Das letzte Buch von Marceau Miller

Das letzte Buch von Marceau Miller

von Marceau Miller

€ 26,80

Hardcover

Sofort verfügbar in Höchst, Bregenz, Dornbirn

Roman | Ein Meisterwerk psychologischer Spannung vor atemberaubender Kulisse
2026 Insel Verlag
349 Seiten
210 mm x 134 mm
Sprache: Deutsch
978-3-458-64589-4

Hauptbeschreibung

Am malerischen Genfersee wird der Bestsellerautor und Abenteurer Marceau Miller tot am Fuß einer Felswand aufgefunden. Seine Frau Sarah, ungestüm und naturverbunden, ist als Einzige überzeugt, dass es kein Unfall war: Vor zwanzig Jahren führte ein tragisches Ereignis sie schon einmal in diese Gegend, und nun hat Marceau ein letztes Manuskript hinterlassen, das ein lebenslanges Geheimnis enthüllen soll - enthält es auch den Grund seines Todes?
Von der lokalen Polizei im Stich gelassen, begibt sich Sarah auf den Gipfeln und in den dichten Wäldern, auf den Wassern des Genfersees und gar in den eigenen vier Wänden auf eine Spurensuche, die sie alles - und jeden um sie herum - in Frage stellen lässt. Eine rasante Ermittlung setzt ein, die keine Verschnaufpause erlaubt, denn das Manuskript ist verschwunden! Wem kann sie noch vertrauen? Und wer ist ihr Mann, wer ist dieser Marceau Miller eigentlich gewesen?

Das Buch von Marceau Miller ist ein fesselnder, vielschichtiger Spannungsroman darüber, wie wenig wir unsere Nächsten kennen; über die dunklen Hintergründe von Erfolg, über Verrat und die Unbeständigkeit der Wahrheit - ein Meisterwerk psychologischer Spannung vor atemberaubender Kulisse!


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Hardcover
Roman | Ein Meisterwerk psychologischer Spannung vor atemberaubender Kulisse
2026 Insel Verlag
349 Seiten
210 mm x 134 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Thomas Brovot
978-3-458-64589-4


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Marceau Miller, vermutlich 1978 geboren, ist möglicherweise Schriftsteller und Drehbuchautor. Dies ist jedoch das erste Mal, dass er einen Roman unter diesem Namen geschrieben hat. Er lebt in Frankreich und kehrt regelmäßig an den Genfersee zurück, eine Region, die ihn stark fasziniert. Thomas Brovot, 1958 geboren, lebt in Berlin und übersetzt Texte aus dem Englischen, Französischen, Spanischen und Portugiesischen, u. a. von Benjamín Labatut und Mario Vargas Llosa. Für sein Gesamtwerk wurde er mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet.

Hersteller: Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44, 10119 Berlin DE
E-Mail: info@insel-verlag.de

Der geheimnisvolle Marceau Miller 2026-05-14 18:27:00
von Wolle
Bei dem Roman „Das letzte Buch von Marceau Miller“ handelt es sich um einen Krimi in eine ganz besonderen und außergewöhnlichen Erzählform. Es dreht sich nämlich um den Tod des Autors. Die Erzählperspektive wechselt zwischen dem toten Marceau Miller, seiner Frau und deren Freundin.

Nach und nach erfahren wir immer mehr Umstände die zum Tod Marceaus geführt haben. Dieser hat viel mit dem Verschwinden seiner geliebten Schwester vor 20 Jahren und dem Unfalltod seines Vaters mit einem Flugzeug über dem Genfer See zu tun. Unerwartete Wendungen gestalten den Krimi äußerst spannend und kurzweilig. Mich konnte der Roman bis zur letzten Seite in Atem halten.

Schauplatz des ganzen Geschehens ist rund um den Genfer See. In den Beschreibungen merkt man die Verbundenheit des Autors mit seiner Heimat und der wunderbaren Natur an diesem Ort. Letzten Endes bleibt für mich nur eine Frage offen: Wer ist denn nur der wirkliche Autor des Romans? Das würde mich wirklich sehr interessieren.

