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ISBN

Buchhändlerempfehlung

MMag. Katharina Huchler aus unserer Buchhandlung in Höchst empfiehlt dieses Buch:

Das Cover ließ mich eine harmlose Geschichte à la "Selection" erwarten, aber weit gefehlt: Hier trifft "Die Tribute von Panem" auf "A Handmaids Tale". Dicht geschrieben mit einem hohen Spannungsfaktor verfolgt die Geschichte sehr abgründige Ideen. Ein Thriller, der vor Augen führt, dass es nichts im Leben umsonst gibt, und dass der schöne Schein einer glitzernden Luxuswelt nur mit menschlichen Opfern aufrechterhalten werden kann.

Alle Buchtipps von MMag. Katharina Huchler



Der Riss
von Hye-young Pyun
Ein Riss in den Alptraum 27. Juni 2019
Eine Geschichte von Scheitern, Beziehungslosigkeit, Vergeltung und bis ans bittere Ende ausgedachte und ausgeführte
Grausamkeit wird in all ihrer Ambivalenz analysiert und mit großem Spannungsbogen vorangetrieben.
Immer dichter zieht sich das Netz von Vernachlässigung und Demütigung um den schwer verletzten, hilflosen Mann, der den Tod seiner Frau bei eine Autounfall
verursacht hat.
Doch die Rache zerstört nicht nur, sondern sie führt auch zur Selbstzerstörung.
Die Lektüre des Buches von Huye-young Pyun sei allen empfohlen, die nicht an Zukunftsängsten leiden und sich gerne mit den dunklen Seiten des Menschseins auseinandersetzen. Licht fand ich nur wenig.

Der Riss
von Hye-young Pyun
Ein Riss im Leben 26. Juni 2019
Wer hat nicht Angst davor, dass plötzlich ein Riss durchs Leben geht und von einer Sekunde zur anderen alles anders ist? Und wie sich dann die umgebenden Menschen verändern und sich grausam gegenüber dem "Krüppel" verhalten? Ja, ein grausames Buch, sehr gut geschrieben und auch gut recherchiert - bei dem ich mich allerdings gefragt habe, ob ich 200 Seiten in meinen eigenen Ängsten wühlen will.....

Unbarmherzig
von Inge Löhnig
Hochkarätige deutsche Krimiliteratur 26. Juni 2019
Trotz Unkenntnis der Autorin Inge Löhnig stellt sich UNBARMHERZIG nach dem Lesen als ein wahrer Glücksgriff heraus. Die Geschichte und der Schreibstil sind phänomenal. So unaufdringlich und klar, dadurch wird jede Seite ein Leseerlebnis. Münchner Lokalkolorit, aber weit entfernt von blödsinnigen Anbiederungen anderer Dorfkrimis. Hier gibt es keine Trottel und Dorfdeppen. Die Protagonisten strahlen eine überragende Authentizität aus. Glaubwürdige und nachvollziehbare Charaktere. Inge Löhnig zeigt tiefe Menschenkenntnis, bildet die Strukturen des dörflichen und familiären Miteinander perfekt ab.
Die Verbindung von 75 Jahren Familiengeschichte zweier nicht freundschaftlich verbundenen Familien mit einem Doppelmord und die Einbindung der persönlichen Familiengeschichte von Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo sind eindrucksvoll.
Nur der Hartnäckigkeit bei den Ermittlungen gelingt es Gina den Tathergang zu rekonstruieren und die Identität der beiden Toten gegen alle Widerstände festzustellen. Die Morde liegen 75 Jahre zurück und Inge Löhnig gibt mehrere sehr aufschlussreiche Rückblicke in das Jahr 1944, wie sich Leben und Arbeit mit Zwangsarbeiterinnen in einer Munitionsfabrik abspielte. Die Mordermittlungen erschweren sich, weil vermutete Täter nicht mehr am Leben sind. Letztendlich hat Gina aber das richtige Gespür, kann aber den Täter nicht (mehr) überführen.
Die Zwistigkeiten zwischen den beiden Familien Anger und Schattenhofer werden vor allem von den Frauen erbittert geführt, bis sie sich am Grab versöhnen. Gina und ihre Familie müssen sich einer psychischen Herausforderung stellen und entgehen nur knapp einer Katastrophe. Teilweise werden die Ereignisse sehr emotional beschrieben was von großer Empathie der Autorin zeugt.
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für den zweiten Fall von Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases.