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ISBN

Buchhändlerempfehlung

MMag. Katharina Huchler aus unserer Buchhandlung in Bregenz empfiehlt dieses Buch:

Das Cover ließ mich eine harmlose Geschichte à la "Selection" erwarten, aber weit gefehlt: Hier trifft "Die Tribute von Panem" auf "A Handmaids Tale". Dicht geschrieben mit einem hohen Spannungsfaktor verfolgt die Geschichte sehr abgründige Ideen. Ein Thriller, der vor Augen führt, dass es nichts im Leben umsonst gibt, und dass der schöne Schein einer glitzernden Luxuswelt nur mit menschlichen Opfern aufrechterhalten werden kann.

Alle Buchtipps von MMag. Katharina Huchler



Unter der Erde
von Stephan Ludwig
Startet erst gemächlich, nimmt dann aber deutlich Fahrt auf 26. Februar 2020
von Anja
Der Schriftsteller Elias Haack erhält eine Einladung zum 90. Geburtstag seines Großvaters Wilhelm. Da er ihn seit etwa dreißig Jahren nicht mehr gesehen hat, beschließt Elias, einen kurzen Pflichtbesuch zu absolvieren und danach schnell wieder zu verschwinden. Das ist der Plan, der allerdings von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Denn seine Ankunft in Volkow, dem kleinen Dorf, in dem Wilhelm lebt und in dem auch Elias seine ersten Jahre verbracht hat, steht unter keinem guten Stern. Elias verunglückt nicht nur mit dem Wagen, sondern liefert dann auch noch eine peinliche Vorstellung beim Geburtstagskaffee ab. Sein Wiedersehen mit Wilhelm verläuft dann auch kürzer als gedacht, da der Großvater in der Nacht stirbt. Da das Auto von Elias nicht so schnell repariert werden kann und es in dem verschlafenen Ort nur mäßigen bis gar keinen Handyempfang gibt, sitzt Elias erstmal fest. In Volkow kümmert man sich allerdings umeinander, doch was das bedeuten kann, stellt Elias bald am eigenen Leibe fest. Denn je länger sein Aufenthalt dauert, desto merkwürdiger kommen ihm die Leute vor....

Der Einstieg ins Geschehen verläuft eher gemächlich. Dennoch versteht Stephan Ludwig es von Anfang an, die merkwürdige Atmosphäre, die in dem kleinen Ort herrscht, so authentisch zu beschreiben, dass man sofort ein mulmiges Gefühl hat . Gemeinsam mit Elias lässt man die eigenartigen Dorfbewohner und ihre Gepflogenheiten auf sich wirken. Durch kurze Einschübe ist man allerdings etwas schlauer als Elias und weiß, dass er unter ständiger Beobachtung steht und das, was die geheimnisvollen Beobachter so von sich geben, klingt nicht gerade ungefährlich. Doch wer Elias im Visier hat und warum das eigentlich so ist, erfährt man nicht. Dadurch schleicht sich schon früh eine unterschwellige Bedrohung zwischen die Zeilen, die beim Lesen ständig spürbar ist.

Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man sie mühelos vor Augen hat. Selbst die große Sommerhitze, die zum Zeitpunkt der Handlung herrscht, wird so authentisch vermittelt, dass man beinahe selbst zu schwitzen beginnt. Es fällt also leicht, sich ganz auf das Geschehen einzulassen und darauf zu hoffen, hinter das Geheimnis der Dorfbewohner zu kommen. Doch bis es so weit ist, kommt es zu einigen spannenden Wendungen, die dafür sorgen, dass man nicht mehr weiß, was man glauben und wem man eigentlich vertrauen soll. Denn das, was nach und nach ans Tageslicht kommt, ist schier unglaublich. Und zwar so unglaublich, dass man nicht mal in den kühnsten Vorstellungen daran gedacht hätte.

"Unter der Erde" ist ein Thriller, der erst gemächlich startet, dann allerdings deutlich Fahrt aufnimmt und dabei eine Richtung einschlägt, die man nicht vermutet hätte.

Nach Mattias
von Zantingh, Peter
Erzählung wie ein Reigen 25. Februar 2020
Ein Roman eines niederländischen Autors über Tod, Verlust und Trauer sowie das Leben.
Mattias ist tot. Das Buch erzählt von den Menschen, die ihn gekannt hatten, manche sehr gut, andere nur flüchtig.
Da ist Amber, seine Freundin, die alleine in der gemeinsamen Wohnung versucht, mit der Trauer umzugehen. Besucht wird sie von Kristianne, Mattias Mutter, die ebenfalls versucht den Verlust zu verarbeiten. Es gibt Quentin, ein Freund von Mattias, sie wollten zusammen ein Cafe aufmachen.
Alleine kann er das nicht, denn Mattias war der Macher. Quentinn ist Läufer und er erzählt einem blinden Läufer, den er begleitet, von Mattias.
Weitere Figuren tauchen auf. Alle zusammen sollen ein Bild von Mattias geben bzw. was es bedeutet, wenn jemand plötzlich nicht da ist.

