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Mathilde und Marie

von Torsten Woywod

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Roman | Eine Liebeserklärung an den Zauber des Lesens und eine Rückbesinnung auf das, was wir im Leben wirklich brauchen
2026 dtv
336 Seiten
Sprache: Deutsch
978-3-423-44848-2

Hauptbeschreibung

Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach nur guttut »Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.« In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Eine Begegnung, die alles verändern wird Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt. Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler.  Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft. Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann … Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.


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Roman | Eine Liebeserklärung an den Zauber des Lesens und eine Rückbesinnung auf das, was wir im Leben wirklich brauchen
2026 dtv
336 Seiten
Sprache: Deutsch
978-3-423-44848-2


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Torsten Woywod (*1981) arbeitete als Buchhändler und im Online-Marketing, bevor er 2021 die Marketingleitung des DuMont Buchverlags übernahm. Für sein Engagement für die Buchwelt erhielt er 2015 den Young Excellence Award. Zuletzt gründete er mit seiner Freundin den Verlag WOYWOD & MEURER, dessen Debütveröffentlichung ›Leonard und Paul‹ ein SPIEGEL-Bestseller und für das Lieblingsbuch der Unabhängigen nominiert war. Mit ›Mathilde und Marie‹ legt er nun seinen ersten eigenen Roman vor. 

Schönes Buch 2026-01-14 15:56:00
Zum Inhalt:
Marie flüchtet aus Paris ohne genau zu wissen, wohin sie eigentlich will. Im Zug trifft sie Jonina und jetzt sitzt sie mit ihr und Thomas in einem Lieferwagen Richtung Redu. In Redu ticken die Uhren anders, Internet gibt es nur eine Stunde am Tag und der Mobilfunkempfang ist gleich null und doch fühlt sie Marie sich nach und nach immer wohler.
Meine Meinung:
Lange Zeit fragt man sich, wann eigentlich Mathilde eine Rolle spielt, aber keine Sorge, irgendwann taucht sie auf und spielt dann auch eine wichtige Rolle. Und Marie, die nicht nur für Mathilde immer wichtiger wird, sondern für das gesamte Dorf, kommt immer mehr an. Irgendwie hat das Buch etwas warmherziges, auch wenn es eigentlich gar nicht vorstellbar ist, dass es so was in der Art geben kann, aber das ist im Grunde auch egal, weil einen das Buch einfach mit einem guten Gefühl hinterlässt. Das Buch ist schön geschrieben und hat mich berührt.
Fazit:
Schönes Buch
Wo Zeit keine Rolle spielt 2026-01-05 05:45:00
von Shilo
In Redu, einem kleinen Dorf, umgeben von Wäldern und Flüssen, geht alles langsamer. Die Menschen leben ruhig und wirken ein wenig aus der Zeit gefallen. Technik gibt es kaum, Ablenkung selten. Die Menschen haben ihre festen Gewohnheiten.
Marie kommt aus Paris und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich. Nicht wegen eines großen Dramas, sondern weil sie merkt, dass ihr Leben so nicht weitergeht. Ohne genaues Ziel beginnt sie ihre Reise. Im Zug trifft sie Jónína, eine Isländerin, die schnell erkennt, wie es ihr geht. Jónína bringt sie nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung führt.
Marie findet nach und nach ihren Platz im Dorf. Sie beobachtet, hört zu und wird ein Teil des Alltags. Das Leben in Redu ist nicht perfekt, aber ehrlich. Die Menschen sind eigenwillig, manchmal verschroben, aber auf ihre Weise herzlich. Die Gemeinschaft zeigt sich still und selbstverständlich.
Mathilde fällt sofort auf. Sie wirkt abweisend und streng, fast unnahbar. Doch nach und nach zeigen sich Risse in ihrer harten Schale. Ihre Entwicklung geschieht langsam und wirkt echt. Kleine Veränderungen sagen viel über sie aus. Und genau das macht sie menschlich.
Die Geschichte erzählt ruhig. Große Höhepunkte gibt es nicht, dafür viele kleine Momente: Gespräche, Blicke, gemeinsame Tage. Gefühle werden nicht erklärt, sondern entstehen beim Lesen von selbst. Das sorgt für Nähe und lässt sich gut lesen.
Das Buch zeigt, wie wichtig Freundschaft, Vertrauen und Zeit sind. Es ist keine Geschichte, die drängt, sondern eine, die ruhig begleitet.
Für Leserinnen und Leser, die sich gern Zeit nehmen und die kleinen Dinge des Lebens genießen, ist dieses Buch eine schöne Wahl. 4 Sterne.
überraschend 2025-12-29 12:40:00
von Nele33
Der Debütroman „Mathilde und Marie“ von Thorsten Woywod spielt in dem kleinen Dorf Redu in den belgischen Ardennen.

Marie, die ziemlich kopflos aus Paris geflüchtet ist, trifft im Zug auf Jonina, die sie einlädt, ihr kleines belgisches Dorf zu besuchen.

Dieses Dorf ist ein großer Kontrast zu Maries Leben in Paris, aus dem sie geflüchtet ist. Bei genauer Betrachtung scheint die Zeit in dem sogenannten Bücherdorf stehen geblieben zu sein. Zwar kennen die Leute Internet, Smartphone und Co, doch ist das World Wide Web nur 1 Stunde pro Tag nutzbar und die Menschen stehen sich näher, als die, die in der schnelllebigen, reiz überfluteten ihr Dasein verbringen müssen. Zusammenhalt und Empathie füreinander sind ein hohes Gut. Mathilde, die eher zurückhaltend wirkt, findet einen Platz in Maries Herzen und öffnet sich ihr. Es gibt eine Erklärung für ihr abweisendes Wesen zu Beginn der Freundschaft, die einen tiefen Blick in ihr Leben gibt.

Mathilde und Marie ist ein wunderbares Wohlfühlbuch, eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und an eine fast schon zu perfekte Welt. Genau in diese Welt konnte ich mich bei der Lektüre flüchten und dem Alltag für ein paar Stunden entfliehen. Dabei war der angenehme Schreibstil des Autors, toll zu lesen. Die Naturbeschreibungen haben mich gut mitgenommen und unterstützen die Atmosphäre des gesamten Buches.

Ein Buch für eine Pause und ebenso zum Reflektieren vom eigenen Umgang mit der Zeit und den Menschen.