Kundenrezensionen
Vanessa
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Blood of Hercules
von Jasmine Mas
Ich habe Blood of Hercules von Jasmine Mas innerhalb von zwei Tagen ausgelesen & hätte am liebsten direkt weitergelesen. Auf die Fortsetzung bin ich entsprechend schon sehr gespannt! ⚔️ Trotzdem hat der erste Band für mich leider etwas geschwächelt.
Bei Dark Romantasy, why choose, who did this to you, reverse harem und morally gray habe ich einen explosiven Mix erwartet – zumindest aber eine Protagonistin, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Ganz so ist es aber nicht gekommen.
Grundsätzlich hat mir die Idee, dass Postapokalypse auf Camp Half-Blood trifft, gut gefallen. Der Bezug zur griechischer Mythologie war allerdings irritierend: Wieso ist die Sprache der Wahl Latein? Wieso ist es Herkules und nicht Herakles? Und warum ist der Stammbaum so durcheinander? Auch die „Prüfungen“ haben bei mir Fragen aufgeworfen: Wer würde die eigenen Reihen weiter dezimieren, wenn die geringe Anzahl ohnehin schon ein Problem ist? Davon abgesehen liefert der erste Band viele interessante Ansätze und lose Fäden für die Fortsetzung. Ich bin vor allem auf Medusa gespannt und hoffe, sie bekommt ihren Auftritt! ????
Vom Romance-Anteil hätte ich mir gewünscht, dass es mehr Situationen gegebenen hätte, in denen Gefühle aufkeimen, greifbar werden oder sich zumindest eine gewisse Ambivalenz aufzeigt. Stattdessen denkt Alexis viel an Gauß, zeichnet detailliert ???? oder verkündet in ihrer Emo Era angekommen zu sein. Wäre die Brutalität nicht gewesen, hätte es sich sehr nach YA angefühlt. Allerdings haben mir einige Beziehungskonstellationen gut gefallen.
Das Ende war durchaus spannend und wenn Alexis zukünftig weniger mit Traumata überschüttet wird, sich weiterentwickelt und ihre Gegenwehr nicht nur denkt, sondern auch zeigt, könnte der zweite Band wirklich gut werden. Außerdem bin ich riesiger Fan der tierischen Begleiter/Beschützer & schon sehr gespannt, was aus dem Fellknäuel wird! ????
Mit Ausnahme von zwei kleinen Szenen ist es übrigens nicht spicy. ????
Peachybookdreams
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Blood of Hercules
von Jasmine Mas
Puh, dieses Buch ist echt schwer für mich zu bewerten, denn auf der einen Seite hat es mich bis zum Schluss unterhalten, aber es gab auch einige Dinge, die mich trotzdem gestört haben. Vorab wusste ich schon ein bisschen über den Schreibstil und das Worldbuilding der Geschichte Bescheid, weshalb ich mich trotz dunkler Themen auf einen eher jugendlichen Humor eingestellt habe. Auch bezüglich der griechischen Mythen bekam ich den Rat, nicht zu hohe Ansprüche zu haben. Hätte ich dieses Vorwissen nicht gehabt, wäre ich ziemlich enttäuscht gewesen, da man sich hier hauptsächlich nur von den griechischen Namen inspiriert hat.
Ich möchte mit dem positiven beginnen. Alexis und ihre Schlange Nyx hätten dieses Buch eigentlich zu einem Highlight gemacht. Die sarkastischen Witze, auch wenn manchmal repetitiv, haben dafür gesorgt, dass ich das Buch trotz der vielen Kritikpunkte nicht aus der Hand legen konnte. Alexis nutzt Humor, um mit ihrer traumatischen Vergangenheit klarzukommen. Sie versucht so gut es geht, mit ihrem Bruder um die Runden zu kommen, doch all das ändert sich, als sie erfährt, dass sie nicht nur ein gewöhnlicher Mensch ist. Nun muss sie die Feuerprobe bestehen, wenn sie überleben möchte, doch das ist gar nicht so leicht mit dem berühmt-berüchtigten spartanischen Quartett, das jeden ihrer Schritte genaustens beobachtet.
