Unbeugsam wie die See

Unbeugsam wie die See

von Emilia Hart

€ 25,70

Hardcover

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Roman | Sunday Times Bestseller | Familiensaga über vier Schwestern, Liebe, Verlust und die Magie des Meeres | Von der Erfolgsautorin von »Die Unbändigen« | Australienroman
2025 HarperCollins Hamburg
416 Seiten
40 mm x 132 mm
Sprache: Deutsch
978-3-365-01163-8

Hauptbeschreibung

Schwestern, getrennt durch Jahrhunderte. Stimmen, die nicht unterdrückt werden können 2019: Lucy erwacht aus einem Albtraum und findet ihre Hände an der Kehle ihres Ex. Entsetzt flieht sie zu ihrer Schwester Jess an die australische Küste, doch diese ist verschwunden. Während Lucy auf ihre Rückkehr wartet, erfährt sie von seltsamen Ereignissen in der Kleinstadt: Männer sind verschwunden, ein Baby wurde in einer Höhle gefunden, und Seeleute hören Frauenstimmen auf den Wellen. 1999: Jess ist eine einsame Sechzehnjährige in einer ländlichen Stadt in der Mitte des Kontinents. Mit einer seltenen Wasserallergie diagnostiziert, hat sie sich schon immer anders gefühlt, bis ihr junger, charmanter Kunstlehrer sich für ihre Zeichnungen interessiert. 1800: Die Zwillingsschwestern Mary und Eliza wurden von ihrem Vater in Irland getrennt und nach Australien verbannt. Auf der langen Reise beginnen sie, seltsame Veränderungen an sich zu bemerken und spüren, wie das Meer sie zu rufen scheint...


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Hardcover
Roman | Sunday Times Bestseller | Familiensaga über vier Schwestern, Liebe, Verlust und die Magie des Meeres | Von der Erfolgsautorin von »Die Unbändigen« | Australienroman
2025 HarperCollins Hamburg
416 Seiten
40 mm x 132 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Julia Walther
978-3-365-01163-8


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Emilia Hart ist eine britisch-australische Schriftstellerin. Sie wurde in Sydney geboren und studierte englische Literatur und Jura, bevor sie als Anwältin in Sydney und London arbeitete. Ihr erster Roman, Die Unbändigen, war ein New York Times-Bestseller, gewann zwei Goodreads Choice Awards und wurde weltweit über 700.000 Mal verkauft. Ihr neuester Roman, Unbeugsam wie die See, steig als Sunday Times-Bestseller ein, wurde New York Times-Bestseller und ein Good Morning America Book Club Pick. Emilia lebt in London mit ihrem Partner, einer schwarzen Katze namens Luna und viel zu vielen Büchern. Die promovierte Buchwissenschaftlerin studierte Anglistik, Germanistik, Literatur und Übersetzung in Deutschland und Irland und lebt heute als freie Übersetzerin und Illustratorin mit ihrer Familie im Raum Stuttgart.

Hersteller: Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Valentinskamp 24, 20354 Hamburg DE
E-Mail: info@harpercollins.de

Solide Unterhaltung mit Fantasy-Elementen 2025-11-22 09:41:00
Besonders angesprochen hat mich bei diesem Buch das schöne Cover und dass ich insbesondere über den Vorgängerband der Autorin, "Die Unbändigen" schon viel Gutes gehört hatte.

Dieses Buch erzählt in wechselnden Erzählsträngen Ausschnitte aus dem Leben von zwei Schwesterpaaren zu verschiedenen Zeiten. Da gibt es die Zwillinge Mary und Eliza, die um 1800 aus Großbritannien nach Australien verschifft und dabei getrennt werden. Dann Lucy im Jahr 2019, deren Schwester Jess verschwunden ist. Jess wiederum lernen wir in der Vergangenheit kennen und erfahren mehr über ihre Geschichte.

Das Buch hat märchenhafte, mystische bis fantastische Elemente, da werden etwa Frauen plötzlich zu Meerjungfrauen. Das muss man mögen in so einem Buch. Ansonsten ist es solide Unterhaltung. Ich wurde mit den Figuren nicht sonderlich warm und habe auch die Sprache nicht sehr besonders gefunden, vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich sonst viele Bücher lese, die eher zur höherwertigen Literatur zählen, was dieses Buch nicht leisten können muss.
Ein würdiger Nachfolger des Debüts 2025-10-01 20:13:00
Ich mochte das Debüt von Emilia Hart unglaublich gerne. Magischer Realismus, Hexen und weibliche Wut sind Elemente, die ich sehr zu schätzen weiß. In ihrem neuen Roman greift die Autorin auf vieles davon zurück und schafft es, einen würdigen Nachfolger zu schreiben, der aber doch nicht ganz mit der Stärke ihres Erstlings mithalten kann.

Was ich bei Hart wirklich sehr mag, ist ihre spannungsvolle und leicht lesbare Art zu schreiben. Mit den schon aus „Die Unbändigen“ bekannten mehreren Zeitebenen und Erzählperspektiven, die im weiteren Verlauf ineinanderfließen, gelingt ihr auch dieses Mal ein packendes und vor allem vielschichtiges Werk. Die Protagonistinnen der Vergangenheit und Gegenwart sind stets authentisch geschrieben.

