Kundenrezensionen
Daggy
empfiehlt:





Queergestreift
von Kathrin Köller; Irmela Schautz
Schon äußerlich ist diese Buch etwas Besonderes, nicht nur das Cover in den Regenbogenfarben der queeren Menschen, sondern auch der Buchschnitt ist so gefärbt.
LGBTIQA+, diese Buchstaben bilden eine Gruppe Menschen ab, die nicht hetero oder cis sind. In diesem Buch werden die einzelnen Buchstaben und ihre Bedeutung genau erklärt.
L= Lesbisch und G für Gay oder schwul, sind Begriffe, die den meisten bekannt und vertraut sind. Aber auch in diesen Kapiteln kann man noch Neues finden. Das B für Bi oder Pan ist da schon vielschichtiger und innerhalb dieses Kapitels gibt es viele Worte, die unterschiedliches oder gleiches bedeuten, mir aber bisher nicht bekannt waren. Die Aussage „Verlebt in Menschen. Punkt.“ war für mich eine einfache und klare Erklärung. T für Trans oder Non-Binary, zeigt auf, dass Menschen sich nicht mit dem Geschlecht, das in ihren Ausweis steht, identifizieren können. Ich wusste nicht, dass es da ein zusätzliches Ausweispapier, den Ergänzungsausweis gibt, der dem gefühlten Geschlecht entspricht. Das I steht für inter, bei diesen Menschen ist das Geschlecht ihres Körpers nicht eindeutig weiblich oder männlich. Das Q für queer wurde zunächst von BIPoC genutzt, dieser Wort wurde aber auch übergreifend für alle anderen zum Begriff. Das A+ steht für a_sexual, also Menschen denen einfach ausgedrückt Sex nicht so wichtig ist.
Zu jedem Kapitel gibt es viele Informationen, Interviews, Orte, an denen man sich persönlich oder im Netz treffen kann. Mich haben besonders die Erfahrungsberichte fasziniert, wie schwierig es für viele war sich zu outen und so zu leben, wie es für diese Person richtig ist.
Ich hoffe, dass dieses Buch für junge Menschen Hilfe bringt, die hier viel von anderen erfahren und wo sie Adressen finden, wo sie Unterstützung erhalten können.
Sandy3333
empfiehlt:





Queergestreift
von Kathrin Köller; Irmela Schautz
Dieses Buch informiert, macht Mut und lässt Menschen unter dem Regenbogen zu Wort kommen.
Aufgefallen ist mir das Buch bereits durch das wunderschön bunt gehaltene Cover. Es sieht aber nicht nur von außen besonders aus, sondern enthält auch innen viele tolle Illistrationen.
Aufgebaut ist es in 7 Kapitel aus allen Labels der LGBTIQA+
Jedes Kapitel informiert über die verschiedenen Labels und enthält Interviews von Menschen die sich dem jeweiligen Label zugehörig fühlen. Ebenso findet man viele Adressen und Tipps für Ansprechpersonen.
Besonders gefällt mir die offene und stehts positive Schreibweise und auch das es durchwegs motiviert die eigene Sicht und Denkweise zu hinterfragen.
Kläre Kaufempfehlung für alle die sich über Menschen unter dem Regenbogen informieren wollen bzw ganz generell über die Vielfalt von uns Menschen.
Katharina Grassmugg
empfiehlt:





Queergestreift
von Kathrin Köller; Irmela Schautz
"Wenn dein Sohn mit Puppen spielt, hast du dann keine Angst er könnte Homosexuell werden. Natürlich geh ich mit auf die CSD Parade. Die Menschen können ja nichts dafür das sie krank sind."
Das und noch vieles andere habe ich schon gehört und es macht mich wütend, traurig und betroffen.
Ich denke das das oftmals auch aus Unwissenheit resultiert und teilweise leider auch Kulturell bedingt sein kann. Kathrin Möller und Irmela Schautz haben mit "Queergestreift - alles über LGBTIQA+" ein Buch geschrieben das sowohl unterhaltend als auch lehrreich ist und von dem ich mir wirklich wünsche das es so viele Menschen wie möglich lesen werden. Nach und nach gehen die Autorinnen auf alle Buchstaben von LGBTIQA+ genau ein, erklären ohne zu Werten, lassen viele Menschen zu Wort kommen und geben ihnen damit den Raum der ihnen in unserer Gesellschaft aufgrund von Feindlichkeiten und Intoleranz oftmals verwehrt bleibt.
