre haben mich nun einfach dazu gebracht, dem Gesamtresultat einen Stern Abzug zu geben.
