All Better Now

All Better Now

von Neal Shusterman

€ 23,50

Hardcover

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Der neue große Near Future Fiction-Thriller des Autors von "Scythe"
2025 FISCHER Sauerländer
576 Seiten
44 mm x 150 mm
ab 14 Jahre
Sprache: Deutsch
978-3-7373-7453-8

Hauptbeschreibung

Gefährlich, ansteckend und voller Glück

Ein beispielloses Virus breitet sich auf dem Planeten aus. Diejenigen aber, die überleben, sind ... glücklich. Stress, Depression, Einsamkeit - alle negativen Gefühle sind plötzlich verschwunden. Immer mehr Genesene genießen das neue Glücksgefühl. Doch längst nicht alle, denn innere Zufriedenheit ist schlecht fürs Geschäft. Wirtschaftsbosse und Politiker brauchen die Unzufriedenheit ihrer Kunden oder Wähler. Und so beginnt ein gefährlicher Wettlauf um einen Impfstoff, der das Unglück zurückbringen soll.

Mariel lebt mit ihrer Mutter in einem verbeulten Ford Fiesta und wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Rons Vater ist Milliardär, doch obwohl ihm jeglicher Luxus offen steht, erscheint Ron das Leben sinnlos. Der Zufall bringt Mariel und Ron zusammen, und das Schicksal schleudert sie mitten hinein in den Machtkampf um eine neue Weltordnung.

Dystopisch und utopisch zugleich - und ultraspannend! In einem erschreckend realistischen Szenario konfrontiert Shusterman seine Leser*innen mit den ganz großen Fragen: Glücklich oder unglücklich, was würdest Du wählen?


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Hardcover
Der neue große Near Future Fiction-Thriller des Autors von "Scythe"
2025 FISCHER Sauerländer
576 Seiten
44 mm x 150 mm
ab 14 Jahre
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Andreas Helweg
978-3-7373-7453-8


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, ist in den USA ein Superstar unter den Jugendbuchautoren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award.

Hersteller: Fischer Sauerländer GmbH
Hedderichstraße 114, 60596 Frankfurt am Main DE
E-Mail: produktsicherheit@fischer-sauerlaender.de

Glück als Gefahr. Eine unbequeme Idee, die nachwirkt 2025-12-08 13:01:00
Dieses Buch spricht junge Leser an, bleibt aber nicht an der Oberfläche und ist somit für jeden etwas. Die Idee trifft (m)einen Nerv! Ein Virus breitet sich aus. Wer überlebt, verliert Angst, Wut, Stress und Depression. Zurück bleibt Zufriedenheit. Der Preis ist hoch. Einer von 25 stirbt.

Eine Frage hat mich durch das ganze Buch begleitet. Würde ich mich anstecken lassen?

Die Geschichte folgt drei Jugendlichen aus sehr unterschiedlichen Welten. Mariel lebt auf der Straße, Ron ist der Sohn eines Superreichen, Morgan erbt Macht und Geld von einer fanatischen Gegnerin des Virus. Alle drei treffen Entscheidungen, die man verstehen kann und die man trotzdem ablehnt. Genau das macht das Buch stark.

Es gibt keine einfache Seite, für die man eindeutig sein möchte. Beide Lager handeln aus Motiven, die nachvollziehbar sind, und richten dabei Schaden an. Das fühlt sich erschreckend real an.

Die gesellschaftlichen Folgen stehen klar im Fokus: Wirtschaft, Medien, Macht und Angst greifen ineinander. Wer von Unzufriedenheit lebt, kämpft gegen Heilung. Das ist hart, aber schlüssig.

Die Figuren sind nicht immer sympathisch. Sie sind oft egoistisch, machen Fehler. Gerade deshalb wirken sie sehr menschlich. Besonders Morgan hat mich beschäftigt. Ihr Weg zeigt, wie schnell Haltung kippen kann, sobald Einfluss ins Spiel kommt.

Das Buch ist lang, der Mittelteil zieht sich spürbar. Manche Passagen hätten straffer sein dürfen. Dafür sitzt das Ende umso stärker, endet (sehr) offen.

Was bleibt, sind viele Fragen. Wie viel Freiheit steckt in echtem Glück? Wie viel Kontrolle verträgt eine Gesellschaft? Und wer entscheidet, was heil ist?

Ich habe das Buch gern gelesen. Es hat mich geärgert, nachdenklich gemacht und begleitet. Genau das erwarte ich von guter dystopischer YA.
Interessantes Gedankenexperiment 2025-10-14 19:07:00
Die Covid-Pandemie ist vorüber, und schon ist ein neuer pandemischer Virus, Crown Royale genannt, unterwegs, zumindest in diesem Roman. Seine Sterblichkeitsrate beträgt 4 %, aber alle, die ihn überleben, verändern sich, sie werden glücklich und zufrieden, hilfsbereit, zugewandt, einfach gute Menschen. Doch, das hat auch Nachteile, denn, wenn solche Genesende zum Beispiel jemanden sehen, der in Lebensgefahr schwebt, wollen sie ihn retten, ohne Rücksicht auf sich selbst, was einigen von ihnen das Leben kostet.

