Kundenrezensionen
Shilo
empfiehlt:





Die kleinste größte Welt
von Katrin de Vries
Zwischen Wind, weitem Himmel und einem kleinen ostfriesischen Dorf entfaltet sich eine Geschichte, die still beginnt und lange nachwirkt. Das Leben von Greta wächst Seite für Seite mit den Veränderungen einer ganzen Zeit mit. Alte Gewohnheiten verschwinden langsam, Neues kommt dazu. Darin liegt viel von der Stärke dieses Romans. Beim Lesen entsteht nach und nach das Bild eines Dorflebens, das heute weit entfernt wirkt und trotzdem vertraut erscheint.
Die Geschichte lebt von vielen kleinen Momenten, die im Gedächtnis bleiben. Die Arbeit der Hebammen, das enge Miteinander im Dorf und die Veränderungen im Leben der Frauen wirken greifbar, ohne überladen beschrieben zu werden. Vieles erscheint selbstverständlich und zeigt gerade dadurch, wie anders der Alltag damals war. Während Straßen geteert werden und neue Dinge Einzug halten, verändert sich nach und nach auch der Blick auf Familie, Geburt und Zusammenhalt.
Mit jeder Seite wurde deutlicher, wie schnell Vertrautes verschwinden kann, obwohl Veränderungen oft ganz unscheinbar beginnen. Gerade die stillen Beobachtungen über den Alltag machen diesen Roman lesenswert.
Beeindruckend ist, wie die Kindheit dargestellt wird. Vieles besteht aus kleinen Erlebnissen, aus Menschen im nahen Umfeld und aus Dingen, die damals einfach dazugehört haben. Dadurch wirkt Greta glaubwürdig und ihre Welt wird immer greifbarer. Manche Szenen lesen sich fast wie Erinnerungen aus einer anderen Zeit.
Der Roman lässt sich Zeit. Das allerdings muss man mögen. Gerade dadurch entsteht ein gutes Bild vom Dorfleben und davon, wie sich der Alltag langsam verändert. Am Ende bleibt nicht nur die Geschichte eines Mädchens im Kopf, sondern auch der Eindruck davon, wie viel sich innerhalb weniger Jahre verschieben kann.
Was zusätzlich hängen bleibt, sind die vielen kleinen Veränderungen, die zuerst kaum auffallen und später doch ein ganzes Leben beeinflussen. Das betrifft Familien, das Leben der Frauen und auch den Zusammenhalt im Dorf. Vieles wirkt so, als könnte es genau so gewesen sein.
Am Ende blieb vor allem die Erinnerung an eine Zeit, in der vieles einfacher wirkte und zugleich schwerer war. Der Roman erzählt leise von Wandel, ohne dabei den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Dafür gebe ich sehr gern 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Ryria
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Salto
von Kurt Prödel
Marko und Claire sind seit einigen Jahren schon zusammen, haben gerade Abi gemacht und träumen von einem gemeinsamen Umzug samt Studium nach München.
Doch für Marko gibt es nur Absagen, seine Alternative führt ihn nach Budapest, die Beziehung zu Claire wird beendet um eine Fernbeziehung zu vermeiden.
Und dann kommt auch dort alles ganz anders als geplant...
Salto ist ein Buch, das ich absolut verschlungen habe: Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil angenehm und die Sprache leicht verständlich. Dazu gab es zwar keine klassische Spannung, trotzdem wollte ich permanent wissen, wie es weitergeht.
Die Sprache war hierbei passend zum Alter des Protagonisten und Ich-Erzählers Marko, seine Formulierungen und Gedanken wirkten sehr authentisch und nicht künstlich. Anspielungen auf die heutige Jugendkultur wurden so eingebaut, dass es natürlich wirkt und dabei auch für andere Altersgruppen vermutlich gut nachvollziehbar bleibt.
Dabei werden immer wieder Sätze und Textstellen mit großer Wortgewalt eingebaut, wunderbare Abschnitte, die ich doppelt gelesen habe. Teilweise haben mich einzelne Zitate an eine Art Poetry Slam erinnert.
Es gibt nicht viele Charaktere, dafür lernen wir diese umso besser kennen bzw. Markos Beziehungen zu ihnen. Hier kann nicht nur die zarte und unaufdringliche Liebesgeschichte glänzen, sondern auch die Schilderung einer Vater-Sohn-Beziehung. Statt großer Dramatik wird alles in leisen Tönen erzählt, eine Geschichte, wie sie das Leben halt so spielt.
