Die Namen

Die Namen

von Florence Knapp

€ 25,70

Hardcover

Sofort verfügbar in Bregenz

Roman. Drei Vornamen, drei Lebenswege. »Eine tolle Geschichte, die mich gefesselt hat« Christine Westermann, WDR 2
2026 Eichborn
352 Seiten
30 mm x 145 mm
Sprache: Deutsch
978-3-8479-0229-4

Hauptbeschreibung

Kann dein Name den Verlauf deines Lebens ändern?Es ist 1987 und Cora ist auf dem Weg zum Amt, um die Geburt ihres Sohnes anzumelden - und seinen Namen. Noch ahnt sie nicht, wie sehr dieser Moment ihr Leben und das ihres Sohnes prägen wird.Coras Mann Gordon, ein allseits beliebter Arzt, erwartet, dass sein Sohn nach alter Tradition den Namen des Vaters bekommt - und somit den von Generationen herrischer Männer vor ihm. Ihre Tochter Maia möchte den kleinen Bruder Bear nennen, und Cora selbst bevorzugt Julian, in der Hoffnung, dass ihr Sohn sich so zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln kann.Florence Knapps Debütroman ist die bewegende und hoffnungsvolle Geschichte von drei Namen, drei Versionen eines Lebens und den unendlichen Möglichkeiten, die eine einzige Entscheidung auslösen kann. Es ist die Geschichte einer Familie und ihrer Liebe zueinander - egal, was das Schicksal bereithält.Britischer Buchpreis 2026: Bester Debütroman des Jahres


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Hardcover
Roman. Drei Vornamen, drei Lebenswege. »Eine tolle Geschichte, die mich gefesselt hat« Christine Westermann, WDR 2
2026 Eichborn
352 Seiten
30 mm x 145 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Lisa Kögeböhn
978-3-8479-0229-4


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Florence Knapp hat ein Sachbuch über Quiltmaking verfasst und an einem Buch für das Victoria and Albert Museum mitgearbeitet. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in der Nähe von London. DIE NAMEN ist ihr erster Roman und erscheint in über zwanzig Ländern. Lisa Kögeböhn studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und Strasbourg. Seit 2010 übersetzt sie Romane und Sachbücher aus dem Englischen, darunter Autor:innen wie Kevin Kwan, Megan Nolan und Coco Mellors. Sie lebt mit ihrer Familie in Leipzig.

Hersteller: Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20, 51063 Köln DE
E-Mail: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

Bear, Julian oder Gordon 2026-05-25 14:37:00
von Miro
Cora, ehemalige Balletttänzerin und Frau des Hausarztes, ist auf dem Weg, um ihren jüngeren Sohn am Amt anzumelden. Nun soll er endlich seinen Namen bekommen. Für den Vater steht fest, dass er Gorden heißen muss, wie die Männer in der Familie schon seit Generationen heißen. Doch Cora schwankt, denn sie möchte nicht, dass ihr Sohn wie sein Vater wird.

Bear ist der Name, den ihm seine ältere Schwester ausgesucht hat. Er ist wild, mutig und frei, aber auch kuschelig warm. Julian wünscht sich Cora für ihn, ein klingender Name der an ein Juwel erinnert und Himmelsvater bedeutet, um den Vater zu ehren. Und Gordon bedeutet großer Hügel und ist unverrückbar und bedrohlich.

In Siebenjahresschritten erfahren wir, wie es der Familie ergeht, je nach Entscheidung die getroffen wurde. Wie viel Mut hat Cora aufgebracht, um sich gegen ihrem Mann zu stellen bzw. wie weit unterwirft sie sich seinen Wünschen und Befehlen.

Allen drei Wegen liegt eine Menge Drama inne, aber auch eine Menge an Freude und Glück. Es gibt immer eine Entwicklung und was anfangs als richtig erscheint, erweist sich nicht zwingen als die beste aller Möglichkeiten. Florence Knapp spielt hier sehr stark mit den Graustufen des Lebens und lässt es am Ende scheinen, als wäre jedem Menschen ein gewissen Quantum an Glück vorherbestimmt. Der eine verbraucht es früher, der andere eben später in seinem Leben.

