Eigentum

Eigentum

von Wolf Haas

€ 23,60

Hardcover

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Roman
2023 Hanser
160 Seiten
17 mm x 134 mm
Sprache: Deutsch
978-3-446-27833-2

Hauptbeschreibung

"Alles hin." Die Mutter, das Geld, das Leben. - Der neue Roman von Wolf Haas"Ich war angefressen. Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter weisgemacht, dass es ihr schlecht ging. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut ging. Es musste ein Irrtum vorliegen." Mit liebevoll grimmigem Witz erzählt Wolf Haas die heillose Geschichte seiner Mutter, die, fast fünfundneunzigjährig, im Sterben liegt. 1923 geboren, hat sie erlebt, was Eigentum bedeutet, wenn man es nicht hat. "Dann ist die Inflation gekommen und das Geld war hin." Für sie bedeutete das schon als Kind: Armut, Arbeit und Sparen, Sparen, Sparen. Doch nicht einmal für einen Quadratmeter war es je genug. Endlich wieder ein neuer Roman von Wolf Haas. Ein großes, berührendes Vergnügen.


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Hardcover
Roman
2023 Hanser
160 Seiten
17 mm x 134 mm
Sprache: Deutsch
978-3-446-27833-2


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Wolf Haas wurde 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren. Für sein Werk erhielt er u. a. den Bremer Literaturpreis, den Wilhelm-Raabe-Preis und den Jonathan-Swift-Preis. Er veröffentlichte die Romane »Das Wetter vor 15 Jahren« (2006), »Verteidigung der Missionarsstellung« (2012) und »Junger Mann« (2017) sowie neun Brenner-Krimis, zuletzt »Müll« (2022). Bei Hanser erschien zuletzt der Roman »Eigentum (2023), der mit dem Erich-Kästner-Preis 2024 ausgezeichnet wurde, und sein Roman »Wackelkontakt« (2025). Wolf Haas lebt in Wien.

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Kolbergerstr. 22, 81679 München DE
E-Mail: info@hanser.de

Nicht jedermanns Geschmack, aber meiner 2024-02-10 16:56:00
„Am Ende hieß es noch, ich hätte mich über sie lustig gemacht. Man schuldet ja allen einen gewissen Respekt. Auch jenen, die es vielleicht nicht wahrnehmen, wenn man ihn nicht zeigt. Man kann auch den Verlöschenden und vor sich hin Dämmernden nicht irgendwas erzählen, nur weil es langweilig ist mit ihnen. Man darf unterlegene Menschen nicht auf die Schaufel nehmen. Man darf Schwachsinnige nicht verarschen, man darf kleine Kinder nicht verarschen, man darf Behinderte nicht verarschen. Im Prinzip darf man überhaupt niemanden verarschen, fürchte ich. Schon gar nicht seine sterbende Mutter.“ (S. 8, Haas)

Wolf Haas besucht das Altersheim, in dem seine 95-jährige Mutter wohnt, die in drei Tagen sterben wird. Haas tut gar nicht so, als ginge sie ihm nicht auf die Nerven. (Unausgesprochen: Ich darf doch etwas dement sein, wenn ich meinen Sohn bitte, meinen längst verstorbenen Eltern eine Nachricht zu überbringen.) Ausgesprochen: „Meine Mami und mein Tati, wo sie jetzt sind, ich weiß nicht wie es da heißt, aber du kannst dort mit dem Handy anrufen und ihnen sagen, dass es mir gut geht.“
Das Gejammer tönt ihm noch in den Ohren: „Immer nur sparen, sparen, sparen.“ Immer nur „arbeiten, arbeiten, arbeiten“,
Und im Rückblick Geschichte: Die seiner Mutter und der Familie und die Österreichs, von einer Frau, die 1923, ins Jahr der Superinflation, hineingeboren wurde.

Sicher Autofiktion, aber weder geschmacklos noch sentimental. Von Seite zu Seite verschwindet der lapidare Ton, der Sohn erzählt von der Mutter, die in Zeiten jung gewesen ist, als fast jeder ein Schicksal hatte und nicht nur ein Leben mit Aufs und Abs. Krieg. Krankheit. Gewalt. Tod überall. Und die Hoffnung auf das Eigenheim, das sich nie erfüllt hat. Bis jetzt. Seit vielen Jahren steht schon ihr Name auf dem Grab, ihre eigenen Kubikmeter nun bereit, bezogen zu werden – nur ein Datum fehlt.

„Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter weisgemacht, dass es ihr schlecht ging. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut ging." (W. Haas)

Wolf Haas, Autor beim Carl Hanser Verlag, wovon viele seiner Kollegen nur träumen.
"kein Krimi" 2024-02-10 15:38:00
Wolf Haas hat diesen Roman seiner verstorbenen Mutter geschrieben, die mit 95 Jahren in einem Altersheim verstorben ist. Der Autor setzt sich in dieser Story mit seiner Familiengeschichte auseinander. Abwechselnd wird aus der Vergangenheit der Mutter und von Wolf Haas erzählt. Stets musste gespart werden, wo es nur ging. Es waren keine leichten Zeiten.
Doch trotz allem, kommt der schwarze Humor auch nicht zu kurz.

Der Roman machte mich ein bisserl traurig, stimmte mich aber auch nachdenklich. Aber wie gesagt, auch der Humor kommt nicht zu kurz und das lockert die ganze Geschichte auch wieder auf. Gut hat mit gefallen, dass die Dialoge im österreichischen Dialekt geschrieben wurden.
Der Roman hat mir gut gefallen, ist halt mal was anderes als die Krimis, die man von Wolf Haas kennt. Auf jeden Fall ein lesenswerter Roman für zwischendurch!
Lebensstationen 2023-12-25 10:37:00
Die Mutter von Wolf Haas liegt im Sterben. Ihr Sohn ist in den letzten Tagen an ihrer Seite und erinnert sich an manche Begebenheiten aus ihrem (und auch seinem) Leben.
Die rund 150 Seiten lesen sich gut, sind auch interessant. Werden bei mir aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.