Die Handlung spielt über mehrere Monate hinweg, immer wieder gibt es kleine Zeitsprünge und man ist hautnah dabei, wenn sich die Charaktere mit gescheiterten Plänen, Krankheiten und der Ungewissheit nach der Schule auseinandersetzen müssen. Viele dieser Gefühle hallen dabei im Leser wider, man erinnert sich an seine eigenen Erfahrungen und kann gut mitfühlen, selbst wenn der eigene Weg anders aussah.
Eine authentische Coming-of-Age-Geschichte, über die unergründlichen Wege des Lebens, in beeindruckenden Worten erzählt!
Petra
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Crown of War and Shadow
von J. R. Ward
Eine junge Frau die in ihrem Ort verachtet wird, deren Hilfe aber immer wieder in Anspruch genommen wird. Ein Söldner der für Geld tötet. Beide sind Ausgestossene in ihrer Gesellschaft. Gemeinsam sind sie auf der Flucht. Der Name der Autorin verspricht eine Spicy Geschichte mit viel Fantasy und Abenteuer.Genaus so liest sich der Klappentext und die Leseprobe.
Meine Erwartungen wurden schwer enttäuscht. Das Grundgerüst ist konfus, ich hatte Schwierigkeiten zu verstehen wo das Setting hin führen sollte. Dazu ist alles sehr langatmig erzählt. Die Wünsche und Gedanken der beiden wiederholen sich auf jeder zweiten Seite. Auch die Gefahren und Abenteuer wirken simpel. Krokodile sind nun mal Krokodile wenn man sie schon so genau beschreibt, auch wenn man sie anders benennt.
Es muss an der Übersetzung liegen, weil auch sehr viele Rechtschreibfehler und eine eigenartige Grammatik vorhanden sind. Vielleicht ist das Buch in der Originalsprache besser, das werde ich nicht beurteilen können.
milky
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Verlorene Schäfchen
von Madeline Cash
"Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash handelt vom Familienleben der Flynns: Bud Flynn, seiner Frau Catherine und deren drei Töchtern Abigail, Louise und Harper. Es ist das reinste Chaos in dieser Familie, aber so witzig und amüsant erzählt, dass man diese Familie einfach lieben muss.
Erzählt wird aus unterschiedlichen Sichtweisen. Die jeweiligen Familienmitglieder machen zwar den Hauptteil aus, aber auch andere Nebenfiguren kommen zum Zug, was das Ganze abwechslungsreich gestaltet. Schön ist auch, dass jede der Hauptfiguren einen eigenen, verrückten Charakter hat und sich in einer einzigarten, abgedrehten Lebenssituation befindet. Dadurch wird die Geschichte sehr sympathisch und urkomisch.
Der Roman hat sich perfekt geeignet, um abschalten zu können und stets ein Lächeln auf den Lippen beim Lesen zu haben.
clematis
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Raub in der Wiener Werkstätte
von Beate Maly
Wien im Jahre 1907: in einigen Bezirken kommt es zu gehäuften Diebstählen wertvoller Juwelen. Als bei einem Einbruch eine Person ermordet wird, muss Oberkommissar Max von Krause ermitteln und trifft dabei natürlich wieder auf die Putzfrau aus der Wiener Werkstätte, auf Lili Feigl.
Voller Atmosphäre und zahlreicher Details rund um die damalige Lebenssituation steckt auch der nunmehr dritte Band dieser wunderbaren Krimireihe aus Beate Malys Feder. Lebendige Charaktere und bildreiche Beschreibungen lassen den Leser tief eintauchen in eine längst vergangene Zeit, in welcher es noch Planetenverkäuferinnen und Strotter gegeben hat, prekäre Wohnverhältnisse nicht nur in der Freudenau und natürlich Frauen, die von ihren Vätern oder Ehemännern abhängig waren. Durch die eingehende Recherche wirken die Geschehnisse in den einzelnen Szenen sehr authentisch, auch ohne große Phantasie kann man sich alles bestens vorstellen und Max und Lili bei ihren Nachforschungen begleiten.
Das außerordentlich hübsche Titelbild fügt sich bestens in die Krimireihe ein und birgt einen mindestens ebenso spannenden Fall, welcher sich um das historisch belegte Hochwasser im Jahr 1907 rankt. Die gewitzte Lili und der kluge Oberkommissar Krause gehören ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten an; gerade deshalb ist es so erfrischend zu sehen, wie sie mit dem Verbrechen und dessen Aufklärung umgehen. Am Ende fügt sich alles perfekt zusammen, die logische Auflösung lässt keinerlei Fragen offen.
