Alma

Alma

von Federica Manzon

€ 25,70

Hardcover

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Ein italienischer Bestseller: Triest, Liebe und Erinnerung im 20. Jahrhundert - für Fans von Francesca Melandri und Elena Ferrante
2026 Pfaueninsel
320 Seiten
215 mm x 135 mm
Sprache: Deutsch
978-3-691-31006-1

Hauptbeschreibung

»Manzons großartiger Roman zeigt Triest ohne Nostalgie, Kitsch und Zuckerguss.« Die Presse» Alma ist ein intensiver und atmosphärischer Roman« Zeichen & Zeiten»Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon gehört zu den interessanten Stimmen der zeitgenössichen, europäischen Literatur.« Regula StÄmpfli, Art is A Piece of CakeNach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Und da ist auch der Schatten des Krieges jenseits der Grenze, der ihre Liebe zu Vili vor vielen Jahren erschüttert hat ...»Wer etwas wissen möchte über Triest und Italiens östliche Grenze, der muss Alma lesen. Ein perfekter Roman.« REPUBBLICA»Federica Manzon schafft mit ganz eigenem, magischem Talent ebenso charismatische wie vielschichtige Figuren.« LA STAMPA»Nur den ganz großen Romanen gelingt es, eine Welt zu erschaffen, in die die Leserinnen eintauchen können. Sie öffnen uns Zeit und Raum.« ELLE»Federica Manzon malt ein Fresco aus Geschichten, die uns nicht mehr loslassen.« AVVENIRE»Die Autorin Federica Manzon webt eine Geschichte vom Erwachsenwerden in stürmischen Zeiten und zeigt, wie das Elternhaus und die politischen Unruhen unauslöschliche Spuren hinterlassen. Das gelingt ihr mit Brillanz!« Kultur Blog


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Hardcover
Ein italienischer Bestseller: Triest, Liebe und Erinnerung im 20. Jahrhundert - für Fans von Francesca Melandri und Elena Ferrante
2026 Pfaueninsel
320 Seiten
215 mm x 135 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Verena von Koskull
978-3-691-31006-1


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Federica Manzon, geboren in Pordenone, ist Schriftstellerin und Verlegerin. 2008 erschien ihr Romandebüt, Come si dice addio (Wie man Abschied nimmt) Für ihren von der Kritik gefeierten fünften Roman, Alma, der 2024 in Italien erschien und in neun Sprachen übersetzt wird, erhielt sie verschiedene Preise, darunter den renommierten PREMIO CAMPIELLO. Federica Manzon lebt in Mailand und ist Verlegerin des Guanda Verlags. Alma ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint. Verena von Koskull, Jahrgang 1970, übersetzt aus dem Italienischen und Englischen, unter anderen Massimo Scurati, Carlo Levi, Niccolò Ammaniti und Edoardo Albinati. 2020 wurde sie mit dem DEUTSCH-ITALIENISCHEN ÜBERSETZERPREIS ausgezeichnet.

Hersteller: Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20, 51063 Köln DE
E-Mail: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

Ein neuer Blick auf Triest 2026-05-05 06:47:00
Alma ist zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens mit ihrer italienischen Mutter und dem jugoslawisch-stämmigen Vater in Triest aufgewachsen, zwar noch in Italien, aber unweit der jugoslawischen Grenze.

Immer wieder ist ihr Vater nach Jugoslawien gereist und hat dort alle möglichen mysteriösen Geschäfte erledigt, sogar den legendären Marschall Tito getroffen, und immer lag über all dem ein Schleier der Vorsicht, denn man wusste auch, dass das kommunistische Land zwar etwas offener gegenüber dem Westen war als die Länder unter stärkerem russischen Einfluss, aber dennoch seine Kritiker und Gegner erbarmungslos verfolgte.

Dann gibt es auch noch die italienischen Großeltern mütterlicherseits, sehr wohlhabend und auf Etikette bedacht, die nicht sehr erfreut über die Verbindung ihrer Tochter mit dem "Slawen", dem "s'chiavo", sind und einen wenig differenzierten Blick auf alles jenseits der Grenze haben, etwa nicht einmal wissen wollen, dass dort nicht nur eine einheitliche Sprache gesprochen wird und einen serbokroatisch sprechenden Jungen aus Belgrad, der kurzfristig bei der Familie untergebracht ist, in eine Schule für die slowenische Minderheit schicken.

Das Buch ist aus der Perspektive einer erwachsenen, reifen Alma erzählt, die wieder nach Triest reist, Orte ihrer Kindheit besucht und in Erinnerungen schwelgt. Dabei zeigt sich ein interessantes Bild einer Grenzregion, die so klar multikulturell geprägt ist und historisch vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt war.

Auch über das ehemalige Jugoslawien unter Tito lässt sich so einiges lernen, wobei sich das Buch leichter liest, wenn man, wie die Verfasserin dieser Rezension, über zumindest ein grundlegendes Vorwissen über diese Region und ihre Geschichte verfügt, da so einige historische Zusammenhänge angedeutet werden (z.B. wird Tito oft nur "der Marschall" genannt), ohne in aller Ausführlichkeit von Grund auf erklärt zu werden.