Das Worldbuilding war leider sehr schwach, es gab wenige Schauplätze und die meiste Zeit verbringt Alexis in der Bibliothek oder im Unterricht. Das Training der spartanischen Schüler erinnerte mich an militärische Bootcamps, zu Beginn fand ich das Ganze noch recht spannend, aber irgendwann hat sich der Unterrichtsalltag ständig wiederholt und sehr in die Länge gezogen.
Die spartanischen Jungs und Schüler waren allesamt bis auf zwei der pure Horror, ich glaube, ich habe noch nie so frauenfeindliche Protagonisten gesehen wie in diesem Buch. Was sie mit Alexis abziehen, kann man schon als emotionale Folter bezeichnen. Dass Alexis bis auf Nyx fast niemanden hat, der auch mal nett zu ihr ist, war schon sehr erdrückend. Der Trope Romance könnte meiner Meinung nicht unpassender sein. Kharon, Augustus, Patro und Achilles entwickeln im Laufe der Geschichte für Alexis eine Obsession, romantisch war das Ganze aber überhaupt nicht. Wären Nyx und Alexis nicht so humorvoll gewesen, hätte ich vermutlich das Buch wegen der vier abgebrochen.
Das Ende hat mich überrumpelt und fassungslos gemacht, ich hoffe so sehr, dass Alexis im nächsten Buch die Kraft findet, sich zu wehren und für sich einzustehen.
Hörbuch: Ich möchte auch noch ein Lob für die tollen Hörbuchsprecher vergeben, vor allem Corinna Dorenkamp hat Nyx und Alexis so wunderbar zum Leben erweckt.
Fazit: Diese Geschichte hat mich so zwiegespalten zurückgelassen. Die Unterhaltung war dank Alexis und Nyx bis zum Schluss da und auch die Plot-Twists waren super spannend. Ich werde auch den zweiten Teil lesen, weil ich wissen muss, wie es weitergeht. Aber die männlichen Charaktere waren eine Katastrophe und das Worldbuilding hat super viel ungenutztes Potenzial, und ich hoffe, dass die Schauplätze und die Action im nächsten Teil etwas abwechslungsreicher werden. 3- 3,5 Sterne
Lies_ein_Buch
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Blood of Hercules
von Jasmine Mas
Göttergeschichten, Mythologie und tödliche Spiele sind so eine Kombination, die eigentlich nie langweilig wird und nie enttäuscht. Und dieses B ich war tatsächlich überraschend anders. Anders, als alle anderen Bücher, die ich in dieser Richtung gelesen habe und vor allem anders als von mir erwartet. Hat mich im positiven Sinne total überrascht.
Eine Protagonistin mit einer dezenten Todessehnsucht, brutaler Macht und gestochen scharfem Intellekt? Lieben wir! Und dann noch ihre bitterböse Gewitztheit?! Ich glaube ich bin verliebt.
Alexis ist einfach nur ein absoluter Knaller und meine neue heimliche Heldin. Wenn ich groß bin, will ich sein wie sie. Spaß beiseite, wow ist die tough. Und ihre amourösen Obsessionen mit dem toten Mathematiker Carl Gauß sind einfach zum brüllen komisch. Wie sie spielerisch auf dem schmalen grad zwischen Genialität und Wahnsinn tänzelt macht einfach Spaß.
Auch die anderen Figuren sind durchaus vielschichtig und interessant angelegt, auch wenn man nicht so recht weiß, wem von ihnen man trauen kann, da sie alle sehr eigennützige Interessen zu vertreten scheinen. Am Ende gibts ein paar echt wilde, spektakuläre Enthüllungen, die total neugierig auf Band 2 machen.
Ganz ehrlich, selten ein Buch derartig genossen und dermaßen viel gelacht. Absolut genial.
anonym011
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Blood of Hercules
von Jasmine Mas
Durch einen Test wird zufällig herausgefunden, dass Alexis spartanisches Blut in sich hat und nicht menschlich ist. Sie muss sich nun monatelangen harten Prüfungen unterziehen, um in die spartanische Gesellschaft aufgenommen und unsterblich zu werden, den Unsterblichkeit muss man sich verdienen.