Ein Schreibstil, der das damalige Wien wieder lebendig werden lässt, eine Handlung, welche die Unterschiede zwischen Arm und Reich unterstreicht, ein Kriminalfall, der trotz freier Erfindung bestens durchdacht ist – hier passt einfach alles. Gerne schaue ich den beiden sympathischen Protagonisten auch beim nächsten Mal wieder über die Schulter.
milky
empfiehlt:





Hope Joanna
von Horst Evers
Der Roman "Hope Joanna" handelt von der Polizistin Joanna, die in einem außergewöhnlichen Mordfall ermittelt. Dabei wurde ein Händler von einer Schlange gebissen und Joanna macht sich auf die Suche nach dem oder der Täter:in.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler erzählt, der manchmal Joanna begleitet, aber auch diverse andere Charaktere in dem Buch. Das hat meinen Geschmack gut getroffen, da man als Hörer einen allumfassenden Blick erhält.
Insgesamt hat man beim Hören ständig ein Grinsen auf den Lippen, da die Geschichte sehr amüsant und mit viel Humor geschrieben ist. Der Autor hat die Geschichte im Hörbuch wirklich hervorragend vorgelesen. Das hat mich positiv überrascht. Hingegen der Kriminal-Teil ist dafür etwas zu kurz gekommen. Zwar handelt es sich um die Bearbeitung eines Mordfalls, jedoch kommt keinerlei Spannung auf. Da es dafür mehr Humor beinhaltet, war der Tausch von Spannung und Humor in Ordnung. Wer aber einen spannenden Kriminalroman lesen möchte, ist hier eher an der falschen Stelle.
Katja K.
empfiehlt:





The Crane and the Nightjar
von Ada Bailey
Wie schade! Was ist da nur passiert?! Ich habe es selten, dass ich von dem Beginn eines Buches so begeistert bin. Tatsächlich fand ich die Leseprobe richtig genial und habe mich wahnsinnig auf das Buch gefreut, aber es konnte mich einfach nicht fesseln und ich musste mich immer wieder regelrecht dazu aufraffen weiterzulesen. Gefühlt wurde da ganz viel Potenzial verschenkt.
Der Schreibstil ist an sich flüssig und sehr schön atmosphärisch, das Setting düster und die Magie, bei der man immer ein Stück seiner Seele verliert, wirklich faszinierend. Auch die Charaktere fand ich angenehm, sie wirkten erwachsen und reif.
Von den logischen Fehlern konnte ich persönlich gut absehen. Teilweise tauchen Personen an Stellen wieder auf, obwohl sie eigentlich gerade woanders sind, oder die Haarfarbe einer Person ändert sich einfach mal willkürlich. Aber wie gesagt, das hat mich persönlich nicht so gestört.
Ich hatte vielmehr Probleme damit, dass einfach für mich keine wirkliche Spannung aufkam, erst im letzten Achtel wieder. Ich nehme an, dass es zum einen daran lag, dass ich mir mehr und tiefere Emotionen gewünscht hätte und zum anderen daran, dass das Worldbuilding zu dem an sich interessanten Magie-System nicht sehr ausgereift war. Die Magie hat schlussendlich in dieser Story gar nicht so eine große Rolle gespielt. Den Plot Twist habe ich kommen sehen, aber auch darüber hätte ich hinwegsehen können, wenn ich einfach gefesselter gewesen wäre.
Fazit: Sicherlich eine solide Romantasy mit einem wirklich starken Beginn und vielversprechendem Magie-System, die dann aber geschwächelt hat und mich enttäuschend wenig mitreißen konnte.
gerlisch
empfiehlt:





Fever Dream
von Elsie Silver
In Fever Dream werden zwei Welten miteinander verwebt, das bodenständige Ranchleben und die grelle, inszenierte Welt einer Reality Show. Genau diese Mischung sorgt für eine spannende Dynamik.
Im Zentrum steht Julia, klug, selbstbewusst und sensibel durch einen prägenden Vorfall in ihrer Vergangenheit. Sie wirkt stark und verletzlich zugleich, eine Kombination, die sie sofort sympathisch macht. Emmett dagegen ist der klassische Bad Boy, stur, nach außen hart, aber mit einem weichen Kern. Eigentlich will er keine Beziehung, doch Julia bringt ihn schneller ins Wanken, als ihm lieb ist.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und mitreißend. Man fliegt regelrecht durch die Seiten, weil die Szenen so lebendig wirken, besonders gefallen haben mir die Landschaftsbeschreibungen und das Ranchleben.
