Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies, und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.


ISBN

Buchhändlerempfehlung

MMag. Katharina Huchler aus unserer Buchhandlung in Bregenz empfiehlt dieses Buch:

Das Cover ließ mich eine harmlose Geschichte à la "Selection" erwarten, aber weit gefehlt: Hier trifft "Die Tribute von Panem" auf "A Handmaids Tale". Dicht geschrieben mit einem hohen Spannungsfaktor verfolgt die Geschichte sehr abgründige Ideen. Ein Thriller, der vor Augen führt, dass es nichts im Leben umsonst gibt, und dass der schöne Schein einer glitzernden Luxuswelt nur mit menschlichen Opfern aufrechterhalten werden kann.

Alle Buchtipps von MMag. Katharina Huchler


Gnadenlos spannend 28. Februar 2020
von Anja
Kathi ist alleinerziehend und lebt mit ihrer Tochter Lucy in ihrem ehemaligen Elternhaus. Das ganze Dorf weiß, was für schreckliche Dinge in Kathis Vergangenheit passiert sind. Dadurch wurde sie schon früh in die Rolle der Außenseiterin gedrängt und konnte sich bisher nie davon befreien. Kathis innigster Wunsch ist es deshalb, dass Lucys Kindheit anders verläuft. Doch das Geld ist knapp, das Haus mehr als renovierungsbedürftig und Lucy wird von anderen Mädchen in der Schule drangsaliert. Kathi ringt sich schließlich dazu durch, das Mädchen, das Lucy das Leben besonders schwer macht, darauf anzusprechen. Nicht ahnend, dass die damit zur letzten Person wird, die das Mädchen sieht. Denn das verschwindet kurz darauf spurlos. Die Gerüchteküche brodelt und Kathi wird misstrauisch beäugt. Nur die gerade neu zugezogene Jennifer lässt sich davon nicht beirren, sondern steht Kathi zur Seite. Trotz der neuen Freundin, wird Kathi immer öfter mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und diese scheint der Schlüssel zu den merkwürdigen Vorkommnissen zu sein, die sich schon bald häufen.....

Die Handlung beginnt mit einem Prolog, in dem man ein Ereignis in der Vergangenheit betrachtet, das einem nahe geht und das beim Lesen ein beklemmendes Gefühl zurücklässt. Wie sich diese Szene mit dem aktuellen Geschehen in Verbindung bringen lässt, ist zunächst nicht klar. Doch das mulmige Gefühl behält man stets im Hinterkopf. Dadurch ist das Interesse sofort geweckt. Die aktuellen Ereignisse werden in der Ich-Form, aus Kathis Sicht, geschildert. Dadurch kann man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben. Diese Beschreibungen gelingen der Autorin hervorragend, denn Kathi wirkt nicht nur sehr sympathisch, auch die Bedenken, Ängste und Hoffnungen, die sie hegt, werden glaubhaft vermittelt. Deshalb gerät man früh in den Sog der Ereignisse.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Man kann sich Handlungsorte und Protagonisten lebhaft vorstellen und dadurch ganz ins Geschehen eintauchen. Zwischen den Zeilen schwebt eine zuweilen beklemmend wirkende Atmosphäre, die dafür sorgt, dass man gespannt den Ereignissen folgt und dabei stets auf der Hut ist, eine mögliche Bedrohung zu orten. Durch die Ich-Perspektive ist die Gesamtsicht auf die Ereignisse allerdings eingeschränkt. Man weiß zwar, dass in Kathis Vergangenheit etwas Schreckliches passiert ist, doch was genau das ist, ahnt man nicht. Denn diese Hintergründe werden erst nach und nach enthüllt. Diese Ungewissheit und die beklemmende Atmosphäre sorgen für echtes Gänsehaut-Feeling. Die bereits früh aufgebaute Spannung kann also nicht nur durchgehend gehalten werden, sondern steigert sich stetig, um schließlich in einem rasanten und nervenaufreibenden Finale zu gipfeln.

