Berliner Bohème

Berliner Bohème

von Egon Erwin Kisch

€ 20,60

Hardcover

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2025 Berlin Edition im bebra verlag
144 Seiten
14 mm x 132 mm
Sprache: Deutsch
978-3-8148-0332-6

Hauptbeschreibung

Egon Erwin Kisch (1885-1948) ist nicht zuletzt als »rasender Reporter« bis heute eine Legende. Diese Band versammelt über 30 Texte, in denen der Prager Journalist und Schriftsteller seine Beobachtungen und Erlebnissen aus dem Berlin der 1920er Jahre schildert. So begleitet er eine Polizeistreife, besucht Cafés und Tanzdielen, wundert sich über modische Eskapaden, geht ins Theater, zum Sechstagerennen und zur Volkshochschule, besucht eine Vorlesung von Albert Einstein, streift durch Alteisenlager oder wirft einen Blick in das städtische Leichenschauhaus.Bibliophile Ausstattung: Pappband mit Halbleinen und Prägung


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Hardcover
2025 Berlin Edition im bebra verlag
144 Seiten
14 mm x 132 mm
Sprache: Deutsch
Sonstiger Urheber: Gabi Wuttke
978-3-8148-0332-6


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Egon Erwin Kisch, geboren 1885 in Prag, zog 1913 als Journalist erstmals nach Berlin und kehrte nach dem Ersten Weltkrieg dorthin zurück. In der pulsierenden Metropole der Zwanzigerjahre machte er sich einen Namen als "der rasende Reporter". 1933 wurde er von den Nazis inhaftiert und anschließend nach Prag abgeschoben. Später lebte er in Paris, nahm am spanischen Bürgerkrieg teil und emigrierte nach Mexiko, bevor er 1946 nach Prag zurückkehrte, wo er 1948 starb. Gabi Wuttke, geboren in Berlin, studierte Germanistik und Journalistik an der Freien Universität Berlin. Viele Jahre moderierte sie erst im Sender Freies Berlin (SFB) und dann im Deutschlandradio das Morgenmagazin. Inzwischen befragt sie im Deutschlandfunk Kultur in der Stunde vor Mitternacht Theaterkritiker, Künstler und Kulturschaffende. Gabi Wuttke, geboren in Berlin, studierte Germanistik und Journalistik an der Freien Universität Berlin. Viele Jahre moderierte sie erst im Sender Freies Berlin (SFB) und dann im Deutschlandradio das Morgenmagazin. Inzwischen befragt sie im Deutschlandfunk Kultur in der Stunde vor Mitternacht Theaterkritiker, Künstler und Kulturschaffende.

Hersteller: BeBra Verlag GmbH
Asternplatz 3, 12203 Berlin DE
E-Mail: herstellung@bebraverlag.de

Eine unterhaltsame Zeitreise 2026-03-28 11:08:00
von Alais
Kurzweilig schildert Kisch seine Beobachtungen und Gedanken zu Berlin und seinen Menschen in den 1920er und 1930er Jahren. Dabei wirkt sein Erzählstil frisch und angesichts des ehrwürdigen Alters der Texte erstaunlich lebendig, auch wenn mir einige Begriffe fremd waren (zum Beispiel "Rotunde" in der Bedeutung "öffentliche Toilette" oder auch "spezialiter").
Kisch blickt kritisch und manchmal leicht spöttisch auf die Gesellschaft und geht auf viele verschiedene Themen ein. Auch die Texte sind unterschiedlich gestaltet, vom geradezu künstlerisch gestalteten Text "Der, der das Radio sieht" bis hin zu eher schnoddrig vorgetragenen Beobachtungen. Ein paar Anspielungen, die heutige Lesende nicht unbedingt verstehen, werden in den Anmerkungen im hinteren Teil erklärt (S. 142). Absolut lesenswert in diesem Buch ist aber auch das von der Herausgeberin Gabi Wuttke verfasste Nachwort mit Details aus Kischs bewegtem Leben.
Ich muss leider sagen, dass mir Kisch aus irgendeinem Grund als Verfasser nicht besonders sympathisch war. Dabei faszinierten mich seine so unterschiedlichen Ausflüge und Einblicke in die Berliner Gesellschaft und ich war immer wieder gespannt, was mich auf der nächsten Seite wohl wieder Skurriles, Überraschendes, Amüsantes oder auch Ärgerliches erwarten würde.
Eine für mich spannende Lektüre, sehr schön verpackt hinter einem außergewöhnlichem Pappcover von schlichter Eleganz.
Interessante Zusammenhänge 2026-03-11 08:21:00
Im Band „Berliner Bohème“ finden sich über dreißig Texte des Journalisten und Schriftstellers Egon Erwin Kisch, der als „rasender Reporter“ in Reportagen seine Eindrücke aus dem chaotischen und rauen Berlin der 1920er-Jahre und seinen politischen Standpunkt schildert.

Kisch begleitet dabei eine Polizeistreife, besucht Cafés und Tanzlokale und schaut im Theater ebenso vorbei wie beim Sechstagerennen. Auch ungewöhnlichere Orte geraten in seinen Blick: ein Alteisenlager, das städtische Leichenschauhaus oder eine Vorlesung in der Volkshochschule. Seine Beobachtungen sind lebendig, oft pointiert und vermutlich - laut Nachwort - auch teilweise dazugedichtet. Dadurch entsteht ein vielfältiges Bild des Berlins der Moderne.

Die Auswahl der Texte in diesem Band fand ich sehr gelungen, weil sie viele unterschiedliche Seiten dieser Zeit sichtbar macht. Auch die Gestaltung des Buches ist sehr wertig, passt gut zu diesem Klassiker des literarischen Journalismus und macht sich gut neben dem anderen Band der Reihe von Klaus Mann, den ich besitze.

Einzig im Nachwort hätte ich mir noch etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht, etwa zur Entstehung einzelner Texte oder zu ihrem historischen Kontext. Insgesamt ist „Berliner Bohème“ jedoch eine sehr lesenswerte Sammlung, die einen lebendigen Einblick in das Berlin der 1920er-Jahre und in Kischs Werk als Journalist und Autor gibt.
Egon Erwin Kisch 2026-02-28 20:03:00
von Tara
In „Berliner Bohème“ hat der BeBra Verlag mehr als 30 Texte des Prager Autors, Reporters und Journalisten Egon Erwin Kisch zusammengestellt.
In diesen hat er seine Beobachtungen und Erfahrungen, die er in jungen Jahren in Berlin gemacht hat, zusammengefasst. Dabei merkt man direkt, dass es ihm nicht an Selbstbewusstsein mangelt und Zurückhaltung nicht seine Stärke ist.
Obwohl die Texte zu einem großen Teil bereits über 100 Jahre sind, wirken sie nicht angestaubt. Sie geben einen umfassenden Einblick in das Berlin zu Beginn des vorherigen Jahrhunderts und gleichzeitig bekommt man ein gutes Bild von dem Menschen Egon Erwin Kisch.
Egal, ob man sich für Berlin, zurückliegende Zeiten oder lediglich Egon Erwin Kisch - der als einer der bedeutendsten Reporter in der Geschichte galt - interessiert, für den ist dieses Büchlein eine Bereicherung.
Mit ihrem Nachwort ordnet die Berlinern Gaby Wuttke die Texte ein und rundet das Werk gelungen ab.