Ein tolles aber auch brutales und sehr intensives Setting erwartet Alexis und vor allem den Leser in der Arena, in der Feuerprobe und in der Menagerie. Mit einem ganz tollen Twist am Ende! Das Buch ist aber auch die perfekte Mischung zwischen brutaler Achterbahfahrt der Gefühle und sehr humorvollen Szenen, die auch keinesfalls zu kurz kommen. Ich bin begeistert davon, wie die Autorin es geschafft hat, dass sogar ich bis zum Schluss nicht ganz sicher war, wer der männlichen Charaktere nun welche Gefühle für Alexis hegte und wem sie tatsächlich vertrauen kann und wem besser nicht.
Die Diagloge und Schreibweise der Autorin ist zum Teil sehr modern erinnert etwas an New Adult. Ich mag das sehr gerne und finde es passt sehr gut, da das Buch in der Zukunft spielt.
Nachdem mich die Leseprobe noch nicht überzeugt hatte, da sie Alexis kindheit nacherzählt hatte und doch etwas zäh zum Lesen war, hat mich das restliche Buch ab ca Seite 80 regelrecht weggehaut und überrascht, ich konnte es ab d nicht mehr aus der Hand legen. Es hat mich fast schon süchtig gemacht. Fantastischer Schreibstil, unglaublich spannend und eine einzige Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich konnte sehr gut mit Alexis mitfühlen, sie ist ein ganz toller Charakter und hatte von anfang an etwas sehr starkes und vor allem geheimnissvolles an sich. Der Romantasy Teil ist nur ganz am Ende des Buches kurz vorhanden aber ich bin mir sicher, dass es diesbezüglich im nächsten Teil noch viiiiel mehr zu erwarten gibt. Und eine kleine spicy Kostprobe gab es ja bereits.
Wer Akademie-Settings mag und nicht vor brutalen Szenen zurückschreckt muss dieses Buch einfach lesen. Ein richtiger Page-Turner! Achtung, Schlafmangel vorprogrammiert!
Eternal-Hope
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Blood of Hercules
von Jasmine Mas
Alexis muss sich als verlassenes Waisenkind in einer brutalen Welt durchschlagen: die ersten Jahre wächst sie bei lieblosen und gewalttätigen Pflegeeltern auf und muss hungern. Ihr einziger Trost sind ihr Pflegebruder, der etwas später zur Familie kommt und den sie sehr liebt, und die zynische und gefährliche, aber gegenüber Alexis sehr liebevolle und beschützende, unsichtbare Schlange Nyx. Nach einem weiteren Gewaltvorfall ist sie auf einem Ohr taub und auf einem Auge blind. Die Jahre als Jugendliche verbringt Alexis hungernd und frierend gemeinsam mit ihrem Bruder in einem Pappkarton im Wald, versucht sich mit Essensmarken durchzuschlagen, besucht aber nebenbei die Highschool, auf der sie gemobbt wird, aber aufgrund ihrer hohen Intelligenz sehr gute Ergebnisse erzielt.
Wir haben als Hauptprotagonistin hier also eine grundsätzlich sympathische und sehr intelligente junge Frau mit einem eigenwilligen, zynischen Humor (der sehr gut zu dem ihrer Schlangengefährtin passt), die aber auch tief traumatisiert ist. Vor diesem Hintergrund lassen sich die weiteren Geschehnisse besser verstehen.
Bei einer Prüfung am Ende der High School stellt sich überraschend heraus, dass Alexis über göttliches Blut verfügt und es wird vermutet, dass sie ein "verstoßenes Halbblut" der olympischen Spartaner sei, Ergebnis einer Liaison zwischen einem Gott oder einer Göttin und einem Menschen. Als solche wird sie auf die griechischen Inseln ins Reich der spartanischen Götter mitgenommen, wo sie sich erst einmal in einem blutigen Massaker für eine Ausbildung qualifizieren muss. Wider Erwarten überlebt sie das Massaker, bekommt als Mentoren Patro und Achilles zugeteilt, zwei als homosexuelles Paar zusammenlebende Spartaner, die zu den dunklen chtonischen Häusern gehören und von ihr erst einmal als Monster angesehen und gefürchtet werden. Die beiden leben sehr luxuriös in einer Villa am Meer auf der griechischen Insel Korfu, wo sie sich immer wieder mal von der grausamen Academy, die sie nun etwa ein halbes Jahr besuchen wird, erholen kann und Tipps für ihre weitere Ausbildung bekommt. Denn wenn sie diese erfolgreich absolviert, werden ihre Mentoren zu Generälen befördert.
