Zugvögel wie wir

Zugvögel wie wir

von Julia Dibbern

€ 22,70

Hardcover

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Roman - Deine Reise zu dir selbst beginnt in Schweden ... Für alle Fans von »Wenn die Kraniche nach Süden ziehen«
2026 Limes
304 Seiten
206 mm x 135 mm
Sprache: Deutsch
978-3-8090-2793-5

Hauptbeschreibung

Eine Frau auf dem Weg zu sich selbst

Evas Leben scheint immer kleiner und enger zu werden. Der Traum von einer Karriere als Musikerin zerbrach schon früh, ihre Ehe ist lange vorbei und von ihrer Tochter lebt sie entfremdet. Umso überraschter reagiert ihr Umfeld, als Eva im Schwedenurlaub einer spontanen Eingebung folgt: Sie wird dem Weg der Kraniche nach Frankreich folgen, ausgerüstet nur mit Fahrrad und Zelt! Der verrückte Plan wird zum Rettungsanker, die Begegnungen auf ihrer Reise - mit der Natur, mit fremden Menschen - lassen Eva die Welt mit anderen Augen sehen. Doch wird es ihr auch gelingen, sich selbst neu zu begegnen?

Einfühlsam und mitreißend erzählt Julia Dibbern über zweite Chancen und neue Möglichkeiten, die uns das Leben unverhofft schenkt.


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Hardcover
Roman - Deine Reise zu dir selbst beginnt in Schweden ... Für alle Fans von »Wenn die Kraniche nach Süden ziehen«
2026 Limes
304 Seiten
206 mm x 135 mm
Sprache: Deutsch
978-3-8090-2793-5


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Julia Dibbern, geboren 1971, bekam die Liebe zur Natur und zum Meer in die Wiege gelegt. Nach dem Architekturstudium und der Ausbildung zur Journalistin schrieb sie viele Jahre lang Sachbücher und leitete eine Erwachsenenbildungsakademie. Ihre Bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie und einer wechselnden Anzahl von Tieren vor den Toren Hamburgs am Deich.

Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28, 81673 München DE
E-Mail: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Spread your wings and fly away 2026-05-04 23:59:00
von Kwinsu
Eva ist unzufrieden mit ihrem Leben: ihre Tochter Sophie will keinen Kontakt mehr zu ihr, sie hat ihre Arbeit verloren und weiß gerade gar nichts mit sich anzufangen. Als sie zu Besuch bei ihrer Freundin Louise in Schweden ist und einen verletzten Kranich findet, beschließt sie kurzerhand dem Vogel nach dessen Genesung und dank GPS-Tracker mit dem Rad auf der Flugroute nach Frankreich zu folgen. Es ist weniger eine Reise durch Mitteleuropa, sondern mehr die Suche nach sich selbst.

Julia Dibbern ist mit "Zugvögel wie wir" ein schöner, zarter und einnehmender Reiseroman gelungen. Die Protagonistin Eva ist anfänglich etwas anstrengend, so schwarz wie sie alles sieht. Doch im Laufe der Zeit, als sie sich selbst mehr findet, wird sie zufriedener, hat mehr Selbstvertrauen und wächst förmlich über sich hinaus. Besonders schön finde ich Evas Begegnungen mit dem jungen Johan, der sie ein Stück weit begleitet und der ihr so viele neue Perspektiven eröffnet. Auch die Freundschaft mit Louise, mit der sie nach dem Start ihrer Reise täglich telefoniert, ist tief und sehr akzeptierend. Am meisten beeindruckt hat mich aber, wie Eva über sich hinauswächst, immer und immer wieder über ihre Grenzen geht und wenn sie sie überschritten hat, immer mehr Lebensfreude empfindet.

Im Laufe des Buches lernen wir anhand von Rückblicken auch die Vergangenheit Evas kennen. Nach einem schweren Schicksalsschlag ist Eva in jahrelanger Trauer und vernachlässigt dadurch ihre Tochter. Dass diese als Erwachsene die Vernachlässigung erkennt und keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter haben will, ist zwar hart, wohl aber verständlich. Ebenso wird die zerbrochene Ehe Evas thematisiert, die ebenso aufgrund des Schicksalsschlags ein Ende fand. So viel sie auch verloren hat, so viel Altes und Neues kommt in ihr Leben zurück: wunderbare Begegnungen, die Liebe zur Natur und zur Musik und schließlich auch ihre Zuversicht.