"Die Tochter" ist ein Thriller, der, durch die bedrohliche Atmosphäre und die gnadenlose Spannung, für Nervenkitzel und Gänsehaut-Momente sorgt!
27. Februar 2020
Lian und das magische Schwert
⭐⭐⭐⭐⭐
"Der Drache der Berge" ist der erste Teil der "Dragon Ninjas-Reihe" von Michael Petrowitz. Es ist ein Buch ab 8 Jahren, bei dem selbst ich mich als Erwachsene köstlich amüsiert habe.
⭐⭐⭐⭐⭐
Als erster Teil führt das Buch seine Leser in die Welt von Lian, Sui und Pepp ein. Die drei sind Schüler am streng geheimen Ninja-Internat Chipanea und absolvieren dort eine Ausbildung zum Dragon Ninja. Naja, zumindest Lian und Sui, denn Pepp ist eigentlich ein Wald- und Wiesendrache und als Küchenhilfe am Internat tätig. Ein weiterer besonderer Charakter ist Lian, denn er ist ein Drachenblut. Dieses einzigartige Gen lässt ihn zum Beispiel den Regen riechen, er ist ziemlich hitzebeständig und sieht wahnsinnig gut im Dunkeln. Außerdem ist Lian so ganz nebenbei für den Erhalt des Guten auf der Welt verantwortlich. Denn nur er kann den bösen Drachen O-Gonsho, der die vier magischen Waffen der Ninjas in seinen Besitz bringen will, um die Weltherrschaft an sich zu reißen, besiegen. Für Lian und seine Freunde sollte diese Aufgabe doch ein Klacks sein, oder?
⭐⭐⭐⭐⭐
Der Autor hat wirklich liebevolle Buchcharaktere zum Leben erweckt. Ich habe mit dem toughen Trio gelacht und gezittert. Die Geschichte beginnt eher ruhig mit dem Kennenlernen der Protagonisten und des Internates. Ein bisschen hat es mich an Harry Potter erinnert; vorallem die Unterrichtsstunden von Lian. Ab der Mitte des Buches wird es dann schon spannender, wenn sich die drei Freunde auf - die natürlich verbotene - Suche nach dem magischen Schwert begeben. Es wird im letzten Drittel dann auch ziemlich rasant und gefährlich und ein finaler Kampf bleibt auch nicht aus. Michael Petrowitz hat hier alles richtig gemacht um seine kleinen (und großen) Leser bei Laune zu halten. Sein Schreibstil ist sehr einfach und altersentsprechend gehalten. Die im Buch gestreuten japanischen Begriffe werden vom Autor alle gut und kindgerecht erklärt. Und wenn man doch mal was vergisst, dann kann man zum kleinen Glossar blättern, der sich am Ende befindet.
⭐⭐⭐⭐⭐
Ganz toll finde ich auch das Cover und die Illustrationen im Inneren. Marek Bláha hat die Figuren unglaublich gut getroffen. Der Comicstil passt sehr gut zum Thema.
⭐⭐⭐⭐⭐
Fazit: Ich kann "Dragon Ninjas" auf jeden Fall empfehlen. Das Buch zeichnet sich durch liebevolle Charaktere aus. Es wird dargelegt was gute Freunde ausmacht und wie wichtig Vertrauen und Zusammenhalt in einer Gemeinschaft sind. Zudem ist die Handlung spannend und beschert kleinen Leseratten ab 8 Jahren bestimmt ein paar abenteuerliche (Vor)Lesestunden.
Ungewöhnliches Abenteuer 27. Februar 2020
von Lea
„Das Internat der bösen Tiere“ ist ein tolles Kinderbuch, das einen von der ersten Seite an fesselt und viel zu schnell vorbei geht. Dafür gibt es auf jeden Fall 5 Sterne.
In Noels Leben geht gerade so einiges schief. Dass dazu auf einmal verschiedene Tiere anfangen mit ihm zu kommunizieren und ein Bär ihn umbringen will, macht die Sache nicht besser. So landet er schließlich auf einem Schiff, das ihn zu den geheimnisvollen Inseln bringt, und da beginnt das Abenteuer erst.
Ich mochte die Geschichte von Anfang an. Noel ist sehr sympathisch, auch wenn er manchmal komische Entscheidungen trifft. Toll finde ich, dass hier viele Tiere eine Hauptrolle spielen, die sonst in Büchern nur selten beachtet werden. Das Buch ist von Anfang an spannend und man kann fast gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil man einfach wissen will, wie es weitergeht. Auf der Insel kommt dann noch eine Prüfung hinzu, sowas lese ich sowieso immer gerne. Nicht nur die Zukunft ist spannend, auch Noels Vergangenheit spielt eine große Rolle.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und super der Zielgruppe angepasst. Kleine gelungene Illustrationen lockern das ganze Buch noch zusätzlich auf, die Kapitel sind nicht zu lang. Die Fantasiewelt die auf diesen Inseln erschaffen wurden, wird wunderbar beschrieben und man würde sie am liebsten selbst entdecken. Und vor allem gibt es da auch noch viel mehr zu entdecken, als im ersten Teil preis gegeben wurde, bin ich mir ganz sicher.
Die Geschichte ging einfach viel zu schnell um und man weiß, dass das eigentliche Abenteuer jetzt erst losgeht. Ich hätte den nächsten Teil gerne direkt schon weitergelesen. Da kann ich kaum drauf warten.