Die Reise ans Ende der Geschichte
€ 26,80
Hardcover
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Roman | »Ein brilliant unterhaltsamer Roman« Denis Scheck, druckfrisch
2026 Klett-Cotta
288 Seiten
23 mm x 135 mm
Sprache: Deutsch
978-3-608-96668-8
Hauptbeschreibung
Der große Traum vom Abenteuer: Ein Spionageroman von Kristof Magnusson
Der große neue Roman von Kristof Magnusson erzählt von einer Zeit, als alles möglich erschien und doch vieles tragikomisch schief ging: Ein Doppelagent will in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, ein Dichter hofft auf das Abenteuer seines Lebens und eine Italienischlehrerin versucht, das Schlimmste zu verhindern.
Anfang der 90er Jahre ist die Welt eine Verheißung und Jakob Dreiser mittendrin: Der junge Dichter wird in Rom für sein Werk gefeiert, der Kalte Krieg ist endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zum Gartenfest mit Krimsekt und Piroggen. Die Welt strebt nach Frieden und Glück - und diesmal scheint sie es ernst zu meinen. Dieter Germeshausen dagegen kann sein Pech kaum fassen. Jahrelang war er Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent, nun muss er dringend untertauchen. Ausgerechnet jetzt, wo er zum ersten Mal verliebt ist. Germeshausen braucht einen Plan, so viel steht fest. Und er braucht Jakob Dreiser. Denn für seinen großen Coup gibt es keine bessere Tarnung als einen international gefeierten Dichter. Eine herrlich turbulente Geschichte über Sehnsüchte, Täuschungen und das Scheitern im Moment der vermeintlichen Freiheit. Kristof Magnusson verwandelt eine Zeit historischer Umbrüche in einen unvergleichlichen Abenteuerroman.
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Hardcover
Roman | »Ein brilliant unterhaltsamer Roman« Denis Scheck, druckfrisch
2026 Klett-Cotta
288 Seiten
23 mm x 135 mm
Sprache: Deutsch
978-3-608-96668-8
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, schreibt Romane, Theaterstücke, übersetzt aus dem Isländischen und engagiert sich für Literatur in einfacher Sprache. Sein Theaterstück »Männerhort« wurde mit Elyas M'Barek und Christoph Maria Herbst für das Kino verfilmt, 2023 wurde er mit dem Rom-Preis der Villa Massimo ausgezeichnet. Kristof Magnusson ist SPIEGEL-Bestsellerautor, zuletzt erschien sein gefeierter Roman »Ein Mann der Kunst«. Kristof Magnusson lebt in Berlin.
Hersteller: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77, 70178 Stuttgart DE
E-Mail: produktsicherheit@klett-cotta.de




Charmanter Agentenklamauk mit Luft nach oben
2026-04-29 15:15:00
Im Mittelpunkt steht der Doppelagent Dieter Germeshausen, der am Ende seiner Karriere unbedingt noch ein großes Ding drehen will und dafür den Dichter Jakob Dreiser anheuert. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, und genau das hat für mich den größten Reiz ausgemacht. Germeshausen ist mürrisch, pflichtbewusst und fast schon verbohrt, während Dreiser mit seinem Charme, seiner Unbedarftheit und mit einer sehr flexiblen Auslegung von Befehlen eher durch die Handlung stolpert. Ihre Schlagabtausche gehören für mich zu den Momenten, in denen das Buch wirklich auflebt – da sprühen immer wieder kleine, herrlich komödiantische Funken. Dazwischen agiert die Sprachlehrerin Francesca Aquatone, die ebenfalls Spionin ist und die beiden im Auge behalten soll. Überhaupt scheint in diesem Roman jede Figur entweder Spion zu sein, einer zu werden oder zumindest einen zu kennen – völlig absurd, aber irgendwie auch mit dem nostalgischen Charme alter Agentenfilme.
Die Handlung spielt in Rom und Russland kurz nach dem Kalten Krieg, einer Zeit voller Umbrüche. Magnusson beschreibt diese Phase solide, aber ich hatte das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Die Euphorie nach dem Mauerfall und der Zusammenbruch der Sowjetunion werden zwar erwähnt, aber ich habe diese Stimmung beim Lesen nicht wirklich gespürt. Die Geschichte selbst plätschert eher dahin – nicht langweilig, aber auch nicht packend. Trotzdem wollte ich wissen, wie alles ausgeht.
Und dann kommt dieses offene Ende, das mich ziemlich frustriert zurückgelassen hat. Ich habe grundsätzlich nichts gegen offene Enden, aber hier wirkte es für mich eher wie ein abruptes Abbrechen. Zu viele Fragen bleiben offen, zu viele Fäden hängen lose herum. Ich hätte mir einfach einen runderen Abschluss gewünscht, der das Ganze etwas stimmiger zusammenführt.
Fazit: Ein unterhaltsamer, stellenweise charmant‑skurriler Agentenroman, der mich gut begleitet hat, aber erzählerisch nicht ganz das ausschöpft, was möglich gewesen wäre. Humor ja, Atmosphäre teilweise, aber am Ende bleibt ein Gefühl von „schade, da wäre mehr drin gewesen“.