Die Queere Community ist wohl eine die immer wieder stark marginalisiert und angefeindet wird. Diskriminierung durch diverse Gesetze und eingestaubte Dogmen stehen auf der Tagesordnung. In diesem Buch kommen Menschen zu Wort die ein Teil von LGBTIQA+ sind. Ganz nach dem #representationmatters werden dem Leser oder der Leserin wichtige Aspekte Queeren Lebens näher gebracht.
Ich finde es sehr wichtig Geschlechterstereotype aufzubrechen, aufzuklären und einen safe space für alle zu kreieren. Mit diesem Buch hat man dazu ein tolles Werkzeug in der Hand von dem ich mir gut vorstellen kann das man es auch gut für den Unterricht einsetzen kann auch wenn ich das Gefühl habe das sich die jüngeren Generationen (und das finde ich wirklich wunderbar) mit diesem Thema oftmals besser auskennt als die älteren.
Durch zahlreiche wunderbare Illustrationen, viele Checklisten, wichtige Hardfacts zum Thema und Einblicke in die Geschichte der LGBTIQA+ Bewegung wird dieses Buch in meinen Augen zu einem absoluten must read.
Vielen Dank an @vorablesen und den @hanserliteratur Verlag für dieses tolle, wertvolle und lehrreiche Rezensionsexemplar
Blake
empfiehlt:





Queergestreift
von Kathrin Köller; Irmela Schautz
Über Das Buch bin ich völlig zufällig beim stöbern in der Lokalbibliothek gestolpert, es ist mir aber sofort ins Auge gesprungen (bei dem farbenfrohen Cover auch kein Wunder).
Ich hatte zunächst Sorge, dass es nur sehr ausgewählte Themen anspricht, aber dem ist zum Glück nicht so. Das ganze Buch ist aufgeteilt in dem es jedem Buchstaben (LGBTQIA+) ein eigenes Segment wirdmet und dort über jedes Thema auch ausführlich spricht. Die Informationen würde ich eher für Cis/Hetero-menschen und Queeren Menschen die sich erst seit kurzem aktiv damit beschäftigen einordnen. Es werden viele Stereotypen angesprochen und aufgebrochen, viele Konzepte erwähnt sowie erklärt und ein sehr gutes Fundament über Wissen zur Queeren-Community hergestellt. Besonders im deutschsprachigen Raum sehe ich das als ein sehr wichtiges Buch an. Besonders geeignet sehe ich es auch darin für ein zusammen-lesen. Sei es mit Kindern, Jugendlichen oder mit der eigenen Familie.
Abschließend muss ich nochmal die Illustrationen positiv hervorheben welche wunderschön gemacht und genauso divers wie vielschichtig gestaltet sind die Menschen die sie darstellen sollen.
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt jedem empfehlen und bin mir sicher so ziemlich jeder kann da etwas für sich mitnehmen.
Karo
empfiehlt:





Queergestreift
von Kathrin Köller; Irmela Schautz
Hält man "Queergestreift" in den Händen fällt direkt auf, wie wunderschön gestaltet dieses Buch ist! Ein großes Lob an den Verlag und alle dafür verantwortlichen. Es ist schon fast zu schade, um es einfach nur in den Schrank zu stellen.
Auch der Inhalt ist sehr gelungen. Es handelt sich hier um ein Aufklärungswerk über die LGBTQIA+ Community und man bekommt einen Eindruck über die verschiedenen Personen innerhalb dieser Community. Durch mehrere Gespräche mit Mitgliedern der Gesellschaft wird ein gelungener, tiefgehender Einblick vermittelt und man kann in das Thema eintauchen. Auch wenn man vorher kaum Berührungspunkte mit der Community hatte, bekommt man hier einen wunderbaren Einblick und versteht die Community und ihre Mitglieder sehr viel besser. Meiner Meinung nach sollte jeder Queergestreift lesen, um einen Einblick zu bekommen und dazu zu lernen.
Petra
empfiehlt:





Queergestreift
von Kathrin Köller; Irmela Schautz
Bevor ich das Buch aufgeschlagen habe, war ich schon mal total begeistert von dem Äußeren. Das Cover in Regenbogenfarben und der Regenbogenschnitt machen diesen Ratgeber zu einem richtigen Hingucker.