Den Hauptteil des 600 Seiten langen Buches macht die Zeit auf der Academy aus. Dort geht es äußerst brutal und militärisch zu, Alexis ist die einzige Frau unter lauter Männern, es gibt weder Essen, noch die Möglichkeit, zu schlafen oder sich zu waschen, und beim kleinsten Verstoß irgendeines Gruppenmitgliedes werden alle in die Wildnis zum Laufen und Schwimmen geschickt, selbst im tiefsten Winter und wenn dort Titanen lauern, die einen umbringen möchten. So ist es kein Wunder, dass dabei auch immer wieder Schüler ums Leben kommen.
Dieses Buch einzuordnen, fällt mir schwer. Es ist kein klassisches Romantasy-Buch, denn die klassische Liebesgeschichte zwischen Alexis und irgendjemand anderem gibt es auf diese Art und Weise nicht, auch wenn immer wieder mal betont wird, wie unglaublich attraktiv insbesondere diverse männliche Götter und Halbgötter seien. Spice kommt aber sehr wohl immer wieder mal vor, auch wenn es nicht der Schwerpunkt des Buches ist, dieser sind definitiv die harten, militärisch-anmutenden Ausbildungsbedingungen.
Das Setting mit der griechischen Mythologie im Hintergrund ist interessant, verlangt aber speziell Menschen mit Vorwissen in diesem Bereich einiges an gedanklicher Flexibilität ab: zwar kommen die bekannten Götternamen vor, doch werden deren Beziehungen und Eigenschaften stark neu interpretiert und am meisten Spaß hat man am Lesen, wenn man sich von allem vorhandenen Vorwissen zu den griechischen Göttern löst und sich komplett neu auf die Welt einlässt, die hier präsentiert wird. Dass die griechischen Götter nicht Altgriechisch, sondern Latein sprechen, ist auch ein Detail, das einen nicht stören sollte, das ist eben so in dieser Welt.
Die Gesellschaft der Götter, die beschrieben wird, ist eine sehr archaische und von tiefstem Patriarchat geprägt: Frauen gibt es nur wenige, diese haben kaum etwas zu sagen und auf ihre "Ehre" muss geachtet werden (und ist diese beschmutzt, dann besteht eine gängige Lösung darin, sie möglichst schnell zu verheiraten) und die meisten vorkommenden Männer zeigen diverse misogyne Verhaltensweisen. Alexis nimmt das meiste davon passiv hin und wehrt sich wenig. Zwar wird sie von anderen Frauen als Kämpferin für die Freiheit der Frauen verehrt, sieht sich aber selbst null als solche, auch, weil sie ihr Schicksal und ihren Weg ja gar nicht selbst gewählt hat.
Es ist also eine sehr düstere Gesellschaft, die man aushalten können muss innerlich. Wege zur Befreiung der Frauen zeigen sich in diesem Buch noch kaum, vielleicht wird das in den Folgebänden stärker Thema, immerhin ist es der erste Band einer mehrbändigen Reihe.
Wer dieses Buch liest, muss also einiges an Dunkelheit ertragen können: Misogynie, der kaum etwas entgegen gesetzt wird und viel Brutalität und Gewalt. Alexis ist über weite Strecken sehr einsam und bekommt erst spät ansatzweise Verbündete. Charakterentwicklung gibt es bei ihr nur wenig, vermutlich ist sie dafür zu traumatisiert und alleine.
