Unter dem Sturm

Unter dem Sturm

von Christoffer Carlsson

€ 15,50

Taschenbuch

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Kriminalroman | Die Nummer 1 aus Schweden
2022 Rowohlt TB.
464 Seiten
29 mm x 126 mm
Sprache: Deutsch
978-3-499-00262-5

Hauptbeschreibung

Die Nummer 1 aus Schweden!
In einer kalten Novembernacht 1994 wird im kleinen südschwedischen Marbäck die Leiche einer jungen Frau gefunden. Alles weist auf ein Verbrechen hin, und ein Täter ist schnell ausgemacht: Edvard Christensson unterhielt eine Beziehung mit ihr; wie sein Vater ist er berüchtigt für einen aufbrausenden Charakter.
Edvard wird verurteilt, und der Frieden kehrt ins Dorf zurück. Nur nicht für Edvards siebenjährigen Neffen Isak, der Edvard vergöttert hat. Isak ist besessen von der Vorstellung, dass er den Keim des Bösen in sich trägt, wie sein Onkel, wie sein Großvater.
Zehn Jahre später sitzt Isak nach einem Diebstahl vor Vidar, der als junger Polizist bei der Verhaftung von Edvard half. Und je mehr Vidar sich zurückerinnert, desto größer werden seine Zweifel an den Ermittlungen damals. Und dann verschwindet Isak. Vidar macht sich auf die Suche. Nach dem Jungen und nach der Antwort auf die Frage, was in jener Novembernacht wirklich geschah.


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Taschenbuch
Kriminalroman | Die Nummer 1 aus Schweden
2022 Rowohlt TB.
464 Seiten
29 mm x 126 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Susanne Dahmann
978-3-499-00262-5


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Christoffer Carlsson, geboren 1986, wuchs außerhalb von Marbäck an der Westküste Schwedens auf. Er promovierte in Kriminologie an der Universität Stockholm und wurde 2012 mit dem Young Criminologist Award der European Society of Criminology ausgezeichnet. Für seinen Debütroman «Der Turm der toten Seelen» erhielt er 2013 als jüngster Preisträger mit 27 Jahren den Schwedischen Krimipreis. Die Reihe um den Polizisten Leo Junker erscheint in 20 Ländern und wird verfilmt. Sein Roman «Unter dem Sturm» wurde bislang in zehn Länder verkauft und war 2019 für den Schwedischen Krimipreis nominiert.

Susanne Dahmann studierte Geschichte, Skandinavistik und Philosophie an den Universitäten Kiel und Freiburg im Breisgau. Seit 1993 übersetzt sie belletristische Bücher und Sachbücher, hauptsächlich aus dem Schwedischen, aber auch aus dem Dänischen. Ins Deutsche übertrug sie unter anderem Henrik Berggrens Bücher über Olof Palme und Dag Hammarskjöld sowie Ingrid Carlbergs Biografie von Raoul Wallenberg und für das Fritz Bauer Institut in Frankfurt die schwedischen und dänischen Texte von Fritz Bauer.

Hersteller: Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19, 20099 Hamburg DE
E-Mail: produktsicherheit@rowohlt.de

Schwedischer Alptraum 2024-01-25 18:23:00
November 1994. Marbäck, Südschweden. Der marode Hof der Markströms liegt in Flammen und brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Markströms waren nicht zu Hause, also keine großen Umstände machen, wäre da nicht eine verbrannte Leiche in der Asche und wie sich später herausstellt deren 20jährige Tochter Lovisa mit eingeschlagenem Kopf und ohne Rauch in der Lunge. Also: Mord. „Let‘s fetz“.

Nicht so Christoffer Carlsson, Kriminologe und preisgekrönter Autor; ihm geht es vielmehr um die Menschen und den Ort, in dem sie leben. Was macht ein Verbrechen mit den Personen, die das Opfer kannten, was mit einer Gemeinschaft, die bereits den Schuldigen gefunden zu haben glaubt? Er erzählt von einer besonderen Beziehung zwischen einem Onkel und seinem Neffen und einem charismatischen Polizisten, den dieser Fall viele Jahre nicht loslässt und der dabei fast zugrunde geht: Edvard Christensson 25, Isak 8 und der junge Vidar.

Schuldig muss Edvard Christensson sein, Außenseiter und Freund Lovisas, aufbrausend, ein Wüterich. Wenn nach knapp mehr als 100 Seiten die Bewohner und die Polizei schnell, ohne stichhaltige Beweise, einen Verdächtigen gefunden haben und der vermeintliche Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt wird, was soll dann noch auf den verbleibenden 340 Seiten geschehen? Carlsson präsentiert uns zwei zusätzliche Romanteile.

Herbst 2004: Isak war 8, als das Verbrechen geschah. Mit Edvard verband ihn eine enge Freundschaft, fast ein Vaterersatz. Nun ist Isak 18, und noch bevor er sich mit seinem neuen Auto zu Tode fährt fegt der Orkan Gudrun über Schweden. Draußen überlebt er, weil er sich „unter dem Sturm“ befindet. Isak glaubt nicht an die Unschuld seines Onkels, vielmehr beschäftigt ihn der Gedanke, dass in ihm selbst die Saat des Bösen aufgehen wird. Als Kleinkrimineller strebt er unaufhaltsam auf eine „self-fulfilling-prophecy“ hin. Vidar hat selbst eine Familie gegründet, behält den Jungen im Auge. Vidar ist von der Schuld Edwards nicht restlos überzeugt, recherchiert ohne polizeilichen Auftrag weiter. Er entdeckt ein Schema einer Einbrecherbande mit Verbindung zu Lovisa. Seine Chefin will Vidar für seine Eigenmächtigkeiten „Manieren“ beibringen. Das „Ende“ Vidars Polizeikarriere „naht.“

Sommer 2017: Isak ist jetzt 31 Jahre alt, mit schwangerer Freundin, da verschwindet er spurlos. Vidar, kein Polizist mehr, begibt sich auf die Suche nach Isak.

Wie das Land, so die Leute. Marbäck hat nichts zu bieten, einen Fluss mit Wasserfall und sonst nur Wald. Die guten Zeiten sind längst vorbei. Papierfabrik geschlossen, nachdem deren Chemie die Fischerei ruiniert hatte, die Eisenbahn stillgelegt, wer kann zieht weg. Gelebter Rassismus, sogar gegenüber Vidars Frau, einer Schwedin, in Schweden geboren, spricht perfekt schwedisch – nur ihre Haut ist nicht schwedisch hell. Vidar und Isak ziehen nicht fort. Warum auch? Sie sind wie dieses Land. Christoffer Carlsson arbeitet sich an Marbäck, seiner Vergangenheit (und seinen Einwohnern) ab.

Der Verlag hat es sich nicht nehmen lassen, die „überaus positiven“ Pressestimmen im Anhang zu veröffentlichen.