Das Erscheinungsdatum ist gut gewählt, kurz vor dem Pride Month.
Zu jedem Buchstaben von LGBTIQA+ gibt es ein Kapitel. Es geht also von Lesbian über Trans/Non-Binary bis zu Inter* und A_Sexual.
Es gibt zahlreiche Begriffserklärungen, Porträts und Interviews und eine Kontaktbox mit Hinweisen zu Organisationen und Podcasts.
Hier wird mal auf einer sehr lockeren und angenehmen Weise erklärt, was sich hinter den sieben Buchstaben eigentlich verbirgt. Es wird endlich mal aufgeräumt mit Vorurteilen und vagen Vermutungen , die hinter vorgehaltener Hand ausgetauscht werden.
Optisch macht das Buch nicht nur äußerlich was her, auch die gut gelungen großen und bunten Illustrationen im Buch sind wirklich toll.
Sollte jeder mal gelesen haben!
Dana
empfiehlt:





Queergestreift
von Kathrin Köller; Irmela Schautz
Sind wir wer wir sein wollen oder sind wir wer wir sein sollen? Direkt nach der Geburt bekommen wir unser erstes „Label“ aufgedrückt: männlich oder weiblich. Zumindest in den allermeisten Fällen. Aber was ist, wenn sich im Laufe der Zeit herausstellt, dass das Geschlecht, das wir zugeordnet bekommen haben, nicht dem entspricht, wie wir uns fühlen? Und was ist, wenn auch das andere nicht so recht zu einem passen will? In einer heteronormativ geprägten Welt scheint es nicht so leicht zu sein, seinen Platz zu finden und frei zu äußern, wen man liebt oder wie man sich fühlt, wenn man in diese scheinbare Norm nicht passen will. Wie schlimm, verstörend und irritierend das für Betroffene sein kann und wie vielfältig die Welt hinter dieser „Norm“ ist, das zeigt „Queergestreift“. Es sensibilisiert und klärt auf, gibt Einblicke in die Gedanken und Gefühle von Betroffenen und baut hoffentlich auch ein paar Vorurteile ab, die möglicherweise nur durch Unwissenheit entstanden sind.
Obwohl wir inzwischen 2022 schreiben, ist es leider alles andere als selbstverständlich, dass Menschen lieben dürfen, wen sie wollen und dass sie sich fühlen dürfen, wie sie sich nun mal fühlen. Es muss nach wie vor viel für Rechte, Gleichstellung, Akzeptanz und Toleranz gekämpft werden, auch wenn sich in den vergangenen Jahren einiges getan hat. Eigentlich absolut unverständlich, wieso es so schwierig zu sein scheint, schließlich wäre es doch für alle einfacher, wenn man offen, sensibel und tolerant gegenüber allen Arten von Liebe, Identitätsausdrücken und solchen Dingen wäre. Damit meine ich jetzt nicht toxische oder gewaltbehaftete Beziehungen und Bindungen, sondern all die anderen vielfältigen Wege sich zu verlieben oder es eben zu lassen bzw. sich selbst zu definieren. Es wäre weniger Stress, weniger Ärger, weniger Konflikte, mehr Zufriedenheit, mehr Akzeptanz, mehr Ruhe für alle – klingt doch traumhaft oder? Die Realität ist nun leider nicht so, aber vielleicht kommen wir irgendwann dahin, dass wir nicht mehr meinen über alles urteilen zu wollen, was andere so tun, wie sie denken und sich fühlen.
Queergestreift beleuchtet nach und nach die einzelnen Buchstaben in „LGBTQIA+“, so dass man eine gute Gliederung innerhalb des Buches hat und entweder von vorn durchgeht oder sich eben den Buchstaben raussucht, der einen am meisten interessiert. Die Bereiche sind klar unterteilt und auch innerhalb jedes Kapitels gibt es eine gute Gliederung, die es übersichtlich macht. Durch zahlreiche Illustrationen wird das Buch noch abwechslungsreicher bei der Betrachtung und sehr bunt. Mir manchmal etwas zu bunt, aber das liegt einfach daran, dass ich nicht so sehr auf quietschbunt stehe, das ist ja absolute Geschmackssache und tut dem Inhalt nun keinen Abbruch. Da die Welt und eben auch Sexualität und Identität sehr bunt und vielfältig sind, passen die farbenfrohen Bilder aber auf jeden Fall zum Thema. Zusätzlich wirkt der Text auch nicht so erschlagend, da es durch die Illustrationen etwas aufgebrochen wird.