Ein echtes Highlight ist Emmetts Chaos-Familie, liebevolle Sticheleien, Humor, Wärme sind hier an der Tagesordnung und verleihen der Story zwischen den emotionalen Passagen immer wieder Leichtigkeit.
Für zusätzliche Spannung sorgen die Abschnitte rund um die Bachelor Show. Sie bringen Drama, Druck und emotionale Konflikte ins Spiel. Besonders gelungen ist, was das Ganze mit Emmett macht, seine Gefühle werden hierfür gut transportiert.
Zum Ende hin wird es spicy, für meinen Geschmack etwas zu sehr, diese Geschichte wäre auch mit weniger heißen Szenen ausgekommen. Trotzdem, mein erstes, aber ganz sicher nicht mein letztes Buch von Elsie Silver.
peedee
empfiehlt:





Die hohen Töne
von Danielle Steel
Iris Cooper liebt das Singen und trifft die hohen Töne wie nicht viele andere. Mit zwölf Jahren lässt ihr Vater sie in Kneipen auftreten und sie ziehen von Stadt zu Stadt. Sie verbringt Stunden wartend im Auto, währenddessen ihr Vater noch in den Bars abhängt und das Geld gleich wieder verprasst. Nachdem sie sich von ihm befreien kann, nutzt der neue Manager sie mit einem Fünfjahresvertrag gnadenlos aus – eigentlich das gleiche Spiel wie mit ihrem Vater. Auch beim jüngsten Manager scheint sich alles zu wiederholen. Doch dann bricht Iris aus…
Erster Eindruck: Auf dem Cover eine noch leere, aber gut beleuchtete Bühne – nicht schlecht, doch die Covers der englischen Ausgaben gefallen mir bei weitem besser.
Iris ist sehr talentiert und will nur eines: singen! Ihr Talent wird von anderen ausgenutzt: zuerst ihr Vater, Manager 1, Manager 2. Iris hat immer die Hoffnung, dass sich etwas ändert, doch das tut es nicht. Viele Jahre vergehen, bis Iris den Mut hat, auszubrechen. Mit dem Team, mit dem sie zuletzt unterwegs war, hat sie sich angefreundet, insbesondere mit der alleinerziehenden Pattie, deren Sohn von ihrer Mutter betreut wird. Das Geld ist immer knapp und die anstehenden Rechnungen nehmen nicht ab, so dass Pattie nicht auf Iris‘ Drängen, die Tour ebenfalls zu verlassen, eingehen kann.
Eine sehr lange Zeit passierte nicht wirklich viel in diesem Buch, die Geschichte plätscherte so vor sich hin, immer wieder wird darauf hingewiesen, wie gut sie die hohen Töne trifft. Ich habe mich darüber aufgeregt, wie manche Menschen andere Menschen ausbeuten, und alles nur wegen des Geldes! Leider gibt es solche Typen immer wieder. Und klar ist ebenfalls, dass es ohne Geld auch nicht geht. Endlich scheint sich Iris‘ Leben zum Guten zu wenden. Ja, bis zu dem einen Moment, der alles verändert: den Blick aufs Leben, die Liebe, das wirklich Wichtige… Ungefähr im letzten Drittel kam Schwung in die Geschichte, daher vergebe ich knappe 4 Sterne.
Leserin
empfiehlt:





In Love with the Boss
von Ava Cooper
"Verbotene Anziehung, große Gefühle und knisternde Spannung."
Was will man mehr?
Der lockere Schreibstil mit der richtigen Portion Humor und ein bisschen spice, sorgt dafür, dass man direkt eintaucht und die Zeit wie im Flug vergeht beim Lesen. Diese tolle Geschichte hat alles, was es braucht, um schöne Lesestunden zu genießen.
Das beide Hauptfiguren abwechselnd zu Wort kommen,gefällt mir. So lernt man sie noch besser kennen und kann ihren Gedanken und Handlungen besser folgen.
Riley und Elias sind zwei sympathische Buchfiguren, die mich sofort in ihren Bann gezogen haben. Auch wenn es von Anfang an harmonisch, fast perfekt, zwischen den beiden läuft, wird es nicht langweilig.
Es warten noch Überraschungen, die für Missverständnisse, Aufregung und Emotionen sorgen.
Eine romantische Liebesgeschichte, die ich gerne weiter empfehle!









