Der unsichtbare Elefant

Der unsichtbare Elefant

von Max A. Edelmann

€ 19,99

Taschenbuch

Herstellung bei Anforderung

Chronik eines Falls
448 Seiten
29 mm x 120 mm
Sprache: Deutsch
978-3-384-25683-6

Hauptbeschreibung

Wann endet die Vergangenheit?Düsseldorf, an einem Winterabend: Vor den Augen seiner spanischen Kollegin stürzt sich der Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen in den Tod und zerstört dabei ein wertvolles Kunstwerk. María, die Thomas mochte, ist entsetzt und ratlos. Was um alles in der Welt hat ihn zu dieser Wahnsinnstat getrieben? Auch der auf den Plan gerufene Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Viktor beginnt zu recherchieren: Gibt es Spuren aus der Vergangenheit, die helfen können, Thomas Verzweiflung zu verstehen? Und welche Erkenntnisse kann Simon, der junge Staranwalt aus dem Münchner Büro, der noch in derselben Nacht mit einer kanzleiinternen Ermittlung beauftragt wird, zutage fördern? Bei ihrem Versuch, die Wahrheit herauszufinden, entdecken drei ungleiche Menschen die blinden Flecken auf Thomas Seele - und werden gleichzeitig mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, die viel weiter zurückreicht, als ihnen bewusst ist. Der unsichtbare Elefant legt nicht nur die Abgründe frei, die sich hinter der glänzenden Fassade einer typischen Star-Anwaltskanzlei mit internationalem Renommee verbergen, sondern führt auch in die Tiefen der europäischen Geschichte hinab, einer Geschichte, die bis in die Gegenwart fortwirkt. Nicht nur für Thomas Siebenmorgen ...


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Taschenbuch
Chronik eines Falls
448 Seiten
29 mm x 120 mm
Sprache: Deutsch
978-3-384-25683-6

Hersteller: Tredition
Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg DE
E-Mail: operations@tredition.com

Berührend 2026-02-19 12:33:00
von Rinoa
Dieses Buch ist für mich ein richtiges Juwel. Es kommt so ein wenig unscheinbar daher, auch mit seinem schlichten Cover, doch die Wirkung ist umso stärker.

Warum sprang Thomas Siebenmorgen in den Tod? Das ist die zentrale Frage, die sich María, seine Kollegin, die ihn sehr mochte, Viktor, ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, der Thomas von früher kennt und Simon, ein Kollege aus einem anderen Standort, der eine interne Ermittlung durchführen soll, stellen.
Unabhängig voneinander beginnen die drei, in Thomas Leben zu forschen um eine Antwort zu erhalten, nicht nur für sich selbst oder die Untersuchungen der Kanzlei, sondern auch für Thomas Eltern.
Doch natürlich kann dies nur ein Erklärungsversuch für das Unerklärbare bleiben, denn letztendlich weiß nur Thomas, warum er diesen Weg gewählt hat. Trotzdem gelingt es den dreien, deren Wege sich auch immer wieder kreuzen, mehr über Thomas und sein Leben sowie mögliche Beweggründe zu erfahren.

Dabei wurden am Ende für meinen Geschmack ein wenig zu viele Themen abgearbeitet, insbesondere im Gegensatz zu weiten Teilen vorher, fand ich den Schluss daher etwas überladen.

Mich hat das Buch aber wirklich sehr berührt, auch wenn es, passend zum Anwaltsmilieu, eher sachlich geschrieben war. Ich mochte diesen ruhigen Schreibstil einfach, genau wie die toll beschriebenen und herausgearbeiteten Charaktere.

Für mich eine absolute Leseempfehlung.
ein Roman mit einer tieferen Botschaft als zuerst gedacht 2026-02-16 09:28:00
von ingri
In einer renommierten Anwaltskanzlei in Düsseldorf stürzt Thomas Siebenmorgen in den Tod auf ein wertvolles Kunstwerk. Maria, eine Kollegin, beobachtet die Szene und ist sich sicher, dass Thomas es sich mit dem Selbstmord anders überlegt hat, da er wieder auf das Geländer greift. Doch was hat den Anwalt zu generell dazu getrieben. Viktor kommt als Mitarbeiter der Krisenintervention und betreut nun Maria und dann Thomas Eltern. Parallel dazu wird auch ein Anwalt der Kanzlei mit Untersuchungen beauftragt.