Das Cover mit dem idyllischen Bild des Genfer Sees ist sehr passend und wunderschön. Genauso wie auf dem Bild würde ich mir den See anhand der Beschreibungen des Autors im Buch vorstellen.
Wer schreibt die Wahrheit, wenn der Autor tot ist? 2026-05-02 19:40:00
Genfersee, ruhig, beinahe zu schön – und darunter brodelt etwas. Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller nutzt genau diese Spannung zwischen Idylle und Abgrund. Ein gefeierter Schriftsteller stürzt beim Klettern in den Tod. Unfall, sagen die anderen. Seine Frau Sarah spürt sofort: So einfach ist das nicht. Und mit diesem Zweifel beginnt ein Roman, der sich langsam, aber unaufhaltsam in die Tiefe gräbt.
Was zunächst beinahe ruhig und kontrolliert wirkt, entwickelt sich Seite für Seite zu einem Sog. Sarahs Suche nach Antworten ist kein klassischer Ermittlungsplot – sie ist eher ein vorsichtiges Abtragen von Schichten. Jede neue Erkenntnis wirkt wie ein Riss im Fundament ihres bisherigen Lebens. Besonders stark: das verschwundene Manuskript. Es wird zum unsichtbaren Zentrum der Geschichte, ein Echo, das alles zusammenhält – und gleichzeitig alles infrage stellt.
Formal spielt der Roman raffiniert mit Perspektiven. Neben Sarahs gegenwärtiger Spurensuche dringen immer wieder Fragmente von Marceaus eigener Stimme durch – wie Nachrichten aus einer Vergangenheit, die sich weigert, abgeschlossen zu sein. Dieses „Buch im Buch“-Prinzip ist hier nicht nur ein Kunstgriff, sondern der eigentliche Motor der Spannung. Denn je mehr man liest, desto unsicherer wird, was Fiktion ist – und was Geständnis.
Der Schreibstil ist dabei auffällig unaufgeregt. Keine effekthascherischen Cliffhanger, keine überdrehten Wendungen im Minutentakt. Stattdessen eine klare, präzise Sprache, die sich Zeit nimmt. Genau darin liegt ihre Stärke: Die Spannung entsteht nicht durch Tempo allein, sondern durch das stetige Verschieben von Gewissheiten. Wenn sie dann anzieht, tut sie es mit voller Wucht.
Atmosphärisch lebt der Roman stark von seiner Kulisse. Der Genfersee wird fast zur eigenen Figur – schön, still, undurchdringlich. Diese landschaftliche Ruhe kontrastiert eindrucksvoll mit der inneren Unruhe der Figuren. Und Sarah selbst? Sie trägt die Geschichte. Ihre Zweifel, ihre wachsende Unsicherheit, ihr verzweifeltes Festhalten an einer Wahrheit, die sich ständig entzieht – das alles macht den Roman emotional greifbar.
Inhaltlich bewegt sich das Buch irgendwo zwischen Spannungsroman und psychologischer Studie. Es geht um mehr als einen Todesfall. Es geht um Identität, um die Masken des Erfolgs, um Vertrauen – und darum, wie wenig wir manchmal über die Menschen wissen, die uns am nächsten stehen.
Das Beeindruckende: Mit jeder Enthüllung wird die Geschichte nicht klarer, sondern komplexer. Bis sich am Ende alles fügt – und trotzdem ein leiser Zweifel bleibt.
Fazit:
Ein klug komponierter, atmosphärisch dichter Roman, der sich Zeit nimmt – und genau dadurch fesselt. Kein lauter Thriller, sondern ein leises, eindringliches Spiel mit Wahrheit und Wahrnehmung. Und eine dieser Geschichten, bei denen man am Ende kurz innehält und sich fragt: Wie gut kennen wir die Menschen, die wir lieben wirklich?
viele Wendungen und Überraschungen 2026-05-02 15:42:00
von Ulla
Der erfolgreiche Schriftsteller hat gerade ein neues Buch veröffentlicht und es gibt eine Party in seinem schönen Haus am Genfer See. Am nächsten Morgen sucht ihn seine Frau Sarah vergeblich, er ist verschwunden. Mit Hilfe des pensionierten Polizisten Yves Renauld sucht sie in dem Klettergebiet, in dem Marceau früher ungesichert die Felsen bestieg. Sie finden ihn tot am Fuß des Felsens, abgestürzt, jedoch mit einer Wunde an der Stirn. Die Polizei geht von einem Unfall aus und will nicht weiter ermitteln, doch irgendwas stimmt hier nicht. Sarah beschließt mit Hilfe der Öffentlichkeit Druck auf die Ermittler auszuüben. In den Hinterlassenschaften findet sich ein Hinweis auf ein Manuskript in dem Marceau Geheimnisse aufdecken wollte. Vor 20 Jahren verschwand seine Schwester Jade, von der man annahm, sie hätte Selbstmord begangen. In jungen Jahren hatten die Geschwister erst den Tod ihres Vater bei dem Absturz seines Privatflugzeuges in den Genfer See und den Krebstod ihrer Mutter zu verkraften. Halt gab es im Freundeskreis und auf den zählt jetzt auch Sarah, bis immer mehr Ungereimtheiten entdeckt werden. Jeder scheint Geheimnisse zu verbergen.
Die Idee, durch Hinweise, die der Tote selbst verfasst hat und eigene Ermittlungen einen Todesfall zu klären und Geheimnisse aus der Vergangenheit aufzudecken ist sehr gelungen verknüpft. Die Beschreibung der Landschaft um den Genfer See ist sehr bildhaft. Es gibt viele Wendungen und Überraschungen, ein bisschen weniger wäre hingegen glaubhafter gewesen. Ab dem letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse und man kann kaum aufhören mit dem Lesen.