Insel der Ratten
von Jo Nesbø
€ 21,50
Hardcover
noch nicht lieferbar, erscheint 06/2026
Roman | Über eine Welt, in der sich jeder selbst der Nächste ist | hochklassige Spannung von Bestsellerautor Jo Nesbø!
2026 Ullstein HC
208 Seiten
25 mm x 118 mm
Sprache: Deutsch
978-3-550-20153-0
Hauptbeschreibung
Ein erschreckend realistischer Roman - relevant, dramatisch, wahr
Nach einer verheerenden Pandemie ist die Welt nicht wiederzuerkennen: Massenarbeitslosigkeit und Armut haben das demokratische Gleichgewicht gekippt, marodierende Banden beherrschen die Straßen der großen Stadt. Colin Lowe, einer der reichsten Unternehmer des Landes, rettet sich mit seiner Familie auf die Insel der Ratten. Derweil wütet sein Sohn Brad mit seiner Bande auf dem Festland und verschont nicht einmal Colins engsten Freund Will. Als er dessen Tochter Amy bei einem Überfall in seine Gewalt bringt, sinnt Will auf Rache. Sein Feldzug führt ihn auf das Dach eines Hochhauses, Schauplatz eines gnadenlosen Countdowns auf Leben und Tod.
Dieses Buch hat das Potential wie Herr der Fliegen oder Farm der Tiere zu ihrer Zeit.
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Hardcover
Roman | Über eine Welt, in der sich jeder selbst der Nächste ist | hochklassige Spannung von Bestsellerautor Jo Nesbø!
2026 Ullstein HC
208 Seiten
25 mm x 118 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Günther Frauenlob
978-3-550-20153-0
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Jo Nesbø, 1960 geboren, ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Er gehört zu den renommiertesten und erfolgreichsten Krimiautoren weltweit. Jo Nesbø lebt in Oslo. Seine Bücher sind in 51 Sprachen übersetzt und haben sich über 60 Millionen mal verkauft, sie wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.
Günther Frauenlob, 1965 geboren, übersetzt aus dem Norwegischen und Dänischen, u.a. Lars Mytting und Trude Teige. Er lebt in Waldkirch bei Freiburg und auf der norwegischen Insel Hidra.
Hersteller: Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126, 10117 Berlin DE
E-Mail: produktsicherheit@ullstein.de




Wie die Tiere
2026-06-15 14:15:00
Genug gejammert. Die Geschichte, die Nesbo brillant präsentiert, handelt also vom Zusammenbruch der Zivilisation. Der Mensch wird zum sprichwörtlichen Tier. Es herrscht die Macht des Stärkeren, Gesetze werden nur noch sporadisch eingehalten oder überwacht. Wer Geld hat, versucht zu entkommen oder sich in festungsähnliche Anlagen zu flüchten. Nesbo erzählt schonungslos. Das muss er auch, denn nur so lässt sich die weitere Handlungsweise der Personen verdeutlichen. Trotz aller Brutalität und Unmenschlichkeit, gibt es Hoffnung. Es gibt Menschen, die den Glauben an Gerechtigkeit und Humanität nicht aufgeben wollen. Wie in allen Dystopien gibt es natürlich auch diejenigen, die nur auf ein solches Szenario gewartet haben, um ihre Perversionen und Allmachtsfantasien auszuleben. Der Leser bekommt den Spiegel vorgehalten. Wie würden wir reagieren? Natürlich ist es im bequemen Sessel einfach zu sagen, dass man gegen solche Anwandlungen gefeit ist. Die alte Fangfrage an Kriegsdienstverweigerer, wie sie im Falle eines Angriffes reagieren würden, lässt sich in der scheinbaren Sicherheit der vier Wände moralisch einwandfrei beantworten. Doch die Realität ist eine andere. In die Ecke gedrängt, bedroht, um die Existenz kämpfend, werden wir alle zu Tieren oder wie im Buch sinnbildlich zu Ratten. Man nehme unserer Gesellschaft nur 14 Tage den Strom und alles endet in Anarchie. Diesen inneren Kampf zwischen überleben wollen und dem Versuch, die Grundwerte unserer Demokratie und menschlichen Zusammenlebens zu schützen, wird zur Kernfrage des Buches. Was wäre wenn? Nesbo dreht geschickt an der Schraubzwinge, lässt gleich zwei Personen aus der Ich-Perspektive ihren eigenen Kampf führen und zeigt, das wir letztendlich alles gleich sind, egal ob arm oder reich. Wir sind Tiere, je nach Situation mehr oder weniger und müssen darum kämpfen, das zu verteidigen, was wir Menschlichkeit nennen.
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