Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies, und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.


ISBN

Buchhändlerempfehlung

MMag. Katharina Huchler aus unserer Buchhandlung in Höchst empfiehlt dieses Buch:

Das Cover ließ mich eine harmlose Geschichte à la "Selection" erwarten, aber weit gefehlt: Hier trifft "Die Tribute von Panem" auf "A Handmaids Tale". Dicht geschrieben mit einem hohen Spannungsfaktor verfolgt die Geschichte sehr abgründige Ideen. Ein Thriller, der vor Augen führt, dass es nichts im Leben umsonst gibt, und dass der schöne Schein einer glitzernden Luxuswelt nur mit menschlichen Opfern aufrechterhalten werden kann.

Alle Buchtipps von MMag. Katharina Huchler



Time Travel Girl: 1989
von Susanne Wittpennig
Meine Zeit steht in deinen Händen 27. April 2018
von LEXI
Nach der Erfolgsserie „Maya und Domenico“ blickte ich der neuen Zeitreise-Trilogie von Susanne Wittpennig bereits voller Vorfreude entgegen – und ich möchte gleich vorweg anmerken, dass die Autorin mich keineswegs enttäuscht hat. Im Gegenteil! Mit „Time Travel Girl 1989“ startet Susanne Wittpennig mit vielen neuen Ideen, Abenteuer, Schwung, Elan und einer Prise Romantik in ihre neue Buchreihe.

Die sechzehnjährige Protagonistin dieses Buches ist intelligent und ungewöhnlich technikinteressiert. Als Einzelgängerin verbringt Lisa Lambridge ihre Zeit am liebsten mit Computern. Ihr großes Ziel ist es, Informatik zu studieren. Das junge Mädchen träumt davon, irgendwann einmal spannende Computerspiele zu produzieren. In dem zerstreuten Wissenschaftlerjungen Zachary Silverman findet sie einen hochbegabten Freund, dessen Gehirn in sehr komplexen Sphären arbeitet. Zac ist es doch tatsächlich gelungen, eine Zeitmaschine zu erfinden, die so genannte „Wurmlöcher“ öffnen und Menschen in die Zukunft zu schicken vermag. Zacs erstes Versuchsobjekt dabei ist seine Klassenkameradin Lisa. Dass die beiden sich damit nicht nur zustimmendes Wohlwollen einhandeln, steht bereits von Beginn an fest. Unterstützung finden sie jedoch bei Zacs Vater, der eine beachtliche Karriere als Wissenschaftler aufzuweisen hat und bereits mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Der einzige Wermutstropfen in Lisas Leben ist die Tatsache, dass Morgan Kendall, ihr ehemals bester Freund aus Jugendtagen, nichts mehr von ihr wissen möchte. Aus dem süßen braungelockten Jungen mit dem engelsgleichen Gesicht und dem einzigartigen Lachen wurde ein verwöhnter Langweiler, der Lisa nicht mehr beachtet. Lisa leidet unter dieser Situation, zumal sie bereits seit langer Zeit in ihren „Momo“ verliebt ist. Wird es für sie noch eine Möglichkeit geben, ihre ehemalige Freundschaft wieder aufleben zu lassen? Oder muss Lisa die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft mit Momo begraben?

Mit „Time Travel Girl 1989“ hat die Autorin einen spannenden und unterhaltsamen Jugendroman geschrieben. Sie thematisiert die aufregenden Zeit des Erwachsenwerdens, die Sorgen und Probleme der Jugendlichen und versetzt ihre Leser in den Alltag der Tomsbridge School. Die Faszination von der Möglichkeit von Zeitreisen und deren Paradoxien sind das Kernthema dieses Buches. Susanne Wittpennig weist auf die große Macht und damit auch die Verantwortung der Zeitreisenden hin, die sowohl Zukunft, als auch Vergangenheit zu beeinflussen vermögen. In abenteuerlichen Passagen wird über die Vorbereitungen und die Versuche mit dem so genannten „Time Transmitter“ berichtet, wobei mich Zac Silverman und dessen Vater ein klein wenig an Marty McFly und Dr. Emmett L. „Doc“ Brown aus der Science-Fiction-Film-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ erinnern. Der lockere und einnehmende Schreibstil des Buches ist der Sprache der Zielgruppe angepasst und enthält viele „flapsige“ Ausdrücke der Jugendlichen beziehungsweise der Dialektsprache.