Langweilig
2026-04-24 16:27:00
Tatsächlich sind die Figuren auch interessant angelegt: ein etwas naiver Dichter, der unvermittelt in größere Zusammenhänge gerät, und ein Agent, der zwischen Vergangenheit und Neuanfang feststeckt. Auch der Ton ist stellenweise humorvoll und leicht ironisch. Trotzdem konnte mich der Roman insgesamt nicht überzeugen. Über weite Strecken habe ich die Handlung als überraschend ereignisarm empfunden. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ihr eigenes Potenzial nicht ausschöpft. Gerade die eigentlich absurden oder komischen Elemente werden für meinen Geschmack nicht weit genug getrieben.
Das führte bei mir dazu, dass ich beim Lesen oft den Faden verloren habe – nicht, weil die Handlung besonders komplex wäre, sondern weil sie mich emotional nicht genug gebunden hat. Teilweise musste ich Seiten sogar noch einmal lesen, weil ich gedanklich abgeschweift bin. Schade!




Vergnüglicher Start, unbefriedigendes Ende
2026-04-12 20:07:00
Auch Dieter Germeshausen, Agent und gar nicht amused vom plötzlichen Frieden zwischen den Supermächten, da er nun Angst vor Enttarnung hat. Auch Jakob Dreiser feiert mit, ein junger Dichter, der es schon zur Berühmtheit in der Literaturszene gebracht hat.
Das Buch startet aber nicht nur mit Feierlichkeiten, sondern auch gleich dramatisch.
Dann lernt man die verschiedenen Charaktere kennen und das war sehr vergnüglich. Spion oder Spionin zu sein ist ganz normal und niemand macht sich groß eine Kopf.
Ich mochte das Buch über weite Strecken wegen seiner Absurdität und der so herrlich gezeichneten Charaktere. Auch Nebenhandlungen werden so lebendig und humorvoll geschildert, dass das Lesen Spaß machte. Ein Highlight war eine Lesung in einem Goethe-Institut, eine anderes ein Sauna-Besuch.
Geschichten erzählen kann der Autor!
Gleichzeitig ist es aber auch beklemmend, denn während sich in der Buchhandlung alle in friedlicher Zeit wähnen, wissen wir es 2026 leider besser, so dass ich beim Lesen das "Little did we know-Gefühl" hatte.
Die Handlung nimmt dann aber immer absurdere Züge an. Es war irgendwann schon ziemlich abgefahren und gegen Ende hin auch eher zäh als spaßig. Das ging dann leider so weit, dass ich keine Lust mehr auf das Weiterlesen hatte, ich habe mich aber irgendwann doch aufgerafft.
Am Schluss saß ich mit großen Fragezeichen da und dachte mir - ist plötzlich das Papier ausgegangen? Schön und gut, dass man sich etwas für Fortsetzungen aufheben will, aber so kann man ein Buch nicht beenden. Jedenfalls nicht, wenn man mich für Folgebände begeistern will.