Weißes Licht
von Eric Puchner
€ 25,70
Hardcover
versand- oder abholbereit in 48 Stunden
Roman
2025 hanserblau
528 Seiten
41 mm x 138 mm
Sprache: Deutsch
978-3-446-28454-8
Hauptbeschreibung
Der »New-York-Times«-Bestseller jetzt auf Deutsch: Ein tief bewegender Mehrgenerationenroman über drei lebenslange Freunde - und wie ein Verrat ihr Schicksal bestimmtGarret lebt zurückgezogen in der ländlichen Idylle Montanas, er arbeitet als Gepäckabfertiger am Flughafen und kümmert sich um seinen kranken Vater. Als er Cece kennenlernt, spürt er zum ersten Mal seit Jahren wieder Lust auf das Leben. Es gibt nur ein Problem: Sie ist die Verlobte seines besten Freundes. Schon bald müssen sie eine Entscheidung treffen, die ihrer aller Leben unwiderruflich verändern wird: ihre Beziehungen, ihre Freundschaften, und schließlich die folgende Generation. Ein meisterhafter Roman in der Tradition großer amerikanischer Erzähler darüber, wie unsere Wurzeln uns für immer beeinflussen, selbst wenn die Welt auseinanderfällt.
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Hardcover
Roman
2025 hanserblau
528 Seiten
41 mm x 138 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: pociao; Roberto de Hollanda
978-3-446-28454-8
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Eric Puchner ist Dozent für kreatives Schreiben an der Johns Hopkins University und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Baltimore. Er ist Autor von zahlreichen preisgekrönten Kurzgeschichten und war Finalist des PEN/Faulkner Award. Weißes Licht ist sein zweiter Roman. Pociao übersetzte u.a. Paul Bowles, William S. Burroughs und Evelyn Waugh und gewann 2017 den Don DeLillo-Übersetzungswettbewerb. Roberto de Hollanda übersetzte u.a. Almudena Grandes, Jack Kerouac und Eugenio Fuentes.
Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Vilshofener Straße 10, 81679 München DE
E-Mail: info@hanser.de




Lebenswege in der Alltagsapokalypse
2025-12-15 17:50:00
Insbesondere manche weiblichen Charakteren zugeschriebene Reflektion sagt eigentlich nur etwas über die Selbstbezogenheit des männlichen Autors aus.
Letztendlich geht es für mich in diesem Roman auch um Männlichkeitsrituale und die Unfähigkeit zu trauern.
Leider ist die Übersetzung an einigen Stellen schlecht bis falsch, z. B. "Treibgase" (gemeint müssen Treibhausgase sein), "Kletterstudio" (vermutlich wörtliche Übersetzung von "climbing gym", auf deutsch heißt es aber Kletterhalle), "Wildlife Biologe" (es heißt Wildbiologe), das hätte spätestens dem Lektorat auffallen müssen.
2,5 von 5 Sternen. Insgesamt literarisch teilweise interessant, inhaltlich aber zu bedrückend und negativ.




Durchwachsen
2025-10-07 12:01:00
Was das Buch besonders macht, ist seine Sprache: ruhig, präzise, manchmal poetisch. Puchner versteht es, leise Stimmungen einzufangen – die Melancholie verpasster Chancen, das Altern, das Aufbrechen alter Wunden. Diese feine, fast meditative Erzählweise wirkt stellenweise hypnotisch, verlangt aber auch Geduld.
Allerdings ist der Roman nicht immer leicht zugänglich. Durch häufige Zeitsprünge und wechselnde Perspektiven verliert man gelegentlich den roten Faden. Manchmal wirkt die Geschichte überladen, zu sehr bemüht, viele Themen – von Liebe über Umwelt bis hin zu Demenz – gleichzeitig zu behandeln.
Trotzdem bleibt Weißes Licht ein Werk, das nachhallt. Kein Roman, der mit Spannung glänzt, sondern einer, der leise unter die Haut geht. Wer sich auf die entschleunigte Erzählweise einlässt, wird mit eindrucksvollen Bildern, psychologischer Tiefe und einer feinfühligen Betrachtung des Lebens belohnt. Ein Buch, das spaltet – aber gerade deshalb interessant bleibt.




Zu viel gewollt?
2025-10-03 08:46:00
Als störend empfand ich zudem auch die ab und an eingesetzte Fäkalspreche. Das passte gar nicht zu den leisen Tönen, mit denen Puchner Stimmungen und die Landschaft Montanas einfühlsam beschreibt.
Die Rahmenhandlung entfaltet sich in großen zeitlichen Abständen und wechselnden Perspektiven - dabei bleiben allerdings Lücken.
Bewegt hat mich die Darstellung des männlichen Protagonisten Garret, seine Wärme und Bereitschaft für etwas einzustehen und Verantwortung zu übernehmen: nicht zuletzt sein bedingungsloses Kümmern um seine Frau am Ende ihres Lebens. Hätte Puchner den Roman stärker auf diesen Strang konzentriert - auf Garret, die Beziehung zu seinem Freund und die Liebe zu seiner Frau -, wäre mir das Buch weitaus nähergegangen. Auffällig ist, dass auch in der offiziellen Zusammenfassung des Romans ausschließlich dieser Handlungsstrang hervorgehoben wird …