Yesteryear
€ 25,70
Hardcover
Sofort verfügbar in Höchst, Bregenz
Roman - Vom NYT-Nr.1 Bestseller zum SPIEGEL-Bestseller - jetzt auch auf Deutsch
2026 Heyne
464 Seiten
221 mm x 144 mm
Sprache: Deutsch
978-3-453-27535-5
Trailer zum Buch
Hauptbeschreibung
Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut.
Mit bedrucktem Transparentumschlag und hochwertig veredeltem Bezug.
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören.
Große Verfilmung mit Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) in Vorbereitung.
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Hardcover
Roman - Vom NYT-Nr.1 Bestseller zum SPIEGEL-Bestseller - jetzt auch auf Deutsch
2026 Heyne
464 Seiten
221 mm x 144 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Dietlind Falk; Lisa Kögeböhn
978-3-453-27535-5
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Caro Claire Burke ist Redakteurin, Autorin und Podcasterin. Ihre Texte sind in The Atlantic, Marie Claire und Bustle erschienen. Sie ist Co-Host des Podcast Diabolical Lies, in dem sie über aktuelle kulturelle und politische Geschehnisse spricht. 'Yesteryear' ist ihr Debütroman. Dietlind Falk wuchs im Ruhrgebiet auf. Sie studierte literarische Übersetzung an der Universität Düsseldorf und arbeitet seit 2010 als freie Übersetzerin aus dem Englischen und dem Französischen.
Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28, 81673 München DE
E-Mail: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de




Konsequent weiter gedacht
2026-05-25 20:26:00
Was von Beginn an überzeugt, ist der Aufbau der Handlung. Burke entwickelt die Geschichte mit einem präzisen Gespür für Spannung und Timing. Die Erzählung entfaltet sich nicht linear, sondern arbeitet mit Wechseln in der Erzählzeit, die geschickt eingesetzt werden, um Stück für Stück neue Perspektiven auf die Ereignisse und insbesondere auf die Hauptfigur Natalie freizulegen. Diese Struktur sorgt nicht nur für einen konstanten Spannungsbogen, sondern macht die Handlung zugleich komplexer und vielschichtiger. Rückblicke und zeitliche Verschiebungen wirken dabei nie wie reine Stilmittel, sondern erfüllen einen klaren erzählerischen Zweck: Sie helfen dabei, Natalies innere Entwicklung nachvollziehbar und emotional greifbar zu machen.
Gerade Natalie ist das eigentliche Zentrum des Romans – und zweifellos dessen größte Stärke. Sie ist keine einfache oder eindeutig sympathische Figur, sondern eine komplexe Protagonistin mit Widersprüchen, Unsicherheiten und Entwicklungspotenzial. Genau das macht sie so interessant. Burke gelingt es hervorragend, Natalie als vielschichtigen Charakter darzustellen, dessen Entscheidungen zumindest anfänglich nachvollziehbar bleiben, auch wenn man sie nicht immer gutheißen würde. Dabei ist ist N. eine teils unsympathische Person, über die man dennoch gern mehr erfahren möchte.
Besonders spannend ist außerdem, wie der Roman aktuelle gesellschaftliche Debatten rund um traditionelle Rollenbilder und das Ideal der „Tradwife“ aufgreift. Statt diese Themen nur oberflächlich anzuschneiden, denkt Yesteryear sie konsequent weiter und stellt die Frage, welche Sehnsüchte, Zwänge und Machtstrukturen hinter solchen Lebensentwürfen stehen könnten. Allerdings zeigt sich hier auch eine kleine Schwäche des Romans. Durch die starke Konzentration auf Natalies persönliche Entwicklung bleibt die größere gesellschaftliche Dimension der Thematik stellenweise etwas unterbeleuchtet. Manche Fragen, die das Buch aufwirft, hätten noch ausführlicher reflektiert werden können – insbesondere im Hinblick auf die strukturellen und politischen Implikationen der dargestellten Rollenbilder. Der Fokus liegt klar auf der individuellen Erfahrung der Protagonistin, wodurch die umfassendere gesellschaftliche Analyse manchmal nur angerissen wird. Wirklich störend ist das jedoch nicht, weil die Geschichte insgesamt konsequent aus Natalies Perspektive erzählt bleibt und diese Begrenzung daher auch erzählerisch nachvollziehbar wirkt.
Insgesamt ist Yesteryear ein beeindruckender Roman, der Spannung, Charakterentwicklung und gesellschaftliche Relevanz gekonnt miteinander verbindet. Besonders die raffinierte Erzählstruktur und die starke Hauptfigur machen das Buch zu einer fesselnden Lektüre. Wer Interesse an psychologisch komplexen Figuren, intelligent aufgebauter Spannung und aktuellen gesellschaftlichen Themen hat, findet hier einen Roman, der lange im Kopf bleibt. Sprache und Schreibstil, in Übersetzung durch Dietlind Falk und Lisa Kögeböhn, tragen ausschließlich zu einem guten Leseerlebnis bei.