Mich konnte die Autorin mit diesem Buch restlos begeistern. Sie hat mich gleich am Anfang gepackt, denn die Auswirkungen der Entscheidung bei der Namensfindung, nehmen direkt Einfluss auf das weitere Leben. Und die späteren Wendungen halten den Roman bis zum Ende spannend. Viel kann hier leider nicht verraten werden, um nicht zu spoilern, aber ein ist klar: Florence Knapp werde ich mir merken und ich freue mich auf ihr nächstes Buch!
Drei Versionen eines Lebens 2026-05-23 17:52:00
von cosmea
Cora ist mit Gordon verheiratet, einem beliebten und angesehenen Arzt. Sie haben eine 9jährige Tochter namens Maia. Lange bleibt ihr Wunsch nach einem weiteren Kind unerfüllt. Dann wird ein kleiner Junge geboren. Gordon will, dass Cora den Jungen entsprechend der Familientradition Gordon nennt. Aber als Cora und Maia auf dem Weg zur Meldestelle sind, möchte Cora das Kind Julian nennen, während Maia Bear vorschlägt. Cora fürchtet, dass ein Gordon genannter Sohn die Tradition der dominanten Männer fortsetzt und genauso wird wie sein Vater. Die Autorin hat die originelle Idee, aus den drei Namen unterschiedliche Lebensgeschichten zu entwickeln. In drei Handlungssträngen in Zeitabschnitten von jeweils sieben Jahren wird die 35 Jahre umfassende Familiengeschichte von 1987 bis 2022 aus der Perspektive des Sohnes mit den Namen Bear, Julian und Gordon erzählt. Cora, Tochter Maia und Coras Mutter sind in allen drei Geschichten präsent. Ansonsten gibt es deutliche Unterschiede. In einer Version wird Cora getötet, als ihr Sohn fünf Jahre alt ist, in einer anderen bleibt sie 40 Jahre bei ihrem Mann. Die wichtigste Konstante ist jedoch, dass Gordon dominant und übergriffig ist und Cora in dieser Ehe kein selbstbestimmtes Leben führen kann. Sie darf keine eigenen Freunde haben, hat keinen Zugang zum Fernseher und Telefon und besitzt nicht einmal einen Hausschlüssel. Beim geringsten Fehlverhalten nach Ansicht des Mannes wird sie grausam bestraft. Sie kann ihn nicht anzeigen, denn niemand würde ihr glauben und sie würde das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren.
Die Autorin beschreibt in ihrem packenden Debütroman, welche Folgen eine einzelne Entscheidung wie die Wahl eines Namens für das eigene Kind haben kann, aber vor allem ist es eine schreckliche Geschichte von brutaler Gewalt und kompletter Entmündigung einer Frau in ihrer Ehe, auf die der Klappentext den Leser nicht wirklich vorbereitet. Ein bemerkenswerter und wichtiger Roman, der lange nachwirkt.
Großartiger Debütroman, der unter die Haut geht 2026-05-19 21:39:00
In ihrem Debütroman "Die Namen" erzählt die britische Autorin Florence Knapp in drei unterschiedlichen Versionen die Geschichte einer Familie über einen Zeitraum von 35 Jahren.
 
Zu Beginn des Buches, wir schreiben das Jahr 1987, lernen wir Cora Atkin kennen, die mit ihrem Mann Gordon, einem angesehenen und beliebten Allgemeinmediziner, verheiratet ist. Das Paar hat zwei Kinder: die neunjährige Maia und den neugeborenen Sohn. Cora ist nicht glücklich in ihrer Ehe, Gordon dominiert und kontrolliert sie nicht nur, er schreckt auch vor gewalttätigen Übergriffen nicht zurück. Wegen des anstehenden Besuchs seiner Eltern beauftragt er seine Frau, den Kleinen beim Standesamt anzumelden. Traditionsgemäß soll er Gordon heißen wie sein Vater und sein Großvater. Doch der Name gefällt Cora nicht, sie findet "Julian" viel schöner, während Maia den Namen "Bear" favorisiert. Cora trifft eine folgenschwere Entscheidung ....
 
In den drei sich abwechselnden Erzählsträngen "Bear", "Julian" und "Gordon" begleiten wir Cora und ihre Familie auf drei vollkommen unterschiedlichen Lebenswegen. Im ersten Strang meldet sie ihr Baby unter dem Namen "Bear" an, weil Maia den Namen kuschelig, weich und lieb findet, gleichzeitig aber auch mutig und stark. Im zweiten Strang heißt der Junge "Julian". Diesen Namen hat Cora für ihn gewählt, weil er "Himmelsvater" bedeutet. Auf der dritten Erzählebene meldet sie das Neugeborene nach dem Willen ihres Mannes als "Gordon" an.
Jeder Erzählstrang beginnt mit der Anmeldung des Kindes auf einen der drei Namen und der darauffolgenden Reaktion von Coras Ehemann. In 7-Jahres-Abständen gewährt die Autorin intensive Einblicke in den Alltag und das Leben der Protagonisten. Sie beschreibt wichtige und prägende Ereignisse innerhalb der Familie, bis der Junge 35 Jahre alt ist.

Es war einerseits spannend, die drei unterschiedlichen Lebenswege der Familie zu verfolgen, auf der anderen Seite war das zentrale Thema Häusliche Gewalt für mich nur sehr schwer zu ertragen. Gordon ist äußerst brutal, Demütigungen sowie physische und psychische Verletzungen gehören für seine Frau zum traurigen Alltag.

Die Charakterzeichnung der Figuren ist der Autorin hervorragend gelungen. Mit der hilflosen und in ihrer toxischen Ehe gefangenen Cora hatte ich großes Mitleid und habe mir oft gewünscht, dass sie endlich den Mut findet, Gordon zu verlassen. Meine Lieblingsfiguren waren Bear, Julian und Maia, ich fand ihre Entwicklung über die Jahre sehr gut und authentisch dargestellt. Das fesselnde Buch ist mir unter die Haut gegangen, es hat mich zutiefst berührt, zugleich hat es mich aber auch wütend und sehr nachdenklich gemacht.
 
Absolute Leseempfehlung für alle Leserinnen und Leser, die vor dem ernsten Thema Häusliche Gewalt nicht zurückschrecken.