Baumgartner

Baumgartner

von Paul Auster

€ 23,60

Hardcover

Sofort verfügbar in Dornbirn

Roman | "Einer der Weltstars der Gegenwartsliteratur" Bayerischer Rundfunk
2023 Rowohlt, Hamburg
208 Seiten
205 mm x 125 mm
Sprache: Deutsch
978-3-498-00393-7

Hauptbeschreibung

Der neue Roman von Paul Auster nach seinem großen Bestseller «4321» - ein weises Buch über die Liebe und eine Mut machende, tröstliche Betrachtung der letzten Lebensjahre, die sich der Endlichkeit alles Irdischen stoisch bewusst ist.

Professor Seymour T. Baumgartner, unter Freunden Sy, ist ein über siebzigjähriger emeritierter Phänomenologe aus Princeton, der sich dem Schreiben philosophischer Bücher und, zunehmend, seinen Jugendreminiszenzen widmet: seiner kleinbürgerlichen Herkunft aus Newark; der schwierigen Ehe der Eltern, dem Collegebesuch und einem Studienaufenthalt in Paris; schließlich der wie ein Blitz einschlagenden Liebe zur Übersetzerin und Dichterin Anna, mit der er die glücklichsten Jahre verbrachte, bevor sie vor zehn Jahren einem Badeunfall zum Opfer fiel.

Annas Tod hat ein tiefes Loch in seinem Leben hinterlassen, das aller Pragmatismus, alle Selbstironie nicht füllen kann. Denn Anna war wirklich das, was man seine bessere Hälfte nennt. Eines Tages, um sich zu trösten, wagt Sy sich endlich in ihr Arbeitszimmer, das er seit ihrem Tod nicht betreten hat.

«Einer der großen Autoren unserer Zeit» San Francisco Chronicle

«Auster ist ein Zauberer.» The New York Review of Books


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Hardcover
Roman | "Einer der Weltstars der Gegenwartsliteratur" Bayerischer Rundfunk
2023 Rowohlt, Hamburg
208 Seiten
205 mm x 125 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Werner Schmitz
978-3-498-00393-7


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Paul Auster wurde 1947 in Newark, New Jersey, geboren. Er studierte Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University und verbrachte nach dem Studium einige Jahre in Frankreich. International bekannt wurde er mit seinen Romanen Im Land der letzten Dinge und der New-York-Trilogie. Sein umfangreiches, vielfach preisgekröntes Werk umfasst neben zahlreichen Romanen auch Essays und Gedichte sowie Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik. Am 30. April 2024 ist Paul Auster im Alter von 77 Jahren gestorben.

Werner Schmitz ist seit 1981 als Übersetzer tätig, u. a. von Malcolm Lowry, John le Carré, Ernest Hemingway, Philip Roth und Paul Auster. 2011 erhielt er den Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis. Er lebt in der Lüneburger Heide.

Hersteller: Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19, 20099 Hamburg DE
E-Mail: produktsicherheit@rowohlt.de

Ein Könner seines Handwerks 2024-04-02 21:59:00
Seymour T. Baumgartner, die alternde Hauptfigur, emeritierter Philosophieprofessor und Schriftsteller, hat vor zehn Jahren bei einem Badeunfall seine Frau Anna unerwartet verloren – dreißig Jahren waren die beiden verheiratet. Sie war die Liebe seines Lebens und auch nach zehn Jahren kann er mit seiner Trauer kaum umgehen, wie amputiert fühlt er sich.

Nun lebt er einsam und allein in seinem Haus, mit wenig Ansprache und sozialen Kontakten. Um mit der Postbotin fast täglich ein paar aufmunternde Worte zu sprechen, bestellt er Bücher, die er zum Entsorgen auf der Veranda stapelt.

Es werden viele Geschichten und Themen aus Baumgartners Leben angerissen, wie kurze Schnappschüsse – diese bleiben jedoch meist nur an der Oberfläche. Die Herkunft seiner jüdischen Eltern aus dem damaligen Polen, heute Ukraine, seine Schwester, eine neue Liebe nach Jahren der Einsamkeit und eine Studentin, die den Nachlass seiner Frau für eine Dissertation durchforsten möchte – zu viele Themen stapelt Auster hier auf 208 Seiten.

Der Roman erzählt von Liebe, Schmerz und Vergänglichkeit, Alter, Trauer und Erinnerung sowie Herkunft und Einsamkeit und liest sich zeit- und seitenweise wunderschön, melancholisch und sentimental. Jedoch fehlt dem Roman dann wieder an manchen Stellen Tiefe.

Aus dem Englischen von Werner Schmitz
Baumgartners Rückschau 2024-03-21 09:29:00
Das neue und vielfach gepriesene Buch des bekannten Schriftstellers Paul Auster (New York Trilogie) enttäuscht. Es beginnt zwar furios mit der Darstellung eines chaotischen Tages eines vielleicht dement werdenden Philosophen, dann wird es aber zäh den alten Mann weiter zu begleiten. Wir erfahren vom Tod seiner Frau durch Ertrinken, ihren schriftstellerischen Ambitionen, Beispiele dafür wirken in den Text hineinkopiert, ihrer großen Liebe, nach deren jähem Ende Baumgartner an seelischem Phantomschmerz leidet. Das Buch schleppt sich weiter über die oberflächliche Darstellung von wenig spektakulären Familiengeschichten und einer nüchternen Lebensbilanz und endet in der Vorfreude des alten Herrn auf eine Dissertantin, die das Werk seiner Frau bearbeiten will. Wir lesen über ein letztes kreatives Aufbäumen von S. T. Baumgartner vor der kognitiven Verflachung, eine letzte Hinwendung zur Welt vor der drohenden Vereinsamung, eine letzte Aufbruchstimmung nach Jahren der Trauer, die an einem Baum endet.
Phantomschmerz 2024-03-02 17:23:00
Paul Auster erzählt in seinem Roman vom Überleben nach Verlusten. Nach Verlusten, die einen Riss in der persönlichen Zeitrechnung darstellen, die das ganze Leben in ein Davor und ein Danach teilen.

S. T. Baumgartner, 71jähriger Phänomenologe, hat vor 9 Jahren seine Frau verloren. Er hat redlich versucht, sein Leben neu zu orientieren, aber so ganz gelingt es nicht. Wie auch? Manche Verluste können nicht heilen, Erinnerung wird zu Phantomschmerz.
Es sind die zahlreichen gedanklichen Exkursionen in die Vergangenheit, die die Geschichte einer großen Liebe erzählen. In Gedankensprüngen und Erinnerungen werde Vergangenheit und Gegenwart ineinander verknüpft. Dazu kommen noch die literarischen Skizzen der Protagonisten, die dieses berührend ehrliche Bild vervollkommnen.
Ein Roman, in dem sich wieder zahlreiche Hinweise auf Austers Vorbilder finden lassen, aber auch viele Anspielungen auf sein eigenes Werk und sein eigenes Leben, sein Altern, seine Erkrankung.

Es mag schon sein, dass dieses Buch nicht sein bestes ist, aber dieser kurze Text überrascht und fesselt mit Tiefe und literarischer Souveränität. Es ist ein kleines, melancholisches Kunstwerk.
Auch wenn das offene Ende mich ein wenig unzufrieden zurücklässt, so ist mir doch klar, dass es kein anderes Ende geben konnte! Großartig – Paul Auster eben!

Lesenswert!