Kundenrezensionen
jam
empfiehlt:





Für immer und ein Jahr
von Stefanie Hansen
"Wenn ich nicht mehr bin ..."
Er wollte das nicht hören. (...)
"Ich möchte, dass du sie anrufst. Ein Jahr lang."
"Alle? Wen alle?"
"Alle, die in meinem Kalender stehen."
(Kapitel "Ein Kalender für die Ewigkeit")
Kaya ist tot. Was Jan bleibt, ist ein Haus voller Erinnerungen, ein Schlafzimmer, das er nicht betreten kann und der Geburtstagskalender seiner verstorbenen Frau. Samt dem Versprechen, das er Kaya an einem ihrer letzten Tage gegeben hat. Ein Jahr lang jeden, der darin Platz gefunden hat, anzurufen. Keine E-Mails, kein WhatsApp, anrufen. Wie soll Jan das schaffen? Er war nie kommunikativ, und seit Kayas Tod fehlen ihm die Worte...
Widerwillig ringt er sich durch, seinen Alltag zu durchbrechen, den Telefonhörer zu ergreifen und teilweise Wildfremden zum Geburtstag zu gratulieren. So schwer es ihm auch fällt, sie haben doch alle eine Botschaft für ihn, ein unerwartetes Geschenk, ein passendes Wort, einen Denkanstoß, den er benötigt.
"Für immer und ein Jahr" ist ein sehr bewegendes Buch und trotz seiner Traurigkeit lebensbejahend. Es zeigt, dass es ein Leben über den Tod hinaus gibt, nicht nur für die Verstorbenen, sondern vor allem für die Überlebenden. Ich mochte Jan mit all seinen Unzulänglichkeiten. Oft weiß er nicht, wie er die Tage schaffen, wie den Kontakt zur Außenwelt und vor allem den Draht zu seinen Kindern aufrecht erhalten soll. Manchmal ist es Kayas Stimme, die ihn lenkt, teilweise Elke, Kayas Mutter, die auf einmal mit einem Hippie-Bus samt neuem Lebensabend-Weggefährten, Klangschalen und Yogamatten im Hof steht. Und oft gerade die erst unliebsamen Telefonate. Gespräche mit Menschen, mit denen Jan normalerweise kaum ein Wort gewechselt hat, bringen ihm Erkenntnisse, über das Leben vor Kayas Tod und wie es danach weitergehen könnte.
In Rückblenden erfahren wir auch das Kennenlernen der beiden, ihre schwierigen Familiengeschichten und ihr gemeinsames Leben, das sie sich genauso mühselig, wie sie ihr Haus renoviert haben, gemeinsam aufgebaut haben.
Der Roman ist trotz des schweren Themas leicht zu lesen, bringt viele Denkanstöße und bewegt und berührt gerade wegen seiner Unaufgeregtheit. Das Leben ist dramatisch genug, auf künstliche Dramen wurde verzichtet, dafür auf viel Gefühl und Subtiles gesetzt.
Eine Bereicherung!
Fazit: Ein lebensbejahendes Buch, bewegend, berührend und sehr bereichernd!
Gaby 2707
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Für immer und ein Jahr
von Stefanie Hansen
Schreiner Jan Bode hat seine Frau Kaya an diese heimtückische Krankheit Krebs verloren. Zusammen mit seinen beiden Kindern Lina, 12, und Finn, 16, versucht er den Alltag so gut es geht zu meistern, was allen nicht leicht fällt. Außerdem hat er seiner Frau versprochen, ein Jahr lang alle Menschen, die in ihrem Geburtstagskalender stehen anzurufen und ihnen zu gratulieren. Für den in sich gekehrten Jan eine riesige Herausforderung. Aber er fühlt sich an dieses Versprechen gebunden und erlebt bei seinen Telefonaten manche Überraschung.
Beim anschauen des Covers hat mich dieses Buch zum einen an die Bücher von Cecilia Ahern erinnert und da speziell an „PS: Ich liebe Dich“. Daher war meine Neugier schon sehr groß.