Mein Fazit: "Zugvögel wie wir" ist ein schöner und ruhiger Roman über das Wieder-zu-sich-finden, über Entschleunigung und das Über-sich-hinaus-wachsen, der durch wunderbare Naturbeschreibungen und herzerwärmende Begegnungen besticht. Eine klare Leseempfehlung für alle, die mit einer zerrissenen Protagonistin starten möchten, der im Laufe des Buches Flügel wachsen.
Kranich und Radtour 2026-04-28 22:21:00
Ich gebe zu, dass ich mich bisher in meinem Leben nicht wirklich mit Kranichen auseinander gesetzt habe. Dieses Buch hat mir eine ganz neue Perspektive auf diese Vögel aufzeigen können. Die Begeisterung von Protagonistin Eva für diese Vögel ist ansteckend und macht Lust, sich näher mit ihnen auseinander zu setzen.

Kraniche, bzw. ihre Reise in den Süden, bilden einen zentralen Punkt in der Geschichte um Protagonsitin Eva. Dabei liegt der Fokus vor allem auch auf Evas Charakterentwicklung und ihrer Reise von Schweden nach Frankeich und vor allem auch zu ihr selbst. Dank des sehr angenehmen Schreibstils von Autorin Julia Dibbern lies sich das Buch in wenigen Tagen lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen und die Handlung konnte mich für sich einnehmen. Diese ist dabei eher unspektakulär, kommte ohne Cliffhanger oder Überraschungsmomente aus, sondern lebt viel eher von einer Ruhe und Besonneneheit.

Ich habe Eva gern auf ihrer Reise begleitet, auch wenn vieles über ihre situation und Person unklar blieb. So begleitet man Eva in diesem Buch über eine gewissen Etappe ihres Lebens. Einzeln gibt es Rückblenden oder auch Perspektiven von anderen Charakteren, wodurch vor allem auch Evas Charakter etwas runder wird. Mir hat es gefallen so unaufgeregt bei einer Tour zu sich selbst zuschauen zu können.

Dennoch habe ich vor allem zum Ende des Buches noch viele offene Fragen und Unklarheiten, die mich etwas unbefriedigt zurücklassen. Ich hätte ich mir einen runderen Abschluss gewünscht.
Eine ruhig-atmosphärische Erzählung mit guter Emotionsdichte 2026-04-27 18:34:00
Wie schon in ihrem letzten Roman setzt Julia Dibbern auch hier auf eine ruhige Geschichte mit atmosphärischen Naturbeschreibungen. Ruhige Erzählungen haben es bei mir gar nicht mal so leicht, aber der Stil der Autorin macht irgendetwas mit mir. Ihr neues Werk hat mir sogar noch einen Ticken besser gefallen, weil hier hervorragend mit Rückblenden und anderen Textformen gespielt wurde, war für einen wirklich tollen Lesefluss gesorgt hat.

Die Lektüre hat bei mir innerlich einiges ausgelöst in Bezug auf Eltern-Kind-Beziehungen und deren Abbruch. Das ist ein so heikles Thema, bei dem noch immer zu sehr die Schuld bei den abbrechenden Kindern gesucht wird, dass ich dieses Buch wirklich als ein eher positives Beispiel einordnen würde. Ich habe es nämlich an keiner Stelle als wertend empfunden und auch, wenn Eva als Mutter hier im Fokus steht, konnte ich Sophies Position wirklich gut nachvollziehen. Die Text-Kommunikation zwischen den beiden schafft es, in ganz wenigen Worten unglaublich viel zu transportieren. Das Ende ist extrem offen gehalten, was ich als die einzig richtige Entscheidung empfinde - alles andere wäre unglaubwürdig gewesen.

Um die reale Schwere durch die belastete Mutter-Tochter-Beziehung aufzulockern - ohne dabei zu romantisieren - webt die Autorin immer mal wieder Gespräche zwischen Sophie und ihrer Oma ein, die mein Herz bis ganz tief drinnen gewärmt haben. Besonders hervorheben möchte ich, dass wieder ein Idealismus spürbar war in dieser Geschichte - diesmal vor allem in Bezug auf Tierschutz, der einen besonderen Platz in meinem Herzen hat. Es hätte manchmal noch ein wenig tiefer gehen können und einige Mini-Nebenhandlungen dienten mir zu eindeutig nur der Figurenentwicklung Evas, aber insgesamt überzeugt dieser sehr runde Roman mit Emotionen, die unter die Haut gehen.

Nicht alles ist leicht an diesem Buch und obwohl die Protagonistin eine Art Selbstfindungsreise unternimmt, bleibt es angenehm authentisch und driftet nicht ab in eine unglaubwürdige Geschichte, in der eine einzige Begegnung das ganze Leben verändert. Stattdessen bekommen wir eine ehrliche Selbstreflexion, auch wenn die noch radikaler hätte ausfallen dürfen. Ehrliche Empfehlung für alle, die ruhig-atmosphärische Geschichten mögen und sich für Beziehungsdynamiken interessieren.

4,5 Sterne