Das neue Buch hat einen etwas anderen Fokus, der mir persönlich einfach weniger gut gefällt. In meiner Erinnerung ist das Debüt getrieben von den verschiedenen und doch geteilten Gewalterfahrungen der Frauen sowie deren Widerstand. Diese Elemente prägen die Handlung dieses Mal deutlich weniger. Patriarchale Gewalt ist auf jeden Fall auch hier Thema, aber die Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte sowie der eigenen Andersartigkeit steht deutlich mehr im Zentrum. Dadurch ist der Aufbau etwas länger, auch wenn ich ihn keinesfalls als zäh bezeichnen würde.

Im Mittelteil gelingt es Hart dann wirklich hervorragend, ihre Lesenden in die Handlung einzusaugen. Lucys Recherche, begleitet von Jess’ Tagebuch, ist präzise und total spannend geschrieben. Manche Twists der Geschichte konnte ich erahnen, bei anderen ist mir buchstäblich die Kinnlade heruntergeklappt. Hart hat wirklich ein Händchen für Details!

Was mich weniger überzeugt hat, war die gewählte Ausgestaltung des magischen Realismus. Hier bekommt eher etwas Monsterhaftes Raum, während es im Debüt mehr um die Verbindung zu unserer pflanzlichen und tierischen Mitwelt ging. Der englische Originaltitel („The Sirens“) gibt einen deutlicheren Hinweis auf den Inhalt als der deutsche. Wer sich für diese mythische Figur interessiert, wird begeistert sein. Meins ist es nicht zu 100 % und doch fand ich die Geschichte bildhaft und packend geschrieben.

Emilia Hart ist eine sympathische Autorin, die sehr talentiert darin ist, vielschichtige und fantasievolle Geschichten mit viel Liebe zum Detail zu schreiben. Dabei bezieht sie auch immer klar Stellung zu feministischen und antikolonialen Kämpfen, besonders letztere sind in ihrem aktuellen Buch von Bedeutung. Hier fließen nämlich die Kolonisierungsgeschichten Irlands und Australiens zusammen. Für ihre Sensibilität, die sich schon im Vorwort des Romans zeigt, schätze ich die Autorin wirklich sehr.

„Unbeugsam wie die See“ ist mystischer und dunkler als sein Vorgänger, doch nicht weniger emotional greifbar. Ich persönlich fand das Debüt stärker und würde es auch für den Einstieg empfehlen. Wer Hart schon kennt und mag, macht mit ihrem aktuellen Buch definitiv nichts falsch. Weibliche Solidarität und Kraft über die Jahrhunderte hinweg findet sich in beiden Werken.

4,5 Sterne
Über Jahrhunderte hinweg verbunden 2025-09-14 21:03:00
1800: Die Zwillingsschwestern Mary und Eliza werden verurteilt, einen Mann attackiert zu haben. Sie werden deshalb mit einem Gefangenenschiff von Irland ins Exil nach New South Wales deportiert. Die Überfahrt und die Aussicht darauf, was weibliche Sträflinge in Australien erwartet, ist für die jungen Frauen eine pure Folter.
1982: Ein Baby wird verlassen in einer Höhle am Meer gefunden. Der Retter des neugeborenen Mädchens, Baby Hope genannt, und seine Frau nehmen das Kind glücklich als ihres an. Sie müssen sich aber auch mit den Verleumdungen der australischen Presse auseinandersetzen.
2019: Lucy wird beim Schlafwandeln einem Kommilitonen, mit dem sie eine kurze Beziehung hatte, gegenüber gewalttätig. Sie flieht von der Uni, um bei ihrer Schwester Schutz zu suchen, da sie bemerkt, dass sie, obwohl sie von dem Mann im Internet bloßgestellt und daraufhin gemobbt wurde, keine Unterstützung erfährt.
Die drei Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt. Jeder für sich ist einnehmend und spannend. Die Frauen müssen jeweils in ihrer Zeit unheimlich viel Stärke beweisen, da sie sich patriarchalen Machtsystemen ausgeliefert sehen. Langsam werden die Geheimnisse, die die Frauen mit sich tragen, beleuchtet und gleichzeitig wird ersichtlich, wie sie und ihre Erlebnisse über die Jahrzehnte und Jahrhunderte miteinander verwoben sind. Schlussendlich entfaltet sich eine wunderschön erzählte Geschichte, in der ein Hauch Mystik mitschwingt und in der das Meer ein verbindendes Element ist. Seine Kraft, Schönheit, Sanftheit gepaart mit Rohheit und Ursprünglichkeit steht für die Frauen, die Weiblichkeit, die Unbeugsamkeit.
Mich konnte die Autorin von den ersten Seiten an begeistern. Sie findet schon im Vorwort sehr schöne respektvolle Worte. Der Schreibstil war für mich ausgesprochen angenehm und flüssig zu lesen und Emilia Hart findet die passenden Worte für die verschiedenen Epochen, von denen sie schreibt. Ihr Buch war eines von denen, die mich fesselten und das ich kaum weglegen konnte. Der Mix aus Fiktion, angelehnt an historische Ereignisse und dem Mystischen, Sagenhaften hat mit sehr gut gefallen. Für mich ein sehr gelungenes Buch!