Mord in der Pension Möwennest
von Jess Kidd
€ 19,30
Taschenbuch
versand- oder abholbereit in 48 Stunden
Eine gescheiterte Nonne ermittelt
2026 DuMont Buchverlag
384 Seiten
Klappenbroschur mit Hochprägung, Glanzlack und bedruckten Innenseiten
34 mm x 142 mm
Sprache: Deutsch
978-3-7558-0067-5
Hauptbeschreibung
1954: Nach dreißig Jahren im Kloster kehrt Schwester Agnes, nunmehr wieder Miss Nora Breen, ihrem Konvent den Rücken zu. Ihr Weg führt sie nach Kent in das pittoreske Küstenstädtchen Gore-on-Sea, wo ihre einstige Novizin Frieda Brogan vor einem Monat spurlos verschwunden ist. Ihre wöchentlichen Briefe haben einfach aufgehört - und das kurz nachdem Frieda angekündigt hatte, die Geheimnisse der sonderbaren Bewohner der Pension Möwennest zu lüften. Ist sie dabei auf unliebsame Wahrheiten gestoßen, die sie von der Küste vertrieben haben, oder ist ihr gar Schlimmeres widerfahren? Nora geht undercover und nistet sich nicht nur im Möwennest ein, sondern bezieht auch Friedas einstiges Zimmer. Ihr Verdacht, dass es in der Pension nicht mit rechten Dingen zugehen kann, bestätigt sich, als einer der Gäste tot aufgefunden wird. Teddy Atkins Kaffee wurde vergiftet. Da Detective Inspector Rideout den Tod des jungen traumatisierten Mannes jedoch als Suizid abtut, nimmt Nora kurz entschlossen die Ermittlungen selbst in die Hand - und alle Gäste des Möwennests aufs Korn.
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Taschenbuch
Eine gescheiterte Nonne ermittelt
2026 DuMont Buchverlag
384 Seiten
Klappenbroschur mit Hochprägung, Glanzlack und bedruckten Innenseiten
34 mm x 142 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Werner Löcher-Lawrence
978-3-7558-0067-5
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
JESS KIDD, 1973 in London geboren, hat Literatur an der St Mary's University in Twickenham studiert. Bei DuMont erschienen 2017 ihr Debütroman 'Der Freund der Toten', der auf der Krimibestenliste stand, sowie die Romane 'Heilige und andere Tote' (2018), 'Die Ewigkeit in einem Glas' (2019) und 'Die Insel der Unschuldigen' (2023). Jess Kidd lebt in West London. WERNER LÖCHER-LAWRENCE, geboren 1956, ist als literarischer Agent und Übersetzer tätig. Er übertrug u. a. Meg Wolitzer, Benjamin Myers, Nathan Hill, Benjamin Wood und Hilary Mantel ins Deutsche.
Hersteller: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Amsterdamer Straße 192, 50735 Köln DE
E-Mail: herstellung@dumont.de




Eine gescheiterte Nonne ermittelt
2026-05-23 17:45:00
Sie reist ins Küstenstädtchen Gore-on-Sea, um sich in die Pension "Möwennest" einzumieten. Denn diese Pension ist der letzte Ort, an dem Noras Freundin Frieda zuletzt gelebt hatte, bevor diese einfach verschwand.
Nora beginnt nach ihrer Ankunft umgehend mit ihren Ermittlungen. Sie muss einfach herausfinden, was mit Frieda geschehen ist.
Dies war mein erster Roman von Jess Kidd und es wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein.
Die Autorin weiß, wie man ein lebendiges und überzeugendes Setting schafft.
Da ist erstmal die Pension Möwennest mit ihren schrägen Bewohnern. Sie alle wohnen dauerhaft in der Pension und sie alle hatten auch mit Frieda zu tun, nur reden möchte keiner über sie.
Zudem herrscht unter einigen der Gäste eine gewisse Feindseligkeit, die Nora als Außenstehende überhaupt nicht versteht.
Andererseits halten die Gäste auch wie eine eingeschworene Mannschaft zusammen, wenn es darum geht, sich über den Geschmack des täglichen Abendessens lustig zu machen, oder über die fragwürdige Gastfreundschaft der Hausmutter Irene.
Szenen, die mich als Leserin wirklich amüsiert haben.
Dann ist da noch das Küstenörtchen Gore-on-Sea selbst, das Nora nach und nach für sich entdeckt.
Sie besucht die Hotelbar, das Fotografiestudio, den Strand, das kleine Café. So kommen immer mehr Orte dazu und Menschen und Fragen und Möglichkeiten, denn wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört, wird bald eine Leiche gefunden.
Auch hier übernimmt Nora gleich die Ermittlungen. Anfangs wirkt sie dabei noch etwas zurückhaltend, aber sie gewinnt schnell an Selbstvertrauen.
Bald ist sie, zu DI Rideouts Leidwesen, ein regelmäßiger Gast im Polizeirevier.
Den Inspektor geht sie mit ihren neusten Beobachtungen und Erkenntnissen regelmäßig auf die Nerven.
Allerdings ist Nora so eine gute Beobachterin, dass sie sich bald unentbehrlich macht.
Den Fall selbst fand ich persönlich gut durchdacht und schwierig zu durchschauen. Es gibt mehrere Spuren, aber nicht alle haben unbedingt mit dem Mordfall zu tun.
Und dann darf man auch nicht den Vermisstenfall außer Acht lassen. Frieda wird ja immer noch vermisst.
Ich habe gehört, dass es weitere Bände um Nora und den Inspektor geben soll. Das ist eine gute Idee, ich möchte Nora gerne weiter in Aktion sehen.




