Ich, die ich Männer nicht kannte
€ 25,70
Hardcover
Sofort verfügbar in Dornbirn
Roman
2026 Klett-Cotta
224 Seiten
20 mm x 140 mm
Sprache: Deutsch
978-3-608-96670-1
Hauptbeschreibung
»Ein wahres Wunder« New York Times
Der internationale Sensationserfolg
Tief unter der Erde werden neununddreißig Frauen gefangen gehalten. Während das elektrische Licht Tag und Nacht verschwimmen lässt, sitzt ein junges Mädchen - die vierzigste Gefangene - allein und ausgestoßen in der Ecke. »Ich, die ich Männer nicht kannte« ist so feministisch wie »Der Report der Magd« und so existentiell wie »Die Wand«: Ein moderner Klassiker, internationaler Verkaufserfolg und BookTok-Hit in neuer deutscher Übersetzung.
In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.
Verwandte Suchkategorien
Hardcover
Roman
2026 Klett-Cotta
224 Seiten
20 mm x 140 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Luca Homburg
978-3-608-96670-1
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Jacqueline Harpman, 1929 in Etterbeek, Belgien, geboren, ist eine der großen Stimmen der französischsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Ihre Familie musste vor den Nationalsozialisten nach Casablanca fliehen und konnte erst nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehren. Nach einem Studium der französischen Literatur begann sie eine Ausbildung zur Ärztin, die sie jedoch aufgrund einer Tuberkuloseerkrankung nicht abschließen konnte, und wandte sich dem Schreiben zu. Im Jahr 1980 machte sie ihren Abschluss als Psychoanalytikerin. Harpman schrieb über 15 Romane und gewann zahlreiche Literaturpreise.
Luca Homburg, geboren 1995, studierte Philosophie, französische Literatur und Translation in Durham, Paris und Wien. Sie übersetzt aus dem Englischen, Französischen und Niederländischen und arbeitet als Lektorin in Frankfurt am Main.
Hersteller: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77, 70178 Stuttgart DE
E-Mail: produktsicherheit@klett-cotta.de




Für Fans von Herland
2026-06-10 17:22:00
40 Frauen werden von Männern in einem Bunker gefangen gehalten. Keiner weiß wo, keiner weiß warum. Wer hofft, am Ende eine Antwort darauf zu bekommen, wird leider enttäuscht werden. Doch auch wenn die Frauen untereinander rätseln, so ist es doch für die Geschichte völlig irrelevant, ob sie sich noch auf der Erde oder einem Alien-Planeten befinden.
Viel wichtiger sind die Erkenntnisse, die die Frauen durch das jüngste Mitglied ihrer Truppe erhalten. Sie, die niemals Männer kannte, wirft einen völlig unverstellten Blick auf das alte Leben der Frauen. So stellt sie zB die Frage, ob sich Frauen nur für Männer schön gemacht hatten. Eine Frage, die sich heute immer noch gestellt wird.
Durch die junge Frau erhalten die anderen aber auch Stück für Stück ihre Autonomie zurück. Erst durch die Erfindung der Zeit im Bunker, dann durch die Flucht daraus.
Sie, die niemals Männer kannte, ist teils selbst eine Art Alien. Sie hinterfragt alles und wirft damit Fragen über die Liebe und das alte und neue Leben im Allgemeinen auf. Teilweise werden diese beantwortet, teilweise auch nicht. Doch immer weiter hinterfragen sich auch die anderen Frauen. Und vielleicht am Ende auch wir.




sprachlos
2026-06-07 21:33:00
Ein Raum in einem dunklen Keller, der eingesperrt 39 Frauen und ein junges Mädchen, bewacht von drei Wärtern, die jegliche Kommunikation, jegliche Berührungen oder Kontaktaufnahmen verbieten und mit Strafen sanktioniert.
Gerade das junge Mädchen leidet sehr darunter, da sie nicht ,wie ihre älteren Mitgefangenen, Erfahrungen aus der Vergangenheit hat. Als die Eingesperrten frei kommen wird klar, dass sie diese Freiheit nicht sinnvoll nutzen können.
Puh, das Lesen dieses Buches macht etwas mit dem Leser. Es wird klar, dass wir die Summe unserer Erfahrungen sind und wenn wir diese Sozialisation nicht erfahren, unserer Identität beraubt sind.
Die Atmosphäre dieses Buches ist düster bis beklemmend, der Schreibstil prägnant und die Figuren gut getroffen.
Ein Buch das mir sicherlich in Erinnerung bleibt.




Fragenkarussell
2026-06-01 13:42:00
In Harpmans Buch geht es um eine namenlose Protagonistin, die zusammen mit 39 anderen Frauen eingesperrt in einer Art Keller lebt. Sie ist die jüngste von allen und hat schon immer in Gefangenschaft gelebt und kennt kein Leben außerhalb. Jeder Tag sieht gleich aus, die Wachtmänner sind streng und reden nicht mit den Gefangenen, Widerstand ist zwecklos. Eines Tages durchströmt eine Sirene den Keller, alle Wachtmänner laufen weg. Die Frauen schaffen es an einen Schlüssel zu kommen und somit ihr Verlies zu verlassen...
Als Lesende hatte ich zu Anfang der Geschichte eine Theorie, was es mit den Frauen, den Wachtmännern und dem Keller auf sich hat, die allerdings nach einiger Zeit nicht mehr stimmig war. Dann hatte ich eine weitere Theorie, dann noch eine, doch nie hat sich irgendeine davon bewahrheitet, weil es keine Lösung in diesem Buch gibt. Es ist, als würde man die Hoffnungslosigkeit am eigenen Leib spüren, weil die unbeantworteten Fragen einen regelrecht überschwemmen. Das Leben der Frauen scheint dabei so trist, auch, wenn es für sie besser ist als im Verlies.
Ich kann den Hype an dem Buch nicht ganz nachvollziehen. Es ist bestimmt ein gutes Buch für einen Buchclub, weil so viele existenzielle Fragen gestellt und besprochen werden können. Mir persönlich waren es allerdings zu viele unbeantwortete Fragen und daher kann ich dem Buch nur 2,5 Sterne geben.