Zugwind
von Iryna Fingerova
€ 24,70
Hardcover
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Roman | Ein Buch, das Mut macht: vom Leben einer jungen ukrainischen Ärztin und dem Versuch, Trost in alltäglichen Dingen zu finden
2026 Rowohlt, Hamburg
304 Seiten
26 mm x 133 mm
Sprache: Deutsch
978-3-498-00800-0
Hauptbeschreibung
Iryna Fingerova erzählt so bewegend wie authentisch vom Leben einer jungen ukrainischen Hausärztin in Deutschland, während in ihrem Heimatland Krieg herrscht. Von ihrer Wut und Trauer und ihrem Versuch, Trost und Schönheit in alltäglichen Dingen zu finden.
Mira Zehmann ist Hausärztin, Mutter, Ehefrau. Sie stammt aus einer jüdischen Familie in Odesa, vor Jahren hat sie zusammen mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben zu leben - für sich und ihre kleine Tochter. Doch als in ihrer alten Heimat Bomben explodieren, gerät ihre Welt aus den Fugen, und ein erbarmungsloser Zugwind weht durch ihr Leben.
Die Hausarztpraxis wird zur Anlaufstelle, lang ist die Schlange der ukrainischen Patienten, die alle zu Mira wollen auf der Suche nach Trost, nach Heilung und Mitgefühl. Ob eine Affäre hilft, Miras Unmut über den unendlich langen Besuch der Schwiegermutter zu überwinden? Als Mira verfolgt, wie ihre Patienten zwischen den Welten reisen, steht für sie fest: Sie muss nach Odesa, muss ihre über neunzigjährige Oma besuchen, das Meer sehen, mit ihren Freunden tanzen gehen.
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- Verlust
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- Heimat
- Zuversicht
Hardcover
Roman | Ein Buch, das Mut macht: vom Leben einer jungen ukrainischen Ärztin und dem Versuch, Trost in alltäglichen Dingen zu finden
2026 Rowohlt, Hamburg
304 Seiten
26 mm x 133 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Jakob Walosczyk
978-3-498-00800-0
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Iryna Fingerova, geboren und aufgewachsen in Odesa, lebt heute in Deutschland und arbeitet als Ärztin, Journalistin und Schriftstellerin. Ihr Schreiben umfasst Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Essays und Kinderbücher. Iryna Fingerova ist Gründerin und Kuratorin des in Odesa ansässigen Theaters der Ohren, das einen festen Platz in der Kulturszene der Stadt einnimmt. Zugwind ist ihr dritter Roman und der erste, den sie in Teilen auf Deutsch verfasst hat.
Jakob Walosczyk, geb. 1981 in Zabrze, studierte Anglistik und Slavistik. Seit 2014 übersetzt er Literatur aus dem Ukrainischen, Polnischen und Russischen.
Hersteller: Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19, 20099 Hamburg DE
E-Mail: produktsicherheit@rowohlt.de




Tagebuch der Zerissenheit
2026-05-20 22:59:00
Was fühlen sie, welche Gedanken schwirren ihnen im Kopf rum, was lässt ihnen keine Ruhe, wie kommen sie in diesem neuen Leben klar?
Die Autorin erkundet diese Fragen in einer Geschichte, die sich sehr persönlich anfühlt und liest.
Die Gedanken der Protagonistin Mira, einer jungen Ärztin, die schon einige Jahre vor dem Krieg nach Deutschland gezogen ist, wirken so wie die Gefühle der Autorin selbst und sind dadurch besonders authentisch und bewegend.
Der Schreibstil ist dabei sehr poetisch, auf fast jeder Seite kann man schöne Zitate finden, die einen tief treffen und die man auch öfters lesen möchte.
Es wirkt teilweise ein wenig wie ein Tagebuch, als ob man all den Gefühlen im Kopf einen weiteren Raum geben möchte indem man sie auf Papier bannt.
Dabei lernt man natürlich Miras Sicht sehr eindrücklich kennen und kann gut nachvollziehen, wie es ihr mit der Situation und all den schlimmen Dingen geht.
Darf man noch glücklich sein, wenn in der Heimat Menschen sterben? Oder muss man es sogar? Wie soll man so seine Rolle als Mutter, Ehefrau oder Ärztin erfüllen?
Dazu erzählt sie zusätzlich noch von all den Menschen, die geflüchtet sind, von ihren kleinen und großen Problemen im neuen Alltag und der Kriegssituation.
Man fühlt sich den Ukrainer*innen mit jeder Seite näher, das was bisher in der Distanz war wird einem hier berührend nähergebracht.
Dies ist kein Buch, das man schnell nebenbei zur Unterhaltung liest, stattdessen ein wunderschön geschriebenes Werk voller Emotionen und Wortschätzen.




Wut und Verzweiflung
2026-03-13 15:02:00
Sie ist 28 Jare alt , Ehefrau , Mutter und Hausärztin und lebt in Deutschland.
Vor vielen Jahren hat sie mit ihrem Ehemann ihre alte Heimat in der Ukraine verlassen um sich mit ihm und ihrer Tochter ein neues Leben aufzubauen.
Als der Krieg im alten heimatland beginnt ist sie voller Sorge und Verzweiflung.
Ihre Arztpraxis wird zur Anlaufstelle vieler ukrainischer pPatienten die alle ihre Hilfe benötigen.
Alle wollen wieder zurück in ihre gewohnte Umgebung um wieder Normalität in ihr Leben zu bringen.
Viele leiden unter Traumata und Heimweh .
Auch die Protagonistin ist von Selbstzweifel und Unzufriedenheit zerrisen.
Immer wieder flackert ihre Sehnsucht nach der alten Heimat in ihr auf.
Sie spielt mit dem gedanken nach Odesa zu reisen um ihre alte Großmutter und auch das Meer wieder zusehen.




Ein Zugwind hat sich in mir eingenistet
2026-02-28 14:02:00
Für mich ist es daher keine reine Fiktion. Beim Lesen spürt man das nicht. Von der Form kann man sagen, es ist ein Roman. Für dieses Buch funktioniert die Form sehr gut.
Iryna Fingerova gibt ihrer Figur viel Persönlichkeit und Sensibilität mit. Was in der Ukraine passiert beschäftigt sie unaufhörlich, auch weil sie noch Verwandet dort hat, z.B. ihre 90jährige Großmutter.
Mira, die Hausärztin behandelt in ihrer Praxis viele ukrainische Patienten. Eigentlich alle leiden unter dem Krieg und erzählen Mira mehr als nur ihre körperlichen Krankheitsgeschichten. Die vielen Geschichten der Patienten machen ein gutes Stück weit den Roman aus. Aber auch Miras eigene Emotionen und ihr Leben werden ausführlich vorgestellt.
Mich hat das Buch überzeugt. Ein Stück deutsch-ukrainische Literatur, die ich für wichtig halte und die Verständnis fördert.