Was die Figuren und Erzählstruktur angeht, so war es für mich ein Buch, das Zeit und Geduld braucht. Es ist eher ein mäanderndes Hin und Her zwischen verschiedenen Erinnerungen als ein wirklich spannend erzählter kontinuierlicher Spannungsbogen. Dabei ist eine innere Distanzierung spürbar, die durchaus zum Thema passt und in sich stimmig ist, aber die Identifikation mit den Figuren nicht unbedingt erleichtert.

Es ist damit also kein Buch, das einen hineinzieht und fesselt, sondern eher eines, für das man sich bewusst Zeit nehmen muss, um sich zu entscheiden, weiterzulesen. Das heißt aber nicht, dass die Lektüre sich nicht lohnen würde: gerade in den scheinbar unzusammenhängenden Details und den vielen kleinen Erinnerungen und Szenen setzt sich insgesamt ein Horizont erweiterndes Bild einer sehr interessanten Grenzregion zusammen. Insofern hat die Lektüre meinen Blick auf Triest definitiv erweitert.
Historisch dicht und anspruchsvoll 2026-03-31 20:59:00
Alma von Federica Manzon ist ein literarisch anspruchsvoller Roman, der viel Aufmerksamkeit und Geduld verlangt. Die Autorin verwebt eine dichte Erzählweise mit zahlreichen historischen Details, die dem Buch zwar Tiefe verleihen, es aber gleichzeitig nicht gerade zu einer leichten Lektüre machen.
Beim Lesen wird schnell deutlich, dass hier weniger eine klassische, leicht zugängliche Geschichte erzählt wird, sondern vielmehr ein vielschichtiges Bild entsteht, das man sich Stück für Stück erschließen muss. Gerade die Vielzahl an Hintergründen und Bezügen kann stellenweise fordernd sein.
Der oft gezogene Vergleich mit Meine geniale Freundin von Elena Ferrante erscheint mir dabei etwas weit hergeholt. Während Ferrantes Werk stark von lebendigen Figuren und emotionaler Nähe lebt, bleiben die Charaktere in Alma eher auf Distanz. Sie wirken schwer greifbar und entwickeln für mich nicht die gleiche Tiefe oder Bindung.
Ein literarisch dichter Roman, der auch als historisches Zeugnis dient, auf den man sich aber einlassen muss.
Anstrengend, aber lohnenswert 2026-03-14 16:11:00
Die Geschichte führt aus der Gegenwart in die Siebzigerjahre in Triest. Dort ist Alma aufgewachsen. Ihre Großeltern mütterlicherseits gehörten zum Geschlecht der Habsburger. So wundert es nicht, dass sie gegen die Verbindung ihrer Tochter waren - mit einem „Grenzgänger aus dem Osten, der immer wieder nach Jugoslawien verschwindet“. Inzwischen ist Alma über fünfzig und kehrt nach vielen Jahren und dem Tod ihres Vaters noch einmal in ihre Heimat zurück.

Ich habe weder genau gewusst, wie weit im Osten Italiens Triest zu finden ist, noch habe ich bisher etwas darüber gelesen, wie die damaligen Ereignisse zur Veränderung im ehemaligen Jugoslawien geführt haben.

Mit dem Buch sehe ich mich vor großen Herausforderungen. Das hat nicht nur mit der Historie zu tun, sondern mit dem nicht einfachen Schreibstil. Ohne irgendwelche Anzeichen wechselt das Geschehen häufig von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück. Dazu kommt, dass Orte nicht namentlich, sondern eher nach ihrer Lage benannt werden.

In meine Überlegungen, ob mir das Buch mit der eigentümlichen Schreibweise gefällt oder nicht, wandern meine Gedanken zu Alma, zu der ich keine besondere Bindung knüpfen konnte, die sich aber wahrscheinlich genauso verloren und hilflos fühlt wie ich.

Wie muss es ihr ergangen sein? Ihre Großeltern durfte sie zwar besuchen, sie waren lieb zu ihr, wollten aber von ihrem Vater nichts wissen. Ihr Vater mochte sie, hat sich mit ihr beschäftigt – wenn er da war. Warum er nie etwas über sich oder über seine Arbeit erzählte, aber immer wieder so plötzlich verschwand, wie er wiederkam, das blieb sein Geheimnis und war für Alma nur schwer zu verstehen.

Trotz der Schwere und dem wenigen Wissen über die politischen Hintergründe hat mir Almas Geschichte gefallen, weil ich dabei lernen konnte. Dafür habe ich zwar zusätzlich meinen Atlas gebraucht, um die Schauplätze von damals im Vergleich zu heute besser kennenzulernen, aber es hat sich gelohnt.

Eine Karte auf den Umschlaginnenseiten wäre für mich von großem Vorteil gewesen.