Entgegen gesetzt wird all diesem Dunklen in dem Buch ein sehr zynischer Humor, sowohl von Alexis selbst als auch von ihrer Schlange Nyx, die eine meiner Lieblingsprotagonistinnen war.
Unterhaltsam geschrieben ist das Buch auf alle Fälle und es zieht einen so richtig in diese mystische, dunkle Götterwelt hinein, sobald man es schafft, sich vom Vorwissen zu dem Thema zu lösen und die Welt so hinzunehmen, wie sie hier vorgestellt wird. Es ist somit in Summe durchaus ein empfehlenswertes Buch für Fans von ziemlich dunkler und eigenwillig interpretierter Fantasy mit Dark-Romance-Anteil, die eine ganz andere Geschichte suchen, um dem Alltag zu entfliehen.
Ryria
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Blood of Hercules
von Jasmine Mas
Die Welt von Alexis ist quasi unsere, mit den Unterschieden, dass es "Götter" wirklich gibt und die Welt im Jahre 2099 ziemlich unbewohnbar ist.
Zu Beginn werden die Lebensumstände und geschichtlichen Hintergründe kurz vorgestellt, was ich recht hilfreich für einen schnellen Einstieg in die Geschichte fand.
Im weiteren Verlauf erfährt man neue Infos dann jedoch hauptsächlich zusammen mit Alexis, sodass man auch neugierig und gespannt bleibt.
Die Welt selbst war für mich einer der großen Pluspunkte der Geschichte: Leicht post-apokalyptisch, mit dystopischen Zügen und dazu die alten griechischen Götter - eine wilde Mischung, die irgendwie aber gut funktioniert.
Auch war alles wesentlich brutaler und gnadenloser als ich gedacht hatte, Mord und Totschlag gehört quasi zum Nachmittagstee.
Aus unserer Sicht gehen manche Charaktere damit viel zu locker um, jedoch gehört es teilweise einfach zu ihrer Lebensrealität, deshalb will ich es nicht zu sehr kritisieren.
Auch Alexis ist keine typische Heldin, sie ist voller körperlicher und seelischer Narben, obdachlos und vertraut niemandem außer ihrem Bruder und einer unsichtbaren Schlange. Diese Umstände und die Tatsache, dass sie zwar etwas besonderes ist, aber trotzdem erstmal niemand nett zu ihr ist, fand ich auf eine böse Art sogar ganz erfrischend. Ihre sarkastische und zynische Art konnte auch immer wieder bei mir punkten.
Der Schreibstil ist jetzt nichts Außergewöhnliches, aber man kann das Buch gut und flüssig lesen, auch das Tempo fand ich durchweg angemessen. Immer wieder passiert etwas Spannendes und man möchte mehr über Alexis Herkunft und die Welt erfahren.
Manche Kleinigkeiten erschienen mir jedoch nicht sooo logisch, z.B. leidet die "Göttergesellschaft" an Nachwuchsproblemen, sorgt dann aber dafür, dass kaum ein Kind überlebt. Als Leser ist man öfters mal genauso verwirrt wie Alexis.
Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt auf den nächsten Band.