Wörter oder Abkürzungen, die innerhalb der Texte vorkommen und einer Erklärung oder Definition bedürfen, sind am Seitenrand erläutert. So hat man alles direkt beisammen und muss nicht ewig blättern, um eine Antwort zu erhalten, sollte man die Begriffe nicht kennen.
Ein wenig gestört hat mich, dass der Text teilweise gewollt „hipp“ wirkte, zumindest auf mich. Englische Ausdrücke, die wie selbstverständlich eingeflochten werden, es zumindest in meinem Sprachgebrauch aber nicht sind, haben mich teilweise etwas aus dem Lesefluss gerissen. Je nachdem, wer das Buch zur Hand nimmt, ist dann vielleicht sogar ein Nachschlagen der Begriffe notwendig, um die es eigentlich innerhalb des Buches ja aber gar nicht gehen sollte. Ich fand das etwas schade, weil man auch einfach im Deutschen hätte bleiben können und alle würden gleich verstehen, was gemeint ist. Für eine junge Leserschaft wirkt es aber möglicherweise auch mitnehmend und sie fühlen sich sprachlich gut abgeholt.
Insgesamt sind die Texte informativ und vielseitig angelegt. Innerhalb der Kapitel gibt es sowohl Erklärungen als auch Erfahrungsberichte und auch Anlaufstellen, falls man Beratung oder einfach Vernetzung möchte. Das hat mir gut gefallen, weil Menschen, die vielleicht nicht so viel Akzeptanz in ihrem Umfeld bekommen, so ein Netzwerk finden, dass sie auffangen und aufbauen kann, ohne dass sie ewig suchen müssen. Außerdem kann es auch dabei helfen, wenn man selbst vielleicht noch nicht genau weiß, in welche der „Schubladen“ man passt. Wobei wir ja eigentlich genau davon wegwollen: vom Schubladendenken.
Auch die Unterschiede, die es innerhalb eines Buchstabens gibt, werden jeweils mit aufgegriffen. Das „L“ steht ja zum Beispiel für lesbian/lesbisch. Da könnte man platt sagen, okay eine Frau liebt/begehrt eine Frau und das stimmt an sich natürlich auch, aber es ist eben doch vielfältiger, weil zum Beispiel auch ein Teil der trans Personen oder non-binäre darunter fallen. Insgesamt ist das Thema einfach viel komplexer, als man es sich so vorstellt, wenn man sich noch nicht so viel damit beschäftigt hat.
Je nachdem wie viele Einblicke man im LGBTIQA+ Spektrum so hat, je unterschiedlicher wir es auch sein, wie viel innerhalb des Buches für einen neu ist und wie erschlagend vielleicht auch all die vielseitigen Informationen, die zwischen den Buchdeckeln stecken. Für mich gab es auf jeden Fall Abschnitte, in denen ich noch einiges erfahren habe, was mir bisher unbekannt oder einfach nicht so bewusst war, wie auch einige der geschichtlichen Rückblicke. Besonders gut gefallen hat mir einfach auch die Mischung an Themen. Es wird nicht beschönigt, es gibt Diskriminierung, zu viel, es gibt Missstände, es ist nicht immer einfach und doch ist es für Betroffene so wichtig zu sich stehen können zu dürfen, von ihrer Umwelt akzeptiert und unterstützt zu werden bei ihrem Weg, bei der Selbstfindung, beim Glücklichsein. Und wer nicht unterstützen möchte, der soll eben einfach tolerant sein, schließlich möchte man selbst ja auch sein und leben, wie man es für richtig empfindet. Manchmal liegen Vorurteile oder schiefe Blicke vielleicht auch einfach daran, dass man zu wenig weiß, umso wichtiger ist es, dass offen über LGBTIQA+ gesprochen wird und man sich vom heteronormativen Gesellschaftsbild löst.
