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Männer sterben bei uns nicht

von Annika Reich

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Roman
2023 Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Hanser Berlin
227 Seiten
Sprache: Deutsch
978-3-446-27736-6

Hauptbeschreibung

„Ich habe diese Frauen geliebt, gefürchtet, gehasst. Sie haben Fragen in mir geweckt über Familien, Töchter, Mütter und über mich selbst.“ (Lena Gorelik) In einem prachtvollen Anwesen am See leben sie zusammen, die Frauen einer Familie, denen die Männer nach und nach abhandengekommen sind. Wie zahlreich die dunklen Flecken ihrer Geschichte sind, weiß nur eine von ihnen, die enigmatische Großmutter, die immer den Schein zu wahren wusste. Als Leni sich weigert, genau das zu tun, wird sie still und heimlich verstoßen. Zurück bleibt ihre Schwester, die nun allein gegen eine verhängnisvolle Tradition ankämpfen muss. Annika Reich erzählt von Schwestern, Müttern, Töchtern und Großmüttern, die der trügerischen Anziehungskraft weiblichen Verrats erliegen, auch wenn sie sich nichts mehr als gegenseitigen Beistand wünschen. Bis die Großmutter stirbt und die Geister der Vergangenheit sich nicht länger verstecken lassen.


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Roman
2023 Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Hanser Berlin
227 Seiten
Sprache: Deutsch
978-3-446-27736-6


Weitere verfügbare Ausgaben:

Großmutter ist tot 2023-03-19 11:38:00
Es geht in diesem Roman um eine Familie, mehrere Generationen, die fast nur aus Frauen besteht und bei der die Großmutter als Anführerin prägend war.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von der Enkelin Louise, die gleich am Anfang des Buches, als sie noch ein Kind war, eine Tote im Wasser findet.
Als sie 30 Jahre alt ist, stirbt ihre Großmutter und Luise fühlt sich wie ohnmächtig. Auf der Beerdigung erinnert sie sich zurück an die Kindheit, auch daran, wie wie ihre ältere Schwester Leni verschwand.

Männer sterben bei uns nicht, ist ein für mich ein streckenweise rätselhafter Roman. Aber schlecht ist er nicht. Im Gegenteil ist er sehr stimmungsvoll, manchmal etwas melancholisch.
Das Buch ist sprachlich etwas besonderes. Annika Reich kann schreiben.
Einen ungewöhnlichen Abschnitt möchte ich mal zitieren, um einen Eindruck zu vermitteln.
„Die fünf Häuser schwiegen, und sie schwiegen auf ihre eigene Art. Das Haus von Großmutter schwieg wie eine Königin, die man nicht ansprechen durfte, unser Haus schwieg wie jemand, der etwas verbrochen hatte, das Schweigen von Großmutter Veras Haus war zentnerschwer...“
Diese Sprache empfinde ich als so reichhaltig.
Es ist eine außergewöhnliche Art, die Geschichte der Frauen einer Familie zu erzählen.
zu viele offene Fragen 2023-03-14 10:01:00
von Nele33
Im Buch " Männer sterben bei uns nicht" der Autorin Annika Reich geht es um die Geschichte von 3 Generationen Frauen denen die Mäner abhanden gekommen sind.

Eine skurille Beerdigung, viele Gedanken,Erinnerungen und noch mehr offene Fragen. Großmutter ist tot, und hat viele Geheimnisse mit ins Grab genommen, so wissen Louise und ihre Schwester nicht, was damals geschehen ist.
Die Geschichte beginnt stark und beklemmend und hat mich auf den ersten Seiten begeistert. Leider wurde es trotz des tollen Schreibstils für mich teilweise verwirrend. Erzählt wird die Geschichte in kurzen Kapiteln und verschiedenen Zeitebenen.

Bekannt war mir die Autorin von Kinderbüchern, die Qualität des Ausdrucks ist hoch und bildlich sehr gut vermittelt. Die Charaktere bleiben mir insgesamt jedoch zu flach, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Am Ende bleiben für mich nach dem rasanten Spannungsaufbau zuviele Fragen ungeklärt, darum kann ich das Buch nur bedingt weiter empfehlen.
Ganz nett 2023-03-06 07:52:00
Zum Inhalt:
Den Frauen einer Familie sind nach und nach die Männer abhanden gekommen. Was alles passiert ist, weiß eigentlich nur eine, doch die hat immer den Schein gewahrt. Leni will das aber nicht und wird still und heimlich verstoßen. Nun ist es an ihrer Schwester allein gegen die Tradition anzukämpfen. Erst als die Großmutter stirbt lassen sich die Geister der Vergangenheit nicht mehr verstecken
Meine Meinung:
Irgendwie hat mich das Buch nicht so richtig getaucht. Es war sicherlich gut geschrieben und die Charaktere waren auch interessant, aber die Geschichte hat mich nicht berührt und deshalb plätschert die Geschichte an mir vorbei. Ungewöhnlich war natürlich, dass es keine männliche Protagonisten gab. Da hätte man bei dem Titel nicht unbedingt mit gerechnet. Insgesamt war das Buch okay, aber nicht mein Buch.
Fazit:
Ganz nett