atlaentis
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Blood of Hercules
von Jasmine Mas
Das Cover als solches finde ich ganz schön, jedoch wäre ein etwas düsteres treffender gewesen, um der Geschichte gerecht zu werden. Denn diese fängt bereits am Anfang mit Alexis’ harter Vergangenheit an und führt die teils brutale, düstere Stimmung bis zum Ende durch. Den Anfang fand ich ein bisschen langatmig, doch nachdem Alexis dann aus ihrer Prüfung gerissen wurde, ging es rasant vorwärts und über viele Seiten hinweg war ich mir sicher, dem Buch fünf Sterne geben zu können. Der Schreibstil ist anschaulich und angenehm, sodass man geradezu durch die Seiten fliegt, die Charaktere sind zutiefst verschieden und oftmals undurchschaubar, was für reichlich Spannung sorgt, sowie wird das Worldbuilding immer wieder eingeworfen, wodurch die Geschichte einfach ein Genuss war. Auch die immer wieder abwechselnden Kapitel aus den Perspektiven verschiedener Charaktere hat die Spannung in die Höhe getrieben und mich fleißig mit Alexis mitfiebern lassen, immerhin war ihr Leben zu keinem Zeitpunkt ein Zuckerschlecken. Ein wenig enttäuscht hat mich, dass Charlie nach den ersten hundert Seiten komplett verdrängt wurde, da er doch neben Nyx Alexis‘ einzige, wohltuende Beziehung war. Der kurze Auftritt am Ende wirkte daher nur wenig emotional und erzwungen. Von dem versprochenen Romantasy-Teil spürte ich zudem nur wenig in dem Auftakt der Trilogie, vor allem nachdem die Auflösung am Ende kam. Diese hat mich zwar überrascht, aber dann doch sehr unzufrieden gestimmt. Alexis ist keine Protagonistin, die sofort Kontra gibt, aber dass sie sich dann dermaßen herumschubsen lässt, hat mich enttäuscht. Hier hätte man eine schöne Charakterentwicklung einbauen können, doch so blieb Alexis ein wenig farblos. Auch das letzte Kapitel aus ihrer Sicht wirkt für mich daher wie ein leeres Versprechen, aber ich bin gespannt, was daraus im folgenden Teil gemacht wird. Grundsätzlich verzaubert das Buch mit einer tollen Grundidee, spannenden Wendepunkten und abwechslungsreichen Charakteren, aber das Ende war enttäuschend, vor allem wenn man die ganze Zeit auf eine sich wehrende Alexis wartet. Eines kann ich nach dem Buch aber mit Gewissheit sagen: ich wollte noch nie so sehr eine sprechende Schlange als Freundin. Nyx war das Beste am ganzen Buch.
CanYouSeeMe
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Blood of Hercules
von Jasmine Mas
"Blood of Hercules - Berühre sie und stirb" von Jasmine Mas wird als düstere Romantasy mit Blut, Spice und Tränen beworben. Es ist der erste Band der Villains of Lore Reihe. Die Geschichte spielt im Setting der griechischen Mythologie, wenngleich sich nicht an die bisherigen Mythen und Sagen hält, sondern Zugehörigkeiten und Verbindungen durcheinander bringt. Vorwissen um die griechische Mythologie bringt einen hier eher durcheinander.
Ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen und hatte auch wirklich viel Freude dabei. Andererseits habe ich einige Kritikpunkte an dem Buch. Alexis ist eine interessante Protagonistin, die in ihrem Leben ausschließlich Leid erfahren hat. Andererseits ist sie seltesam unreflektiert und wirkt dadurch sehr naiv. Sie hat goldene Haut, ihr Bruder gelbe Augen - anscheinend vollkommen normal in der (hier sehr dystopischen) Welt der Menschen, denn sie macht sich darüber nie Gedanken und nimmt es als gegeben hin. Sie kann mit einer für anderen nicht wahrnehmbaren Schlange sprechen - auch vollkommen normal und keinen weiteren Gedanken wert. Auch im weiteren Verlauf wirkt Alexis in ihrer Darstellung recht flach und ich hätte mir mehr Facetten gewünscht. Bei einem Buch mit über 600 Seiten wünsche ich mir Charakterentwicklung - ich hoffe dann nun auf diese im kommenden Band. Dennoch hat mir ihr trockener Humor gut gefallen. Auch die Nebencharaktere wirken bisher eher eindimensional, auch hier wünsche ich mir mehr Komplexität, die auch schon teils angekündigt wurde oder ganz sachte durchschien.
Die Handlung zog sich auf den ersten Seiten etwas, beim Ankommen in der spartanischen Welt nahm sie dann jedoch Fahrt auf. Knochenbrüche, Blut und Sterben ziehen sich weiter durch die Handlung wie ein roter Faden, es ist wirklich sehr düster - und dann auch wieder nicht. Der Schrecken wird durch die Regenerationsfähigkeiten bagatellisiert. Die angekündigte Romantasy haben ich nicht so recht finden wollen, es wurde vorab jedoch auch angekündigt, dass sich im ersten Band der Romance zunächst genährt wird. Es gibt eine explizit spicy Szene, die ich irgendwie deplatziert und nicht zum Kontext passend empfunden habe, consent war auch nur so halb vorhanden - auch hier erwarte ich für den kommenden Band mehr.
