Leuchtende Schatten

Leuchtende Schatten

von Iris Wolff

€ 15,00

Taschenbuch

versand- oder abholbereit in 48 Stunden

Roman
2026 Klett-Cotta
336 Seiten
27 mm x 113 mm
Sprache: Deutsch
978-3-608-96661-9

Hauptbeschreibung

»Ich wollte, dass unsere Geschichte noch nicht zu Ende war.«
Ella und Harriet sind einander auf unmittelbare, fast sinnliche Weise vertraut. Doch ihre Kindheit wird zunehmend von den politischen Umbrüchen der Kriegsjahre vereinnahmt. Poetisch und mit beeindruckender Leichtigkeit erzählt Iris Wolff in ihrem zweiten Roman von tiefer Freundschaft und von der Unantastbarkeit der Freiheit.
Mit einem Unfall am See beginnt die Freundschaft zwischen Ella und Harriet. Obgleich grundverschieden, sind die beiden Mädchen einander unmittelbar zugetan. Doch Harriet hat ein Geheimnis, das sie ihrer besten Freundin lange verschweigt. Als der Krieg die Idylle ihrer Kindheit erreicht und vertraute Gewissheiten aufbricht, werden Ella und Harriet mit tiefgreifenden Verlusten konfrontiert. Der zweite Roman der preisgekrönten Schriftstellerin Iris Wolff ist eine kraftvolle Ode an die Freundschaft, das den schmerzhaften Bruchstellen des Zweiten Weltkrieges die Kraft der Erinnerung entgegenzusetzen weiß. Ein Buch über Gemeinschaft, die Unantastbarkeit des Freiheitswillens und den Wert von Freundschaft und Liebe - erzählt in jener bildstarken, leuchtend hellen Sprache, die das Gesamtwerk von Iris Wolff trägt.


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Taschenbuch
Roman
2026 Klett-Cotta
336 Seiten
27 mm x 113 mm
Sprache: Deutsch
978-3-608-96661-9

Autor

Iris Wolff, geboren in Hermannstadt, Siebenbürgen. Die Autorin wurde für ihr literarisches Schaffen mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter mit dem Eichendorff-Literaturpreis, dem Marieluise-Fleißer-Preis sowie dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und dem Solothurner Literaturpreis für ihr Gesamtwerk. Zuletzt erschien 2024 der Roman »Lichtungen«, der mit dem Uwe-Johnson-Preis und dem Spycher: Literaturpreis Leuk ausgezeichnet sowie für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Die Autorin lebt in Freiburg im Breisgau.

Hersteller: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77, 70178 Stuttgart DE
E-Mail: produktsicherheit@klett-cotta.de

