Kundenrezensionen
Anna625
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Die Stimme der Kraken
von Ray Nayler
Rund um das Archipel Con Dao wurde ein Fangverbot verhängt. Schiffe, die dies ignorieren, laufen Gefahr, abgeschossen zu werden, denn vor kurzem wurde in den Gewässern nahe der Insel eine außergewöhnliche Krake entdeckt - eine Tatsache, die der Großkonzern Dianima lieber geheimhalten möchte und das Fangverbot daher mit dem Plädoyer für mehr Naturschutz begründet. Nur sehr wenige Personen haben Zutritt zur Insel: unter ihnen der beste Android, der je gebaut wurde, eine skrupellose Sicherheitsbeamtin und die Meeresbiologin Dr. Ha Nguyen. Der Fokus des Romans liegt mal auf ihnen und ihrer Forschungsarbeit, mal auf Hacker Rustem und mal bei Eiko, der mit einer handvoll anderer Menschen als Sklave auf einem KI-gesteuerten Fangschiff festgehalten wird.
Klingt düster? Ist es auch. Der Roman ist eine Mischung aus Sci-Fi und Dystopie, im Zentrum steht die Frage danach, was intelligentes Leben ist und was dessen Existenz für den Menschen bedeutet. Die Technik in der Welt, die hier gezeichnet wird, ist unserer weit voraus; beispielsweise gibt es Androiden, die als eine Art "imaginärer Freund" bzw. Partnerersatz fungieren und individuell angefertigt werden, und die in ihrem Verhalten und Denken (Denken??) so echt wirken, dass kaum jemand mal ihre Grenzen offenlegt. Drohnen, die mit einem Menschen verbunden sind und von diesem durch bloße Gedanken oder minimale Muskelanspannungen äußerst präzise ferngesteuert werden können. Schiffe, die eine Art eigenes Bewusstsein haben und selbst entscheiden, wo gefischt werden soll; die sogar aus Eigeninitiative heraus ihre Besatzung - bestehend aus menschlichen Sklaven, versteht sich - einfach so töten können.
Dann wäre da noch jener eine Android, der sich durch nichts von einem Menschen unterscheidet. Der jeden Turing-Test spielend besteht. Dessen Gefühle so echt sind, dass er selbst an sie glaubt. Bei dem man sich unweigerlich zu fragen beginnt: Wo verläuft die Grenze zwischen Mensch und Maschine? Was definiert einen Menschen, wenn auch eine Maschine dazu in der Lage sein kann, wie ein Mensch zu denken, zu empfinden, zu sprechen? Wenn sie Humor hat und tiefe Trauer empfinden kann, wenn sie Freundschaften schließen und verletzt werden kann? Wenn ihre Haut sich warm anfühlt? Was ist dann noch der Unterschied, wo ist die Grenze, was macht uns als Menschen aus?
Und dann haben wir: eine Krakenart, die möglicherweise gerade den nächsten Evolutionsschritt bewältigt hat. Die beginnt, zu kommunizieren. Die eine Sprache entwickelt. Die Erlerntes an ihre Nachfahren weitergibt. Die Kunst schafft, die eine Kultur aufbaut. Die mit einem Mal unser Monopol auf Herrschaft infragestellt.
Obwohl der Roman also dystopische Sci-Fi ist, ist er zugleich auch zutiefst philosophisch. Von der ein oder anderen Länge abgesehen, war ich sehr angetan von dieser Geschichte, die einerseits düster und beängstigend, stellenweise beinahe beklemmend ist, andererseits aber auch faszinierend, spannend und überraschend tiefgründig. Zwar entsteht zu keiner der Haupt- oder Nebenfiguren ein engeres Verhältnis (vielleicht auch einfach, weil der Roman ein sehr breites Themengebiet abdeckt; die Charaktere leiden darunter ein wenig, vermutlich hätte das Buch etwa doppelt so dick sein müssen), trotzdem liest es sich ausgesprochen gut. Die Hintergründe der Welt, in der die Geschichte spielt, bleiben zu großen Teilen im Dunkeln; das hätte gerne noch etwas ausführlicher beschrieben werden können. Wie gesagt hätte das Buch dann aber wohl auch spürbar dicker sein müssen, von daher ist das wohl akzeptabel. Eine spannende Lektüre ist "Die Stimme der Kraken" auch so allemal - gerade angesichts der sich heute immer schneller entwickelnden Technik und auch der Frage danach, wer wir als Menschen sind, sein wollen, sein können, und weshalb genau wir eigentlich davon überzeugt sind, die "Krone der Schöpfung" zu sein.
