

All Better Now
von Neal Shusterman
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Der neue große Near Future Fiction-Thriller des Autors von »Scythe«
2025 Fischer Sauerländer
576 Seiten
ab 14 Jahre
Sprache: Deutsch
978-3-7336-0936-8
Hauptbeschreibung
Gefährlich, ansteckend und voller Glück Ein beispielloses Virus breitet sich auf dem Planeten aus. Diejenigen aber, die überleben, sind … glücklich. Stress, Depression, Einsamkeit – alle negativen Gefühle sind plötzlich verschwunden. Immer mehr Genesene genießen das neue Glücksgefühl. Doch längst nicht alle, denn innere Zufriedenheit ist schlecht fürs Geschäft. Wirtschaftsbosse und Politiker brauchen die Unzufriedenheit ihrer Kunden oder Wähler. Und so beginnt ein gefährlicher Wettlauf um einen Impfstoff, der das Unglück zurückbringen soll. Mariel lebt mit ihrer Mutter in einem verbeulten Ford Fiesta und wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Rons Vater ist Milliardär, doch obwohl ihm jeglicher Luxus offen steht, erscheint Ron das Leben sinnlos. Der Zufall bringt Mariel und Ron zusammen, und das Schicksal schleudert sie mitten hinein in den Machtkampf um eine neue Weltordnung. Dystopisch und utopisch zugleich - und ultraspannend! In einem erschreckend realistischen Szenario konfrontiert Shusterman seine Leser*innen mit den ganz großen Fragen: Glücklich oder unglücklich, was würdest Du wählen?
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E-Book (EPUB)
Der neue große Near Future Fiction-Thriller des Autors von »Scythe«
2025 Fischer Sauerländer
576 Seiten
ab 14 Jahre
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Andreas Helweg
E-Book Endkundennutzungsbedinungen des Verlages
978-3-7336-0936-8
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, ist in den USA ein Superstar unter den Jugendbuchautoren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award.




… zäh …
2025-10-11 12:00:00
All better now kommt mit einem dystopischen Setting daher. Es wird kein genaues Jahr genannt, aber die Handlung scheint in der nahen Zukunft zu spielen, da auf die Corona-Pandemie und ihre Folgen Bezug genommen wird. Gleichzeitig gibt es ein paar technische Entwicklungen, die eher futuristisch wirken.
Eine neue Corona-Mutation, Crown Royale, bedroht die Menschheit. Erneut sterben Menschen. Diejenigen, die überleben, sind danach verändert. Die Menschen haben neue Lebensziele. Sie sehen in allem das Positive und sind einfach nur glücklich.
Für manch einen Charakter ist genau das ein Grund, sich absichtlich mit dem Virus anzustecken. Was könnte besser sein, als sorglos durchs Leben zu gehen? Besonders wenn man von schweren Verlusten geprägt ist oder gegen Depressionen kämpft.
Und so entwickeln sich zwei Lager: Die einen wollen das Virus vermeiden oder bekämpfen, sie schotten sich ab, haben Angst vor einer Wesensveränderungen und all ihren Folgen – den privaten aber auch den wirtschaftlichen. Die anderen setzen auf eine gezielte Verbreitung – denn wenn alle Menschen glücklich sind, verschwinden doch auch alle Konflikte und Sorgen von der Erde!? Dafür nehmen sie auch in Kauf, dass ein kleiner Prozentsatz aller Infizierten nicht überleben wird.
Das Szenario an sich ist super spannend und die gegensätzlichen Sichtweisen regen zum Nachdenken an. Dennoch fand ich das Buch langatmig und teils auch nervig. Die zwei Extreme predigen immer wieder ihre Ansichten. Völlig überzeugt davon, dass sie im Recht sind, gibt es seitenlange Beschreibungen, warum ausschließlich ihre Meinung stimmen kann und warum nur so die Menschheit gerettet werden kann. Es gibt nur schwarz oder weiß, kein vernünftiges Abwägen. Entschieden wird über den Kopf aller anderen Menschen hinweg.
Der ganze Schreibstil ist anstrengend. Einerseits philosophisch langatmig, andererseits extrem belehrend. Und einfach wenig flüssig oder emotional.
Zudem zieht sich auch die Handlung in die Länge, da beide Seiten nur schwer nennenswerte Fortschritte erzielen können. Erst zum Ende hin wird das Geschehen dann deutlich spannender – aber auch dies natürlich mit ordentlichen Extremen und Übertreibungen.
Für mich gab es keine Figur, mit der ich wirklich mitfiebern wollte. Durch ihre Haltungen und Taten ist niemand wirklich sympathisch. Einzig Mariel zeigt eine etwas ausgewogenere Sichtweise und denkt (manchmal) über Dinge nach, bevor sie handelt.
Geschildert wird das Geschehen um einen kleinen Kreis von Personen. Allerdings gibt es immer wieder Blicke rund um die Welt zu Ereignissen und Personen, zu Erkrankten, die ihr Leben ändern. Diese wirken erst mal völlig zusammenhanglos, wie es der „Zufall“ so will, entwickeln die meisten dieser Figuren aber doch noch einen Bezug zum Hauptstrang. Dem Lesefluss haben all diese – letztlich doch eher belanglosen – Nebencharaktere eher nicht gut getan und ihre Einbindung in die Geschichte wirkt, wie vieles in dem Buch, sehr konstruiert.
Ich war ehrlich gesagt froh, als ich mit dem Buch durch war und kann mir aktuell nicht vorstellen, auch noch den zweiten Teil zu lesen, auch wenn das Ende ein wenig neugierig darauf macht.
Fazit
Was nach einem spannenden Szenario klang, entwickelt sich für mich leider zu einem zähen Leseerlebnis. Die Handlung kommt nicht voran, die extremen Positionen werden immer wieder unnötig ausführlich wiederholt und zu den Charakteren habe ich keinen Zugang gefunden…




