Männer, Väter, Patriarchen. Eine Geschichte von Liebe und Macht

Männer, Väter, Patriarchen. Eine Geschichte von Liebe und Macht

von Augustine Sedgewick

€ 30,90

Hardcover

versand- oder abholbereit in 48 Stunden

Eine überraschende Geschichte der Vaterschaft
2026 Reclam, Ditzingen
362 Seiten
32 mm x 145 mm
Sprache: Deutsch
978-3-15-011486-5

Hauptbeschreibung

Wie Väter die Welt prägten - eine Geschichte von Macht, Männlichkeit und Mythos

Augustine Sedgewick begibt sich auf eine faszinierende Spurensuche durch die Geschichte der Vaterschaft - von den Anfängen menschlicher Gesellschaften über religiöse und politische Ordnungen bis hin zur Gegenwart. Entstanden inmitten der #MeToo-Debatte verbindet er als frischgebackener Vater persönliche Fragen mit großen historischen Linien. Er erzählt von berühmten Männern - Aristoteles, Augustinus, Heinrich VIII., Darwin, Freud - und zeigt, wie sie das Verständnis von Männlichkeit, Macht und Fürsorge geprägt haben.
Mit erzählerischer Eleganz und scharfem Blick dekonstruiert Sedgewick Ideen, die jahrhundertelang als selbstverständlich galten - und stellt die Vaterschaft in den Kontext der sozialen Hierarchie, des Patriarchats und einer Kultur, in der Macht stets auch eine familiäre Dimension hatte.

  • Die erste umfassende Kulturgeschichte der Vaterschaft
  • Lebendige Porträts berühmter Denker und Herrscher als Vaterfiguren
  • Verbindet persönliche Reflexion mit historischer Analyse


Verwandte Suchkategorien

Hardcover
Eine überraschende Geschichte der Vaterschaft
2026 Reclam, Ditzingen
362 Seiten
32 mm x 145 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Holger Hanowell
978-3-15-011486-5


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Augustine Sedgewick, geb. 1979, promovierte an der Harvard University und erhielt für seine Forschungen zur globalen Geschichte des Kapitalismus, der Arbeit, des Essens und der Familie u. a. zahlreiche Stipendien. Er lehrt Geschichte und Amerikanistik an der City University of New York, veröffentlichte eine Kulturgeschichte des Kaffees und lebt mit seinem Sohn in New York City. Holger Hanowell, geb. 1969, studiere Anglistik, Mittlere Geschichte sowie Neuere und Neueste Geschichte in Münster und Sheffield. Er ist Autor, Rezensent und freier Übersetzer von historischen Romanen, Sachbüchern und Belletristik.

Hersteller: Philipp Reclam jun. Verlag GmbH
Siemensstraße 32, 71254 Ditzingen DE
E-Mail: info@reclam.de

Portraits berühmter Männer 2026-05-17 09:24:00
Dieses Buch zu bewerten fällt mir schwer, weil es durchaus interessant zu lesen war, wenn auch etwas ganz anderes, als ich aufgrund des Titels und der Beschreibung erwartet hätte.

Ja, es geht auch um das Thema Vaterschaft, aber in einem sehr weiten Rahmen. Überwiegend sind es einfach aneinander gereihte, sehr ausführliche und durchaus interessante, aber bei weitem nicht nur das Thema Vaterschaft behandelnde, Porträts berühmter Männer: von Platon und Aristoteles über Augustinus, Heinrich VIII, Charles Darwin und Sigmund Freud bis zu Bob Dylan.

Die Biografien, Lebenswelten sowie die darauf basierenden Gedankenkonstrukte dieser Männer werden ausführlich dargestellt und ein Teil davon ist deren Eigenschaft als Sohn oder Vater. Gleichzeitig geht es aber auch um vieles andere, das diese Männer und ihre Zeit geprägt hat.

Wie das eigene Vater-Sein die von diesen Männern verbreiteten Ideen geprägt haben könnte und wie überhaupt Vaterschaft in ihrem Zeitkontext eingeordnet wurde, darüber erfährt man so einiges. Es geht beispielsweise um antike philosophische Ideen darüber, ob Vaterschaft überhaupt eine Bedeutung habe oder ganz verschwiegen werden könne und ob das aufgrund der manchmal sehr starken Ähnlichkeit überhaupt möglich sei. Um das Recht des römischen Vaters, über Leben und Sterben der ganzen Familie zu entscheiden. Um Augustinus, der jung Vater wurde und seinen Sohn verlor, als dieser ein Teenager war, der sehr um diesen trauerte und dann sehr religiös wurde. Um Großgrundbesitzer und Sklavenhalter in den USA, die zuließen, dass auch ihre Kinder, die sie mit versklaven Frauen hatten, wiederum unfrei geboren wurden. Und um so einiges mehr.

Wer also die Zeit und Ruhe hat, sich auf ein ausführliches Buch mit detailliertem historischem Wissen einzulassen, der kann von diesem Buch viel lernen.

Wer sich aber nur für das Thema Vaterschaft interessiert und vielleicht gerne auch modernere oder andere als nur westlich geprägte Perspektiven zu dem Thema erfahren würde und nicht bereit ist, für ein paar interessante Fakten zum Thema ausführliche Lebensgeschichten berühmter historischer Männer zu lesen, ist mit diesem Buch vielleicht nicht so gut beraten.