Schreibstil und Sprache, in Übersetzung durch Julia Schwenk und Kira Wolf-Marz haben mir hingegen sehr gut gefallen. Das Buch hat sich sehr flüssig und zügig lesen lassen, die moderne Sprache und der trockene Witz haben mir gut gefallen. Ich war sofort in der Story drin und konnte mir die beschriebenen Szenerien gut vorstellen.
Das Buch lässt mich im Endeffekt vollkommen zwiegespalten zurück: Ich finde die Story und Charaktere haben klare Schwächen und sind teils wirklich diskussions- und fragwürdig. Andererseits hatte ich viel Spaß beim Lesen und habe die Story dennoch gern verfolgt und konnte mich voll in ihr verlieren - ich sollte nur nicht zu viel darüber nachdenken.
Meli
empfiehlt:





Blood of Hercules
von Jasmine Mas
Alexis kämpft zusammen mit ihrem Bruder ums Überleben und hofft auf einen der wenigen Studienplätze, doch dann stellt sich heraus, dass sie gar kein Mensch ist, sondern göttliches Blut in sich trägt. Das bedeutet, sie muss sich der Feuerprobe stellen und beweisen, dass sie die Unsterblichkeit verdient. Aber sie hat gar keine Magie und ihre Mentoren und Lehrer scheinen nicht sehr viel von ihr zu halten.
Durch die ganzen Wiederholungen in der eintönigen Handlung sind alle Charaktere anstrengend und eintönig. Alexis redet sehr viel mit ihrer unsichtbaren Schlange, was letztendlich nicht annähernd so interessant ist wie es sein könnte, und sie nimmt Unterricht, während sie versucht zu überleben. Sie ist gut in Mathe, aber ansonsten wirkt sie nicht besonders clever, weil sie nie irgendwas versteht und sich komplett treiben lässt. Sie ist fertig mit dem Leben und hat gar nicht den Kampfgeist, den sie haben müsste, aber sie kommt trotzdem damit durch.
Die übrigen, hauptsächlich männlichen Charaktere kreisen um sie, sind genervt, aber gleichzeitig absolut fasziniert von irgendwelchen Eigenschaften, von denen Alexis selbst gar keine Ahnung hat und die für mich auch nicht so richtig nachvollziehbar waren. Insgesamt haben die Protagonisten zwar interessante Hintergrundgeschichten, aber durch ihre oberflächlichen Handlungen verlieren sie diese Tiefe wieder.
Ich hatte bei dem Cover, Titel und Klappentext eine ganz andere Story erwartet. Mehr Action, Gladiatorenkämpfe, Spannung und auch in romantischer Hinsicht wurde hier zu viel versprochen. Die Handlung zieht sich ohne bemerkbare Fortschritte in die Länge und ich habe lange gewartet, bis endlich mal was passiert, aber dann war das Buch auch schon vorbei. Es gibt keine Spannung, weil einiges durch wechselnde Perspektiven aufgeklärt wird, während anderes generell offensichtlich ist. Am Ende gab es schon kleine Überraschungen, aber die retten auch nicht das ganze Buch. Außerdem fand ich die Regeln dieser Welt nicht einleuchtend und auch nur schlecht erklärt, zum Beispiel die Rollen der Götter, Titanen und aller anderen Wesen, oder auch die willkürlichen Regeln für Frauen und deren Ehre.
Ich fand, dass hier einfach viel zu wenig passiert ist, dabei hat das Buch ja auch einige Seiten. Das Worldbuilding ist eher dürftig und leuchtet auch nicht so ganz ein, es gibt kaum Fortschritte, dafür aber sehr viele Wiederholungen, sowohl in der Handlung als auch in Alexis’ Gedankenwelt. Auch in romantischer Hinsicht passiert fast nichts, obwohl es viele Gelegenheiten gibt, viele Andeutungen und jede Menge Dominanzverhalten. Am Ende ist hier einfach nur viel Lärm um nichts.