Viren fürs Glück
2025-09-05 22:47:00
Im Mittelpunkt dieser utopischen (?) Geschichte stehen Mariel, die mit ihrer Mutter in einem alten Ford Fiesta haust und Ron, der Sohn eines der reichsten Männer der Welt. Wie es der Zufall will, treffen die beiden während der neuartigen Pandemie aufeinander und verspüren eine besondere Zusammengehörigkeit trotz ihrer so unterschiedlichen Herkunft. Zu diesen beiden Perspektiven gesellt sich noch jene einer skrupellosen jungen Frau, die im Auftrag handelt, Wege zu finden, welche Crown Royale eindämmen, um Macht und Gefüge der „alten“ Welt zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Wer braucht schließlich lauter Zufriedene, die nichts kaufen und weder auf wirtschaftliche noch auf politische Werbung hören? Zudem ist das Virus nicht ungefährlich, für etliche Kranke sogar tödlich.
Interessante Themenkomplexe, Ethik und Moral, Medizin und Geld, fließen in diesen fast 600 Seiten umfassenden Jugendroman ein, dennoch kann mich die Geschichte nicht so richtig fesseln. Einerseits sind es die Figuren, denen ich nicht wirklich nahe komme, andererseits vermisse ich über weite Strecken Dynamik und Spannung. Möglicherweise kommen diese so spät auf, weil die Pandemie hier nicht auserzählt wird, sondern ein zweiter Band folgen wird?
Eine lesenswerte Grundidee, welche aus meiner Sicht leider nicht ganz optimal umgesetzt wird. Hoffentlich kann sich jüngeres Publikum besser mit den Hauptfiguren identifizieren und mitfiebern. Gerade das letzte Drittel mit einigen offenen Fragen erfüllt diese Erwartungen und weckt Neugierde auf Band 2.




Ein Leben in der Pandemie
2025-08-24 17:24:00
Ich liebe es, wie Neal Shusterman immer aktuelle Themen in ein erschreckendes Zukunftsszenario verwandelt. Der Schreibstil war gewohnt gut, ein wenig sarkastisch, aber hat mich diesmal nicht ganz so gepackt, wie gewohnt. Ich hab diesmal sehr lange gebraucht, um in der Geschichte anzukommen. Mir waren es zu Beginn zu viele Charaktere, zu viele wirre Namen aber irgendwann konnte ich alles gut zuordnen und mich auf die Story einlassen. Toll fand ich, wie sich dann alles langsam zusammen gefügt hat. Die Charaktere fand ich ganz toll ausgearbeitet. Alle hatten ihre eigene persönliche Geschichte und ihre Erfahrungen mit dem Crown-Royal Virus. Das Buch bringt einen zum Nachdenken und auch ein wenig zum reflektieren der Pandemie-Zeit und hat mir dann am Ende wirklich wieder sehr gut gefallen, auch wenn es aufgrund der Startschwierigkeiten keine volle Sternezahl von mir bekommt.