readpassion9
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Die Stimme der Kraken
von Ray Nayler
Zugegeben, ich habe einen Öko-Thriller erwartet, bekommen habe ich eher einen philosophischen Science Fiction Roman, der nachdenklich macht. Das Buch ist nicht einfach zu lesen, man muss sich konzentrieren, ich konnte immer nur wenige Seiten lesen, um das Gelesene auch verarbeiten zu können.
Wir verfolgen verschiedene Erzählperspektiven, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, und die erst gegen Ende der Handlung zusammenlaufen. Im Mittelpunkt steht die Wissenschaftlerin Dr. Ha Nguyen, die in Con Dao ankommt, einer unter Naturschutz gestellten Insel bei Vietnam. Überraschend für sie ist die Begegnung mit dem weltweit einzigen Androiden Evrim, der ebenfalls auf der Insel ist, sozusagen im Exil unter Aufsicht. Für den Schutz sorgt die weibliche "Kampfmaschine", Altantsetseg. Sie trägt unzählige Narben aus vielen Kämpfen und schützt die Insel gegen unbefugte Eindringlinge. Denn in den überfischten Meeren finden die Sklavenschiffe kaum noch Fang, was sie zu Con Dao treibt. Auf einem dieser Sklavenschiffe befindet sich Eiko. Er erzählt seine Geschichte.
Ich fand die Informationen zu Kraken im Allgemeinen total faszinierend, so dass ich einiges recherchiert habe. Oktopusse sehe ich jetzt mit anderen Augen, finde die Vorstellung von Lebewesen, die der menschlichen Intelligenz fast ebenbürtig sind, spannend. Schwierigkeiten hatte ich eher, mich in diese KI-lastige zukünftige Welt einzufinden, die düstere, dystopische Züge aufweist. Das Buch macht sehr nachdenklich, die zentrale Frage ist: Was ist Bewusstsein? Zu erwähnen ist noch der brillante Schreibstil des Autors, der seinesgleichen sucht.
Fazit: Man muss sich auf das Thema einlassen, dann wird man mit einer außergewöhnlich tiefgründigen Geschichte belohnt.
PMelittaM
empfiehlt:





Die Stimme der Kraken
von Ray Nayler
Die Wissenschaftlerin Dr. Ha Nguyen reist auf die Insel Con Dao, um dort besondere Kraken zu erforschen. Mit auf Con Dao ist Evrim, der weltweit einzige Androide mit Bewusstsein, und Altantsetseg, die für die Sicherheit verantwortlich ist. Bald schon gelingt es, mit den Kraken in Kontakt zu kommen und erstaunliche Erkenntnisse zu erhalten.
Der Hacker Rustem erhält einen schwierigen Auftrag, der sogar ihn, der als der beste gilt, an seine Grenzen bringt. Und ihn womöglich das Leben kosten könnte.
Der Japaner Eiko wurde entführt und schuftet nun mit anderen Sklaven auf dem ansonsten automatisierten Fischfang- und Verarbeitungsschiff Sea Wolf.
Drei Erzählperspektiven, von denen lange nicht klar ist, ob und wie sie zueinandergehören. Jede der drei ist spannend und könnte auch eine eigene Geschichte erzählen. Eine Geschichte übrigens, die in der Zukunft angesiedelt ist, vieles läuft mittlerweile automatisiert durch KI, die Meere sind endgültig überfischt, Menschen oft billiger als Roboter, jedenfalls dann, wenn man sie als Sklaven einsetzen kann; doch eine KI, die nahezu menschlich ist, wie Evrim, halten viele immer noch für sehr gefährlich.
Und neben alldem, was das menschliche Leben betrifft, wird anscheinend eine Tierart entdeckt, die dem Menschen zwar sehr fremd ist, ihm aber womöglich an Intelligenz ebenbürtig sein könnte. Natürlich weckt das sofort Begehrlichkeiten, der Archipel rund um Con Dao wird von einem Konzern aufgekauft und abgeschottet. Altantsetseg ist vor allem deswegen mit dabei, um Angriffe jeglicher Art von außen abzuwehren.
