Unter Wasser

Unter Wasser

von Tara Menon

€ 24,70

Hardcover

Sofort verfügbar in Höchst, Bregenz, Dornbirn

Roman
2026 DuMont Buchverlag
208 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag, Prägung und Lesebändchen
22 mm x 146 mm
Sprache: Deutsch
978-3-7558-0055-2

Hauptbeschreibung

Als Marissa mit sechs Jahren ihre Mutter verliert, beschließt ihr Vater, ein Meeresbiologe, die Forschungsarbeit seiner Frau fortzuführen. Vater und Tochter gehen nach Thailand. Dort trifft sie Arielle, und eine geradezu märchenhafte Freundschaft entsteht. Unter der Woche leben die Mädchen in dem Resort von Arielles Eltern; an den Wochenenden verbringen sie ihre Zeit mit Marissas Vater auf einer nahe gelegenen Insel. Gemeinsam entdecken die Mädchen die zerbrechlichen Wunder der Riffe, Wälder und Strände. Gemeinsam lernen sie, in die Tiefe zu tauchen und minutenlang den Atem anzuhalten. Sie bewegen sich ebenso mühelos im Wasser wie die Mantarochen, die sie mit Namen kennen. Gemeinsam lernen sie, aus Gefahren herauszuschwimmen. Doch dann kommt eine riesige Welle, der Arielle nicht entkommen kann. Jahre später ist Marissa zurück in New York, orientierungslos und verfolgt von der Erinnerung an ihre Freundin, erneut bedroht durch eine Naturkatastrophe. Als im Laufe zweier schicksalhafter Tage die Vergangenheit zurückkehrt, entdeckt sie, wie sie sich in einer unsicheren Welt behaupten kann.»'Unter Wasser' ist ein ebenso fesselndes wie herzzerreißendes Werk.« CLAIRE MESSUD


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Hardcover
Roman
2026 DuMont Buchverlag
208 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag, Prägung und Lesebändchen
22 mm x 146 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Simone Jakob
978-3-7558-0055-2


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

TARA K. MENON, geboren in Indien und aufgewachsen in Singapur, ist Dozentin für Englische Literatur in Harvard. Nach zehn Jahren in New York lebt sie in Somerville, Massachusetts. SIMONE JAKOB übersetzt Bücher aus dem Englischen und Französischen, u._a. von David Nicholls, Philip Kerr, Yvonne Adhiambo Owuor, Dani Atkins, Abi Daré und Tara Menon.

Hersteller: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Amsterdamer Straße 192, 50735 Köln DE
E-Mail: herstellung@dumont.de

Ein Roman voller Trauer - jedoch ohne spürbares Herzklopfen 2026-05-07 11:25:00
von Kat
Leider war für mich „Unter Wasser“ nur mittelmäßig. Dabei wollte ich das Buch schon aufgrund seines wunderschönen Covers unbedingt haben! Auch die Story über ein kleines Mädchen, das mit ihrem Vater nach dem Tod der Mutter nach Thailand zieht und dort in Arielle eine Freundin fürs Leben findet, die ihr aber bei dem Tsunami von 2004, einer der verheerendsten Umweltkatastrophen der jüngeren Geschichte, wieder genommen wurde, hat mich magisch angezogen.
Jetzt musste ich die Geschichte erst einmal ein wenig sacken lassen, bevor ich meine Rezension schreiben konnte, um herauszufinden, was in mir bleibt.
Der Roman ist von Trauer durchdrungen, er fängt den ganz besonderen Schmerz um den Verlust einer Freundin ein, eine Beziehung, die unsere Gesellschaft auch heute noch als zweitrangig betrachtet. Und obwohl ich auf jeder Seite von dem Verlust lese, konnte ich sie doch nicht spüren.
Eventuell waren die zweit Zeitebenen das Problem. Die Handlung erstreckt sich über 8 Jahre und wechselt zwischen Thailand und New York, wo Marissa heute lebt, normalerweise lese ich sehr gern über verschiedene Zeitebenen hinweg. Hier jedoch hätte ich mir gewünscht, länger in einem Handlungsstrang verweilen zu können, die Zeitsprünge kamen mir zu abrupt. Mir fiel es oft schwer, Marissas anhaltende Trauer wirklich nachzuvollziehen. Mir ist bewusst, dass Trauer nicht linear verläuft und oft in Wellen kommt, doch die Intensität des Traumas und der Trauer, die Marissa in der Gegenwart empfindet, wirkte manchmal unverhältnismäßig im Vergleich zu der vergangenen Zeit. Die Freundschaft wirkte auf mich steril. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass sich die Beziehung öffnet, dass ich die Atmosphäre zwischen den Mädchen spüren kann aber da war nichts außer Worte. Auch die Trauer des Vaters wirkte unausgereift. Dabei hätte auch sie viel mehr Raum in der Geschichte verdient.
Die Schilderungen Thailands, des Lebens auf der Insel und der reichen Artenvielfalt ihrer Ozeane waren ein Lesegenuss und machen Lust das direkt zu erleben. Insbesondere die Meeresbewohner hatten es mir angetan. Der Ozean und seine Ökosysteme spiegeln die Instabilität wider, die sich durch die ganze Geschichte zieht. Das hat wirklich gut funktioniert.
Ich habe diesen Roman beim Lesen bewundert, aber ich konnte leider nicht die emotionale Wucht spüren, die ich mir gewünscht habe.
Ich zolle Menon große Anerkennung für ihren Debütroman und denke, dass viele andere ihn genießen werden, aber konnte ihn leider nicht vollends genießen.
Unter der Oberfläche der Erinnerung 2026-05-05 16:53:00
von Alo