Allein die Idee Jan über den Geburtstagskalender Kontakt mit den Menschen aufnehmen zu lassen, die Kaya gekannt hat, fand ich toll. Seinen Werdegang über ein Jahr hinweg zu verfolgen, seine Trauer mit ertragen zu müssen, war schon speziell und hat mich ergriffen. Auch das Kaya, gedanklich in kursiv dargestellt, immer noch präsent ist und einzelne Situationen kommentiert, fand ich sehr schön und passend. Sie ist weiterhin für Jan präsent. Es sind aber nicht nur die düsteren und traurigen Momente, die hier vorherrschen. Ich habe hier und da auch mal schmunzeln können. Vor allem, wenn Graupapagei Herr Johansson seine Sprüche klopft oder Jan mit den Kindern versucht einen Kuchen zu backen. Auch Kayas Mutter Elke mit ihrem Lebensgefährten Chris und Jans Mutter, die gleichzeitig bei Jan und den Kindern aufschlagen nehmen der Trauer etwas den Schrecken.
Autorin Stefanie Hansen hat das nicht ganz leichte Thema mit ihrem leichten, eingängigen Erzählstil gut verpackt. Die Menschen hier sind z.T. etwas speziell. Auch von den Telefonaten, die sehr unterschiedlich ausfallen, haben mir einige sehr gut gefallen. Ich hätte mir bei der Trauerbewältigung und vor allem im Zusammenhang mit den Kindern Lina und Finn, die genau so leiden wir Jan, etwas mehr Tiefe und Zuwendung gewünscht. So wird einiges nur oberflächlich angekratzt und bleibt für mich unvollendet.
Trotz der kleinen Kritikpunkte eine emotionale Geschichte über das Loslassen und einen Neustart voller Verzweiflung und Trauer, Hoffnung und Zuversicht, die mich gepackt und berührt hat.
Chrissi
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Für immer und ein Jahr
von Stefanie Hansen
Inhalt:
Nach dem Tod von Kaya, ist Jan plötzlich allein mit zwei Kinder.
Doch Kaya hat ihn eine Aufgabe gegeben. Er soll ein Jahr lang, jede Person aus Kayas Geburtstagskalender anrufen. Eigentlich ist Jan eher ein stiller Mensch. Trotzdem will er den Wunsch seiner Verstorbenen Frau erfüllen.
Eine Zeit in der er Freundschaften findet und ungeahntes Glück.
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Leider wurde ich jedoch etwas enttäuscht.
Für immer und ein Jahr von Stefanie Hansen ist ein schöner Liebesroman, leider für mich jedoch kein Highlight.
Das Cover an sich ist schön, passte jedoch nicht wirklich zum Buch.
Der Schreibstil war wunderschön flüssig und das Buch war angenehm zu lesen.
Jedoch war die Umsetzung überhaupt nicht gelungen, man hatte trotz des schönen Schreibstils oft keine Lust zum weiterlesen. Es gab keine Spannung, womit das Buch unglaublich langatmig war.
Die Charaktere waren schön gewählt.
Jan war meines Erachtens ein sehr einfühlsamer und sympathischer Mensch. Ich fand es schön, dass er keinen klassischen Beruf, wie in anderen Büchern, ausübt.
Trotzdem gibt es für mich noch drei weitere Kritikpunkte.
Der erste ist die Gedanken von der verstorbenen Kaya zu Situationen, ich fand das persönlich sehr schwierig, Kaya als Geist dazustellen.
Der zweite Kritikpunkt ist das Ende, an sich ein sehr schönes Ende, trotzdem war es für mich kein richtiger Abschluss der Geschichte.
Der dritte Punkt ist, dass mir manches einfach gefehlt hat, wo sind die Gespräche mit den Kinder, warum ein so zerrüttetes Familienverhältnis, es hat einfach die Tiefgründigkeit gefehlt.
Insgesamt ein eher mittelmäßiges Buch, was mir nicht so gut gefallen hat. Für mich leider kein Buch, was ich empfehlen und nochmal lesen werde.
Trotzdem Danke, dass ich das Buch lesen durfte.
Vielen Dank an Stefanie Hansen und den Fischer Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.