Die einzelnen Kapitel werden jeweils durch Zitate aus Büchern von Dr. Ha Nguyen und Dr. Arnkatia Minervudóttir-Chan eingeleitet. Letztere tritt erst spät im Roman in Aktion, vorher wird lediglich durch Ha und Evrim über sie gesprochen. Dennoch ist sie wichtig für das Geschehen.
Die Zitate sind jeweils passend für die Ereignisse der jeweiligen Kapitel und betonen den wissenschaftlichen Charakter des Romans. Denn dieser ist nicht nur Thriller, sondern eher Science Fiction, und die Wissenschaft in Bezug auf KI, auf Forschung, auf Kommunikation, auf Kraken und auf die Frage nach dem „Was bin ich“, ein wichtiges Element. Dadurch ist der Roman nicht immer einfach zu lesen, man sollte sich aber unbedingt darauf einlassen. Tatsächlich hatte ich auch zunächst einen etwas anderen Roman erwartet.
Die Charaktere blieben mir relativ fremd, wir erleben sie im Grunde auch nur in einem speziellen Ausschnitt ihres Seins. Interessanterweise kam mir Evrim am nächsten. Sehr interessant sind auch die Kraken, und meiner Meinung nach gar nicht so unrealistisch. Die Ereignisse sind stellenweise sehr brutal, das Ende macht aber für mich einiges wett, ich mag es sehr.
„Die Stimme der Kraken“ ist auf gewisse Weise wissenschaftlicher als erwartet, aber auch sehr spannend. Erst nach und nach erkennt man, wohin der Roman führt, das Ende empfinde ich als besonders gelungen. Man sollte sich unbedingt auf die Geschichte einlassen, sie lohnt sich.
ingrid78
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Die Stimme der Kraken
von Ray Nayler
"Die Stimme der Kraken" von Ray Nayler war für mich anders als erwartet. Die Handlung spielt in der Zukunft, in der KI-Roboter in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden und Menschen versklavt werden können.
Schauplatz ist Vietnam, die Meeresbiologin Ha tritt einen neuen Job an, zusammen mit einem Androiden erforscht sie die ungewöhnlichen Meeresbewohner: Intelligente Kraken, die kommunizieren können.
Der anspruchsvolle und anschauliche Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann gezogen, trotzdem brauchte ich ziemlich lange, um mich in die Geschichte einzufinden. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und dazu noch Zitate aus Büchern und Interviews von Personen, die es nicht leicht machen, den roten Faden zu finden. Es wird lange nicht klar, wie die verschiedenen Stränge zueinander passen.
Die Idee der Geschichte ist interessant, auch die philosophischen Aspekte. Viel Stoff der nachdenklich macht. Allerdings passiert irgendwie ziemlich wenig und das Lesen zog sich in die Länge, war zwischendurch langatmig.
Insgesamt fand ich die Idee zwar spannend, einen Ausblick in eine fiktive Zukunft zu erhaschen. Der Zusatz Öko-Thriller ist meiner Meinung nach irreführend, das Buch ist keinesfalls ein Thriller.
La Calavera Catrina
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Die Stimme der Kraken
von Ray Nayler
«Die Stimme der Kraken» zeigt ein furchteinflößendes Zukunftsbild, und ist faszinierend tiefgründig und einnehmend geschrieben. Der interessante Gerne-Mix beschäftigt sich mit der Bedeutung der Realität, Menschlichkeit und der Notwendigkeit speziesübergreifender Kommunikation, während es um künstliche Intelligenz, Ausbeutung und Wandel geht, ist die Botschaft für den Natur- und Umweltschutz deutlich. Die Umsetzung hätte mehr Spannung vertragen können, aber insgesamt gute Unterhaltung.
Gesprochen von David Nathan kann man sich auf ein gewohnt gelungenes Hörerlebnis auf hohem Niveau freuen. Allerdings ist das kein Hörbuch für nebenbei. Aufgrund der Perspektivwechsel, der Menge an Protagonisten und der thematischen Komplexität und Fülle an Hintergrundwissen, eine herausfordernder Thriller, der hohe Aufmerksamkeit fordert, und viel interessanten Stoff zum Nachdenken bietet.
