Männer sterben bei uns nicht

Männer sterben bei uns nicht

von Annika Reich

€ 24,70

Hardcover

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Roman
2023 Hanser Berlin
208 Seiten
20 mm x 136 mm
Sprache: Deutsch
978-3-446-27587-4

Hauptbeschreibung

"Ich habe diese Frauen geliebt, gefürchtet, gehasst. Sie haben Fragen in mir geweckt über Familien, Töchter, Mütter und über mich selbst." (Lena Gorelik)In einem prachtvollen Anwesen am See leben sie zusammen, die Frauen einer Familie, denen die Männer nach und nach abhandengekommen sind. Wie zahlreich die dunklen Flecken ihrer Geschichte sind, weiß nur eine von ihnen, die enigmatische Großmutter, die immer den Schein zu wahren wusste. Als Leni sich weigert, genau das zu tun, wird sie still und heimlich verstoßen. Zurück bleibt ihre Schwester, die nun allein gegen eine verhängnisvolle Tradition ankämpfen muss. Annika Reich erzählt von Schwestern, Müttern, Töchtern und Großmüttern, die der trügerischen Anziehungskraft weiblichen Verrats erliegen, auch wenn sie sich nichts mehr als gegenseitigen Beistand wünschen. Bis die Großmutter stirbt und die Geister der Vergangenheit sich nicht länger verstecken lassen.


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Hardcover
Roman
2023 Hanser Berlin
208 Seiten
20 mm x 136 mm
Sprache: Deutsch
978-3-446-27587-4


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Annika Reich, 1973 in München geboren, lebt in Berlin, ist Schriftstellerin und Künstlerische Leiterin des Aktionsbündnisses WIR MACHEN DAS und WEITER SCHREIBEN, des preisgekrönten Portals für Autor:innen aus Kriegs- und Krisengebieten. Sie ist Teil der Zeit-Online-Kolumne »10 nach 8«. Bei Hanser erschienen die Romane Durch den Wind (2010), 34 Meter über dem Meer (2012), Die Nächte auf ihrer Seite (2015) und ihre Kinderbücher Lotto macht, was sie will! (2016) und Lotto will was werden (2018). Ihr neuester Roman Männer sterben bei uns nicht erschien 2023 bei Hanser Berlin.

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Kolbergerstr. 22, 81679 München DE
E-Mail: info@hanser.de

Herrliches Cover 2023-05-20 09:01:00
Im Rahmen einer Familiengeschichte , in der die Männer absichtlich fehlen, werden die Beziehungen von Frauen untereinander beleuchtet. Annika Reich schafft es mit zum Teil sehr witzigen Personenbeschreibungen, die Bedeutung von Beziehungen der Frauen in einer Familie zu unterstreichen. Das prachtvolle Anwesen bettet die Figuren in ein Wohlfühlambiente, das auch durch die Wasserleichen gleich zu Beginn, nicht gestört wird.
Eine entspannende Geschichte mit interessanten Gesichtspukten ein wenig verwirrend erzählt.
Macht und Manipulation 2023-04-04 18:47:00
Annika Reich hat mich mit ihrem Buch auf die Reise einer Frau durch ihre Familiengeschichte mitgenommen und bewegt. Sprachlich ausdrucksstark wechselt die Handlung zwischen gegenwärtigen Erlebnissen und vergangenen Kindheitserinnerungen. Einfühlsam und authentisch beschreibt sie Erziehung und Sozialisation unter dem Einfluss einer Patriarchin, die ihre Enkelin zur Alleinerbin stilisiert und die Leben der anderen Frauen nachhaltig beeinflusst. In einer Atmosphäre aus Macht und Ohnmacht, Aufbegehren und Unterdrückung setzt sich das Credo der Großmutter durch: der Schein muss gewahrt werden!
Ein Knäuel 2023-03-28 22:09:00
Ein für mich fulminanter Beginn des Buches lässt mein Herz höher schlagen: ich war mir sicher, dass mich ein wunderbares Leseerlebnis erwarten würde. Zwei angespülte Frauenleichen - ein verzweifeltes Kind - viele Frauen, die, eingebettet in ihre Familiengeschichte, diese Roman tragen würden. Ich war dann wirklich enttäuscht, dass das Buch diese Erwartungen dann doch nicht erfüllen konnte. Ich sah mich konfrontiert mit einem Knäuel - einem Knäuel aus den etwas unübersichtlichen und oberflächlich erscheinenden Schilderungen aus dem Leben der unterschiedlichen Protagonistinnen. Jede für sich hätte unglaublich viel zu erzählen - Familiengeheimnisse wirken, auch wenn von ihnen nicht bis kaum innerhalb der Familie gesprochen wird. Ich hätte mir längere Kapitel gewünscht, in denen die Figuren, die so intensiv miteinander "verwickelt" waren, etwas mehr von sich hergegeben hätten. Ich war neugierig - und diese Neugierde konnte nur ungenügend gestillt werden. Ich denke, dass dieses Buch unglaublich große Ressourcen gehabt hätte. Immer wieder großartig empfand ich Annika Reichs sprachliches Talent.