Die handelnden Personen empfand ich als sehr gut dargestellt, die meiste Aufmerksamkeit wurde der Protagonistin Lisa zuteil, deren Gedanken und Emotionen überzeugend Ausdruck verliehen wurde. Der große, schlaksige Freak namens Zac mit einem Kopf voller verrückter Ideen hat ebenfalls sofort meine Sympathie gewonnen. Der Antagonist dieses Buches tritt in Form des ehrgeizigen und machtbesessenen Professors namens Ash auf, der trotz seiner ungewöhnlichen Fachkompetenz ein äußerst verhasster Lehrer in der Tomsbridge School ist. Seine äußerliche Erscheinung, sein derber Umgang mit den Schülern und sein von Eifersucht zerfressenes Verhalten wirken düster und bedrohlich.

Fazit: „Time Travel Girl 1989“ war ein sehr überzeugendes, spannendes und überaus unterhaltendes Jugendbuch, das mich ausgezeichnet unterhalten hat. Der Epilog hat bereits große Neugier auf die Fortsetzung dieser Geschichte in mir geweckt, auf deren Neuerscheinung ich mich bereits jetzt sehr freue.

Vom Frauenschuh zum Känguru
von Joachim Cochlovius
Und Gott sah, dass es gut war 27. April 2018
von LEXI
„Groß sind die Werke des Herrn; wer sie erforscht, der hat Freude daran“ (Ps 111,2)

Der Theologe und Pastor Dr. Joachim Cochlovius teilt seine Liebe zur Natur mit seiner Ehefrau Lieselotte, ihre ganz besondere Leidenschaft galt hierbei wild wachsenden Orchideen. Im Zuge etlicher Orchideen- und Vogelexkursionen erwachte im Autor ein Entdeckerdrang und vor allen Dingen auch die Freude an der gesamten Schöpfung. Bald erkannte er überall die Spuren der Intelligenz und der Genialität des Schöpfers sowie dessen Fürsorge für die kleinsten und größten Lebewesen.

In diesem prachtvollen Bildband „Vom Frauenschuh zum Känguru“, der als Entdeckungshilfe für die Schönheit der Schöpfung fungieren soll, präsentiert er beeindruckende Aufnahmen aus mehreren Jahrzehnten. Der Aufbau richtet sich nach dem biblischen Schöpfungsbericht, was ich als äußerst originelle Umsetzung empfand. Im Vorwort gibt der Autor Einblicke in die Entstehungsgeschichte dieses Buches. Anschließend ist jedem der sieben Tage der Schöpfung ein Kapitel gewidmet. So steht das Kapitel für den ersten Tag für Wasser und Licht, der zweite Tag thematisiert Erdatmosphäre und Wasserscheidung, der dritte Tag Meer und Land, der vierte Tag Lichtträger und Zeiteinteilung, der fünfte Tag Wassertiere und Vögel, der sechste Tag Landtiere und den Menschen, und der siebente Tag schließlich Ruhe und Freude. Im Anhang beschäftigt Dr. Cochlovius sich mit dem Schöpfungszeugnis des Neuen Testaments.

Zwar handelt es sich um einen großformatigen Bildband, in dem die prachtvollen Aufnahmen eine zentrale Rolle spielen, dennoch wird dem Leser auch ein richtiger kleiner Wissensschatz vermittelt. Die Erläuterungen zu Erscheinungen in der Natur wie beispielsweise das Blau des Himmels, Morgen- und Abendrot, das perfekte Design in der gesamten Pflanzen- und Tierwelt und deren Lebensraum sind faszinierend. Der Autor weist auf unglaubliche Leistungen der Tiere und Pflanzen hin, und allein der Aufbau und die verschiedenen Funktionen einer winzigen Vogelfeder, um nur ein Beispiel zu nennen, erwecken eine tiefe Ehrfurcht vor dem, der dies alles erschaffen hat.

Der informative und zugleich sehr einnehmende Schreibstil des Autors sorgt dafür, dass diese Lektüre keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Seine Begeisterung für die Schönheit der Schöpfung und seine Ehrfurcht davor sind auf jeder einzelnen Seite dieses Buches spürbar. Die Bilder in diesem Buch sind in vielen Fällen wahre Kunstwerke. Für einige Motive musste Dr. Cochlovius stundenlang geduldig ausharren, andere wiederum verdankte er der Hilfe verschiedener Naturexperten aus Neuseeland und Südwest-Australien.

Im Klappentext wird keineswegs übertrieben, wenn es heißt, dass es sich um einmalige Bilder von seltener Schönheit handelt, die dieses Buch zu einem „Staunbuch“ über die Schöpfung für Jung und Alt machten. Auch ich habe diese Lektüre über alle Maßen genossen und mich mit großer Freude in die wunderschönen Bilder und den höchst interessanten Begleittext dazu vertieft. Ich empfand „Vom Frauenschuh zum Känguru“ als richtigen kleinen Wissensschatz, der mich begeistert und eine tiefe Ehrfurcht vor dem Schöpfer dieser Welt in mir hervorgerufen hat.