skurrile Charaktere und britischer Humor - garniert mit Spannung
2026-05-13 14:31:00
Dieser Krimi, der mich an Miss Marple erinnert hat, vermittelt rasch britisches Feeling: die Liebe zum Tee, eine Küstenstadt mit etwas skurrilem Namen und auch sehr skurrile Charaktere mit dem man vielleicht so manches Klischee füttert. Auch der Tatsache, dass der Roman knappe zehn Jahre nach dem Ende des Weltkrieges spielt und die ehemals glamourösen Küstenorte nicht mehr so populär sind, wird kunstvoll eingearbeitet. Welches bessere Setting als ein in die Jahre gekommene und eigentlich schon etwas schmuddelige Pension mit einer herrischen Pensionsangestellten und eben skurrilen Gästen. Jeder Gast scheint sein eigenes Geheimnis zu haben, so wie auch Nora.
Die Charaktere und das Setting sind gut ausgearbeitet und man schafft es rasch eine Verbindung zu Nora aufzubauen. Man kann nachvollziehen, wie schwer es ist nach dreißig Jahren nicht mehr die gewohnte Umgebung, um sich zu haben und ist gleichzeitig auch überrascht über ihren Witz und Unerschrockenheit ja sogar Forschheit – wer hätte das von einer ehemaligen Nonne erwartet.
Auch ich brauchte etwas, um mich an den doch sehr detaillierten Schreibstil der Autorin zu gewöhnen. Jedoch war ich nach einigen Seiten umso begeisterter davon, da ich wirklich in das Buch abtauchen konnte. Wäre der Schreibstil anders wäre ich nicht so sehr in diese skurrile Situation abgetaucht und hätte wahrscheinlich weniger Gelegenheit gehabt viel vom britischen Humor mitzunehmen.
Die Mischung des Romans war perfekt – Humor, Exzentrik aber auch ernste Stellen und eine detaillierte und glaubwürdige Auflösung des Falles. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.




Atmosphärischer, gemütlicher und spannender klassischer britischer Krimi
2026-05-02 23:02:00
******
Ich hatte bislang noch kein Werk von Jess Kidd gelesen, aber nur Gutes gehört. Da ich klassische britische Krimis und cosy crime liebe, war nun die Zeit gekommen, um dieses Versäumnis nachzuholen und diese Autorin kennenzulernen. Und es hat sich gelohnt - dies war mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch aus der Feder von Jess Kidd!
In der Tat ist "Mord in der Pension Möwennest" ein klassischer britischer Krimi, der sich durchaus auch als cosy crime einordnen lässt, wenngleich es für meinen Geschmack ein bisschen weniger cosy crime ist als bekannte Reihen dieses Genres.
Jess Kidds Schreibstil gefiel mir auf Anhieb sehr - sie schreibt wirklich sehr gut, und ich habe die Lektüre bereits wegen dieses tollen Schreibstiles genossen.
Ich habe bereits eine Krimireihe mit einer Nonne als Ermittlerin gelesen, doch Nora Breen unterscheidet sich durch ihren Lebenslauf und ihr ganzes Wesen deutlich davon. Sie ist eine tolle Hauptfigur, als Mensch und als Ermittlerin. Auch die anderen Figuren sind absolut gelungen. Neu, erfrischend anders und reizvoll war für mich auch die Tatsache, dass "Mord in der Pension Möwennest" in den Nachkriegsjahren spielt und dies, was Figuren und Handlung betrifft, auch noch zu spüren ist.
Neben dem Schreibstil der Autorin und den herrlich skurrilen Figuren haben mir auch die dichte Atmosphäre, die eine gelungene Mischung aus Natur, Nachkriegsstimmung, Gemütlichkeit, Spannung und Gefahr, einem unheilvollen und mysteriösen Grundtun ist, sowie der Humor sehr gefallen. Der Fall ist gut aufgebaut und wird absolut stimmig aufgelöst. Es bleiben keine Fragen offen. Sowohl die Figuren als auch der Fall selbst sind herrlich mysteriös, sodass der Leser gut miträtseln und -ermitteln kann. Längen, Vorhersehbarkeit und dergleichen sucht man vergebens.
Ein wenig kann man Jess Kidd schon mit Agatha Christie und Nora Breen mit Miss Marple vergleichen; beide müssen sich wahrlich nicht vor ihnen verstecken!
Nora Breen und Detective Inspector Rideout sind ein völlig unterschiedliches, aber geniales Duo, das sich menschlich und bei der Ermittlungsarbeit wunderbar ergänzt.
Mir hat "Mord in der Pension Möwennest" wirklich gefallen; ich habe diesen Krimi sehr gerne gelesen und hoffe sehr, dass das nicht der letzte Fall für Breen und Rideout war. Es steht zwar nirgendwo, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, aber das Ende weckt die Hoffnung, dass es so sein könnte ... ich möchte unbedingt mehr von Jess Kidd und Breen und Rideout lesen!
Liebhaber klassischer britischer Krimis und cosy crimes werden "Mord in der Pension Möwennest" sicher lieben. Leseempfehlung!