Frechdachs
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Die Stimme der Kraken
von Ray Nayler
Der Teasertext wie auch die Leseprobe zu Ray Naylers aktuellem Roman "Die Stimme der Kraken" klangen unheimlich spannend und vielversprechend. Die Empfehlung der Washington Post "Ein Öko-Thriller, der es in sich hat!" gab dann den finalen Ausschlag für mich, weshalb ich mich in das Abenteuer in der Tiefsee stürzte, tief abtauchte und dem Geheimnis der sehr speziellen Kraken auf den Grund gehen wollte.
Leider blieb der Roman über die komplette Länge weit hinter meinen ganz persönlichen Erwartungen zurück.
Gleich zu Beginn merkte ich sehr schnell, dass ich mir ziemlich schwer tat, um mich mit den unterschiedlichen Perspektiven wie auch den unterschiedlichen Handelnden zu identifizieren.
Für mich als Leser ist dies allerdings wirklich Grundvoraussetzung, damit bei mir ein richtiger Leseflow entsteht. Die wechselnden Perspektiven machen den Roman zwar sicherlich recht kurzweilig allerdings fehlte mir persönlich von aller Anfang an bis zum Finale hin dann der durchgängige rote Faden. Zum Teil dachte ich, ich sitze vor einem Puzzle mit tausenden von Teilen und weiß nicht, wie ich dies zusammensetzen soll.
Zur Spezies der Kraken wusste ich als Tier- und Natur-Dokunerd bereits vor diesem Buch einige interessante Details. Hier gibt der Roman zwar interessante Einblicke konnte mir aber auch nicht wirklich neue Erkenntnisse vermitteln.
Die eingangs jedes Lesekapitels vorangestellten Fakten sind durchweg lesenswert und waren für mich persönlich dann fast bereits schon der Höhepunkt des für mich sehr undurchsichtigen und mitunter stark verwirrenden Plots. Vielleicht würde hier auch ein Personenverzeichnis etwas mehr Klarheit und Struktur sorgen.
Das Zusammenspiel zwischen KI, der menschlichen Spezies und den Kraken liefert eigentlich eine gute Ausgangsbasis für einen spannenden angekündigten Öko-Thriller. Für mich kamen über das Buch hinweg diese ganz speziellen Thrillmomente nie richtig zur Geltung. Dort hatte ich persönlich dann beispielsweise schon ganz andere Kaliber in der Hand, die mich dann von Beginn an mitgerissen haben.
So bleibt für mich leider nach Abschluss des Romans nur eine interessante Idee übrig, die mich persönlich ziemlich kalt lies. Ich bin quasi blindlings mit hohen Erwartungen in die Tiefsee gesprungen, um hinter das Geheimnis der Kraken zu kommen. Bei meinem Tauchgang war die Sicht nahe Null und fast sprichwörtlich so vernebelt, dass ich an diesem Ausflug leider keinen rechten Lesespaß hatte.
Murksy
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Die Stimme der Kraken
von Ray Nayler
Der Öko-Thriller spielt in einer nicht näher definierten Zukunft. Menschen werden teilweise versklavt, stehen unter der Kontrolle von mächtigen Konzernen, die Ressourcen, die noch übrig sind, werden gnadenlos ausgebeutet. Künstliche Intelligenz übernimmt viele Aufgaben der Menschen, ganze Fischfangschiffe werden von KI gesteuert. Auf einer einsamen Insel, die von einem Konzern gekauft wurde, existiert sogar der erste menschenähnliche Android. Ausgestattet mit dem Wissen der Welt und einem Bewusstsein wurde er zu einer angsteinflößenden Bedrohung, verbringt nun seine Zeit im Exil. Eine andere, intelligente Wesenheit ruft den Konzern auf den Plan, eine Wissenschaftlerin auf die Insel zu schicken. Ihre Arbeit über Meerestiere, speziell von Kraken, macht sie zur idealen Besetzung für die Forschung. Doch was sie vorfindet, sprengt alles, was sie sich je zu erhoffen wagte.