Auf der anderen Seite gibt es, wie soll es auch anders sein, auch Menschen, die das Virus verteufeln, es werden, auch über die Genesenen Fakenews verbreitet, so dass es sogar zu Angriffen auf sie kommt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, nicht nur aus denen der Hauptcharaktere, zudem startet jeder der acht Abschnitte des Romans mit einer kurzen Erzählung, jeweils aus verschiedenen Orten auf der Welt, die alle einen Bezug zum Hauptthema haben.

Die Protagonist:innen sind sehr verschieden. Rón Escobedo ist der jüngste Sohn des weltweit drittreichsten Mannes, und hat immer wieder mit Depressionen zu kämpfen. Er flüchtet aus seinem Goldenen Käfig und legt es darauf an, angesteckt zu werden. Als Genesener will er dann dafür sorgen, möglichst vielen Menschen dieses Glück auch zu bescheren.

Mariel Mudroch lebt mir ihrer Mutter in deren Auto, bis ihre Mutter erkrankt. Auch Mariel möchte dieses Glück kennenlernen. Und schließlich gibt es noch Morgan Willmon-Wu, hochintelligent, die durch bestimmte Umstände zu viel Geld und Macht kommt, und diese dafür nutzen möchte, die Welt von dem Virus zu befreien.

Was würde ich in so einer Situation tun beziehungsweise wollen, habe ich mich beim Lesen öfter gefragt. Ich finde, die Prämisse dieses Romans ist ein sehr interessantes Gedankenexperiment. Natürlich stand ich als Leserin schnell auf einer Seite, schon, weil dort die sympathischeren Menschen unterwegs sind, aber vielleicht ist das ja zu kurz gedacht? Der Roman ist spannend, und die verschiedenen Teile, auch die kurzen Erzählungen zu Beginn der Abschnitte greifen nach und nach ineinander.

Ich war davon ausgegangen, dass es sich hier um einen Einzelroman handelt, und war über das sehr offene Ende doch überrascht, obwohl es durchaus zum Roman gepasst hätte, so offen zu enden. Doch, und das hatte ich beim Lesen schon wieder vergessen, wird man bereits zu Beginn des Buches darüber informiert, dass es eine Fortsetzung geben wird, angekündigt für Herbst 2027). Nun denn, dann ist das offene Ende doch ein Cliffhanger.

Mein erster Roman von Neal Shusterman hat es in sich, einen interessanten Plot und viel zum Nachdenken. Ich bin sehr gespannt auf die anderen Werke des Autors, von dem ich tatsächlich bisher noch nichts gelesen habe, vor allem natürlich auch auf die Fortsetzung von diesem.
Erwartungen nur teilweise erfüllt 2025-09-06 07:40:00
Ich bin ja ein großer Fan des Autors und habe sowohl die Skythe - Bände, wie auch Dry regelrecht verschlungen. Auf das neue Buch "All Better Now", das eine Viruspandemie zum Thema hat, habe ich mich daher sehr gefreut und mir das Hörbuch gekauft.

Die Leistung des Sprechers ist super, denn er schafft es, allen Charakteren die größtmögliche Tiefe zu verleihen und haucht der Geschichte Leben ein. Nicht zuletzt wegen der großartigen Sprecherleistung habe ich die doch zahlreichen Längen im Buch gut aushalten können.

Die Handlung ist nach der Corona-Pandemie angesiedelt - ein neuer Virusstamm, der ebenfalls über die Luft verbreitet wird, breitet sich über die Welt aus. Über die Herkunft wird im Buch nicht spekuliert, was ich sehr schade gefunden habe. Als Naturwissenschaftlerin interessiert mich das schon.

Mariel lebt mit ihrer Mutter am Rande der Gesellschaft - meist im Auto, in den USA. Ron ist der reiche Sohn des Vermieters, der Mariel und ihre Mutter bei der Übernachtung in seiner Immobilie kennenlernt.

Neben der "Liebesgeschichte" der beiden Charaktere, die für mich leider nicht besonders glaubwürdig ist, da sie sehr an der Oberfläche kratzt und emotinal wenig in die Tiefe geht, werden noch wirtschaftliche und ethische Themen abgehandelt.

Einer jugen hochbegabten Sprachwissenschaftlerin wird ein Imperium anvertraut - mit dem Ziel, Crown Royal zu stoppen. Die genesene ursprügliche Inhaberin wird zur scharfen Konkurrenz.

Die wissenschaftliche Forschung kann ich mir in dieser Form leider schon vorstellen, wobei mich eben die mangelnde Suche nach der Herkunft bei einer Suche nach einem schnellen Gegenmittel oder Impfstoff sehr verwundert hat.

Viele ethische Themen werden im Buch aufgegriffen, auch, wie weit Selbstlosigkeit einer Gesellschaft nutzt und wann diese selbst zum Problem wird.

Die technischen Spielereien, unter anderem der neuen Maskengeneration, haben für mich einen interessanen Aspekt bei der Lektüre dargestellt.

Dass die Charaktere alle sehr flach bleiben ist deren Vielzahl geschuldet, was ich sehr schade gefunden habe. Der Fokus auf weniger wirklich gut ausgearbeitete Figuren würde mir besser gefallen.

Für das Ende des Buches ziehe ich den zweiten Stern ab - das war, meiner Meinung nach, zu viel des Guten. Mir wäre ein klareres Ende sehr recht gewesen.

Fazit: Wer bereits andere Bücher des Autors gelesen hat, erwartet vielleicht, wie ich, etwas zu viel von dem Buch. Ansonsten ein gut konstruierter Medical Thriller.