Jenny
empfiehlt:





Für immer und ein Jahr
von Stefanie Hansen
Nachdem seine Frau Kaya an Krebs verstorben ist, erfüllt Jan ihren letzten Wunsch und ruft ein Jahr lang alle Leute an, die in Kayas Geburtstagskalender stehen. Dabei geht das Leben immer weiter und auch das Herz findet irgendwann, auch wenn wirklich nur langsam und zögerlich, einen Weg, um jemand neues hineinzulassen.
Ich finde das Cover wundervoll gestaltet. Der dunkelblaue Hintergrund drückt etwas trauriges aus. Das Fenster und der malerische Ausblick daraus, vermittelt ein Gefühl der Düsternis, aber mit dem leichten pink auch etwas Hoffnung. Besonders schön finde ich, dass das „und“ aus dem Titel des Buches mit Schnörkeln versehen wurde, sodass es dem Infinity- oder auch Unendlicheitszeichen gleicht.
Das Thema wird sehr ernsthaft angegangen. In diesem Buch ist es auch nicht nur Kaya, die Krebs hat bzw. hatte. Der Anfang des Buches ist sehr düster gehalten. Das erste Mal, dass ich wirklich schmunzeln musste, war die Stelle, in der Jan mit seinen Kindern versucht einen Kuchen zu backen und die Zutaten fehlen, was man ja einfach mit anderen Zutaten wieder gut machen kann. Es war wie ein erster Lichtblick in dem Buch. Als würde es endlich wieder bergauf gehen. Ab da ist es ein reines Auf und ab. Mal gibt es gute Tage, dann wieder schlechte Tage. Die langsam aufkeimende Liebesgeschichte, wie zwei Menschen nach einem schweren Leben langsam zueinander finden, rührt einen zu gemischten Tränen, zum einen vor Glück, weil die beiden weitermachen können, aber zum anderen auch traurig, da Kaya und Jan ein wundervolles Paar gewesen sind.
Jan ist ein überforderter Mann, der nach dem Tod seiner Frau mit zwei Teenagern alleine zurückbleibt. Sowohl Kayas als auch seine Eltern kommen herbei, zwei Welten, reiche und morderne Leute auf Jans Seite, Esoteriker auf Kayas Seite, die aufeinander treffen, und bringen das neue Leben noch mehr durcheinander als es sowieso schon ist. Jan leidet unter dem Verlust und begräbt sich in seiner Arbeit soweit er kann. Er rafft sich schweren Herzens dazu auf, Kayas letzten Wunsch zu erfüllen und kämpft sich durch die Telefonate, die er führen soll. Sein Leiden ist deutig zu spüren. Auch an den Kindern, geht der Verlust der Mutter nicht spurlos vorbei, aber Jan ist leider zu sehr mit sich beschäftigt, um darauf eingehen zu können, zumindest am Anfang. Alle Figuren sind mehr als nur realistisch dargestellt und auf ihre eigene Art und Weise symphatisch.
Man fühlt sich komplett mitgenommen in dem Buch. Es ist so einfach und wunderbar mitreißend geschrieben. Da ich selbst aus Schleswig-Holstein komme, war auch die Party, wo die Leute nicht perfekt Hochdeutsch gesprochen haben, einfach nur erheiternd und ich dachte immer „Ja, genau so redet man im Norden“ Im Verlaufe des Buches werden in kursiv immer mal wieder Kayas Sichtweisen zu der aktuellen Situation dargestellt. Es scheint, dass Kayas Seele weiterhin bei Jan ist und ihre Meinung zu diesen Sachen hat. Diese kleinen Szenen sind immer wieder herzergreifend.
Abschließend ist zu sagen, dass das Buch nichts für Leute ist, die sich amüsieren wollen oder gemütlich ein Buch lesen wollen. Es ist wirklich harte Kost solche Bücher zu lesen. Ich habe noch nie so oft bei einem Buch geweint, wie bei diesem, da mich das alles total ergriffen und bewegt hat. Insbesondere leider auch, weil ich selbst im letzten Jahr zwei geliebte Menschen an den Krebs verloren habe. Vielleicht habe ich das Buch auch daher, innerhalb von fünf Stunden verschlungen. Aber für jeden, der sich wirklich damit auseinandersetzen will, wie es nach dem Tod für die Hinterbliebenen weitergehen kann und wer genug Taschentücher zur Seite hat, ein wundervolles Buch.