Erste Gefühle 2026-08-19 18:35:00
In „ Leuchtende Schatten „ von Iris Wolff wird die turbulente Geschichte einer Mädchenfreundschaft zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Siebenbürgen erzählt, in deren Mittelpunkt die Ich- Erzählerin Ella steht, die zusammen mit Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln und deren Kinder in einer Großfamilie lebt. Ihre Freundin Harriet kommt aus einer reichen Familie mit wenigen Angehörigen. Trotz dieser Unterschiede bauen sich die beiden Mädchen eine feste Freundschaft auf. Ellas mag ihre Freundin sehr und schon bald gehen ihre Gefühle über eine normale Mädchenfreundschaft hinaus. Auch ihre Gefühle für ihren langjährigen Freund Leo ändern sich. Im Hintergrund breitet sich der Zweite Weltkrieg immer weiter aus. Iris Wolff schreibt sehr eindrucksvoll und nachvollziehbar über das Gefühlsleben ihrer Protagonistin, wobei der Schrecken des Krieges mehr im Hintergrund verläuft. Der teilweise etwas melancholische Roman über die Freundschaft der beiden Mädchen ist interessant und hat mir gefallen. Besonders der Hintergrund des Krieges und die Beschreibungen des Kriegsgeschehens fand ich interessant und aufschlussreich.
Freundschaft in Kriegszeiten 2026-08-14 15:18:00
Hier haben wir Erinnerungen an eine Zeit mitten im Zweiten Weltkrieg, als die Faust des NS-Regimes mit seiner Judenverfolgung zwar über allen involvierten Ländern hing, aber dennoch weniger zupackend war. Anders hätte es nicht sein können, dass Ella, die erzählende Hauptperson aus Siebenbürgen, mit dem jüdischen Mädchen Harriet eng befreundet war. Zwar wussten es einige Leute, aber Harriet durfte in die Schule gehen. Die Menschen sind sächsische Deutsche, die Männer werden zur Wehrmacht „ins Reich“ einberufen oder melden sich freiwillig, um nicht in einem rumänischen Heer kämpfen zu müssen.
Es geht um Freundschaft und Zuneigung über alle Hindernisse hinweg, aber auch um eine Familie, in der man am liebsten selbst aufgewachsen wäre. Da ist ein Zusammenhalt, eine Stärke, eine Gradlinigkeit, an der andere sich aufrichten können. Es gibt gerade bei einem Krieg, der sich seinem Ende zu bewegt, große Einschränkungen und schmerzhafte Verluste zu beklagen, doch bietet diese Großfamilie sich gegenseitig Trost und Halt.
Ich frage mich, wie weit der Stoff autobiografisch ist. Schon der Name (Elisabeth bzw. Ella, auch Iris ist eine Form davon) legt das nahe. Diese Figur hat sofort meine Sympathie gewonnen. Natürlich auch Harriet mit ihrer zurückhaltenden, aber bald liebevollen und zugewandten Art.
Erzählt wird in einem teils jugendlich-übermütigen und teils wehmütigen Ton. Sofort fand ich mich mitten im Geschehen, als wäre ich unmittelbar dabei. Daran sind die eingestreuten farbigen Details nicht ganz unbeteiligt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und in zwei Tagen ausgelesen.
Das Cover weist auf die ländliche Umgebung, was eigentlich genügen sollte, und ist in frischen Farben gehalten, mit (trotz allem) positiv stimmenden Kirschen.
Freundschaft in Kriegszeiten 2026-08-14 15:07:00
Hier haben wir Erinnerungen an eine Zeit mitten im Zweiten Weltkrieg, als die Faust des NS-Regimes mit seiner Judenverfolgung zwar über allen involvierten Ländern hing, aber dennoch weniger zupackend war. Anders hätte es nicht sein können, dass Ella, die erzählende Hauptperson aus Siebenbürgen, mit dem jüdischen Mädchen Harriet eng befreundet war. Zwar wussten es einige Leute, aber Harriet durfte in die Schule gehen. Die Menschen sind sächsische Deutsche, die Männer werden zur Wehrmacht „ins Reich“ einberufen oder melden sich freiwillig, um nicht in einem rumänischen Heer kämpfen zu müssen.
Es geht um Freundschaft und Zuneigung über alle Hindernisse hinweg, aber auch um eine Familie, in der man am liebsten selbst aufgewachsen wäre. Da ist ein Zusammenhalt, eine Stärke, eine Gradlinigkeit, an der andere sich aufrichten können. Es gibt gerade bei einem Krieg, der sich seinem Ende zu bewegt, große Einschränkungen und schmerzhafte Verluste zu beklagen, doch bietet diese Großfamilie sich gegenseitig Trost und Halt.
Ich frage mich, wie weit der Stoff autobiografisch ist. Schon der Name (Elisabeth bzw. Ella, auch Iris ist eine Form davon) legt das nahe. Diese Figur hat sofort meine Sympathie gewonnen. Natürlich auch Harriet mit ihrer zurückhaltenden, aber bald liebevollen und zugewandten Art.
Erzählt wird in einem teils jugendlich-übermütigen und teils wehmütigen Ton. Sofort fand ich mich mitten im Geschehen, als wäre ich unmittelbar dabei. Daran sind die eingestreuten farbigen Details nicht ganz unbeteiligt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und in zwei Tagen ausgelesen.
Das Cover weist auf die ländliche Umgebung, was eigentlich genügen sollte, und ist in frischen Farben gehalten, mit (trotz allem) positiv stimmenden Kirschen.