Die schwedischen Gummistiefel

Die schwedischen Gummistiefel

von Henning Mankell

€ 12,30

Taschenbuch

versand- oder abholbereit in 48 Stunden

Roman
2017 DTV
480 Seiten
192 mm x 120 mm
Sprache: Deutsch
978-3-423-21705-7

Kurztext / Annotation

Spannend, rätselhaft und zutiefst menschlich: Der letzte große Roman von Henning Mankell, die Fortsetzung seines Bestsellers 'Die italienischen Schuhe'

Langtext

Sein letzter großer Roman

Nach dem Brand seines Hauses auf einer einsamen Schäreninsel sind dem ehemaligen Chirurgen Fredrik Welin nur Wohnwagen, Zelt, Boot und zwei ungleiche Gummistiefel geblieben. Und wenige Menschen, die ihm nahestehen: Jansson, der pensionierte Postbote, die Journalistin Lisa Modin und seine Tochter Louise, die schwanger ist und in Paris lebt. Als Louise wegen eines Diebstahls in Untersuchungshaft gerät, ruft sie Fredrik zu Hilfe. Während er in Paris über ihre Freilassung verhandelt, erfährt er, dass auf den Schären schon wieder ein Haus in Flammen steht.

»Ein Mensch, der alles verloren hat, hat nicht viel Zeit. Oder ist es umgekehrt? Ich wusste es nicht.«


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Taschenbuch
Roman
2017 DTV
480 Seiten
192 mm x 120 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Verena Reichel
978-3-423-21705-7


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, war einer der großen schwedischen Gegenwartsautoren, von Lesern rund um die Welt geschätzt. Sein Werk wurde in über vierzig Sprachen übersetzt, es umfasst etwa vierzig Romane und zahlreiche Theaterstücke. Nicht nur sein Werk, sondern auch sein persönliches Engagement stand im Zeichen der Solidarität. Henning Mankell lebte abwechselnd in Schweden und Mosambik, wo er künstlerischer Leiter des Teatro Avenida in Maputo war. Er starb am 5. Oktober 2015 in Göteborg. Seine Taschenbücher erscheinen bei dtv.   

Made in Sweden 2018-01-09 10:37:00
von AngiF
Der fast 70jährige Arzt Fredrik Welin hat sich nach einem von ihm begangenen Kunstfehler auf eine kleine Schäreninsel zurückgezogen. Er lebte dort im Haus seiner Großeltern, bis zu der einen Nacht vor einem Jahr, als das Haus niederbrannte. Schnell wird ihm da klar, dass die Menschen, die hier leben, ihm noch immer nicht vollends vertrauen – er ist ein Zugereister für sie. Er gerät in den Verdacht, den Brand selbst gelegt zu haben. Nun lebt Fredrik auf der kleinen Insel im Wohnwagen seiner Tochter und hat nicht mehr viel übrig, als die Sachen in denen er vor dem Feuer floh. Als seine Tochter Louise seine Hilfe in Paris benötigt, ist er sofort zur Stelle. Doch genau zu dieser Zeit, kommt es erneut zu einem Feuer auf einer der Inseln.

Dieser in der Ich-Form, aus Fredriks Sicht, geschriebene Roman Henning Mankells ist soviel mehr als ein Liebesroman oder Kriminalroman, er ist vor allem ein Abschied. Der Abschied eines ganz großen Schriftstellers unserer Zeit. Henning Mankell hat so viel von sich selbst und seinem eigenen Leben in die Geschichte einfließen lassen. Denn so wie Louise im Roman war er selbst zeit seines Lebens ein Aktivist, der sich für seine Ansichten aktiv eingesetzt hat, so z.B. für die Aktion: „Ship to Gaza“. Deshalb liegt ein klein wenig Melancholie über der Lektüre dieses wunderbaren Buches, in dem Henning Mankell noch einmal mehr die Schwächen, die Fehler und Abgründe der Menschen betrachtet. Im fesselnden Schreibstil und wundervoller Sprache erzählt der Autor die Geschichte, die zwar als Fortsetzung zu dem Roman „Die italienischen Schuhe“ gilt, doch eigenständig ist und einzeln gelesen und verstanden werden kann.

Natürlich erhält dieses Buch fünf von fünf möglichen Sternen von mir und ich empfehle es absolut weiter, an Leser feiner, exklusiver Romane, für Fans von Henning Mankell ist dieses Buch sowieso ein Must-Read. Ich wurde noch einmal prächtig unterhalten von Henning Mankell und gehe nun der im Buch gestellten Frage nach, ob ein Mensch, der alles verloren hat, nicht viel Zeit hat oder ob es umgekehrt ist.