Ein wenig störend empfand ich persönlich es, dass sehr viel auf Labels rumgeritten wird. Ich verstehe total, dass es für Betroffene wichtig ist, selbst entschieden zu können, wie sie „bezeichnet“ werden wollen, weil einige Begriffe für sie vielleicht verletzend sind, andere abwertend, mit anderen identifizieren sie sich schlicht vielleicht einfach nicht. Natürlich sollte jede Person das für sich selbst entscheiden können und die Umwelt sollte sich daran halten – macht es auch wieder für alle einfacher.
Bei der Flut an Begrifflichkeiten, Unterschieden und Abstufungen kann es für Menschen, die sich neu in das Thema „einarbeiten“ oder informieren wollen, aber schon erschlagend sein und man kann das Gefühl bekommen, man hat gerade halbwegs aufgenommen, wie vielfältig die Menschen sind, die unter einem gewissen „Buchstaben zusammengefasst“ werden (das meine ich nicht abwertend, aber im Buch geht man eben die einzelnen Buchstaben durch und was sich eben dahinter versteckt) und dann wird es wieder ein wenig umgestoßen, wenn es heißt „fragt jeden selbst, wie er genannt/bezeichnet werden will“. Wie gesagt, ich verstehe den Sinn dahinter und auch dass es in jedem Kapitel erneut steht, falls jemand nicht alles liest. Insgesamt wirkte es für mich aber trotzdem ein wenig, als würde ständig wieder darauf herumgeritten werden. Hin und wieder empfand ich auch die Erklärungen/Definitionen am Rand als nicht sehr hilfreich. Insgesamt war das Buch aber wirklich schön aufgebaut und gut gegliedert, vielseitig und informativ. Gut fand ich auch, dass es Abschnitte gab, die sich eher an die richten, die selbst queer sind oder sich gerade versuchen zu finden und andere Passagen eher auf die Lesenden eingehen, die sich informieren wollen, um zum Beispiel Hilfestellung für den richtigen Umgang zu erhalten oder einfach ihr Wissen zu erweitern.
Fazit
Ein Sachbuch, das das LGBTIQA+ Spektrum beleuchtet und sehr vielseitige Einblicke in verschiedene Bereiche gibt. Dabei gibt es Erklärungen und Definitionen von Begrifflichkeiten, ebenso wie Erfahrungsberichte verschiedener Personen, Anlaufstellen und Informationen zu Netzwerken, kleine Fragebögen/Checklisten, die dabei helfen können, für unterschiedliche Dinge zu sensibilisieren oder eigene Ansichten zu hinterfragen. Wie viel neues Wissen die Lesenden mitnehmen werden, wird davon abhängen, was sie vorher schon wussten und kannten. Mir hat die Struktur, Gliederung und Unterteilung auf jeden Fall gut gefallen und die farbenfrohen Illustrationen unterstützen die Texte zusätzlich.
_Le4_
empfiehlt:





Queergestreift
von Kathrin Köller; Irmela Schautz
Das Buch ist sehr einheitlich gestaltet und wirklich wunderbar illustriert. Die Kunstwerke auf den Seiten unterstützen meiner Meinung nach sehr den Text.
Die Sprache im Text ist sehr lässig, was ich persönlich charmant fand, aber ich könnte auch nachvollziehen, warum es jemand nicht so gut findet, vor allem weil viel englische Sprache untergemischt wird.
In meinen Augen ist das Buch leicht verständlich, da es nicht übermäßig intellektuell ist und viele Begriffe immer auch zeitgleich mit ihrer Verwendung erklärt werden.
Einige Themen wurden leider nicht vollends tiefgründig betrachtet, was zwar nachvollziehbar wegen des Format des Buches ist, aber auch etwas enttäuschend war.
Was ich besonders herausragend finde, sind die Interviews. Diese waren wahnsinnig interessant und haben immer noch einmal Leuten, welche konkrete Erfahrungen haben, eine Stimme gegeben.
Eine weitere ganz ausgezeichnete Sache im Buch ist, dass es zu jedem Thema noch weiterführende Quellen gibt. So werden konkrete Organisationen, Gruppen oder Informationsmöglichkeiten geboten.
Das Buch richtet sich vor allem an Jugendliche, ob nun Teil der Community oder nicht, und auch an Eltern. Beiden Gruppen kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen, da es wirklich gute überblicksartige Informationen bietet.
Auch Leuten, die bis jetzt sehr uninformiert gegenüber der LGBTQIA+ Community sind, kann ich dieses Buch empfehlen, falls sie erst einmal einen guten Start und Überblick brauchen.