Alles bloß Fassade
2026-05-18 21:56:00




Fesselnd, witzig, erschreckend
2026-05-14 08:49:00
Aber fangen wir mal trivial an: schon die äußere Aufmachung transportiert, dass äußerer Eindruck und Innenleben in unserer Welt ein schöner, inszenierter Schein sind.
Hier mittels eines sehr schlichten Schutzumschlags, transparent, dünn, ganz und gar unauffällig. Passend zum Buchthema. Die bescheidene Tradwive. Der Umschlag ist übrigens nicht wirklich super, da er total leicht einreißt, wenn man Wert auf intakte Schutzumschläge legt, besser abnehmen beim Lesen.
Im Inneren dann ein hochwertig veredelter Bezug, bedruckt mit einer Szene, die auf dem ersten Blick aus vergangener Zeit erscheint, bis man das Mobiltelefon in der Hand der Frau entdeckt.
Super gemacht!
Um was geht es?
Um Natalie, die zurückgezogen auf einer Bilderbuchfarm in den USA lebt, zusammen mit ihren fünf Kindern, schwanger mit dem sechsten, einen Farmer als Ehemann und einem Social-Media-Account, auf dem sie ihr Leben teilt. Ein Bilderbuch-Farmer-Leben mit Bilderbuch-Kindern und Bilderbuch-Ehe. Selbstversorgung über die Farm, Beziehung zu den Hühnern, die die "Ladys" genannt werden, klassisches Rollenmodell, gläubig. Alles tutti. Sie hat Millionen von Followern.
Doch wenn man etwas hinter die Kulissen schaut, dann ist es vielleicht doch nicht so ganz so, wie es scheint. Nannys und Produktionsleiterin, Farm-Personal und noch viel mehr, was vor der Kamera verborgen bleibt. Doch das ist nicht alles, denn eines Tages ist nichts mehr, wie es war.
Ich will hier gar nicht weiter ausholen, denn man sollte hier auf keinen Fall gespoilert werden.
Das Buch ist böse, stellenweise sehr, sehr witzig und behandelt so viele Themen. Angefangen beim Tradwive-Trend, Patriarchat, Leben innerhalb strenger gesetzter Religionsregeln, Social-Media-Inszenierung und Scheinwelt, struktureller Frauenfeindlichkeit, Missbrauch von Kindern in solchen Strukturen, die Liste ist endlos.
Das alles eingebettet in eine spannende, fast thrillerartige Handlung mit einem wilden Plot-Twist zum Abschluss, der mich ehrlich gesagt etwas verstört zurückgelassen hat.
Zwischendrin hatte das Buch etwas Längen, das ist aber auch der einzige Punkt, der mich etwas gestört hat. Das wird aber durch die Schreibweise, die Entwicklung der Charaktere, die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Charaktere, den Humor und die superspannende Story mehr als wettgemacht.
Ich habe gelesen, dass eine Verfilmung mit Anne Hathaway geplant ist, da werde ich auf jeden Fall ins Kino gehen.
Aber zuerst: unbedingt lesen!