Das Buch behandelt auf verschiedenen Ebenen mehrere Fragestellungen der Menschheit. Was macht das Wesen einer intelligenten Daseinsform aus? Wann kann man von einem eigenständigen Bewusstsein sprechen? Wie kann es uns gelingen, mit anderen denkenden Lebensformen Kontakt aufzunehmen? Probleme, die von Wissenschaftlern und Philosophen schon lange diskutiert werden. Der Aspekt der Umweltzerstörung, der Überbevölkerung, des Artensterbens bilden dabei eher den Hintergrund, als das Hauptthema des intelligent geschriebenen Buches. Wie weit dürfen wir gehen? Gibt es eine KI, die tatsächlich selbständig agieren kann und sich entwickelt? Das sind existenzielle Fragen, die akuter sind, denn je. Das Buch zeigt sehr gut die Problematik auf, die mit diesen neuen Technologien aufkommt. Ein weiterer Aspekt des Buches ist vielleicht noch interessanter. Wie viel Intelligenz gestehen wir anderen Arten auf dem Planeten zu? Was der Forschung und dem Verständnis im Wege steht, ist die Vermenschlichung der Tiere und Pflanzen. Wenn wir von denken und fühlen sprechen, nehmen wir zumindest unterbewusst immer das menschliche Wesen als Grundlage. Der Gedanke, dass ein Tier Intelligenz hat, sich selbst und auch andere Lebewesen wahrnimmt, endet fast immer damit, dass wir versuchen, den Tieren unsere Symbolik, Sprache und Gefühlswelt eigen zu machen. Verständlich, aber nicht zielführend. Der Krake, mit seinen 9 Gehirnen ist so etwas wie ein Außerirdischer für uns. Seine Lebensweise und Fähigkeiten sind von unserer so weit entfernt, dass es uns Angst macht. Auch in dem Buch unterliegt die Wissenschaft dem Fehler, mit Symbolen verstehen zu wollen, wie diese Tiere denken. Doch wie wollen wir die Tiere verstehen, wenn wir zum Beispiel nicht ein mal 20 Prozent unseres Gehirns verstehen?
Das Buch geht mit der spannenden und komplexen Fragestellung teilweise sehr philosophisch um. Der Wert der Sprache für die Entwicklung unserer Spezies wird hervorragend dargestellt. Wir denken, weil wir sind und wir sind, weil wir denken. Doch ohne die Möglichkeit einer umfassenden Kommunikation ist es unmöglich, Wissen, Gedanken und Probleme zu verarbeiten. Das Buch ist eine sehr tiefgründige Analyse dieser Problematik, versteckt unter dem werbewirksamen Mantels eines Thrillers. Ein lohnendes Buch, das vielleicht ein wenig Verständnis schafft für die Vielfältigkeit dieser Welt und aufzeigt, dass wir sehr vorsichtig ein sollten, wenn wie gewisse Grenzen überschreiten wollen.
Diese Rezension ist eine Privatmeinung, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
brauneye29
empfiehlt:





Die Stimme der Kraken
von Ray Nayler
Zum Inhalt:
Die außergewöhnlichen Lesewesen, die in den Tiefen vor der Insel Con Dao entdeckt wurden, sind je nach dem, wer sie betrachtet, etwas anderes. Für die einen Monster, für andere ein Geschäft, für Wissenschaftler eine Offenbarung, denn diese Wesen sind anders. Ihr Bewusstsein funktioniert anders, ihre Körper immer in Veränderung, sie kommunizieren intelligent und sie wollen, dass wir verschwinden.
Meine Meinung:
Ich habe extrem lange gebracht um mit dem Buch warm zu werden und auch jetzt am Ende sage ich immer noch, dass das Buch und ich nicht gerade eine freundschaftliche Beziehung eingegangen sind. Thematisch fand ich das Buch ungeheuer interessant, deshalb wollte ich es auch lesen, aber ich fand die Umsetzung schon etwas zäh, zudem hatte ich echt Schwierigkeiten, die Protagonisten auf die Kette zu bekommen, was den Lesefluss auch nicht gerade erleichtert. Was mich aber direkt angezogen hat, ist eindeutig das Cover.
Fazit:
Hab mich schwer getan
