Hauptbeschreibung

Manchmal verändern Kleinigkeiten die Welt. Ein Buchstabe entscheidet zwischen Schweinwerfer und Scheinwerfer. Ob etwas leuchtet oder grunzt bestimmt den Verlauf von Geschichte(n). Die Macht der Buchstaben führt auf unerwartete Wege, auf unbekanntes Terrain und manchmal in unfassbares Chaos. Was passiert also, wenn Fehler nicht korrigiert werden, weil sie erst das Salz in der Puppe ausmachen?


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Taschenbuch
Kleine Fehler verändern Welten
2026 OHNEOHREN
20 cm x 13 cm
Sprache: Deutsch
Vorwort von: Anna Zabini
978-3-903296-72-5

Sehr unterhaltsame Anthologie 2026-05-07 19:30:00
Rechtschreibfehler sind menschlich und passieren sogar Autoren, die mit scheiden, ähm schreiben, ihr Geld verdienen. Anstatt die Fehler nach dem Löschen zu vergessen und in Zukunft etwas mehr darauf zu achten, keine mehr zu machen, dachten sich die Schreiberlinge samt Herausgeberin dieser Anthologie (vermutlich): „Hey, warum keine Geschichten um diese Fehler bauen? Könnte unterhaltsam sein.“

Spoiler: Ja, die Idee ging auf. Aber was erwartet euch in dieser Anthologie, die von Wortwitzen, absichtlichen Fehlern und chaotischen Zuständen so trieft? Das wird doch irgendwann so witzig wie ein Blondinenwitz, oder?

Sagen wir so. Die Handlung ohne Rechtscheibfehler oder Wortverwehungen klingt ja erst einmal recht unaufgerehgt. Mal soll ein Urwerk repariert werden, dann eine Stadt planiert oder ein Angriff mittels einer Clownkrieger durchgeführt werden. Wären da nicht diese kleinen Tippfehder, die alles etwas kuhmplizierter machen, als es ist. Wie sehr verdreht sich eine Geschichte, wenn statt eines Feinstaubfilters ein Feenstaubfilter eingesetzt wird?

Da tun sich ganz neue Welten auf, sag’ ich euch. Hätte man eine „nicht lachen“ Challenge gemacht, hätte ich relativ schnell aufgegeben. Glücklicherweise haben sich die Schreiberlinge nicht nur an plumpen Wortspielen bedient, bei manchen war es erst auf den zweiten Blick ersichtlich, was ursprünglich gemeint war, denn die Geschichte wurde nicht nur auf beide Versionen angepasst, sondern lies diese plötzlich in einem ganz anderen Licht stehen. Ein bestimmter „Fürchtetee“ zum Bleistift war so ein Fall, bei dem ich zuerst dachte, „aaah ja. Okay. “ nur um dann zu „Ist das geil. “ umzuschwenken. Etwas Gesellschaftskritik ist natürlich auch mit dabei, ebenso etwas Diversität, was man bei dem Verlag ohnehin erwartet.

Und sonst so? Gibt es etwas zum Kleckern? Hab ich etwas Falz in der Kuppe gefunden, über das ich mich aufregen könnte? Nö. Wirklich nicht. Das war eine sehr unterhaltsame Anthologie, die eine Banalität einmal quer durch alle Genres gepflogen hat. Sehr lesenswert, sofern ihr etwas resistenter gegen Tehler seid.