In kurzen Kapiteln wird aus wechselnden Blickwinkeln die Geschichte aufgerollt. Präzise ist der Roman in große Abschnitte unterteilt – Causa, Instruktion und Conclusio, passend zu einem Setting im Rechtsmilieu.

Einerseits wird in der in der Anwaltskanzlei ermittelt und andererseits begleitet man verschiedene Personen im Umgang mit der Trauer um den Tod von Thomas. Warum hat der Anwalt daran gedacht sich umzubringen und wer trägt die Schuld an diesem Unglück. Es zeigt sich, dass die glamouröse Anwaltskanzlei doch auch so einige Abgründe hat. Wie man vielleicht vermuten mag, herrscht großer Konkurrenzkampf und auch ein hohes Arbeitspensum.

Doch auch im Familienleben herrscht nicht nur eitel Wonne wie es die adrette Kleinstadtidylle vermuten lässt. Überall zeigt sich ein unsichtbarer Elefant im Raum, wie die Redewendung die gleichzeitig Buchtitel ist, so schön formuliert. Etwas über das nicht gesprochen wird, das aber dennoch für alle greifbar ist – nämlich die Auswirkung der Familiengeschichte auf nachfolgende Generationen. Speziell Handlungen und Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg prägen hier die Generation um Thomas, auch wenn diese Generation nicht alles direkt erzählt bekommen hat.

Sehr gelungen fand ich auch, wie der Autor es versteht die verschiedensten Personen wie Trauerbegleiter, Kollegin, den Aufklärer aus der Anwaltskanzlei und so etliche Schulkollegen von Thomas in Handlungssträngen miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte zieht immer weitere Kreise. Man nimmt die Charaktere sehr authentisch wahr und merkt wie berührt sie von der Geschichte des toten Anwalts sind und wie sehr sie über ihr eigenes Leben nachdenken.

Ein Roman, der sich grundsätzlich leicht liest, allerdings viel mehr transportiert als man zu Beginn denkt.
Endlich ein Krimi mit Rätseln zum Mitdenken! 2026-02-09 15:53:00
von evaki
Wer wirklich einen spannenden Krimi zum Grübeln in Händen halten möchte, ist beim „Der unsichtbare Elefant“ von Max A. Edelmann genau richtig. Man watet nicht durch blutrünstige Schlachtfelder, sondern darf Stück für Stück einzelnen Puzzlestückchen aneinandersetzen.
Der Einstieg beginnt mit einem Paukenschlag – in einer großen Düsseldorfer Anwaltskanzlei, einem architektonischen Gebäude mit Atrium und exklusivem Kunstobjekt im Eingangsbereich, stürzt ein langjähriger Anwaltskollege zu Tode. Zwei Zeugen gibt es, aber keinen Täter. Das große Rätsel beginnt und lässt bis zum Schluss, der immerhin über 400 Seiten, weder Langeweile noch Eintönigkeit aufkommen. Ganz im Gegenteil, irgendwann dreht man einfach selbst die Musik auf und überlegt, was denn die Gründe sein könnten, die diesen armen Menschen zum Abgang veranlasst haben. Wen wir auf diesem Weg alles kennenlernen und wie sich verschiedene Ereignisse miteinander verknüpfen, liest natürlich Jeder für sich. Ach ja, der Leser bestimmt natürlich auch das Tempo, denn zwischen den Zeilen gibt es so viel zu entdecken, wenn man es zulässt, dass dieser, erst einfach zu lesende Krimi, zu einem absoluten Jahreshighlight werden kann! Trauen Sie sich und lassen Sie sich auf ihn ein!