Unter Wasser erzählt von großen, schweren Themen: Umweltzerstörung, Naturkatastrophen, Gewalt an Frauen, Verlust und Trauer. Und doch ist es kein lautes Buch. Es kommt ohne dramatische Zuspitzungen aus, stattdessen entfaltet es seine Wirkung leise, eindringlich und mit einer Intensität, die sich nach und nach unter die Haut schiebt.

Im Mittelpunkt steht Marissa, deren Geschichte sich auf zwei Zeitebenen entfaltet. Zum einen begleiten wir sie im Jahr 2012 in New York, zum anderen führt uns der Roman zurück ins Jahr 2004 nach Thailand. Dort erleben wir gemeinsam mit ihr und ihrer besten Freundin Arielle eine unbeschwerte Kindheit voller Nähe zur Natur: Die beiden tauchen, erkunden ihre Umgebung und teilen eine tiefe, fast selbstverständliche Freundschaft. Doch gleichzeitig ist Unter Wasser auch die Geschichte eines Verlustes, denn Marissa hat Arielle verloren.

Gerade diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart macht den Roman so eindringlich. Als Leser*innen tauchen wir tief in Marissas Gedanken- und Gefühlswelt ein und erleben, wie Erinnerungen, Trauer und Schuld miteinander verwoben sind.

Besonders gelungen ist der Autorin die Darstellung der Natur. Sie zeigt nicht nur ihre Schönheit, sei es in den lebendigen Bildern Thailands oder in stillen Momenten im Central Park , sondern auch ihre Verletzlichkeit. Die Bedrohung und Zerstörung der Umwelt schwingt immer mit und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe.

Was dieses Buch so besonders macht, ist seine ruhige Erzählweise. Es baut keine großen dramatischen Höhepunkte auf, sondern zieht einen langsam hinein. Die Geschichte entfaltet sich behutsam, beinahe unmerklich, und bleibt gerade deshalb lange im Gedächtnis.

Leseempfehlung.
4,5/5 Sterne

Als Arielle ertrank 2026-04-25 20:14:00
Marissa ist sechs, als sie ihre Mutter verliert und mit ihrem Vater nach Thailand geht. Bald lernt sie die gleichaltrige Arielle kennen. Eine starke Freundschaft entsteht. Beide wachsen zwischen Hotel und der meeresbiologischen Forschungsstation ihres Vaters auf, tauchen mit Mantarochen und erkunden die tropische Natur. Ein Paradies, nicht ganz ohne Schattenseiten gezeichnet, bis am 26. Dezember 2004 eine gigantische Welle beide erfasst und nur Marissa lebend wieder auftaucht. New York wird im Oktober 2012 von einem Hurrikan bedroht. Arielles Schicksal und die Trauer um sie haben Marissa nie losgelassen. Die erneute drohende Naturkatastrophe ist Ausgangspunkt für Marissas Geschichte.

Unter Wasser von Tara Menon ist ein nicht ganz leicht zu lesendes Buch über Freundschaft, Trauer und gefühlte Schuld. Den Tsunami von 2004, bei dem etwas 230.000 Menschen das Leben verloren, habe ich aus den Medien noch in Erinnerung. Gerade die Unmittelbarkeit und Chancenlosigkeit waren erschreckend. Tara Menon nimmt sich in dem doch eher kurzen Buch viel Zeit für die Beschreibung der Natur Thailands und der Atmosphäre New Yorks. Das geschieht mitunter so anschaulich, dass man beispielsweise die Mantarochen an sich vorbeiziehen sieht. Gleichzeitig wechseln die zwei Zeitebenen stetig. Man muss sich darauf konzentrieren, wo Marissa gerade ist. Neben Naturbeschreibungen steht ganz klar die Freundschaft von Marissa und Arielle, sowie Marissas unverarbeitete Trauer im Vordergrund. Einfühlsam und emotional, aufgrund ihrer schweren Thematik und des erzählerischen Aufbaus nicht ganz einfach zu lesen, konnte mich diese Geschichte von Freundschaft und Verlust insgesamt überzeugen.