Kundenrezensionen
Ecinev
empfiehlt:





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
Waco, eine amerikanische Kleinstadt in Texas und noch immer ein wunder Punkt in der amerikanischen Geschichte der Sekten. In einer Mischung aus Erzählung und Podcast wird hier die Geschichte einer fanatisch christlichen Sekte und ihren charismatischen Anführer 'The Lamb' kennen dem die Leute bedingslos und fast blind folgen.
Die Mutter von Jaye ist dem Charme des Anführers bald erlegen während Jaye die Teenager Tochter da weitaus näher an der Realität bleibt. Daneben ist Roy, Sohn des Polizei-Sheriffs von Waco der als Hobby Schlösser knackt und dessen Familie immer noch um den älteren Bruder trauert der im Irak Krieg gestorben ist. Bei einer für Amerika typischen Waffenschau treffen sich die beiden Teenager und eine zarte Romanze entsteht.
Dem Schreibstil ist anfangs nicht leicht zu folgen, es dauert etwas bis man in die Geschichte hineinfindet. Dem Buch liegt eine wahre Begebenheit zugrunde über die ich hier das erste Mal erfahren habe.
Niko
empfiehlt:





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
"We Burn Daylight" von Bret Anthony Johnston basiert auf einer wahren Begebenheit, der Tragödie von Waco im Jahr 1993, bei der das FBI das Anwesen der religiösen Sekte Branch Davidians stürmte. Der Roman verfolgt die wahre Geschichte von Waco, die Charaktere, Lamb, Jaye und Roy, sind aber fiktiv.
Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, um sich der Glaubensgemeinde des charismatischen und gefährlichen Anführers Lamb anzuschließen. Lamb ist zwar charismatisch, aber gewalttätig und sehr gefährlich und ist schon im Visier des FBIs. Jaye kennt den Sheriffs Sohn, Roy, und zwischen ihnen wächst eine tiefe Verbindung, nur leider geraten sie zwischen zwei Welten, die gegenseitig kämpfen.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt: Roys, Jayes und eines Podcast-Interviews. Das fand ich sehr gut gemacht, denn so wurden mehrere Sichtweise beleuchtet.
Die Charaktere sind sehr authentisch und man kann ihren internen Konflikte gut verstehen.
"We Burn Daylight" ist ein packender Roman mit historischen Hintergrund, authentischen Charakteren und ernsten Themen, die nachdenklich machen.
Aus meiner Seite eine klare Leseempfehlung!
Eternal-Hope
empfiehlt:





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
Der Roman „We burn daylight” von Bret Anthony Johnston hat einen wahren Kern: die fiktive Geschichte spielt in einem Setting, das es so tatsächlich gegeben hat: die Sekte der Branch Davidians in Waco, deren Belagerung durch das FBI und schließlich der ausgebrochene Brand, bei dem viele der Sektenmitglieder ums Leben kamen.
Vor diesem Hintergrund lernen wir die fiktiven Charaktere dieses Romans kennen: Jaye, ein Mädchen im Teenageralter, das mit seiner Mutter, die dem Sektenführer „Lamb“ und seiner Botschaft verfallen ist, nach Waco gezogen ist, selbst nicht viel von „Lamb“ hält, sich von der trostlosen, verfallenen Umgebung abgestoßen fühlt und am liebsten wieder nach Hause ziehen würde. Auf der anderen Seite Roy, der Sohn des örtlichen Sheriffs, der seinen älteren Bruder vermisst, der in einem fernen Krieg kämpft, zufällig Jaye kennen lernt und sich in sie verliebt. Aus diesen beiden Perspektiven werden die meisten Kapitel des Buches erzählt, ergänzt durch die nicht chronologisch abgebildeten Folgen eines Podcasts, in dem 30 Jahre später unterschiedlichste Personen zu den damaligen Vorfällen interviewt werden.
Die beiden Jugendlichen sind beide keine Anhänger des Sektenführers und sehen ihn, seine Botschaften und sein Verhalten sehr kritisch. Ihre Liebesgeschichte vor dem Hintergrund eines sich latent aufbauenden und verstärkenden Bedrohungsszenarios der Weltuntergangsfantasien der Sekte kombiniert mit der beginnenden Belagerung bildet den Kern dieses Buches. Durch die beiden Jugendlichen erfahren wir also nicht viel darüber, warum Menschen einer Sekte verfallen, dies kommt nur als Außenperspektive über manche der Interviewten im Podcast sowie über den Blick Jayes auf ihre Mutter als Thema in das Buch hinein.
Das Buch beschäftigt sich also durchaus auch mit der Dynamik von Sekten und Kulten, aber nicht nur. Es geht auch um die Angemessenheit oder Unangemessenheit staatlicher Interventionen bis zu Gewalt und um sich aufbauende Eskalationsszenarien, aus denen keine Seite mehr einen guten Ausweg findet. Über viele Seiten passiert im Buch vordergründig nicht viel, während die Lage im Hintergrund zunehmend eskaliert und die Lesenden insbesondere durch die Informationen aus dem Podcast einen tragischen Ausgang befürchten und mit den Jugendlichen zittern. Gegliedert ist das Buch in kurze Kapitel, die sich grundsätzlich schnell lesen, auch wenn es zwischendurch einige Längen gab. Insgesamt ist es ein gut geschriebenes Buch, das ich allen an dieser Thematik Interessierten durchaus empfehlen kann.
Alexander Kornell
empfiehlt:
We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
In der texanischen Stadt Waco hatten sich im Jahr 1993 die Anhänger des selbst ernannten Propheten David Koresh versammelt. Einige Missverständnisse und Verdächtigungen führten zu einer mehrtägigen Belagerung durch die Polizei und die Bundesbehörden, die in einem beispiellosen Inferno endete und unzählige Todesopfer forderte.
Vor diesem historischen Hintergrund entspinnt Johnston eine zarte Liebesgeschichte zweier Teenager, die jeweils auf der anderen Seite der Konfliktparteien stehen. Darüber hinaus blickt er tief in die amerikanische Seele und greift das Thema Fanatismus auf, das in diesen Tagen leider wieder mehr als aktuell ist.
liesmal
empfiehlt:





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
„Eine fesselnde und berührende Liebesgeschichte, die im Schatten der realen Tragödie von Waco spielt, wo 1993 die blutige Stürmung des Anwesens der Sekte Branch Davidians durch das FBI stattfand.“
An die Tragödie, die sich in den Neunzigerjahren in Texas ereignete, erinnere ich mich noch gut. Darum war ich neugierig auf den Roman von Bret Anthony Johnston und auf seine Sicht der Dinge. Er beschreibt den Alltag in einer Sekte sehr genau. Wie es einem religiösen Fanatiker gelingen kann, Menschen nicht nur dazu zu bringen, ihm zu folgen und sie glauben zu lassen, dass schlimme Dinge, die geschehen, der Wille und die Strafe Gottes sind, sich dabei selbst aber immer in einem guten Licht dastehen zu lassen, das ist dem Autor richtig gut gelungen.
Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei fiktive junge Menschen, die die Geschichte im Wechsel erzählen und dadurch persönlich werden lassen. Jaye lebt mit ihrer Mutter, einer Anhängerin des Sektenführers Lamb, auf dessen Ranch. Roy ist der Sohn des Sheriffs und freundet sich mit Jaye an.
Eine weitere Perspektive gibt es 30 Jahre später in der Gegenwart. Bei einem Podcast werden die Ereignisse von verschiedenen Beteiligten betrachtet und bringen mit der regelmäßigen Einstreuung Abwechslung.
Insgesamt ist die Geschichte interessant und spannend, war für mich allerdings über weite Strecken besonders in der ersten Hälfte zu langatmig.
Miro
empfiehlt:





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
Im Jahr 1993 kamen in Waco, Texas, 76 Mitglieder der religiösen Gruppierung Branch Davidians ums Leben, als das FBI gemeinsam mit weiteren Bundesbehörden ihre Siedlung stürmte. Im Vorfeld kam es zu einer 51-tägige Belagerung, weil sich die Gemeinschaft gegen eine geplante Durchsuchung ihres Geländes mit Waffengewalt zur Wehr gesetzt und dort verschanzt hatte. Diese tragische Begebenheit ist die Grundlage dieses Romans und ich hatte mir eine spannende Geschichte erwartet.
Außerdem hat mir die gewählte Erzählform gefallen. Zwei Jugendliche schildern hier die Geschehnisse jeweils aus ihrer Sicht. Roy, der Sohn des Sheriffs, der sich in Jaye verliebt, die mit ihrer Mutter dem Sektenführer nachgereist ist. Die beiden treffen sich heimlich einige Male und stürzen sich in eine lebensverändernde Liebe.
Aufgelockert wird das Ganze durch kurze Einschübe aus Podcasts, die der ehemals beste Freund von Roy im Jahr 2024 erstellt. Er führt Interviews mit den verschiedensten beteiligten Personen. Er trifft Überlebende der Sekte, ehemalige FBI und ATF Agenten genauso wie den pensionierten Sheriff. Dadurch wissen wir als Leser*innen manchmal etwas mehr als die Protagonisten.
Somit finde ich auch den Aufbau des Buches gelungen. Und dennoch konnte es mich nicht packen.
Das Buch ist sprachlich durchaus ansprechend und detailreich, nimmt sich jedoch an vielen Stellen sehr viel Zeit, um Dinge auszubreiten, die für den Fortgang der Handlung kaum von Bedeutung sind. Die Erzählweise wirkt dadurch stellenweise überladen und verliert sich in langen Ausschweifungen und Wiederholungen. Es ist ein Buch, das Geduld verlangt –wohl ein bisschen mehr, als ich aufbringen konnte. Dadurch vergebe ich 2,5 Sterne, die ich auf 3 aufrunde.
@lust_auf_literatur
empfiehlt:





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
In Waco, Texas, starben 1993 76 Mitglieder der Sekte Branch Davidians bei der Erstürmung ihrer Siedlung Mount Carmel durch das FBI und anderen Bundesbehörden. Darunter nicht nur der Sektenanführer, sondern auch schwangere Frauen und Kinder. Vorausgegangen war eine 51-tägige Belagerung der Siedlung, nachdem sich die Gruppe verschanzt und sich mit Waffengewalt gegen eine Durchsuchung ihres Geländes zur Wehr gesetzt hatte.
Aus diesem amerikanischen Stoff macht der preisgekrönte Bestseller Autor Bret Anthony Johnston mit seinem zweiten Roman einen fesselnden „literarischen Pageturner“.
Ich würde die Geschichte irgendwo zwischen Abenteuerroman und lauwarmer Liebesgeschichte einordnen.
Johnston hat eine interessante und spannende Romanstruktur gewählt: Zwischen einzelnen aktuellen Podcast-Interviews mit Zeitzeug*innen im Jahr 2024, lässt er auf einer anderen Zeitschiene 1993 seine beiden Figuren Roy und Jaye die damaligen Ereignisse in Waco aus ihrer Perspektive erzählen.
Roy ist der 14-jährige Sohn des ortsansässigen Sheriffs von Waco, und Jaye eine Teenagerin, die mit ihrer Mutter nach Texas gekommen ist, um sich dem Sektenführer „Lamb“ anzuschließen.
Die beiden bilden das Liebespaar, mit dem der Roman als „moderne Romeo und Julia Geschichte“ beworben wird.
Die Figuren und die Handlung sind komplett fiktiv, basieren aber auf den historischen Abläufe der Belagerung und der Erstürmung des Geländes. Johnston stellt die Frage, warum dabei so viele Menschen unnötig sterben mussten.
Die fast 500 Seiten lese ich schnell weg, wie gesagt ein Pageturner, und sie veranlassen mich dazu, zu den tatsächlichen Ereignissen zu recherchieren. Allerdings bleibt der Roman hinter meinen Erwartungen zurück. Johnston konzentriert sich mehr auf eine spannende Geschichte mit ein paar Überraschungen als auf die psychologischen Hintergründe seiner Figuren. Wie die Mechanismen in der Sekte rund um ihren Anführer funktionieren, wird leider kaum herausgearbeitet und auch die beschworene Liebesgeschichte bleibt für mich emotional sehr blass und wenig authentisch.
Von daher war „We burn Daylight“ für mich vielmehr ein tendenziell schwaches „nice to read“ als „must read“
morlin
empfiehlt:





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
Will man den Roman in einem Satz beschreiben, so wäre es eine coming of age Geschichte, eingebunden in ein Massaker, Anfang der 90er in den USA.
Doch beginnen wir am Anfang. Zunächst lernen wir die beiden Protagonisten kennen. Zum Einen Jaye, die mit ihrer Mutter nach Waco, Texas, fährt, um sich dort einer Glaubensgemeinde anzuschließen. Perry Cullen, von allen nur Lamb genannt, führt die Gruppe an und man merkt schnell, dass es sich hier um eine Sekte handelt. Das Leben auf der Farm ist eher ärmlich und geprägt durch lange Bibelstunden. Um sich zu finanzieren, werden Waffen in großem Stil eingekauft und auf sogenannten Waffenshows an den Mann gebracht.
Jaye selber ist von Lamb überhaupt nicht überzeugt und bleibt nur, weil sie ihre Mutter dort nicht alleine lassen will. Auf ihren kleinen Ausfahrten lernt sie Roy, den Sohn des ansässigen Sheriffs kennen und es bahnt sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden an.
Neben diesen beiden Erzählsträngen sind immer wieder kurze, für mich zu kurze, Interview-Auszüge eines Podcast aus der heutigen Zeit, also 30 Jahre später, eingestreut. Und wir als Leser ahnen, dass damals etwas Schreckliches passiert ist.
Mir sagte das Massaker von Waco bis dato gar nichts. So war ich also völlig unvoreingenommen und auch gespannt, wie sich das Ganze entwickeln würde.
Gerade die Einbindung der Geschichte in reale geschichtliche Ereignisse hat mir richtig gut gefallen. Ich hätte mir am Ende des Buches aber eine Einordnung gewünscht. Also was von der Geschichte fiktiv war und wie es am Ende wirklich abgelaufen ist. Das hat leider gefehlt.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Jugendlichen war mir zwischenzeitlich zu lang und ausführlich, das Ende fand ich dafür aber passend.
Insgesamt war es für mich eine interessante Lektüre, von der ich mir aber mehr versprochen habe. Daher vergebe ich gute vier Sterne.
Lulu24
empfiehlt:





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
Der Roman erzählt von zwei Jugendlichen: Jaye schließt sich mit ihrer Mutter der Sekte des Anführers Lamb in Waco, Texas (angelehnt an die wahre Figur David Koresh) an und lernt dort angekommen Roy kennen, schwarzes Schaf in einer Polizistenfamilie mit einer Leidenschaft fürs Schlösserknacken.
In vier Teilen kann der Leser erleben, wie die beiden Jugendlichen mit ihren typischen Adoleszensproblemen und ihrer ersten Liebe beschäftigt, mit den Vorgängen in der Sekte und ihren Folgen aber völlig überfordert sind und selbst die Todesgefahr bei Erstürmung der Ranch erst gar nicht erfassen können. In den ersten beiden Teilen stehen die Probleme der Jugendlichen mit sich selbst im Vordergrund, die Ereignisse erscheinen dabei beinahe belanglos. Ab dem dritten Teil und den Berichten über die Erstürmung und anschließende Belagerung der Farm nehmen Dramatik und Spannung deutlich zu. Trotz tragischer Erlebnisse wirken die Protagonisten aber in meiner Wahrnehmung seltsam apathisch. Zentrale Ereignisse werden nur angedeutet und z.B. aufkommende Schuldgefühle der Mutter in wenigen Zeilen abgehandelt, während Banalitäten weiterhin relativ großen Raum einnehmen. Daher konnte mich die existentielle Not der Protagonisten irgendwie nicht berühren. Dazu passt die Tatsache, dass sich Jaye im Epilog dann auch unerwartet schnell mit ihrem Schicksal aussöhnt.
Schade, die Thematik hatte mich wirklich interessiert. Ich hatte mir etwas mehr Einsicht in die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit von Sekte und Anführer sowie über das Ausblenden fataler Entwicklungen und die wachsende Schuld durch den fehlenden eigenen Widerstand erwartet.
