Going Zero
von Anthony Mccarten
€ 26,80
Hardcover
versand- oder abholbereit in 48 Stunden
2023 Diogenes
464 Seiten
184 mm x 116 mm
Sprache: Deutsch
978-3-257-07192-4
Hauptbeschreibung
Hat man als Einzelner überhaupt eine Chance gegen das System? Eine junge Bibliothekarin aus Boston ist entschlossen, es zu versuchen - ihr bleibt keine Wahl. Und so greift sie zu, als sich die Einladung zu einem ungewöhnlichen Kräftemessen bietet: dem Betatest von FUSION, einem Projekt der US-Geheimdienste und des Social-Media-Moguls Cy Baxter. Wem es gelingt, 30 Tage unauffindbar zu bleiben, dem winken 3 Millionen Dollar. Doch Kaitlyn geht es um etwas anderes.
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Hardcover
2023 Diogenes
464 Seiten
184 mm x 116 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Manfred Allié
978-3-257-07192-4
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Anthony McCarten, geboren 1961 in New Plymouth/Neuseeland, schrieb als 25-Jähriger mit Stephen Sinclair den Theaterhit 'Ladies Night'. Es folgten Romane und Drehbücher, für die er schon mehrere Male für einen Oscar nominiert war (u.a. zu den internationalen Filmen 'The Theory of Everything' und 'Darkest Hour' und 'Bohemian Rhapsody'). Er lebt in London.
Hersteller: Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8, 8032 Zürich CH
E-Mail: info@diogenes.chHersteller: truepages UG (haftungsbeschränkt)
Sprecherstrasse 8, 8032 Zürich CHWestermühlstrasse 29, 80469 München DE
E-Mail: info@truepages.de




Untertauchen!
2024-02-19 14:08:00




Ich bin ambivalent
2023-07-25 17:46:00
Einerseits fand ich es unheimlich spannend.
Das Grundthema ist die Frage nach der Legitimation eines Überwachungsstaats, wieviel darf ein Staat und heiligt der Zweck die Mittel?
Hier gibt es ein Experiment dazu - ausgewählte Bewerber*innen versuchen, 30 Tage unter dem Radar zu bleiben, unentdeckt von einer riesigen Maschinerie an Überwachungsinstrumenten.
Kaitlyn hat aber nicht primär Interesse am Preisgeld von 3 Millionen Dollar. Um was es ihr wirklich geht, erfährt man erst gegen Ende des Buches.
Neben Kaitlyns Strategie unentdeckt zu bleiben, erfährt man aber auch die der anderen Mitbewerber. Das war anfangs sehr vergnüglich zu lesen, mit der Zeit hat es sich aber abgenutzt. Es sind relativ kurze Ausschnitte, die für mich irgendwann eher einem Abhaken einer Liste glichen als dem weiteren Spannungsaufbau dienten.
Dann gab es eine Wendung und die Handlung nahm eine völlig neue Richtung. Und hier war ich dann raus. Das mag zwar zweifelsfrei einen Überraschungsmoment haben, aber es hat für mich überhaupt nicht gepasst.
Schade, denn ganz grundsätzlich fand ich die Buchidee bis dahin gut.




Schöne neue Welt?
2023-07-18 21:10:00
"Was sie angeht, sie lebt in dieser Welt, in der immer das Schlimmste wahr wird."
Zum Nachweis der einwandfreien Funktionalität einer neuartigen Sicherheits-Software, die ein bislang unerreichtes Level an grenzenloser Überwachung bieten soll, werden 10 Kandidaten ausgewählt, deren Aufgabe es ist, sämtliche von ihnen generierten digitalen Spuren auf Null zu reduzieren um 30 Tage unentdeckt zu bleiben.
Es ist durchaus spannend zu lesen, mit welch unterschiedlichen Strategien die einzelnen Kandidaten versuchen, anonym zu bleiben und sich vor einem potentiellen Zugriff zu schützen. Man ist schnell dabei, sich über eine eigene Herangehensweise Gedanken zu machen. Auch die Beschreibung der Aktivitäten der "digitalen Jäger" ist sehr eindrucksvoll und gleichzeitig erschreckend; man fragt sich mehrmals, was wirklich einmal möglich sein könnte. Oder bereits Realität ist?
Ein interessantes Katz- und Maus-Spiel das temporeich in kurzen Kapiteln spannend erzählt wird.
Im letzten Drittel des Romans nimmt die Handlung eine überraschende und unerwartete Wendung. Es wird offensichtlich, dass es einer der Teilnehmerinnen nicht primär um das ausgelobte Preisgeld geht, sondern um etwas sehr viel persönlicheres und wertvolleres. Das führt aber leider zu einem deutlichen Bruch des bis hierher permanent hohen Spannungsbogens. Die Erzählung entwickelt sich ab jetzt in eine gänzlich andere Richtung, weit weg von der anfänglich so faszinierend aufgebauten "Going Zero"-Thematik.
Das ist eigentlich schade, die initiale Suche nach den Zeros konnte mich mehr fesseln.
"Going Zero" hat mich sehr gut unterhalten, aber auch nachdenklich werden lassen. Sind wir wirklich bereit, für mehr Sicherheit auf persönliche Freiheit und ein Mindestmaß an Anonymität zu verzichten?