Kein Bild von mir

Kein Bild von mir

von Ludwig Volbeda

€ 18,50

Hardcover

noch nicht lieferbar, erscheint 06/2026

2026 Gerstenberg Verlag
224 Seiten
mit Illustrationen
215 mm x 140 mm
ab 14 Jahre
Sprache: Deutsch
978-3-8369-6380-0

Hauptbeschreibung

Jip liegt auf dem Bett und starrt an die Decke, statt sich endlich an die Hausaufgabe in Kunst zu machen: ein Selbstporträt zu zeichnen. Die Gedanken wandern zu dem neuen Jungen in der Klasse, zu den Maikäfern, Glühwürmchen und anderen Insekten, die Jip so gern zeichnet, zur Party nächsten Freitag. Dabei ist das Porträtzeichnen nicht das Problem. Aber das Wort "selbst".Ein subtil erzähltes Verwirrspiel und ein bewegender Coming-of-age-Roman über Identität und Queerness.


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Hardcover
2026 Gerstenberg Verlag
224 Seiten
mit Illustrationen
215 mm x 140 mm
ab 14 Jahre
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Rolf Erdorf
978-3-8369-6380-0

Autor

Ludwig Volbeda, geb. 1990, studierte Illustration an der Kunstakademie Sint Joost in Breda. Nach seinem Studium zog er nach Amsterdam. Für seine Arbeiten als Autor, Künstler und Illustrator wurde er national und international vielfach ausgezeichnet. Für Kein Bild von mir erhielt er 2025 den Woutertje Pieterse Prjs, die höchste niederländische Jugendbuchauszeichnung.

Hersteller: Gerstenberg Verlag GmbH & Co. KG
Rathausstraße, 18 - 20, 31134 Hildesheim DE
E-Mail: verlag@gerstenberg-verlag.de

Das Selbstporträt 2026-05-19 22:20:00
-Ich muss gestehen, als Autistin mit einem Spezialinteresse an Insekten hat mich alleine das Buchcover schon richtig geködert und ich bin echt dankbar dafür, denn sonst wäre ich nicht auf dieses wunderbare Buch gestoßen.-

Der Schreibstil ist außergewöhnlich und für einige sicher gewöhnungsbedürftig. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass man das Buch aus zwei verschiedenen Perspektiven lesen kann. Protagonist Jip richtet sich im Stil von Tagebucheinträgen in der Du-Form an den neuen Schüler. Diese kann man nun entweder als der geheime Beobachter oder als der Schüler selbst wahrnehmen, was den Verlauf der Geschichte noch intimer macht. Der Autor nutzt das Thema Insekten auf kreative und humorvolle Weise und verwebt Entomology mit Jips poetischer und einzigartiger Sichtweise auf das Leben. Was mir auch sehr gefallen hat, waren die zahlreichen Zeichnungen von Jip, welche die Buchseiten zwischen den Kapiteln zieren, besonders die letzte hat mich emotional gemacht. Es gab einen Twist, der das Thema der Geschichte in ein komplett anderes Licht gerückt hat.

Jip ist ein Protagonist, in dem ich so viel von mir selbst gesehen habe. Es wurde zwar nie explizit erwähnt, aber ich bin mir sehr sicher, dass Jip neurodivergent ist. Die Liebe zu Insekten und sich darüber Wissen anzueignen und anderen davon zu erzählen, auch wenn es niemanden zu interessieren scheint. Die kleinen Details wahrzunehmen und sie auch wertschätzen zu können. Das sind Eigenschaften, die mir Jip sofort sympathisch gemacht haben. Viele von Jips Gedankengängen regen zum Sinnieren an, und obwohl manche Kapitel sehr kurz sind, habe ich mich immer wieder dabei ertappt, über sie zu schwelgen, bevor ich weiter gelesen habe.

Fazit: Kein Bild von mir ist eine Geschichte, die ich all jenen ans Herz legen möchte, die sich schon einmal nicht ganz sicher waren, wer sie sind und vor allem, wie sie gesehen werden möchten. Ich wünschte mir, ich hätte dieses Buch in meiner Jugend lesen können, denn ich fühlte mich in meinem Wesen erkannt.