Erzählt wird reigenhaft. Dazu passt, das es mit Amber beginnt und endet. Das hat mir ganz gut gefallen. Viele der Figuren sind gelungen. Mit einigen weiß ich weniger anzufangen, aber das kann man als Leser leicht in Kauf nehmen, da es so viele überzeugende Passagen gibt. Der Autor nutzt einen sparsamen Stil, fast schon schlicht, aber nicht ohne Eleganz. Hinzu kommt auch eine gewisse Musikalität, die sich sogar in einer die Kapitel begleitende, niveauvolle Playlist ausdrückt. Viele der Songs habe ich mir zwischen oder nach dem Lesen angehört.

Ich würde weitere Romane von Peter Zantingh lesen, wenn sie ins Deutsche übersetzt würden.
wissenswerte Fakten und gesetzl. Grundlagen zur Vormundschaft 25. Februar 2020
Klappentext:

Wer sich mit Vormundschaft oder Entmündigung beschäftigt,
wird sich fragen, welche geschichtlichen
Wurzeln diesen Erscheinungen zugrunde liegen.
Welche Gründe führten zur Entstehung
der Vormundschaft?
Welche Regelungen wurden in der antiken Zeit
getroffen?
Wie wurde die Vormundschaft im Mittelalter
geregelt?
Welche Entwicklung nahm das Recht
der Entmündigung?
Fragen dieser Art sowie deren Beantwortung ergeben
sich aus der Betrachtung des Verlaufs der Geschichte.
Der Umgang der Gesellschaft mit behinderten Personen
entsprach der jeweiligen Entwicklungsstufe der
Gesellschaft. (...)
Der Verfasser untersucht die Geschichte der Vormundschaft
und Entmündigung und versucht, aus den
Erkenntnissen Rückschlüsse auf die heutige Rechtslage
zu ziehen.
Aus der Einleitung

Cover:

Das Cover ist einfach und schlicht gehalten, was aber sehr passend zum Titel ist. Der Hintergrund ist in grau gehalten. Eine Waage und ein Gerichtsgebäude deuten auf das Thema und den Schwerpunkt hin.

Meinung:

In diesem Buch geht es um kein einfaches Thema, sondern es nimmt sich dem Themengebiet der Vormundschaft, Entmündigung, sowie Betreuung durch gesetzliche Betreuer an. Dies ist nicht gerade einfache Kost, wurde aber sehr gut durch verschiedene Gesetztestexte und aufgrund sehr guter Erläuterungen und an Hand von Beispielen sehr gut umgesetzt, so dass es sch auch für jemanden, der sich nicht mit diesem Thema auskennt, sehr gut lesen lässt.

Ich fand das Thema sehr interessant und dachte erst, dass ein sehr trockener Stoff und Schreibstil wäre, aber da war ich weit gefehlt. Hier wird einem das Thema sehr gut näher gebracht, ohne das es einem dabei langweilig wird. Aus ein wenig reinlesen, wurde meine Neugier geweckt und ich wollte mehr zu dem Thema wissen. Es ist faktenreich und sehr interessant geschrieben. Es werden verschiedenen Entwicklungen und der Werdegang in Bezug auf Vormundschaft und den Gesetzmäßigkeiten dazu näher beleuchtet. Einiges davon habe ich aus dieser Perspektive so noch nicht gesehen und es war sehr interessant und spannend, wie sich dies im laufe der Jahre und der Menschheitsgeschichte entwickelt hat. Auch wie sich die Gesellschaft und die Gesetze in Hinsicht auf Behinderungen, Schwachsinn und psychischen Erkrankungen und den damit verbundenen Entmündigungen verändert und entwickelt hat. Einiges war schon sehr beeindruckend , aber auch etwas extrem. So schwang auch immer ein wenig, ein Wechselbad der Gefühle mit, da hier von menschen, Behinderungen und dessen Entmündigungen oder eingeschränkten Tätigkeiten die Rede ist und man sich durchaus in manches sehr gut hinein versetzen kann und man heutzutage eine Dinge und Gesetze aus früheren Zeiten sich nicht mehr vorstellen kann. daher regt dieses Buch auch durchaus zum Nachdenken denken und vermittelt ein sehr fundiertes Wissen, was mir sehr gut gefallen hat.

Es ist schwer dieses Buch zu bewerten. Ich persönlich fand es sehr interessant und habe nichts zu beanstanden und da es für mich, in seinem Themengebiet sehr gut gelungen ist, möchte ich an dieser Stelle es jedem, der Interesse an solchen Werken hat, dieses Buch durchaus empfehlen.

Jeder der sich gern mit Gesetzestexten, gesetzlichen Grundlagen, Vormundschaften und ähnlichen Themen gern beschäftigt, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. Jedoch ist es, denke ich, nicht für jeden, sondern wirklich nur für Leser, die sich gern auch mal mit besondern Texten und Rechtsgrundlagen anfreunden können und diese gern lesen.

Mir hat es sehr gut gefallen. Ich empfand es, als sehr gut recherchiert, mit vielen Quellen und gesetzlichen Grundlagen unterleget und untermauert, so dass man eine Menge fundiertes Wissen vermittelt bekommt.

Fazit:

Gut recherchiert und wissenswerte Fakten zum Thema Vormundschaft, Entmündigung und gesetzt. Betreuung werden hier vermittelt.