

Die Kinder des Don Arrigo
von Ivan Sciapeconi
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Roman nach einer wahren Geschichte | Eine berührende Geschichte über eine unglaubliche Flucht, basierend auf wahren Begebenheiten
2023 Ullstein Ebooks
304 Seiten
Sprache: Deutsch
978-3-8437-3033-4
Hauptbeschreibung
Eine wahre Geschichte über große Menschlichkeit in dunklen Zeiten Abgeschottet in einem kleinen italienischen Dorf wartet der 11-jährige Nathan auf eine Gelegenheit, das von den Nationalsozialisten verheerte Europa in Richtung Palästina zu verlassen. In der Villa Emma findet er zwischen den anderen jüdischen Kindern, denen die Flucht in den Süden gelungen ist, nicht nur Schutz, sondern etwas, das verloren schien: ein Stück Kindheit. Auf einem geborgten Klavier wird gemeinsam musiziert, Don Arrigo, der örtliche Pfarrer, hält seine schützende Hand über die kleine Gemeinschaft. Doch die Gefahr rückt näher, und Don Arrigo bekommt den Tipp, dass die Faschisten dem Treiben im Dorf auf die Schliche gekommen sind. Ein tollkühner Plan soll die Kinder retten, deren Überleben in den Händen der Gemeinde liegt. *** Auf wahren Begebenheiten basierender Roman: Dieser gut recherchierte und berührende Roman ist emotional wie Luca die Fulvio, packend wie Heather Morris. *** »Die Shoah gehört wohl zu den in der Literatur am meisten behandelten Themen, und doch schafft es der Protagonist, Leserinnen und Leser zu überraschen und mitzureißen.« Elle »Der Roman wurde gegen das Vergessen geschrieben und um die Erinnerung an diejenigen zu ehren, die im Zweiten Weltkrieg Menschen gerettet haben.« Gazzeta di Modena »Mitreißend und bewegend – eine Hommage an die kleinen Protagonisten des Romans, an ihre Begleiter und natürlich an Nonantola, das Dorf, in dem die Kinder versteckt wurden.« Il Piccolo
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Roman nach einer wahren Geschichte | Eine berührende Geschichte über eine unglaubliche Flucht, basierend auf wahren Begebenheiten
2023 Ullstein Ebooks
304 Seiten
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Janine Malz
978-3-8437-3033-4
Autor
Ivan Sciapeconi, Jahrgang 1969, ist Grundschullehrer und Autor von Kinder- und Jugendbüchern. Seine Leidenschaft für Geschichte führte ihn zu der Recherche für Die Kinder des Don Arrigo, seinem ersten Roman für ein erwachsenes Publikum. Sciapeconi lebt mit seiner Frau in Modena.




Nonantola darf nicht vergessen werden
2023-11-09 13:15:00
Der Autor erzählt darin die Geschichte des Dorfes Nonantola, bzw. dessen Bewohner auf Zeit, von 40 Kinder und Jugendlichen aus verschiedenen Ländern in Europa, die von den Nazis fliehen mussten. Ihr Ziel ist eigentlich das gelobte Land, doch es sollte noch lange dauern, bis sie Eretz Israel erreichen.
Der Roman ist aus Sicht von Natan, der aus Deutschland flieht, geschrieben. Er berichtet von der abenteuerlichen und langen Flucht mit Stationen in Maribor, Zagreb und Horjul (in der Nähe von Ljubljana), bis die Kinder und Jugendlichen endlich in Italien ankommen, das damals als sicher galt.
In der Nähe von Modena, im Dorf Nonantola, leben die jüdischen Kinder in der Villa Emma und organisieren sich grösstenteils selbst. Es wird berichtet, wie sie sich die Arbeit aufteilten, wie sie sich mit der Dorfjugend verstanden und vieles weitere mehr. Als alle denken, der Krieg wäre zu Ende, ist er es doch nicht und sie sind nun auch in Italien in Gefahr. Nun wird geschildert, wie das ganze Dorf mit anpackt, um die Geflüchteten zu verstecken und ihnen zu helfen, einmal mehr zu fliehen.
Geschickt werden viele jüdische Lebensweisheiten und Sprichwörter eingeflochten. Auch, dass Natan versucht, sich die Namen der vielen Helfer zu merken, ist enorm eindrücklich, denn in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem werden die Namen vieler Helfer in der Allee der Gerechten auf Schildern festgehalten - damit sie und ihre guten Taten nicht vergessen werden.
Es ist wichtig, dass nicht nur die Helfer in Erinnerung bleiben, nein auch Geschichten wie diese müssen präsent bleiben - gerade Angesicht dessen, dass die Welt aktuell zu vergessen scheint was nie wieder passieren, sich nie mehr wiederholen dürfte.
Don Arrigo kommt erst später in der Geschichte vor. Schön, dass er titelgebend sein durfte; so bleibt auch er in Erinnerung. Im Original heisst der Roman jedoch "40 cappotti e un buttone" und ich bedauere, dass der Originaltitel, auf Deutsch "40 Mäntel und ein Knopf", nicht beibehalten wurde, denn diese Mäntel und der eine Knopf sagen sehr viel über die Zeit und das Miteinander in dem kleinen italienischen Dorf aus, sie sind bedeutsam.
Natürlich spielt Don Arrigo eine gewichtige Rolle, aber eben auch viele andere Menschen. Der Autor hat die unterschiedlichsten Charaktere sehr gut dargestellt, nicht nur die Bewohner von Nonantola, sondern vor allem Nathans Mutter, Vater und Onkel fand ich toll gezeichnet. Dadurch macht Sciapeconi sichtbar, wie unterschiedlich wir Menschen mit unseren divergenten Charaktereigenschaften und Lebenseinstellungen durchs Leben und vor allem durch so eine schwere Zeit gehen.
Fazit: Absolut lesenswert!
5 Punkte.




Berührend
2023-11-01 16:52:00
Ich habe bereits sehr viele Romane gelesen, die zur Zeit des Dritten Reiches spielen, auch welche, die in Italien spielen, aber keines davon hat es geschafft, mich so sehr zu berühren, wie dieses Buch.
Es ist immer wieder unglaublich, wieviel gute Menschen und wie viel Hoffnung es doch in dieser so "dunklen" Zeit gegeben hat und wie viele mutige Menschen - jeder auf seine Weise - Widerstand geleistet haben. Auch ganze Dörfer, die zusammen halten.
Eine überaus emotionale Geschichte, voller Traurigkeit, aber auch Hoffnung. Schweren Momenten und dann wieder kleinen Glücksmomenten.
Ein Roman, der lange nachhallen wird.




Gedanken einer Flucht
2023-10-02 23:10:00
Bis der jüdische Vater abgeholt und Natan allein auf „Reise“ geht.
Diese Reise rettet sein Leben. Sie ist gefahrvoll, kompliziert, es geht über viele Stationen, das Ende ist ungewiss, aber stets ist da die Hoffnung, dass es weitergeht, sich Jemand kümmert. Die Kinder und Jugendlichen haben Glück und viele Helfer. Aber ein tief sitzendes Misstrauen, Rachsucht, große Angst und Wut bleiben. Vor allem Wut auf die, die anders hätten handeln sollen.
Ivan Sciapeconi beschreibt sehr gut, vorstellbar. Er fängt Stimmungen ein, beschreibt die Gefühle ausführlich, schildert minutiös die Etappen der Flucht.
Helfer werden bewusst namentlich genannt, sie alle und ihre Taten, ihr Mut und das Risiko, das sie eingingen, sollen nicht vergessen werden. Ein ehrenvolles Gedenken an die Gerechten der Völker.